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Brauche Eure Hilfe: Welche Schule?

 
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Elaising
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Anmeldedatum: 13.08.2006
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 31.12.2011, 12:43    Titel: Brauche Eure Hilfe: Welche Schule? Antworten mit Zitat

Unser Sohn , 9 Jahre, hat FAS und geht momentan noch auf die Sprachheilschule. Er ist bezüglich seiner kognitiven Leistungen dort noch einigermassen aufgehoben. Sozial emotional aber ist er auf dem Stand eines ca. 3-4 jährigen Kindes, hat ausserdem große Konzentrationsprobleme, kann Regeln nicht einhalten und eckt immer wieder an. Alles typisch für seine Behinderung. Nun unser großes Problem:
Alternative Schulen für`s nächste Jahr sind :Schule für Lernen,Schule für geistige Entwicklung oder ev. Schule für Körperbehinderung.
Schule für Lernen,wo er kogn. am besten aufgehoben wäre,können wir uns gar nicht mit anfreunden, da unser Sohn sich zu allem verleiten läßt,alles mit bzw. nachmacht und jedem alles glaubt. Er würde alles, wirklich alles,was ihm andere sagen machen. Er ist völlig arglos!!!
Schule für geistige Entw. : Wäre er kog. unterfordert, aber beschützt aufgehoben ( Klar ist,dass er immer einen beschützten Rahmen benötigen wird!). Aber wird er sich da wohl fühlen? Er ist alle 4 Wochen mit Kindern dieser Schule in einer Teeniegruppe und fühlt sich da sehr wohl.
Oder Schule für Körperb. . da dort auch im LB Bereich beschult wird,aber unser Sohn ist motorisch nur ein wenig hektisch ,aber dort sind ganz viele Kinder sehr eingeschränkt.
Wir sind immer am überlegen,was wir richtig machen. Was meint Ihr dazu. Habt Ihr eine ähnliche Situation erlebt? Bin dankbar für jeden Rat!
Inklusion kommt nicht in Frage,da das hier in unserer Region schlecht läuft. Er würde dort nur 2 Stunden die Woche eine Zusatzkraft bekommen. Das geht gar nicht!
Liebe Grüße Manu
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Manuela15
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Anmeldedatum: 09.11.2011
Beiträge: 56

BeitragVerfasst am: 31.12.2011, 13:48    Titel: Welche Schule Antworten mit Zitat

Nach deiner Beschreibung hat dein Sohn einen Enwicklungsalter eines 3-4 jährigen Kindes. Mit einem solchen Defizit würde dein Sohn an an einer Förderschule Lernen keinesfalls erfolgreich gefördert werden können. Zum Einen stehen hier die Kulturtechniken im Vordergrund, zum Anderen denke ich, dass die Rahmenbedingungen auch nich optimal wären. Es entstand bei mir der Eindruck, dass dein Sohn einen Förderbedarf hat, der sehr intensiv sein muss. Da ich selber 12 Jahre an einer Förderschule Geistige Entwicklung gearbeitet habe, würde ich dir eine Beschulung in dieser Förderschuform empfehlen: Bestens ausgestattet, sehr gute personelle Rahmenbedingungen, sehr individuelle Förderung. Ich denke nicht, dass deine Angst, er könnte zu wenig lernen, begründet ist. Wer kann, wird natürlich auch hier im Rahmen seiner Möglichkeiten individuell in Kulturtechniken unterrichtet. Ein anderer wichtiger Aspekt ist vielleicht noch, dass die Förderschulen für geistige Entwicklung nicht von Schließung bedroht sind. Vorgesehen, aber gesetzlich noch nicht festgelegt ist, dass die Förderschulen Lernen, Sprache und emotionale Entwicklung aus Sicht geschlossen werden sollen. Wäre das der Fall, müsste dein Sohn vielleicht doch in den integrativen Interricht. Du beschreibst die Situation sehr treffend. Ich finde das gut, dass du das Wohl deines Kindes bei der Schulwahl in den Mittelpunkt stellst. Bei vielen Eltern in diesem Forum habe ich den Eindruck, dass Ihnen das eigene Wohl ( mein Kind ist nicht behindert und geht zur Regelschule) wichtiger ist. Very Happy
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Elaising
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Anmeldedatum: 13.08.2006
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 31.12.2011, 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Dir für Deine Antwort. Vom Bauchgefühl her bin ich ganz Deiner Meinung. Bei der Schule für geistige Entwicklung habe ich ein ganz beruhigendes Gefühl. Er hätte seinen geschützten Rahmen ,den er benötigt,um durchs Leben zu gehen,ohne große Probleme zu bekommen . Denn durch seine extreme Beeinflussung und seine sozial emotionale große Schwäche ist er immer wieder Gefahren ausgesetzt.
Dem gegenüber steht eben nur , dass er von den kognitiven Leistungen noch normales Grundschulniveau ( in kleiner Klasse) hat( steht zwischen 3 und 4 in den Fächern. )Aber alles andere ist,wie beschrieben sehr auffällig und nicht altersgemäß! Würden seine Stärken denn in der Schue für GE gefördert?Also Deutsch/ Mathe?). Mir ist nur wichtig,dass er sich nicht "falsch am Platz" fühlt und unglücklich wird.Danke für`s Lesen!
Liebe Grüße Manu
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Marion Müller
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Beiträge: 702

