Verfasst am: 28.11.2011, 00:28 Titel: Baby 6 Mon., verweigert teilweise die Brust, bin verzweifelt
Hallo,
ich bin echt verzweifelt und weiß nicht weiter.
Meine Tochter ist 6 Monate und 9 Tage und verweigert so ab Mittags die Brust.
Es frustriert mich so sehr, das ich teilweise sauer auf sie bin.
Früh zwischen 6 Uhr kommt sie das 1. mal und nimmt gierig meine Brust und trinkt, macht Bäuerchen und pennt weiter.
Das 2. mal bekommt sie um 9 Uhr die Brust, die nimmt sie auch mit voller Genuss.
Die 3. Mahlzeit bekommt sie um 12 Uhr ... erst biete ich Brust an, aber sie schreit nur und macht sich steif ... ok, gibts halt selbstgekochten Brei, etwas Obst und warmen Tee.
Die 4. Mahlzeit ist dann schon ein Krampf, sie schreit wie wild, saugt 2-3x und schreit weiter ... genug Milch habe ich ja, ich log sie dann immer in dem ich ihr Muttermilch aus der Brust in den Mund gebe.
Doch das Theater geht über eine Stunde, dann trinkt sie endlich, wenn sie dann bissl satt ist stößt sie auf und schreit weiter.
Es dauert dann wieder bis sie die andere Brust nimmt, aber trinkt sich dann richtig satt.
Das hat heute so lange gedauert, das sie komplett eine Mahlzeit ausgelassen hat.
Klar ich könnte mir es auch einfach machen und ihr eine Pre geben, aber unser KiA sagt ... wenn sie jetzt schon zeigt wer hier der Chef ist, dann wird sie immer versuchen ihren Kopf durchzusetzen.
Sie kennt ja die Vorzüge einer Flasche.
Unterwegs bekommt sie wenn ich es nicht rechtzeitig nach Hause schaffe eine Pre, da sie sich in einer anderen Umgebung vor lauter Neugier nicht stillen lässt.
Und da kippt sie glatt 200ml weg und würde noch weiter trinken.
Mausi wiegt 8100g bei 67cm.
Was kann ich tun?
Ich möchte so gerne weiterstillen, zumal sie ja auch die ersten beiden Mahlzeiten Problemlos trinkt.
Nachtrag:
Das macht sie auch nicht jeden Tag und wir hatten seit dem letzten mal 7 Tage Pause.
Davor ging es 3 Tage und auch nur 1 Mahlzeit, mal mit mehr oder weniger Theater.
LG _________________ Papa S. 01/1975 & Mama Y. 07/1982 Asthma mit L. 08/2000 leichte Skoliose & Y. 05/2006 Frühchen 26 Ssw, PVL ---> ICP, Tetraparese und kleine Streckenläuferin, 3 Hüft OP´s IDVO (03/2010 + 08/2010 + 08/2011), Candidose & S.J. 05/2011 Frühchen 34 Ssw bei Geburt Cardiopulmonale Adaptionsstörung
was ist das denn für einen Kiderarzt, dass er dir sowas sagt???
Muttermilch ist das BESTE, das gar keine Frage, du hast genug, das ist toll, aber ich glaube wenn dein Kind es nicht will, warum sie zwingen???
hast du die Möglichkeit auf Vorrat zu pumpen und ihr dann die Flasche geben?
Ich konnte nur ganz wenig stillen (bei mir war einfach nicht genug Milch da) mein Sohn hatte so hohe Gelbsucht, dass bis es endlich runterkam, die Milch nicht mehr gereicht hat... und so musste ich anfangen zu zufüttern, dann wollte er nicht mehr, also haben wir es auch sein lassen.
Ich würde sagen, lass dein Kind so lange von der Brust trinken, wie es mag, aber wenn sie nicht mag, gib ihr doch lieber eine Flasche nach ihrer Mahlzeit.
Ich verstehe den ganzen Stress auch nicht und finde es blöd, dass man so oft unter Druck gestellt wird zum stillen, wie gesagt, ich finde stillen klasse, aber wenn es nicht klappt, dann gibt es auch Alternativen, schließlich soll nicht nur die Milch sondern der Kontakt das WICHTIGSTE sein, schmusen und kuscheln und nicht dass du sauer auf sie bist weil sie nicht von der Brust trinken will...
Ist nur MEINE Meinung!
LG
Erika _________________ Erika mit Annika: mikrodeletionsyndrom 17q21.31 mit allem, was dazu gehört: hypotonie, partielle Polymikrogyrie, Urachusfistel (operiert), Epilepsie (gut eingestellt), Mitralklappenprolaps, Entwicklungs- und Sprachentwicklungsverzögerung, Dyspraxie, uvm! unser Blog: http://annibutterfly.blogspot.com/
ganz ehrlich, ich sehe es nicht ein abzupumpen.
Ich habe die ersten 4 Monate zusätzlich zum stillen pumpen müßen, weil ich enorm zu viel hatte.
Und mein KiA ist die TOP Adresse bei uns, er ist echt super.
Und schau mal was ich gefunden bzw. was mir jemand geschrieben hat ...
