Verfasst am: 12.12.2011, 08:15 Titel: Probleme mit dem Essen
hallo!
ich habe ein großes Problem mit Annika im Moment. Sie hat früher wirklich alles gegessen. Sie hat immer Gemüse und Obst vorgezogen, wenig Fleisch und fast kein Brot.
Inzwischen isst sie etwas Brot, aber dafür will sie jetzt gar kein Fleisch mehr essen, Nudeln werden nur noch in Spaghetti-form gegessen... sie liebt Hackfleischsoße, aber es wird ausschließlich mit Spaghetti gegessen.
Da Annika in der Schule isst, wird das langsam zu großen Problem. Sie weigert sich dort zu essen, will gar nichts probieren, auch wenn es auch was ist, was sie Zuhause essen würde... das war letztens Thema in der Tagesstätte, es gab Schmetterlingsnudeln mit Hackfleischsoße und sie hat keinen Biss gegessen, weil sie die Schmetterlinge nicht mag!!
so will sie Zuhause aber auch nicht mehr alles essen:
Joghurt, Obst, Gemüse und Käse liebt sie. Eier gelegentlich auch (aber nur bei Oma zum Frühstück, genau so wie Kässpatzen, sie isst sie nur dort!)
Bei uns will sie nur entweder Wienerle, Leberkäse, Mais (Konserve) oder Erbsen und Möhren, Tomaten-Nudelsuppe (mexikanische Art)...
wir kochen nicht extra für sie, aber langsam wird es sehr, sehr schwierig, weil sie sonst alles verweigert und das können wir auch nicht tun, weil sie sonst sehr schnell abnimmt!
Was können wir machen? Habt ihr Ideen auch für die Schule? Sie haben mir jetzt sogar angeboten ihr nicht mehr die ganze Portionen zu berechnen weil sie nicht mal 1-2 EL isst... aber gerade das macht mir große Sorgen...
LG
Erika _________________ Erika mit Annika: mikrodeletionsyndrom 17q21.31 mit allem, was dazu gehört: hypotonie, partielle Polymikrogyrie, Urachusfistel (operiert), Epilepsie (gut eingestellt), Mitralklappenprolaps, Entwicklungs- und Sprachentwicklungsverzögerung, Dyspraxie, uvm! unser Blog: http://annibutterfly.blogspot.com/
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Verfasst am: 12.12.2011, 11:17 Titel:
Hallo Erika - klingt fast ein wenig autistisch, was das Essen angeht...
Bei uns läuft es so, dass wir bestimmte Dinge nicht mehr kochen, aber trotzdem versuchen, einen abwechslungsreichen "Speiseplan" zu bieten - würde im Moment Rücksprache mit dem KiA halten und evtl. das Essen mitgeben... _________________ Cornelia, Jörg & Marie Sophie (*06/06 - F84.0/H52.3/H52.2)
ja, wir haben im KiGa auch oft ein Mittagessen mitgegeben, wenn ich auf dem Speiseplan ein Gericht gesehen habe, von dem ich wusste, dass mein Sohn es nicht essen würde. Mein Jüngster hat lange sehr ausgewählt gegessen und ich bin ihm soweit möglich entgegengekommen. Heute hat sich die Situation entspannt, er isst immerhin Nudeln auch mit Soße, nicht nur trocken mit Käse... Früher hat er nichts gegessen, wo nur ein Fitzelchen Petersilie dran war, heute ist er da entspannter.
Schon mal gut, dass deine Tochter Gemüse, Obst, Wienerle und Käse isst. Beim Brot würde ich mal experimentieren mit Laugengebäck (kann man auch selber aufbacken, so kleine tiefgefrorene Stangen), schönem Vollkornbrot u.ä. Vielleicht selber was backen mit deiner Tochter?
Wird es denn tendenziell einfacher mit dem essen, isst sie Dinge, die sie vor einiger Zeit noch nicht gegessen hat? Oder wird es eher schlimmer?
Wichtig finde ich halt immer, dass man keinen Druck aufbaut, der den Kindern die Lust am Essen ganz nimmt. Essen soll, wenns irgendwie geht, mit einem angenehmen Gefühl verbunden sein.
