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Kennt jemand psychogene Anfälle?
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eli
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BeitragVerfasst am: 03.12.2011, 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Simon,

Streß würde als Trigger bei Elias auch in Betracht kommen bzw. die Reizüberflutung in Gruppensituationen. Solche Affektkrämpfe kennt man ja auch schon bei Babys, die sich bei emotionaler Überlastung in einen Krampf steigern können. Ich habe Elias und auch die anderen gefragt, ob er sich über was geärgert hat, aber da war anscheinend nichts. Vielleicht nichts sichtbares...

Es ist schon alles sehr dubios.

Was mir zu bedenken gibt ist, daß ich vor dem Anfall Elias zwei Tage lang erstmals Zappelin gegeben habe. Das gibt man gegen Unruhezustände bei AD(H)S-Symptomen. Es ist homöopthisch. Mir kam Elias unruhiger vor als sonst. Ob es mit dem Anfallsgeschehen zu tun haben könnte, wage ich zu bezweifeln, trotzdem geht es mir nicht aus dem Kopf. Der Neuro meinte er hätte noch nie gehört, daß es da einen Zusammenhang gibt. Dann ist mir noch passiert, daß ich Elias einen Tag zuvor morgens eventuell zu viel Orfiril gegeben habe. Aber ich bin mir nicht sicher. Doch der Neuro meint, da bestehe auf keinen Fall ein Zusammhang. Erst wenn man eine viel höhere Dosis geben würde, der einen Spiegel über 100 verursachen würde, könnte vielleicht ein Anfall kommen. Elias hat sonst einen Spiegel von 62.

LG Petra

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E. (01/04): Panayiotopoulos-Rolando-Epilepsie, komplizierte Fieberkrämpfe, Dyspraxie, V.a. auditive und visuelle Wahrnehmungsstörung, Autismus, einfache Aufmerksamkeitsstörung
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Iris15
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BeitragVerfasst am: 03.12.2011, 23:45    Titel: Antworten mit Zitat

*vor-den-Kopf-patsch*

@conny: klar, leichter Denkfehler. Psychomotorisch, klaro. Falscher Fehler. Gut, dass du aufpasst *lach*

Iris

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und Erik *65
und Alex(ander) *2001, ideopathisch generalisierte Epilepsie mit ständig wechselnden Anfallsbildern und nach 14 Medikamenten"versuchen" derzeit fast anfallsfrei seit März2011 toi toi toi *klopf-auf-Holz*
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Oetti
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BeitragVerfasst am: 04.12.2011, 01:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petra,

ich halte das Zappelin auch eher nicht für verantwortlich.

Einen zusätzlichen Gedanken den ich hatte ging eher in eine andere Richtung. Elias weiß ja sicher auch dass du bald entbindest. Vielleicht hatte er im Zusammenhang mit dem Baby, in der Schule, Gedanken die ihn verunsichert haben und deshalb ist er in Stress geraten. Könnte das denn sein?

Psychogene Anfälle sind leider eine sehr komplizierte Sache. Ich hoffe einfach es bleibt eine einmalige Sache.

Lg
Simon

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15.10.1986 30.SSW (Zwilling Jennifer, +27.10.86) TS (FzM m. Hormontherapie), ICP v. Typ Tetraparese Läufer bis 08/2003, d. psychosomatisches Syndrom Rollifahrer geworden, chr. Sinusitis, ADHS m. massiven Schlafstörungen, wiederkehrende Schmerzepisoden, Refluxösophagitis
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Juli
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BeitragVerfasst am: 04.12.2011, 02:03    Titel: Antworten mit Zitat

Mirianna1 hat folgendes geschrieben:

Waren die Augen von Elias geschlossen oder geöffnet? Das scheint ja wohl auch ein Merkmal zur Unterscheidung zu sein.

LG




Hallo Petra,

das ist tatsächlich ein wichtiges Unterscheidungskriterium epileptischer vs. psychogener Anfälle.
Vielleicht läßt sich das ja noch eruieren?

LG, Juli
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CarolinW
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BeitragVerfasst am: 04.12.2011, 09:51    Titel: Antworten mit Zitat

Morgen Petra,

ich bin überzeugt vom Zusammenhang zwischen dem kommenden Baby und diesem Anfall, selbst wenn er nicht psychogen ist war !

Elias weiß überhaupt nicht, was auf ihn zukommt, das ist erscheint mir ein großer Stressfaktor für ihn. Er sieht nur dich, deine körperliche und psychische Veränderung und so wie ich es im Baby-thread lese, hast du ja auch keine leichte Schwangerschaft. Vielleicht gibt ihm das alles sehr zu denken.

