Verfasst am: 19.12.2011, 09:43 Titel: Beihilfe will Sondennahrung nicht erstatten
Guten Morgen,
bin kurz vorm Durchdrehen. Paula hat Infatrini verschrieben bekommen, da sie gerade viel spuckt und sie ohnehin schlecht zunimmt.
Rein organisch gesehen könnte sie essen, verweigert aber die Nahrungsaufnahme größtenteils.
Habe nun bei der Beihilfe (Bund) angerufen und nach der Kostenübernahme gefragt und dort hieß es, es müsse schon eine bestimmte Erkrankung vorliegen, damit die Kosten übernommen werden, welche Erkrankung mein Kind denn hätte? Ich bekomme gleich eine E-Mail mit den Indikationen, die die Kostenübernahme begründen, aber was ich so am Telefon gehört habe, fällt Paula da nicht drunter (z.B. neurologische Schluckstörungen oder Tumore im Mund) etc.
Das kann doch wohl nicht wahr sein???
Habe schon von vielen Kindern gelesen, die teils essen und den Rest mit Sondennahrung aufsondiert bekommen und die bekommen das auch erstattet!
Wer hier ist noch beihilfeberechtigt und kann mir evtl. weiterhelfen?
bei uns war es keine Sondennahrung, aber eine superteure Spezialnahrung (Neocate). Zuerst wollte die Beihilfe diese nicht bezahlen, erst als sie vor der Alternative standen, den wesentlich teureren Krankenhausaufenthalt zahlen zu müssen, habe ich die Zusage für die Kostenübernahme bekommen. Die PKV hat ihren Anteil übrigens nicht bezahlt. Für Nahrungsmittel seien sie nicht zuständig.
das ist aber nicht beihilfetypisch, nach Wirtschaftlichkeit vorzugehen. Bei uns wollen sie die Pauschale fürs SPZ nicht zahlen, weil die nicht nach der GoÄ abgerechnet wird. Dafür zahlen sie nun die Rechnungen eines anderen SPZ, das noch nach der GoÄ abrechnet und wesentlich teurer ist. Die haben ihre Vorschriften und die werden ausgelegt und dann wird gezahlt, egal wie teuer...
Was war denn bei euch die med. Indikation für das Neocate?
wir hatten halt auch keine beihilferelevante Indikation für Neocate, aber Neocate war die erste Nahrung, die im Kind drin blieb.
Und ja, es war untypisch für die Beihilfe, nach Wirtschaftlichkeit vorzugehen.
Mach denen mal eine Kostenaufstellung, ich würde es versuchen.
das Problem ist, dass ich nichts zum Gegenrechnen habe. Also, dass Sondennahrung immer noch billiger ist als ...
Bei uns steht, was das Thema Ernährung angeht, bislang kein Krankenhausbesuch oder eine Op ins Haus...
Im Gegenteil, irgendwann wird es noch auf eine Esstherapie oder Sondenentwöhung herauslaufen, das käme dann ja sogar noch dazu...
Es ist zum Mäusemelken!!!
Was das Thema SPZ angeht, habe ich schon mal gegengerechnet, hat die nicht beeindruckt. Die zahlen lieber 600 Euro an Rechnungen, die schön nach der GoÄ abgerechnet wurden im Quartal, als eine Quartalspauschale von etwa 370 Euro.
auch bei Ellert wurde sie nur nach Vorliegen einer bestimmten Indikation durch die Beihilfe bezahlt
PKV zahlte garnicht...
Was nicht auf der Liste steht geht ggf über den Amtsarzt
als Einzelfallentscheidung bei der Beihilfe, da würde ich mal genau nachlesen
der PKV ist dies jedoch egal ! _________________ DAGMAR mit
Wiebke 41.SSW
Maike 42.SSW
Ellert 24.SSW &
Neele 36.SSW www.mini-ellert.de
mal eine Frage: weshalb zahlt die KK denn Sondennahrung überhaupt? Verstehe ich es richtig, dass diese als Ersatz für "normales" Essen gegeben wird? Ist sie denn teurer als eine reguläre Ernährung?
Viele Grüße, marie _________________ Marie (77), Heilpädagogin
Kind 1 (00), Migräne, V.a. ADHS
Kind 2 (05)
Kind 3 (07) ?
ja, bei Ellert damals war sie erheblich teurer.
Sie ist hochkalorischer und somit muss man weniger sondieren als wenn man Muttermilch oder Schoppenmilch nimmt,
allerdings hat Ellert die extrem gebrochen so dass wir dann doch Mumi (die ist ja umsonst) sondiert haben und diuese angereichert. _________________ DAGMAR mit
Wiebke 41.SSW
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Neele 36.SSW www.mini-ellert.de
kurioserweise ist die PKV bei uns dazu bereit, solange sie die PEG hat, obwohl Nährmittel eigentlich nicht Umfang des Versicherungsvertrages sind...
Ja, das mit der Einzelfallentscheidung haben sie mir auch gesagt, ich hocke nun wie auf Kohlen, bis sich der KiA meldet und ich ihm das Problem schildern kann.
Was für eine besinnliche Adventszeit...
Hallo Marie,
sei mir nicht böse, aber deine Fragen an dieser Stelle loszuwerden, stößt mir etwas auf. Ich habe hier gepostet, weil ich Tipps und Hilfe brauche und nicht, um dir solch grundlegenden Fragen zu beantworten.
ich würde ganz schnell schriftlich mit allen Diagnosen und Problemen bei der Beihilfe den Einzelfallantrag stellen, vor Weihnachten,
denn das mit der Entscheidung kann leider lange dauern wenn es über den Amtsarzt und das Grundsatzreferat läuft.
Schau doch mal hier ggf im Flohmarkt, da verkaufen viele Sondennahrung
ich frage mich nur, selbstbeschafft oder Kassenlesitung... dann wäre verkaufen allerdings daneben _________________ DAGMAR mit
Wiebke 41.SSW
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