BeitragVerfasst am: 31.12.2011, 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Manu,

ich denke am besten schaust Du Dir die Schulen an. Bei uns in der Regelschule wird kommendes Jahr ein GB Kind in der GU-Klasse unterrichtet.

Die Schule hat bereits 4 Jahre Erfahrung im GU und Kinder die den normalen Unterricht nicht schaffen bekommen andere Arbeitshefte, auch kommen sie mit der Sonderpädagogin für einige Wochen in die Lernwerkstatt und werden noch einmal speziell gefördert, um in manchen Dingen vielleicht sogar aufschließen zu können.

Inwieweit in der Förderschule für GE Kinder beschult werden, die mehr können kann ich nicht beurteilen.


LG Marion
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Kaja
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Beiträge: 2880

BeitragVerfasst am: 31.12.2011, 18:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Manu,

unser achtjähriger Sohn ist hinsichtlich seiner emotionalen Entwicklung mit einem gesunden Dreijährigen vergleichbar. Er besucht eine KB-Schule - allerdings mit Schulhelfer, gerade weil er in emotionaler Hinsicht noch viel Unterstützung benötigt. In seiner Klasse sind einige Kinder, deren motorisch/körperliche Einschränkungen nicht so stark ausgeprägt sind, wie du sie möglicherweise bei Schülern einer KB-Schule vermutest.

Vielleicht wäre die Weiterbeschulung an der jetzigen Schule mit Schulhelfer für deinen Sohn eine Option. Ansonsten wäre nach den von dir geschilderten Bedingungen die KB-Schule eine Schulform, über die man sicher näher nachdenken sollte. Eine kognitive Unterforderung, so wie sie an einer GB-Schule nicht ausgeschlossen ist, kann auch zu erheblichen Verhaltensproblemen führen.

Viele Grüße

_________________
Kaja mit Sohn (2003) - Mikrodeletion 8p23.1 (u. a. Herzrhythmusstörung, Epilepsie, Apnoen (Monitor), Entwicklungstörung im motorischen und sprachlichen Bereich), hochgradige Schwerhörigkeit, HFA, div. Nahrungsmittelallergien, ehemaliges Frühgeborenes (30. SSW)
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veralein
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BeitragVerfasst am: 31.12.2011, 19:38    Titel: welche schule Antworten mit Zitat

hallo
das thema hatte ich im letzten jahr.Eine große Hilfe war die Gespräche mit der Klassenlehrerin,der abgebenden schule.
Dort haben wir besprochen wo sind die Probleme,und welche Schule und Schulform wird empfolen.Dann habe Ich mich mit der infrage kommenden Schule in Verbindung gesetzt,alle befunde hingeschickt,schule zusammen mit meinen Sohn angeschaut,und ein Infogespräch geführt.von der weiterführenden Schule ist die lehrerin auch in die Grundschule Gekommen,und hat sich selber ein Bild gemacht.
gruß veralein

_________________
alleinerziehend 45 drei jungs 25/15/12
Mein 12jähriger hat eine Choreatiforme Bewegungsstörung mit Myoklonien,Wirbelsäulenverkrümung
Muskelhypotonie,große Koordenationsstörungen
insbesondere schwierigkeiten inder fein und grobmotorik,aufmerksamkeit und arbeitstempo
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Elaising
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Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 01.01.2012, 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

Mit dem Direktor der Grundschule für GU habe ich schon telefoniert und der rät mir ab,da der GU nicht gut läuft.
Kaja: Hat Dein Sohn den körperliche Einschränkungen oder nimmt die KB Schule auch Kinder,die motorisch kaum Einschränkungen haben,sondern mehr im emotionalen Bereich?
Danke für Eure Antworten!
Liebe Grüße Manu
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Andrea5
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BeitragVerfasst am: 01.01.2012, 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Manu,

mein Sohn Ben ist frühkindlicher Autist, steht zwischen einer geistigen und
Lernbehinderung. Für uns kam die GB-Schule nicht in Frage (obwohl er da hätte
hinmüssen), weil sie sehr sparsam mit Äußerung in puncto Kulturtechniken waren.