Die "Brustschimpfphase"
Ein besonderes Kapitel bildet die schwierige "3-Monats-Phase" (die bei vielen Kindern später auftritt als die Bezeichnung vermuten lässt), die sehr anschaulich in der Fachpublikation der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung "Stillen und Muttermilchernährung", Ausgabe 2001, S. 67 beschrieben wird: "Die meisten Frauen berichteten von Blähungen in dieser Zeit, in der das Kind gerade beim Stillen untröstlich zu weinen anfängt - die "Brust-Schimpf-Phase", wie es die Psychoanalytikerin Melanie Klein nennt.
Frauen, die sich damit befasst hatten, empfanden deren Erklärungsmodell besonders entlastend: Das Kind trinkt, setzt ab, weint wütend, will nicht trinken.
Statt in Schweißausbrüche, Ratlosigkeit und Wut zu verfallen, regt das Klein'sche Modell zum Verständnis dessen an, dass das Kind nach drei Monaten zu "begreifen" beginnt, dass es nicht mehr eins mit der Mutter ist, sondern die Brust etwas ist, was nicht zu ihm, sondern zur Mutter gehört.
Sie kann den Milchquell geben oder entziehen.
Diese traurige Entdeckung setzt das Baby durch das "Anschimpfen" der Brust - wie eine erste Pubertät - selbst in Szene, und auf diese Weise übt es die erste Eigenständigkeit ein.
Frauen, die diese Situation - das Kind ist hungrig, trinkt, setzt ab, schreit wütend los, lehnt die erneut angebotene Brust ab - nach diesem Denkansatz verstehen, schaffen es leichter weiterzustillen.
Denn sie verarbeiten das abweisende Gebrüll und Verhalten nicht als Kritik an Milch, Menge, Nippel, Brust, Halteposition oder Stillsituation, sondern als einen ersten Schritt auf dem Weg, das eigene Selbst zu entdecken.
LG _________________ Papa S. 01/1975 & Mama Y. 07/1982 Asthma mit L. 08/2000 leichte Skoliose & Y. 05/2006 Frühchen 26 Ssw, PVL ---> ICP, Tetraparese und kleine Streckenläuferin, 3 Hüft OP´s IDVO (03/2010 + 08/2010 + 08/2011), Candidose & S.J. 05/2011 Frühchen 34 Ssw bei Geburt Cardiopulmonale Adaptionsstörung
für mich klingt das nach einer klassischen Saugverwirrung. Ich hatte das mit meinem 3. Sohn auch mit knapp 6 monaten und da war ich schon kurz davor abzustillen weil es für beide Stress pur war. Aber ich hab dann versucht ihn mit einigen Tricks wieder anzudocken und das hat dann so gut funktioniert das daraus ein Stilljunkie wurde und sich erst mit 2 Jahren abgestillt hatte
was mir auch geholfen hat war eine Stillberaterin.. hier ein paar Tipps von LLL, vielleicht hilft es dir und deiner Maus weiter...
Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen.
Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind:
im Umhergehen stillen,
in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen,
im Halbdunkeln stillen,
im Halbschlaf stillen,
das Baby mit der Brust spielen lassen,
unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren,
alle künstlichen Sauger vermeiden,
das Baby massieren,
viel Körperkontakt (Haut auf Haut),
und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt.
ich schliesse mich an, es sollte auf gar keinen Fall in Stress und in einen Kampf ausarten.
Wenn sie nicht möchte, einfach später nochmal anlegen und versuchen.
Ich empfehle Dir auch eine Stillberatung!
Es ist doch auf auffällig, dass sie morgens super mit dem Stillen zurecht kommt, aber zu bestimmten Zeiten nicht. Vielleicht hat sie da noch keinen richtigen Hunger?
Stillst du denn nach Termin?
Ich kann gar nicht sagen, in welchen Abständen ich gestillt habe, da ich es einfach nach Bedarf gemacht habe.
Die Aussage des Kinderarztes
Zitat:
wenn sie jetzt schon zeigt wer hier der Chef ist, dann wird sie immer versuchen ihren Kopf durchzusetzen.
halte ich für vollkommenen Unsinn und macht mich wütend!
Es handelt sich hier um einen Säugling beim Thema essen und nicht um eine Dreijährige, die sich vom dem Spielzeugladen auf den Boden wirft, weil sie ein Barbischloss will
Viele Grüße _________________ Mit Maus 3 Jahre alt und einer Horde Schutzengeln!
PVL beidseitig, Ex-hypoton, ALTE,
expressive Sprachentwicklungsverzögerung
Hi, meine zweiter hat auch mit 6 Monaten, aber sofort alle Mahlzeiten, die Brust verweigert. Mit Gläschen gabs auch nur Geschrei, so gabs in unserer Verzweiflung (waren auf einem Ausflug) Knödel mit Soße und er war glücklich. Damit war die Sache klar, er hat sofort vom Tisch mitgegessen. Es stellte sich aber 2 Wochen später heraus, das ich wieder schwanger war. Die Hebamme meinte, das sich dann der Geschmack der Milch ändert. Paul wußte also gleich das er ein Geschwisterchen bekommt.