Ich kann mir gut vorstellen, dass alles wieder einfacher wird, wenn seine kleine Schwester da ist. Dann hat das Kind einen Namen Wink (im wahrsten Sinne des Wortes) und die Situation wird wieder greifbarer für ihn.

Bei Mado im KiGa haben mir ein paar Mütter erzählt, wie "unausstehlich" ihre Großen wurden, bevor das Baby kam. Am meisten hat mich ein kleines Rett-Mädchen beeindruckt, sie war wirklich sehr unzufrieden, weinerlich und ganz anders im Monat vor der Entbindung.

Kannst du in Elias Schule mit einem Psy darüber reden ? Oder mit deiner Hebamme ?

Ich denke, du musst keine Angst haben. Du hast schon viel schlimmere Anfälle mit Elias erlebt ! Diese Zeit ist vorbei !

LG Carolin.

_________________
mit Tochter Mado, 19.12.2004, Dravet Syndrom, keto-kid
und der besten großen Schwester Cléo, 18.2.2003
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eli
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Beiträge: 5647

BeitragVerfasst am: 04.12.2011, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Danke für Euren Zuspruch! das tut gut und tröstet...

Die vielen Veränderungen der letzten Wochen und Monate (Umzug, Schwangerschaft, neue Schulbegleitung...) werden mit Sicherheit nicht spurlos an Elias vorbeigegangen sein. Das hat man deutlich gesehen bzw. spürt man auch noch.
Eigentlich spricht Elias total süß vom Baby und er freut sich auf seine Schwester. Very Happy Das hat er heute morgen wieder gesagt. Er ist auch ganz einfühlsam und vorsichtig mit dem Bauch. Aber was in Elias tatsächlich vorgeht, darüber spricht er vielleicht nicht wirklich oder kann das nicht so sagen. Ein Psychologe meinte auch schon, daß Kinder sehr sensibel und stark auf ein neues Geschwisterchen reagieren können. Das wäre völlig normal. Aber ich dachte es wäre erst, wenn sie dann da ist und es alles real wird.

Ich werde nochmal mit verschiedenen Leuten über die ganze Situation reden. Am Donnerstag haben wird das Gespräch in der KJP. Ich hoffe vor allem sie können mir weiterhelfen und haben eine Erklärung, wobei sie schon den Vorschlag gemacht habe, daß er dort für eine Weile in die Schule gehen soll, um ihn zu beobachten, aber das würde Elias völlig aus der Bahn werfen. Er reagiert ja schon bei den kleinsten Veränderungen total über. Ohne sein gewohntes Schulumfeld, das wäre völlig kontraproduktiv. Veränderungen hat er jetzt gerade genug.

Elias scheint schon seit Wochen unter Strom zu stehen und alle Beteiligten (Hort, Schule, wir) versuchen herauszufinden, was mit ihm los ist. Und versuchen, ihn zu entlasten bzw. ihn nicht zu überfordern. Therapien wurden zurückgefahren, er kann sich mehr zurückziehen mit der Integrationskraft, die Hausaufgaben wurden stark reduziert, der Lernstoff zurückgefahren usw... und trotzdem kam es jetzt zu diesem Anfall. Sad Wie der Höhepunkt der ganzen Problematik. Auf der einen Seite wäre ich froh wir hätten nun einen Grund für die seltsame Verhaltensverschlechterung gefunden, auf der anderen Seite dosieren wir jetzt nicht auf, sondern warten ab, ob sowas wieder passiert. Ein sehr ungutes Gefühl, weil man nicht weiß, wann, wie, wo es wieder kommt. Und es bleibt vorerst fraglich, was das war...

Ich werde morgen auf jeden Fall in Erfahrung bringen, ob die Augen zu oder offen waren...

Ich habe richtig Angst, ihn wieder in die Schule zu schicken, weil man eben nicht weiß, was war jetzt wirklich der Auslöser?

