Hallo,
also in Köln kommt man am Hauptbahnhof schon mal als Rollifahrer gar nicht zur U-Bahn runter, es gibt keinen Aufzug. Auch mit Kinderwagen ist man hilflos. Der Versuch, vom Bahnhofsvorplatz zur Domplatte zu gelangen, scheitert, wenn man ohne Gasmaske unterwegs ist, da der Aufzug (wenn er denn mal nicht defekt ist) das größte Pinkelklo von Köln (oder Deutschland?) ist - einfach nur ekelhaft!!!
Vor zwei Jahren hatte ich einen Termin im Gesundheitsamt beim Jugendärztlichen Dienst: Als ich vor der angegebenen Tür stand, war ich nassgeschwitzt, da ich diverse Treppen überwinden musste. Zurück das gleiche, nur fragte da der Amtsarzt freundlich von hinten (mit den Händen in den Hosentaschen): "Klappt es?" Von allein hat er sich aber nicht bewegt ...
Über Köln könnte man noch viel schreiben. Zur Zeit sollte man auch nicht das Römisch-Germanische Museum besuchen: Aufzug ist kaputt, muss wohl komplett erneuert werden, dauert evtl. noch bis August.
In Köln hat man für vieles Geld, nur nicht für Kinder und Behinderte. Ich kenne bei uns keinen Spielplatz, der für behinderte Kinder geeignet ist. Schade.
LG Ursula
Hallo
Also ich bin da anderer Meinung bezgl. behindertengerecht / behindertenfreundlichkeit der Stadt Köln.
Also ich sitze im Rolli & ich habe bislang zu 95 % nur nette & gute Erfahrungen machen dürfen.
Mir wird meist geholfen; die Leute machen Platz; klar gibt es Einzelfälle; und das Gesundheitsamt ist echt ein Witz was die Beweglichkeit innerhalb des Gebäudes mit Rolli angeht.
Aber z.B. die KVB hat einen für behinderte gekennzeichneter Stadtplan auf Ihrer HP wo man ersehen kann; wo man mit Rolli aussteigen kann.
Sie bemühen sich zumindestens
Das das absolut nicht optimal ist; möchte ich gar nicht bestreiten; aber Sie bauen gerade vieles um; so das ich eine hohe Erwartungshaltung pflege .
Bisher hab ich immer Hilfe bekommen; wenn ich gefragt habe; und ich habe das Gefühl die meisten gehen damit lockerer um ...
Ich glaube ich handhabe es auch wie Josef:
Man entwickelt nach & nach Strategien; wie man meist ohne das man sich ärgert etwas unternehmen kann; sprich .. ich kaufe nie bei Schlecker ein; es gibt bessere größere freundlichere DrogerieMärkte; und wenn es umbedingt was von Schlecker sein muss; schicke ich halt meinen Mann ...
Ich weiß im großen wenn ich Strassenbahn fahre; das ich an gewissen Haltestellen nicht mehr weg komme & plane daher im Voraus meine Route ganz genau.
Allerdings nehme ich auch öfters Umwege in Kauf und plane Umwege auch immer ein; sprich ich fahre lieber ein Stück um eine kleine Kante zum runterfahren zu benutzen...
In diesem Sinne; ich fühle mich hier sehr sehr wohl & Köln ist für mich mein Zuhause, meine Heimat; obwohl ich noch nicht hier lange Lebe kann ich sagen; das ich mich hier pudelwohl fühle & als Behinderte Mama mit 3 Kindern !!!