Liebe Grüße
Marianne _________________ 2 Söhne, der kleine, neunjährige mit ADHS
das gleiche Problem haben wir im Moment auch. Aber nicht das erste Mal. Meist ist diese Situation durch ein negatives Erlebnis ausgelöst. Für uns aber meist nicht nachvollziehbar. Zum Glück ist das Ganze eine befristete Sache, die in der Regel 6-8 Wochen dauert.
Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, die Essenssituation zu verändern. Zuerst bekommt er vor allem seine Lieblingsspeisen und der Ort der Esseneinnahme wird geändert. Er isst dann auch meist allein. Nur ich sitze daneben, da es mit dem allein Essen nicht immer 100%-ig klappt.
Irgendwann steigern wir das Ganze. Es kommt jemand dazu. Der Raum wird wieder gewechselt (zurück in die Küche). Je nach negativem Erlebnis geht es langsam oder schneller.
Die Schule ist da auch ein sehr geduldiger Partner und machen alle vertretbaren Dinge mit.
So ist das ganze schon wieder wesentlich entspannter.
Annika hat ja auch autistische Züge, was aber mit ihrem Syndrom zu tun haben. Vielleicht auch das, was das Essen angeht.
hi Marianne,
hehe, ja, das Backen klappt super, das Essen davon aber nicht. Ist das gleiche mit dem Weihnachtsgebäck, sie liebt es zu kochen und backen, isst es aber selber nicht!
Ob es einfacher ist kann ich so nicht sagen, es hat sich aber geändert, aber sie ist fixiert auf bestimmte Sachen für eine Weile, dann kommt das nächste. Sie isst inzwischen z.B. Pizza, was sie früher niemals wollte, aber sie isst nur wenn ich sie mache (dann mache ich ihr eine Anni-mini-Pizza mit Schinken, Salami und Pilze) sie würde aber getrennt kein Salami essen, Pilze isst sie gut, Schinken nur wenn es keine Wahl gibt.... aber, keins davon auf´s Brot!!
Brot isst sie nur dann, wenn wir in Vogtareuth sind mit Nutella. Daheim würde sie das nicht wollen...
Mir ist eingefallen, dass ich für meinen Sohn einen Thermobecher mit Teller bestellt habe, wo er manchmal auch Gulasch mit Nudeln oder Suppe bekam. Das isst aber Annika nicht einmal. Also ist die Zusammenstellung wieder schwierig... und immer Suppe ist auf dauer langweilig.
Hi Regine... huch, das klingt aber schwer... Annika isst nicht, wenn sie alleine essen muss. Sie isst nur wenn wir auch essen. Und sie woanders essen lassen mag ich nicht, weil sie das nicht immer alleine schafft...
danke, ich freue mich auf weitere Tipps!!
LG
Erika _________________ Erika mit Annika: mikrodeletionsyndrom 17q21.31 mit allem, was dazu gehört: hypotonie, partielle Polymikrogyrie, Urachusfistel (operiert), Epilepsie (gut eingestellt), Mitralklappenprolaps, Entwicklungs- und Sprachentwicklungsverzögerung, Dyspraxie, uvm! unser Blog: http://annibutterfly.blogspot.com/
wir kochen nicht extra für sie, aber langsam wird es sehr, sehr schwierig, weil sie sonst alles verweigert und das können wir auch nicht tun, weil sie sonst sehr schnell abnimmt!
Hier sehe ich den Knackpunkt. Sie spührt das Essen euch wichtig ist und kann das hervorragend für sich ausnutzen weil sie weiß ihr gebt nach...was man verstehen kann.
Ich würde mal den Kinderarzt fragen wie lange man sie wirklich "hungern" lassen kann..was ja nicht heißt das sie nix bekommt.
Und klar Dinge die ein Mensch überhaupt nicht mag muß er ja auch nicht essen.
