wir haben für 30 Minuten 34 Euro bezahlt - allerdings kein therapeutisches Reiten, sondern die richtige Hippotherapie!
Wurde mir aber auch zu teuer auf Dauer........jetzt hat Kimberly von der Schule aus einmal die Woche therapeutisches Reiten.....aber immer nur so 15 Minuten. Reicht aber auch, denn nach 10 Minuten fängt eh an ihre Körperspannung nachzulassen.
Wir hatten es übrigens auch erst über die KK versucht, was abgelehnt wurde, und dann übers Sozi - wurd auch abgelehnt. _________________ Sylke (*3/70) mit Kimberly (*5/05), Dravet-Syndrom ( und Mercy - ihr Anfallsmeldehund )
die Hippotherapie ist der medizinische Zweig des Therapeutischen Reitens. Es gibt dann noch einen heilpädagogischen Zweig, einen psychotherapeutischen Zweig, das Reiten als Sport für Menschen mit Handicap und seit einiger Zeit auch die ergotherapeutische Behandlung mit dem Pferd (wobei die in der Praxis dasselbe machen wie die Heilpädagogen, sofern diese im Voltigieren ausgebildet sind...).
Das die Körperspannung anfängt, nachzulassen, ist sehr ungewöhnlich. Eigentlich will man den Muskeltonus regulieren durch das Reiten auf einem Schritt gehenden Pferd. Wenn der Tonus dennoch abfällt, dann wäre der Trab -sofern das Kind das körperlich könnte- eine gute Maßnahme, den Tonus schlagartig hochzufahren und zudem noch einen Spaßfaktor einzubauen. Wurde das mal versucht? Eigentlich soll das Kind nach dem Reiten nicht schlaffer vom Pferd kommen als vorher! Eine regulierende Wirkung zeigt sich allerdings oft erst nach 25-35 MInuten, kürzere Reittherapiezeiten bringen üblicherweise Spaß aber wenig körperliche (Trainings-)Effekte.
Zur Preisfrage: Wenn ein Pferd verantwortlich eingesetzt wird (keine Massenabfertigung auf dem Pferderücken) und für seine Aufgabe entsprechend tagtäglich trainiert wird (nicht noch Reitanfänger schleppen muss), dann bleibt selbst bei 34 Euro für 30 Minuten kein Lohn für all diese Arbeiten. Das Pferd hat keinen 8Stunden Tag, man kann das also nicht hochrechnen und man muss davon den Unterhalt des Tieres erwirtschaften. Zusätzlich zu der Arbeit mit und am Pferd kommen Dokumentation der Therapie und die vielen unbezahlten Gespräche mit anderen Therapeuten oder Lehrern. Aus der Erfahrung der letzten 14 Jahre kann ich sagen: Ein Reittherapeut verdient üblicherweise garnichts daran, bzw. zahlt sogar noch zu. - Und man wird zum Teil noch übel beschimpft, dass man die armen Kinder abzocken würde...-
Nunja, Kimy hat ja eh extreme Tonusprobleme.....sie kann ja nichtmal richtig sitzen und ihre Körperspannung dabei richtig regulieren.....
Darum ist es toll zu sehen das sie es auf dem Pferd ganze 10 Minuten schafft richtig sitzen zu bleiben ohne einzusacken.
Traben täte gar nicht gehen....so schnell kann ich unmöglich nebenherjoggen.....bei ihr muss ja immer wer rechts und links neben ihr gehen.
Bin ja schon froh das sie durch die Schule nun ab und zu die Möglichkeit hat zum therapeutischen Reiten......
Die Hippotherapie haben wir 30 Stunde durchgezogen, aber es geht einfach zu sehr ins Geld _________________ Sylke (*3/70) mit Kimberly (*5/05), Dravet-Syndrom ( und Mercy - ihr Anfallsmeldehund )
wie komme ich an Adressen für das heilpädagogische reiten oder das ergotherapeutische reiten oder die hippotherapie ran? einfach googlen oder habt ihr noch andere ideen? werde jetzt mal googlen.
beschäftige mich erst seit heute mit dem therapeutischen reiten als therapieform für meinen entwicklungsverzögerten sohn, habe also noch viel lernbedarf. bin froh, daß es dieses forum gibt.
werde am monatg mal die kk anrufen und dann sagt ihr noch, man kann über das sozialamt oder den bezirk (also gemeinde, folglich das örtliche rathaus oder die bezirksstadt?) eine kostenübernahme versuchen?
