Verfasst am: 10.12.2011, 08:22 Titel: Hilfsmittel im Krankenhaus/Reha - nehmt ihr alles mit?
Hallo,
wir haben seit die Anzahl der Hilfsmittel wächst, ständig die
Frage auf dem Tisch, wie kriegen wir die Hilfsmittel von
a nach b ?
Eine höhenverstellbarer Reha-Stuhl passt ja noch nicht mal
alleine in einen normalen Kofferraum, vom Mitnehmen des
Buggys etc. ganz zu schweigen.
Wie macht ihr das mit euren ganzen Hilfsmitteln ?
Man braucht ja auch im Krankenhaus einen Stuhl und
einen Buggy, um das Kind "handeln" zu können.
Hallo oskar,
aus diesem Grund haben wir einen Tisch für den Rehabuggy beantragt, der auch nach Erläuterung meinerseits ohne Probleme bewilligt wurde. Auch an ihrem Rolli wird ein Tisch sein.
Nur das duschen ist so ein Problem. Entweder Du hast ein modernes Krankenhaus mit Lifter und höhneverstellbarer Badewanne oder Du musst improvisieren
In unserem Fall sah das bisher so aus, dass ich mir ein Plastik-Kindertöpfchen ausgeliehen habe. Hierauf kann meine Tochter sich relativ gut halten und ich dusche sie dadrauf schnell ab. Inzwischen würde ich zusätzlich den Duschstuhl mitnehmen wenn sie länger ins Krankenhaus müsste. Leider sind die Krankenhäuser mit der Hilfsmittelausstattung oft nur sehr spärlich auf Kinder eingestellt.
LG, Anne _________________ Judith *09/07, Dupl. Xq27.3pter, hypoton, PHT durch cpap im Griff, ASD 2, GÖR, infektanfällig, neurog. Blasenentleerungsst., ...
Drückt sich gut über Mimik und Laute aus und weiß, was sie will (und was nicht...)
Kann robben, sitzen und übt das Stehen. Die Lebensfreude in Person.
wir haben uns einen gebrauchten Anhänger mit Plane gekauft, da packen wir alles rein, und eine gebrauchte abnehmbare Anhängerkupplung fürs Auto da wir keine dran hatten.
Das ist leicht und ich mach mir keine gedanken mehr wie ich die Sachen mitbekomme.
LG Jenny _________________ Alina Janine 10.01.01 FG 24SSW, 390g, Cerebralparese, Hirnblutungen, Balkenhypoplasie, Blind, Epilepsie, ASD2, Tetraparese, Mikrozephalus, Bronchopulmonale Dysplasie II, Hüftdysplasie, war Langzeitbeatmet, PEG Sonde,
Manuel Mika geb.gest.8.3.07 (Alinas Cousin)
Manuel Mika´s Bruder Lino-Patrice geb. 7.10.08 29.SSW gesund
Verfasst am: 10.12.2011, 18:29 Titel: Hilfsmittel im Krankenhaus/Reha
Hallo Oskar,
ich habe in 28 Jahren die Erfahrung gemacht, dass es ja nach Schwere der Behinderung und Körpergröße/Gewicht des Kinder/Jugendlichen/jungen Erwachsenen es sich sowieso nicht vermeiden läßt, sich ein entsprechendes Fahrzeug anzuschaffen, in dem man alles was für den Aufenthalt erforderlichist, mitnimmt.
Du wirst in keinem Krankenhaus eine passende Sitzschale oder eine andere Sitzversorgung für Dein Kind vorfinden, zumindest nicht bei einem so schwer behinderten jungen Mann wie unser Flori ist. Was dann aber z. B. Dusch/Badehilfen angeht, sieht es, je nach Klinik schon besser aus. Eine orthopädische Klinik hat in der Regel die sog. "Badelifter" auf der Station. Schon allein deshalb, weil das für das Pflegepersonal unabdingbar ist.
Falls Du also in ein Krankenhaus mußt, wo Du nicht von vornherein weißt, was vorhanden ist, immer rechtzeitig bei der entsprechenden Station nachfragen, dann wird man Dir sicher sagen, was Du mitbringen mußt und was nicht.
In der Kinderortho in Vogtareuth ist man da schon sehr vorbildlich. Höschenwindeln, Stoffwindeln. Pflegetücher, Pflegemittel wie Shampoo, Duschge, Handtücher, Badtücher etc, gibt es alles kostenlos. Wir brauchen da nur Florian's Rollstuhl samt Sitzschale, Kleidung, und die Medikamente für die ersten 2 Tage, das war's dann so ziemlich.
Was aber empfehlenwert ist, sind z. B. individuelle Nahrungsmittel für KInder, die nicht gut kauen können.
Wir haben noch nie eine Badeliege mitnehmen müssen.