Aber z.B nur Spaghetti und andere Nudelform nicht..ich denke da muß man nix extra machen. _________________ LG
Anja+ Felix
8 Jahre frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
und Julia 2,5 Jahre hypoton, globale Entwicklungsverzögerung
wir kochen nicht extra für sie, aber langsam wird es sehr, sehr schwierig, weil sie sonst alles verweigert und das können wir auch nicht tun, weil sie sonst sehr schnell abnimmt!
wir kochen NICHT extra für sie. Sie isst das, sie kriegt auf dem Teller, was wir auch essen, aber sie lässt z.B. immer das Fleisch liegen. Wenn wir dagegen tut, dann isst sie ein paar Stückchen, aber es sind nicht Mal 20 Gramm!! aber es wird ihr immer Angeboten. Wenn es dann Brokkoli oder Blumenkohl gibt, schreit sie nach mehr!
LG
Erika _________________ Erika mit Annika: mikrodeletionsyndrom 17q21.31 mit allem, was dazu gehört: hypotonie, partielle Polymikrogyrie, Urachusfistel (operiert), Epilepsie (gut eingestellt), Mitralklappenprolaps, Entwicklungs- und Sprachentwicklungsverzögerung, Dyspraxie, uvm! unser Blog: http://annibutterfly.blogspot.com/
Hallo
ich kann dir leider keinen Tipp geben aber genau diese Sorgen bereiten mir Magenschmerzen wenn mein Kleiner (2,5) ab nächstes Jahr in Kiga geht. Er isst (wird gefüttert) z.B. NUR Kartoffeln /Gemüse/Fleisch wenn es püriert ist. Eine Zeitlang hat er wenigstens mal noch Knäckebrot oder Filinchen gegessen, selbst das wird rigoros verweigert. Wiener Würstchen klappt mal zwei, drei Tage gut und dann guckt er einen wieder an als wenn man ihn damit umbringen wöllte und nimmt es nicht mal in die Hand, geschweige denn das er mal abbeißen würde
Zur Zeit geb ich ihm das was er nur essen mag, da er leider wieder 500g abgenommen hat (waren heute wieder wiegen) und er durch seine Diabetes 5 Mahlzeiten mit bestimmten BE`s essen MUSS um nicht zu Entgleisen....
Bei uns steht noch im Raum ob wir zur Esstherapie müssen, vielleicht wäre das für euch auch eine Alternative...
ansonsten kann ich dir nur starke Nerven wünschen und für dich und uns hoffen das es irgendwann mal besser wird.....
dann guckt er einen wieder an als wenn man ihn damit umbringen wöllte
jaja, das kennen wir auch!! inzwischen geht es manchmal, aber meistens muss das Wienerle auch geschnitten werden.
Über eine Esstherapie habe ich schon mal nachgedacht... aber weißt du wie sowas läuft? wird es von der Kasse übernommen?
Annika hält ihre 20-21 schon seit über ein Jahr. Es wird mal etwas über 21, mal 20, aber es wird auch nicht mehr. Sie ist jetzt GsD in der Mitte der Kurve, aber das haben wir nur den Medis zu verdanken... die Sonde ist sie auch schon mehrmals so knapp entgangen...
LG
Erika _________________ Erika mit Annika: mikrodeletionsyndrom 17q21.31 mit allem, was dazu gehört: hypotonie, partielle Polymikrogyrie, Urachusfistel (operiert), Epilepsie (gut eingestellt), Mitralklappenprolaps, Entwicklungs- und Sprachentwicklungsverzögerung, Dyspraxie, uvm! unser Blog: http://annibutterfly.blogspot.com/
Wenn es dann Brokkoli oder Blumenkohl gibt, schreit sie nach mehr!
Na, wenigstens verhungert dir das Kind nicht...
Muss ja für mittags nichts Warmes sein, was du ihr mitgibst. Ein paar Stücke Wiener Würstchen, vielleicht knusprig angebraten, ein Stück Brot dazu, das sie ja auch wieder mitbringen kann, wenn sie es nicht essen mag, eine kleine Pizzatasche (von dir gebacken...), ein paar Weintrauben, ein Fruchtzwerg mit Löffel, ein paar Nüsse...
Liebe Grüße
Marianne _________________ 2 Söhne, der kleine, neunjährige mit ADHS
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