kennt Ihr doch bestimmt auch alle: Da kriegt man einen dummen Spruch zu hören und die richtige Antwort fällt einem erst drei Stunden später ein. Darum würde ich hier gerne gute Sprüche für alle Gelegenheiten sammeln.
Zum Beispiel auf den Kommentar:
"Sitzt noch im Buggy? So gut möchte ich es auch mal haben."
Antwort:
"Der Tag wird kommen, und es wird Ihnen nicht gefallen!"
oder höflicher:
"...Möge es Ihnen dann auch gefallen..."
Nicht behindert zu sein,
ist wahrlich kein Verdienst
sondern ein Geschenk
das jedem von uns jederzeit genommen werden kann.
Richard von Weizsäcker
Liebe Grüße
Annette _________________ Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, chronische Depression, EM-Rentnerin, GdB 50, mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Autismus, GdB 80, H, B, G; er lebt in WG der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung in Braunschweig
@heidi:als rick noch hörgeräte hatte fragte eine ob ich zuviel auf party war und er deshalb nicht hört da habt ich geantwortet(weil ihr kind nicht hören wollte)mein kind wird irgendwann hören können und ihres???
...da haben wir bei der bestellung wohl irgendwas falsch angekreuzt...
kam bei mir schon öfter zum einsatz.
oder neulich , als im wartezimmer unserer hausärztin
ein älterer mann meinen spatz (nett) ein paar dinge gefragt hat
( alter , name..) und er halt nicht antwortete sondern ich
meinte er :
na , mit 5 kann man doch seinen namen sagen.
darauf antwortete ich: wenn man eine geistige behinderung hat ist das leider nicht immer so.
der fragt in zukunft bestimmt vorsichtiger...
ja, die mischung zwischen deutlich aber nicht unfreundlich ist nicht immer leicht -
auch situations- und tagesformabhängig.
bin auf andere antworten neugierig..
LG mel
LG mel _________________ mama (74), bub (06), unbalancierte translokation ( 1 & 18 ), balkenmangel, fieberkrampfkind, ca. auf dem stand von 11 monaten, PS 2, begeisterter rollatorpilot, chronisch gute laune und charme für 2
hoffnung ist nicht die überzeugung, daß etwas gut ausgeht,
sondern die gewißheit, daß etwas sinn hat,
egal, wie es ausgeht. vaclav havel
ich habe grundsätzlich nicht für meinen Sohn geantwortet, sondern gewartet, wie diese "netten" Leute reagieren, wenn keine Antwort kommt... Was sprechen die auch wildfremde Kinder an?
LG
Marianne _________________ 2 Söhne, der kleine, neunjährige mit ADHS
Anmeldedatum: 24.06.2011 Beiträge: 873
Wohnort: Berlin
Verfasst am: 22.12.2011, 10:24 Titel:
Hallo!
Also, wenn jemand freundlich war, dann habe ich auch freundlich geantwortet und kurz und knapp erzählt, dass Kevin ne Behindeung hat.
Aber wenn jemand was unter der Gürtellinie gesagt hat, dann habe ich auch dementsprechende Sprüche losgelassen. (Sowas kam/kommt bei uns zum Glück nur selten vor, dass jemand was unter der Gürtellinie sagt.)
Wenn jemand wirklich nett fragt etc, dann finde ich, dann hat er auch eine nette Antwort verdient. Ich weiß, es ist nicht immer leicht, freundlich zu bleiben, wenn man jeden Tag mehrmals angesprochen wird .Aber oft wissen die Leute ja nicht, dass das Kind eine Behinderung hat.
LG von Michaela, die auch öfters wildfremde Kinder anspricht. _________________ Michaela (12/68, alleinerziehend; habe aber ne tolle Familie) mit Kevin (9/91): Unklare Genese mit beinbetonter Tetraspastik, Pseudotumor Cerebri (Shunt sei 01/2010), Brachydaktylie der Finger, leichter Lernbehinderung, Bluthochdruck.
Teilzeitrollstuhlfahrer
SBA: 90, B, G
Pflegestufe I
Blöde Sprüche kommen immer mal,da ärger ich mich gar nicht drüber.
was mich allerdings bis heute trifft,ist die Frage ob wir während der Schwangerschaft davon wussten und ob man nicht "etwas hätte machen können".
Die Antwort ist einfach: ja kann man -dummen Menschen aus dem Weg gehen. _________________ Liebe Grüße,
Janine mit
Joèlle *19. Juni 2002
&
Marlon *7. Mai 2010
(DiGeorge ; VSD,IAA Typ II,PDA
-> HK:17.5. / OP 27.5.2010)
"Wir können die Kinder nach unserem Sinne nicht formen.So wie Gott sie uns gab,so muß man sie haben und lieben"
"ja, dummen Leuten aus dem Weg gehen"! der gefällt mir, wird abgespeichert.
Einmal, als ich keine Lust auf mitleidige Blicke hatte, meine Tochter aber doch einen bekam weil sie grad mal wieder ne Magensonde hatte, ist mir rausgerutscht "keine Angst, ist nicht ansteckend". Das tat mir nachher etwas leid aber in dem Augenblick war mir dannach.
Die erste vorsichtige Frage (gerade im Kinderarzt-Wartezimmer) ist ja oft "ach wie süß, wie alt ist sie denn?" weil die Leute oft denken, Verhalten und Größe passen nicht so ganz zusammen. Darauf antworte ich oft einfach "ach, Alter ist relativ- hauptsache glücklich" woraufhin die meisten Leute zustimmen. Wer dann noch was fragen will, der fragt, manchen reicht diese Information auch aus.
Worauf ich noch keine schlagfertige Antwort habe ist auf die Frage "hat man das nicht schon vorher gesehen??"
Werde ich gefragt "Wussten Sie das schon "vorher"?" Antworte ich manchmal "klar wusste ich, dass es auch behinderte Kinder gibt und dass bei uns jedes Kind willkommen ist so wie es ist. Diese Einstellung hat mir das Annehmen, dass es mein kind getroffen hat, unheimlich erleichtert."
LG, Anne _________________ Judith *09/07, Dupl. Xq27.3pter, hypoton, PHT durch cpap im Griff, ASD 2, GÖR, infektanfällig, neurog. Blasenentleerungsst., ...
Drückt sich gut über Mimik und Laute aus und weiß, was sie will (und was nicht...)
Kann robben, sitzen und übt das Stehen. Die Lebensfreude in Person.
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