Wir haben uns für eine Waldorfförderschule entschieden. Dort werden die Be-
reiche geistige, körperliche, emotionale Entwicklung und Lernen zusammen-
unterrichtet. Kinder, die sich dort sehr gut entwickeln können dort einen
Hauptschulabschluß machen. Unser Ben wird im Moment im Bereich Lernen
unterrichtet und kommt relativ gut mit. Mit Schreiben hat er aber sehr große
Probleme. Er kann es, ist aber nicht so bei der Sache, liegt aber an seiner
schlechten Feinmotorik durch KISS-Syndrom. Ist allerdings auch eine private
Schule, wo Schulgeld jeden Monat bezahlt werden muß. Es ist natürlich
auch die Frage, ob einem das Walddorfprinzip liegt. Das sollte man abwägen.
Auf jeden Fall stehen Kulturtechniken mit im Vordergrund, was für uns wichtig
ist.

Ansonsten würde ich mir die KB-Schule ansehen. Es werden ja nicht nur Kinder
mit körperlichen Einschränkungen dort unterrichtet. Auch Kinder mit ADHS,
Autismus besuchen solche Kinder. Kuck dir doch so eine Schule mal genauer an,
ob es wirklich passend ist.

GB-Schule, weiß nicht, kommt vielleicht auf die Schule an. Gibt ja auch Schule
wo GB-Kinder mit Kinder Förderbereich Lernen zusammen unterrichtet werden.
Bei uns kam es nicht in Frage. An dieser Schule werden Kinder mit Förderbedarf
geistiger Entwicklung und mehrfachschwerbehinderte Kinder zusammenunterrichtet.
Das ist jetzt nicht negativ gemeint, für Kinder mit einer Mehrfachschwerbhinderung
eine ganz tolle Schule auch wegen der umfangreichen Betreuung. Aber was ist
mit fitten Kindern wie Ben, da habe ich echt Angst, daß er nebenbei herläuft,
weil die anderen ja zurecht mehr Betreuung brauchen. Und im Vorbeigehen ab-
gefertigt wird. Nein, daß möchte ich nicht.

Ich denke wir haben den richtigen Weg für Ben. 5 Kinder sind mit ihm in eine
Klasse+Lehrerin+Klassenbegleitung.

LG
Andrea

_________________
Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), AVWS,
LRS, hypoton /Ben 01/04 KISS(KIDD) , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, starke Sprachverzögerung, Hyperakusis
"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)
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Manuela15
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Beiträge: 56

BeitragVerfasst am: 02.01.2012, 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Elaising,

in Bezug auf die Förderung von Kulturtechniken im der Schule GE kann ich nur Aussagen zu der Schule machen an der ich 12 Jhre lang gearbeitet habe und an der mein Mann bis heute arbeitet. Hier haben die Schülerinnen und Schüler teilweise Einzelunterricht in Kulturtechniken bekommen. Ich erinnere mich an einen Fall eines Asysbewerberkindes, das im Heimatland nur rudimentätre Schulbildung bekam. Es wurde in einem Jahr so weit gefördert, dass es zur Schule LB wechseln konnte. Vielleicht bittest du mal um Hosptation in der GB Schule und machst dir selbst ein Bild. Ich denke hier ist es wie überall, sehr unterschiedlich und personenabhängig. Ich denke der Förderschwerpunkt deines Sohnes liegt hier in der Entwicklung der Persönlichkeit. Die Förderderung diesbezüglich im GU wäre hier gleich Null. Was dein Kind braucht ist ein Schutzraum und Erfolgserlebnisse, die er in der Förderschule GE sicherlich hätte. Wink
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Kaja
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BeitragVerfasst am: 28.01.2012, 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Manu

Elaising hat folgendes geschrieben:
Hat Dein Sohn den körperliche Einschränkungen oder nimmt die KB Schule auch Kinder,die motorisch kaum Einschränkungen haben,sondern mehr im emotionalen Bereich?

durch die Frühgeburt hat unser Sohn auch gesundheitliche Beeinträchtigungen auf motorischem Gebiet sowie eine Epilepsie. Die KB-Schule nimmt aber pro Jahrgang bis zu vier Kinder auf, bei denen der Förderbedarf hauptsächlich im E-Bereich liegt, sofern auch (meist aber sehr untergeordnet) im motorischen Bereich gefördert werden muss.

Viele Grüße Kaja
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