VG
Marianne _________________ Marianne, 53, Alois,58, mit Florian, 26, schwere perinatale Asphyxie, weitreichender Hirnschaden, Tetraspastik, Anfallsleiden, geistige Behinderung,seit Dezember 2003 stationär in Wohpflege, Wolfgang, 24, gesund und munter
Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, geben uns den Halt im Leben.
wir haben momentan gar kein Auto. Wir fahren eigentlich alles mit
der Straßenbahn und ich habe einen netten Bekannten, der mich
einmal die Woche zum Einkaufen fährt und auch mal in die Klinik,
wenn es sein muss.
Aber der Kofferraum ist einfach zu klein für alles. Für unsere
bisher einzige Fahrt zur Familie im Ruhrgebiet hat sich der
Papa einen kleinen Van gemietet und durfte dann feststellen,
dass da auch nicht R82-Rehastuhl und Buggy gemeinsam
reinpassen...
Wenn wir uns ein Auto anschaffen, wird das sicher etwas
kleinlieferwagenmäßiges sein, aber ich wollte das ver-
meiden, solange es irgend geht, weil mir vor den Kosten
graut, wenn an so einem älteren Auto mal was kaputt geht.
Die Idee mit dem Anhänger und der Plane gefällt mir auch
ganz gut, würde uns zumindestens jetzt akut helfen,
aber ganz so schnell wird das wohl erstmal nichts und
für dauerhaft könnte ich den Anhänger hier auch nirgends
abstellen, wenn ich ihn nicht brauche, da wir keine Garage
haben und sich die Nachbarn sicher auch nicht freuen, wenn
ich den auf dem Mehrfamilienhinterhof parke.
Verfasst am: 11.12.2011, 13:42 Titel: Hilfsmittel für Krankenhaus/Reha
Hallo Oskar,
vielleicht gibt es die Möglichkeit, sich für den Transport ein Grossraumtaxi anzumieten? Wir hatten einen derartigen Transport für den einen Monat, wo sich Florian tagsüber in der Förderstätte der neuen Wohngruppe eingewöhnen könnte, angeleiert. Das ist ein Fahrzeug so gross wie ein Sprinter ( sowas haben alle Kurierfahrer), da passt wirklich viel rein. Der Fahrer müßte Euch ja nur 1 x hinbringen, und Euch am Entlassungstag wieder abholen. Wenn ihr normalerweise kein Auto besitzt, müßte Euch eigentlich die Krankenkasse das auch übernehmen.
Viele Grüsse
Marianne _________________ Marianne, 53, Alois,58, mit Florian, 26, schwere perinatale Asphyxie, weitreichender Hirnschaden, Tetraspastik, Anfallsleiden, geistige Behinderung,seit Dezember 2003 stationär in Wohpflege, Wolfgang, 24, gesund und munter
Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, geben uns den Halt im Leben.
Ich weiß nicht, in wieweit Dein Kind beeinträchtigt ist.
Wir sind mit Nele mehrmals pro Jahr im KKh, Nele ist 5, hat keine Rumpf- und Kopfkontrolle und keine Eigenaktivität.
Um u.a. aus diesem Dilemma mit Buggy und Therapiestuhl rauszukommen, hat Nele seit ca. 2 Jahren einen kantelbaren Rollstuhl mit angepasster Sitzschale und Tisch.
Seitdem braucht sie keinen Stuhl mehr, der noch irgentwo mithingeschleppt werden müßte.
Die KKH- Zeit ist für mich eine Zeit der Einschränkungen.
D.h., es ist mir viel zu aufwendig alles mitzuschleppen.
Es wird nicht geduscht, sondern nur gründlich gewaschen, und das im Bett.
Wenn das Kind unbedingt duschen muß und keine Badeliege vorhanden ist, kann man sich ja einen Badeanzug anziehen und sich vom Pflegepersonal mit Kind auf dem Schoß duschen lassen
Stehständer muß in der KKhzeit nicht sein.
Antidekubitusmatratze bestell ich bei gelantem KKH- Aufenthalt im Vorraus, weil die meistens im Sanitätshaus bestellt werden muß.
Ansonsten wird sie die erste Nacht eben gaanz viel gelagert, damit sie keine Druckstellen bekommt.
Alle anderen Hilfsmittel wie Orthesen, Korsett, Absauge, Ernährungspumpe, Windeln,... kommen in eine große Tasche oder sind eh an Nele
Wir haben für Kilian Rolli auch einen Tisch, den wir immer überall mithinnehmen, brauchen keinen Stuhl mehr.
Wenn wir länger ins KH müssen oder zur Reha, dann rufen wir immer vorher an und fragen nach, was wir mitbringen müssen und was vorhanden ist.
Bei unserer letzten Reha auf Amrum konnten wir die Sachen von einem Sanitätshaus leihweise bekommen....
Einfach nachfragen....
Ansonsten wriklich Anhänger.... _________________ Jonny, verheiratet seit 2006, mit 10 Kindern (4 Mädchen und 6 Jungs), fast alle gesund außer Nele (*2008) ADS u entwicklungsverzögert (Stand einer 2 jährigen) und Kilian (*2009) Cerebrale Bewegungsstörung (durch Gehirnblutung) mit Spastik in den Beinen und im rechten Arm, kann nicht sprechen, nicht alleine laufen und nicht sitzen
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