Füttere die Mahlzeiten einfach mit Brei zu, es gibt kein Alter ab dem man unbedingt die Mahlzeiten ersetzten muß und freu Dich, das sie noch zwei Mahlzeiten an die Brust geht.
Ich habe alle Kinder gestillt und jedes hat sein eignes Tempo vorgegeben. Beim ersten kind waren es 9 Monate, der zweite eben nur 6, Nico wollte auch nur 6 Monate, aber ich war nicht bereit zum abstillen, so haben wir uns noch 6 Wochen gequält, weil ich unbedingt noch stillen wollte. Nachdem ich eingesehen hatte, das er so gar nicht mehr möchte, ging es uns beiden wieder besser. Meine kleine habe ich dafür 14 Monate stillen dürfen, sie war die einzige wo ich der Meinung war das es jetzt reicht.
LG Dana _________________ Lukas 98 Asthma, ND, Allerg., ADS, sehr introvertiert, lebt glückl. i Internat 60 %, Paul 01 Rolando Epi, ADHS, Bettnässer durch zu kl. Blase 80 % H B G , Nico 100 % H B G- ICP armbetont, ADHS, Asthma, ND, Allerg. auf künstl.Farbstoffe, Kleinwuchs,.. Leonie 06 50 % Asthma, ND,
meine Nichte wollte mit sechs Monaten auch einfach die Brust nicht mehr und hat ab dann aus der Flasche getrunken. Das war gar kein Problem, denn es ging dann ja eh mit der Beikost los.
Meine Tochter geht auf elf Monate zu und ich "muss" noch 2x täglich stillen, direkt vor dem Zubettgehen und nachts... Wäre froh, wenn ich sie schon längst abgestillt hätte... Ich bin schon zufrieden, dass es jetzt so ist wie es ist.
Was der Kinderarzt sagt, halte ich auch für ziemlichen Unsinn, aber es wäre für mich keine Frage, dass ein normal entwickeltes, gesundes Baby von über sechs Monaten die Flasche bekommt, wenn es die Brust nicht mehr will. Das würde ich ganz gelassen sehen.
LG
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
ich stille so wie Madame es möchte (ad libitum).
Doch dann schreit sie halt heftig, sobald ich sie an die Brust anlegen möchte.
Mausi bekommt 1x Mittags einen selbstgekochten Brei, einen Milchbrei zusätzlich sollen wir nicht geben, weil sie zu viel wiegt.
Sie hat ihr Geburtsgewicht schon ver4facht .
Ich bin über Eure Tipps sehr Dankbar und werde mir in Zukunft kein Stress mehr machen.
Hallo Sabine,
mich ärgert es innerlich, wenn sie so brüllt und meine Brust verweigert, aber ich weiß ja nun warum, und ich hoffe das ich nun gelassener reagieren kann.
Und wo bekomme ich so eine Stillberaterin her?
Und übernimmt die Kosten die Kasse?
Danke Euch und Liebe Grüße _________________ Papa S. 01/1975 & Mama Y. 07/1982 Asthma mit L. 08/2000 leichte Skoliose & Y. 05/2006 Frühchen 26 Ssw, PVL ---> ICP, Tetraparese und kleine Streckenläuferin, 3 Hüft OP´s IDVO (03/2010 + 08/2010 + 08/2011), Candidose & S.J. 05/2011 Frühchen 34 Ssw bei Geburt Cardiopulmonale Adaptionsstörung
So und jetzt ich..das ist ganz normal und nennt sich Brust-Schimpf-PHase..haben alle Stillbabys immer mal wieder. Es ist absolut kein Grund abzustillen und hat auch nix damit zu tun das Babys was anders haben wollen..
Die Brust-Schimpf-Phase ist ein Entwicklungsschritt..die Babys erkennen das die Brust nicht ihnen gehört sondern der Mama ..und diese damit nicht immer zur Verfügung steht.
Kommt meistens schon mit 3 Monaten aber auch später immer mal wieder. Also mit Geduld und Spucke weiter machen..wenn sie so schimpft würde ich sie erstmal lassen und etwas später in Ruhe nochmal versuchen..
zum Thema Gewicht: Da mußt du garnicht drauf achten mit Muttermilch und Gemüsebrei kann man kein Kind dick füttern. Selbst wenn sie jetzt mobbelig ist ..was bei voll gestillten Kindern häufig der fall ist..verliert sich das sofort wenn sie krabbelt ect.
Wenn du abends einen weiteren Brei einführen möchtest..dann würde ich einen Milchfreien Getreidebrei z.B von Alnatura /Hipp ect kaufen ( Hirse ist gut wegen dem Eisen) und den dann mit Pre oder Muttermilch anrühren..damit überfütterst du auf keinen Fall.
Ansonsten darf sie ruhig wenn sie mag verschiedene Lebensmittel probieren..dabei einfach nach Bedarf weiter stillen..wird schon werden.
Alles gute _________________ LG
Anja+ Felix
8 Jahre frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
und Julia 2,5 Jahre hypoton, globale Entwicklungsverzögerung
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