LG Petra

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E. (01/04): Panayiotopoulos-Rolando-Epilepsie, komplizierte Fieberkrämpfe, Dyspraxie, V.a. auditive und visuelle Wahrnehmungsstörung, Autismus, einfache Aufmerksamkeitsstörung
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C.E.M.Micha
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BeitragVerfasst am: 04.12.2011, 12:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petra,

die geschlossenen Augen während eines PNEA (= Psychogener nicht epileptischer Anfall) sind sehr häufig zu beobachten, das heißt aber auch: nicht immer!!! Ist der Lidschluss vorhanden, so ist häufig zu beobachten, dass Widerstand geleistet wird, beim Versuch der Pflegeperson die Augen des Patienten zu öffnen. Also: man sollte sich nicht alleine auf den vorhandenen Lidschluss als Ausschlusskriterium versteifen; es ist die Komplexität der Symptomen und die genaue Abgrenzung zu epileptischen Anfällen, die eine Diagnose möglich macht; wichtig ist auch, die Abgrenzung zu Synkopen zu beachten (bei Elias dauerte ja dieser Zustand 30sec......das könnte beispielsweise für eine Synkope sprechen....).schwierig, schwierig... Confused

Zitat:
Die sicherste Methode zur Unterscheidung (zwischen epileptischem und dissoziativem Anfall) besteht in der gleichzeitigen
Videoaufzeichnung eines Anfalls und des EEGs, der sogenannten
simultanen Doppelbildaufzeichnung. Durch die beliebig –
auch in Zeitlupe – wiederholbare Betrachtung und Auswertung des
Anfallsablaufs ist fast immer eine verlässliche Abgrenzung möglich.
Voraussetzung zur erfolgversprechenden Anwendung dieser Methode
ist allerdings, dass ausreichend viele Anfälle auftreten, um
zum Beispiel während einer zweitägigen Ableitung erfasst zu werden.
Wenn epileptische Anfälle ausgeschlossen werden konnten, ist
es oft nötig, auch noch sicherzustellen, dass keine anderen anfallsweise
auftretenden nichtepileptische Störungen wie zum Beispiel so
genannte Synkopen
oder Herzrhythmusstörungen vorliegen


Abgrenzung Synkope zu epileptischer Anfall:
http://www.medical-tribune.at/dynas.....d=85341&dspaid=677917

Ich habe jetzt von meiner Fortbildung folgendes gefunden:
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv.....chiv/artikel.asp?id=38007
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/bild.asp?id=5816
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/bild.asp?id=5817
und hier der Artikel mit den Tabellen als pdf-Datei:
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=38007

Ich kann Deine Ängste gut nachvollziehen und hoffe, dass sich die Situation beruhigt für Euch!!

Liebe Grüße
C.-Micha

_________________
-erwachsene Tochter: Asperger Autistin,
-Tochter: NT ....bald volljährig Smile Wink
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eli
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BeitragVerfasst am: 04.12.2011, 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Micha,

der ganze Vorfall dauerte 30-60 Sekunden. Wenn eine Synkope nur 30 Sekunden dauert, wobei danach zwar eine 30sekündige Orientierungsphase auftreten kann, dann würde es eher nicht für eine Synkope sprechen oder? Aus dem Artikel geht auch hervor, daß meist ein großer akuter emotionaler Auslöser vorliegt, aber dem war wohl auch nicht so. Er saß am Tisch und schrieb Buchstaben. Allerdings hat Elias nicht selten von jetzt auf sofort heftige Wutanfälle, bei denen sich die akute Streßsituation gar nicht finden läßt.
Allerdings hat man Elias innerliche Anspannung auch nicht bemerken können. Das Herz wurde mal gründlich untersucht, das ist aber schon viele Jahre her. Jedoch können wohl Herzrhythmusstörungen auch bei Elias Epilepsieform vorkommen.

Die Anfälle voneinander zu unterschieden, könnte man ja nur, wenn es häufiger auftreten würde und man es klinisch bzw. mit EEG-Ableitungen abklären kann. Das ist jetzt nicht möglich. Interessanterweise gibt es wieder die Ausnahme von der Regel, was die geschlossenen Augen betrifft. Seltsam war das um sich schlagen, was Elias noch nie während eines Anfalls getan hat. Und am Ende rief er ja "raus, raus", als wolle er raus aus einer belastenden Situation. Und ihm war wohl übel nachher. Was aber auch beim P-Syndrom vorkommt.

Danke für die Links. Da sind sehr gute Informationen dabei.

Wenn man nur mal herausfinden würde, was mit Elias los ist. Es zermürbt, daß wir seit Wochen und Monaten auf der Suche nach Gründen für seine Verhaltsänderung sind (starke Verweigerung, extreme Reizempfindlichkeit, Motivationsverlust), aber keine konkreten Auslöser oder Erklärungen finden. Ich renne von einem Arzt zum anderen....Nur Vermutungen, doch die Situation scheint sich zunehmend in ihrer Intensität zu steigern und die Situation wird immer schlechter, weil stets neue Probleme hinzu kommen.

LG Petra

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