Könnt ihr mir die ersten schritte nennen? wie gesagt, das thema ist sehr frisch für mich.
ich kann dir das heilpädagogische Reiten nur sehr empfehlen.
Hab ein bißchen deine andern Beiträge gelesen, darin steht u. a. das euer Sohn vom Selbstbewußtsein her schon angeschlagen ist.
Deswegen denke ich es wäre das heilpäd. Reiten sinnvoller, da dort ein gesamtheitlicher Ansatz vorliegt. Bei der Hippotherapie steht der körperliche Aspekt im Vordergrund.
Zuerst mußt du natürlich einen Therapeuten in euerem Bereich finden
Oft wissen da auch die Jugendämter was bzw. Lebenshilfe, Ergotherapeuten ecetera.
Zum Thema Kostenerstattung...
Bei uns war es so - jetzt die Kurzfassung :
Da Sohnemann Frühförderung bekam - und das läuft ja über s Sozialamt, bei uns ist das der Bezirk - durfte das Jugendamt nichts bezahlen.
Also habe ich einen Antrag beim Sozialamt gestellt, Eingliederungshilfe lt. SGB XII § 53 u. 54.
Wurde abgelehnt.
Widerspruch, begründet mit einem Gerichtsurteil das diese Therapie im Vorschulalter zu gewähren sei
Begutachtung durch Amtsarzt
Wieder abgelehnt.
Widerspruch mit ärztlichem Attest nach inzwischen erfolgter Diagnostik Autismus
aus dem Attest ging hervor das die Therapie dringend erforderlich ist
Dann endlich Zusage der Kostenübernahme bis zur Einschulung - das Ganze zog sich über ein Jahr
Wir sind also in Vorleistung gegangen - dies war nötig sonst hätten wir ewig rumstreiten können, so war ja nachweisbar das Fortschritte stattfanden
Ich wollte dich jetzt nicht erschrecken, es ist so verschieden, manchmal klappt s auch ganz einfach - kommt oft auf den Wohnort, den Sachbearbeiter uswusf an
VG
Roswitha
PS: Hab für Köln grad das hier gefunden: http://www.ztr-koeln.de/index.php?id=8
Wobei hier wohl die Förderung in der Gruppe stattfindet - gut, für uns wär das nichts, Sohnemann braucht seine Einzelförderung - aber das kannst du ja erfragen _________________ Roswitha 69, GöGa 74, D. 98, A. 05
D. HB mit ADS (ADS seit Februar 11 lt SPZ nicht mehr), A. seit 12/2010 Diagnose frühkindlicher Autismus
Alle mit Talent zum Glücklichsein
Hmmm.. Dachte irgendwie, wenn das ganze Hippotherapie heißt, dann könnte man es auf Rezept erhalten ähnlich der Physiotherapie. Habe hier im Rhein-Main-Gebiet einen Stall gefunden, und da steht dieses zumindest so in der Beschreibung unter Hippotherapie:
http://www.vzf-taunus.de/6reiten/an1.php _________________ Carina mit Luis 07/09 (globale Entwicklungsverzögerung mit unklarer Diagnose - SMA und WBS ausgeschlossen nach Gentest), (MRT 24.5.12) und kleiner Bruder 08/12
ja, man kann das Reiten ggf. audch über die KK abrechnen, wenn es sich um Hippotherapie handelt (muss dann von einer Physiotherapeutin gemacht werden) - es läuft dann als KG auf dem Pferd.
Gerade bei den PKV ist das möglicherweise einfacher. bei der GV kenne ich mich nicht aus.
Ob der Unterschied zwischen den beiden Varianten soo gravierend ist, dass eins in frage kommt udn das andere überhaupt nicht, kann ich nicht sagen. Falls aber HIppotherapie bezahlt würde und Heilpäd. Reiten nicht, würde ggf. lieber die Hippotherapien nehmen als gar nichts.
Unsere Physiotherapeutin geht sehr auf die Kinder ein und ich würde mal sagen, dass auch immer der pädagogische Aspekt mit dabei ist. Aber sie ist natürlich keine ausgebildete Heilpädagogin.
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