Verfasst am: 24.12.2011, 23:42 Titel: Was kann eine Unterzuckerung als Neugeborenes anrichten?
Hallo Zusammen,
sind bestimmte Schäden oder Teilleistungsstörungen nach Hypoglykämien
in den ersten 3 Lebenstagen deutlich zu erwarten?
Sie wurden mit Maltodextrin behandelt. Der tiefste Blutzucker war 20 mg/dl am 1. Lebenstag.
Ich frage für eine Freundin. Sie macht sich nun Sorgen, weil die kleine nun hypoton und entwicklungsverzögert ist mit 6 Monaten.
Könnt ihr mir helfen und habt ihr ähnliche Erfahrungen?
guten morgen,
ich kann es nicht sicher sagen, aber ich glaube 20mg/dl ist zwar gefährlich aber ich glaube wenn dies nur sehr kurze Zeit der Fall war richtet dies keine bleibenden Schäden an.
Der Sohn einer Freundin hatte nach der Geburt fast null und er ist jetzt 2 J. und gesund.
uns wurde damals erklärt das eine so starke unterzuckerung zur unterversorgung des gehirn führen kann und somit die gleichen schwierigkeiten auftauchen können wie bei hirnblutungen,aber wie gesagt es ist kein muss sondern das ist bei jeder person anders!!!
Hallo Dani,
Jakub war am zweiten Tag stark unterzuckert, er zitterte richtig. Bekam dann in dichten Abständen Fläschchen.
Er ist auch deutlich hypoton - aber das war ich auch immer. Muss also keine Folge der Unterzuckerung sein. Er ist auch sehr stark weitsichtig.
Ich war damals unglücklich, dass es zu der Unterzuckerung kam.
Aber verglichen mit seinem großen Bruder macht uns Jakubs Entwicklung Riesenfreude. Deine Freundin wird wohl turnen müssen und abwarten.
LG Vera _________________ Vera mit Malte, 05/03 - 05/09, V.a. Mitochondriopathie, Gehirnfehlbildungen, Tetraplegie, Epilepsie, PEJ, blind
und Bruder, 07/05
also womit genau zu rechnen ist, und was das sono etc. zeigen kann, dass es man von einer leichten ICP spricht, kann ihr sicherlich nur ein Arzt sagen.
Am besten einfach mal im SPZ vorstellen mit dem kleinen.
Es kann ja auch ganz was anderes sein, was mit den Unterzuckerungen garnix zu tun hat!! _________________ LG Silke
(*83) FM; Muskelerkrankung - Myopathie unklarer Genese (ausdiagnostiziert!?)
bei uns - dies muss auf deine Freundin nicht zutreffen - war es so.
Mein Sohn war als Säugling mehr als nur stark unterzuckert, es wurde nicht zugefüttert, nur hat beim Stillen oder beim Versuch zu stillen keiner bemerkt, das er nicht trank, nicht trinken wollte und ich kaum bis gar keine Milch hatte.
Nach schlimmen Drängeln hat sich nach 3 Tagen ein Kinderarzt meinen Sohn angeschaut, er kam dann unterzuckert, dehydriert und mit Fieber in ein anderes Krankenhaus und blieb dort 10 Tage auf der Intensivstation.
Heute ist er 5 Jahre alt und hat frühkindlichen Autismus, ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass dies damit zu tun hatte, doch war seine Situation lebensbedrohlich.
Ein MRT haben wir zu keiner Zeit gemacht, mich hat die Vollnarkose abgeschreckt. Wegen den damaligen Ereignissen, vertraue ich schwerlich einen Arzt und durchleuchte sowieso alles und vertraue niemanden, damals hatte man mich als hysterisch dargestellt, später waren alle betreten, denn meine "Hysterie" hat ihm das Leben gerettet.
Damals wollte man bei meinem Sohn auch vor seinem 1. LJ ein MRT machen lassen, doch ich habe es mit Rücksprache eines anderen Arztes abgelehnt.
- da kann ich jedem Raten, eine zweite Meinung einholen, im U-Heft vermerken lassen, dass eine Entwicklungsverzögerung vorliegt usw., damit es später, falls eine Behinderung vorliegt, ein Beweis vorhanden ist, das dann eine Teilhabebeeinträchtigung vorlag und auch ab dem Zeitpunkt der Schwerbehindertenausweis bewilligt werden muss.
LG Marion
PS. Das ist meine Meinung, ich bin allerdings kein Fachmensch.
Das lässt mich aber auch aufhören.
Unser Kleiner ist auch stark entwicklungsverzögert und motorisch beeinträchtigt. Er hatte stark nach der Geburt mit seinem Zuckerhaushalt zu kämpfen. Lagen deswegen auch mehrere Wochen auf der Intensiv.
Zusätzlich wurde bei ihm imMRT eine kleine Gliose im Vorderhorn entdeckt. Ärzte sind sich aber uneinig, ob dies seine Entwicklung tatsächlich so beeinträchtigen könnte... (Zudem kam aber auch Sauerstoffmangel nach der Geburt hinzu.)
Wissen immer noch nichts wirkliches, haben keine "richtige" Diagnose, nur Symptombeschreibungen.
Aber das Unterzuckerung ausschlaggebend sein könnte, ist für mich nun wieder ein kleines Puzzleteilchen im großen Ganzen.
Kann die tatsächlich auch, neben Sauerstoffmangel, für eine Gliose ausschlaggebend sein? Weiss das jemand zufällig? Wäre sehr interessant für uns...
Also unsere Gutachter werten derzeit das MRT nach folgender Arbeit aus:
Artikel von Burns CM, Rutherford MA, Boardmann JP FM. Patterns of cerebral injury and neu-rodevelopmental outcomes after symptomatic neonatal hypoglycemia. Pediatrics 2008, 122:65-75.
Die zitierte Arbeit befasst sich explizit mit der Problematik neonataler Hypoglykämien und deren Folgen. Und lt. mdl. unverbindlicher Vorauskünfte können solche für etliche unserer Baustellen verantworltich bzw auslösend sein.
LG Doris _________________ Doris *77, F *86 mit J *11/01 HKS m. Störung d. Sozialverhaltens, depr. Störung, + 12 Dpt.. - V *05/10, Ileorektalanastomose Z. n. NEC d. Clostridien, sek. Hämosiderose, Leberfibrose, Optikushypoplasie (ges. blind 0.01), globale Entwicklungsretard., Muskelhypotonie, Z. n. KISS-Syndrom, spast. Hemiparese re., V. a. ton. Anfälle, Diab. Insipidus
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