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Möglichkeiten für Schulabschluss bei Lernbehinderung
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Manuela15
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Anmeldedatum: 09.11.2011
Beiträge: 56

BeitragVerfasst am: 24.11.2011, 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich möchte dir von meiner Erfahrung mit den Berufskollgs berichten. Noch ist es in NRW so, dass aus einer Förderschule kein Kind mit Förderbedarf entlassen wird, ohne, dass mit Hilfe des Arbeitsamtes ein weiterer Werdegang gefunden wird, falls die Eltern und der Schüler das wollen. Entweder, wenn die Schulleistungen stimmen und der psychologischer Test das ergibt, wird ein Förderlehrgang durchgeführt, der von Berufsfindungspraktika begleitet wird und am Ende zu einer von der Agentur für Arbeit finanzierten Ausbildungsstelle führt oder die Schülerinnen und Schüler beginnen gleich eine Lehre. Wohl gemerkt, eine Ausbildung, die den Ausbilder nichts kostet. So haben unsere Schüler eine echte Chance ins Berufsleben zu kommen. Die Erfolgsquote ist an unserer Schule sehr hoch und die Berufseingliederung hat sich sehr bewährt. Nun ist für deinen Nachhilfeschüler der Zug ja wohl abgefahren. Warum hat dieser Junge keinen Förderbedarf? Ich kann nicht verstehen, dass er so lange in der Gesamtschule bleiben konnte. Nun es gibt immer wieder Schüler, welche die Angebote nicht wahrnehmen und am Berufskolleg den Hauptschulabschluss nachhholen. Erfahrungsgemäß ist das Kriterium des regelmäßigen Erscheinens schon ausreichend, um einen Abschluss zu bekommen. Zwei meiner ehemaligen Schülerinnen, äußerst schwach, haben am BK einen erhalten. Auf meine Frage, wie sie das geschafft hätten, bekam ich zur Antwort, dass es dort viel leichter als bei mir gewesen sei. Nun sitzen die 2 Mädels zu Hause oder jobben in Zeitarbeitsfirmen oder als 400 € Kräfte. Erst gestern habe ich bei einem Praktikumsbesuch erfahren, dass es Firman gibt, die keine Lehrlinge mit HS Abschluss vom Berufskolleg mehr einstellen, weil sie nichts könnten. Mein Tipp wäre sich ans Arbeitsamt zu wenden. Hier gibt es auch Programme für lernschwache Schüler, die Praktika vermitteln, bei der Lehrstellensuche helfen und auch mit Nachhilfemaßnahmen zur Verfügung stehen. Bei uns werden solche Programme mir der Bildungseinrichtung "Nestor" angeboten. Es gibt in den Anforderungen reduzierte Ausbildungsberufe, die von lernschwachen Schülern oft gut bewältigt werden. Ich denke, dass es die beste Möglichkeit für diesen Jungen wäre ins Berufsleben zu kommen. Von der Gesamtschule ist es unverantwortlich kein AO-SF eingeleitet zu haben um einen Förderbedarf festzustellen.
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mocca
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Anmeldedatum: 22.11.2011
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 27.12.2011, 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

hallo und danke für eure antworten! Very Happy

wir (eltern, lehrer und ich) waren in den letzten wochen ziemlich hartnäckig und nun hat der junge doch noch sonderpäd. förderbedarf anerkannt bekommen. icon_thumleft.gif nach ziemlicher belagerung hat sich das amt zuerst zu einer erneuten prüfung durchgerungen. wir wollten einen entscheidungstermin wissen. da er ja nun schon 16 ist, hat er kein halbes jahr mehr zeit, darauf zu warten, ob der antrag nun angenommen wird (hat eigenlich kein kind). ich glaube, die wollten uns loswerden und hatten zugesagt, bis ende 2011 zu entscheiden. hat geklappt.

nach rücksprache mit der schule bleibt er jetzt erst mal auf der IGS und bekommt in deutsch und englisch eine besondere förderung und andere tests. es wurde gesagt, da er nach der 8. klasse die 10 jahre schulpflicht voll hat, kann er nach der 9. klasse einen hauptschulabschluss wie nach klasse 10 erreichen - sofern er ihn schafft. er muss dafür also nicht unbedingt die 10. klasse machen. ob er das dann so macht oder doch die schule wechselt (kolleg), wollen alle beteiligten zum neuen schuljahr entscheiden. je nachdem wie es sich jetzt entwickelt.
den tipp mit dem arbeitsamt habe ich mal weitergegeben. wäre dann ja auch noch eine möglichkeit.

LG
mocca
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