bei uns geht es eigentlich. Es gibt ein paar Linienbusse die eine Klappe haben, die man aufmachen kann, dann können die Rollstuhlfahrer ganz gut rein kommen, aber das gibt es leider nicht in ganz Kreis Heinsberg. Aber sonst ist unsere Stadt eigentlich super behinderten gerecht. Die sind da auch alle Hilfsbereit. In Mönchengladbach war ich auf einer KB-Schule und da gab es jedes Jahr von einer Arbeitstagsgruppe ein Projekt und mit der Zeit haben wir die Stadt behinderten gerechter gemacht. Wir haben es hinbekommen, dass in Mönchengladbach nur noch Niederflurbusse eingesetzt werden und das es zur benachbarten Hauptschule und Gymnasium eine Rampe gibt, da unsere Schule viel mit denen Kontakt haben. Die 2 Projekte, wo ich dran beteiligt war, die Internetseite der Stadt Mönchengladbach barriere Frei zu machen und wir haben uns dafür eingesetzt, dass es in Mönchengladbach am Hbf jetzt auf jedem Gleis einen Aufzug gibt!!!! Das waren die Beispiele dafür, dass man etwas erreichen kann. Das hat uns zwar oft nerven mit der Stadt und der Zeitung gekostet, aber das war es sich Wert!!! Was habt ihr anderen denn schon für Erfahrungen mit so etwas gemacht??
Gruß
Maria _________________ Hemiparese rechts nach Rasmussen Encephalitis
viele Allergien, Depressionen
Lernbehinderung
Asthma
Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes im Menschen hineinhuschen kann!!!
Die Welt ist klein; denn auch ich komme aus der Nähe von MG gebürtig & habe sehr lange in MG gewohnt; da kann ich mich ja nur bedanken; das Du das mit dem Bahnhof so positiv ausgegangen ist & da hast Du wirklich was bewegt ... sowas find ich absolut bewunderswert & ich bin sicher viele werden davon profitieren können.
Ich glaube so werde ich es vieleicht mal in Angriff nehmen mit der Bahn Richtung meiner Eltern zu fahren; so siehst Du mal Hautnah wieviel man bewegen kann; für andere.
Danke Dir also !!!
Wenn Du magst kannst Du mir per PN genau sagen woher Du aus HB kommst; ist ja ein großer Kreis *lach* .. mein früherer FA z.B. ist aus Erkelenz.
Hallo Marion,
dass die Kölner sehr hilfsbereit sind, habe ich nicht bestritten. Mir geht es um die Stadt Köln, und die ist da doch eher seeehr träge. Bisher habe ich noch nicht so viel KVB-Erfahrung, dass ich weiß, wo ich mit Rolli aussteigen kann und wo nicht. Sicher, das lernt sich. Traurig aber, dass man nicht überall ein- und aussteigen kann. Die KVB bemüht sich, nur leider habe ich in den letzten Wochen oft erfahren müssen, dass die Aufzüge kaputt waren und dann stand ich da eben blöd rum. Der Kölner an sich ist hilfsbereit und offen - keine Frage. Deshalb lebe ich ja auch gerne in Köln. Nur über die Politik mit ihren Possen und dem ganzen Parteiengeklüngele kann ich mich ziemlich aufregen. Und in dem politischen Provinztheater wird meiner Meinung nach zu wenig an Behinderte, Familien und Kinder gedacht.
VG Ursula
das ständige im Kopf haben müssen, bei welchem Stationen ich aussteigen könnte, nervt mich auch. Wenn man die Strecke regelmäßig fährt, hat mans drauf, aber wenn es denn mal woanders hingehen soll, muß ich mir oft erst im Netz die Route raussuchen lassen, bei der es im Rolli möglich wäre. Oftmals ist es allerdings mit Umwegen, häufigeren Umsteigen und längerer Fahrtzeit verbunden, weil auf der direkten Strecke oftmals weder Fahrstühle noch Rolltreppen in der richtigen Richtung da sind.
Hilfsbereit sind sie bei uns eher weniger (Hamburg). Lieber sich vorm Busausgang drängeln als mal Platz für die Rampe zu machen (die haben immerhin alle Busse).
Viele Grüße, Kris _________________ 28 j. CP (leichte Hemiparese) + Spastische Spinalparese (HSP) mit Ataxie und Armbeteiligung. Außerdem Skoliose, Spondylolisthesis LWS mit Bogenschwäche, Wirbeldysplasie HWS, Hüftdysplasie und Asthma.
"Sometimes I pretend to be normal, but it gets boring, so I got back to being me."
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