Verfasst am: 12.11.2011, 11:00 Titel: Hüft-OP in Heidelberg
Hallo zusammen,
jetzt sind es noch 4 Tage bis wir mit unserem Sohn zur Hüft-Op nach Heidelberg fahren. Langsam steigert sich die Angst und viele Fragen schwirren im Kopf herum. Wie war es bei Euch. Hat es lange gedauert bis Eure Kinder wieder die "alten" waren oder sind die Kinder hinterher wie traumatisiert? Unser Sohn (ICP, Rollikind, keine Sprache aber Sprachverständnis) ist ein richtiger Clown, er macht morgens die Augen auf und erstmal quatsch. Wäre traurig wenn das nicht mehr wäre. Ich bin die ganze Zeit bei Simon und hoffe das es ihm hilft. Und dann sind da noch solche Fragen, ob Kinder Dinge durch die lange Zeit des Liegens verlernen. Simon kann sich aus der Liegeposition alleine hinsetzen und Sitz auch sonst frei, außerdem machst er sein großes Geschäft sein 5 Jahren auf der Toilette. Wenn das nicht mehr wäre, ginge wieder ein Stück Normalität verloren. Ich kann es mir sowieso nicht vorstellen, wie es sein wird über mehrere Woche ein Kind zu haben das nur liegt. Essen, trinken, waschen , Windeln (für's kleine), spielen etc. Habt Ihr Antworten die mir vielleicht ein wenig die Sorgen nehmen. Und zum Schluss noch, wie ist eigentlich die Unterbringung in HD. Ich weiß Eltern-Kind-Einheit, aber was ist darunter zu verstehen?
Ganz liebe Grüße
Kerstin _________________ Simon Philipp (07/2004) ehem. Frühchen 28. SSW. 2-fach shuntversorger Hydrocephalus, BNS-Anfälle, Tetraparese, Nystagmus, Opticusatrophie. Rolli-Kind
ob Kinder Dinge durch die lange Zeit des Liegens verlernen
ja, durch den Muskelabbau ist dies erklärbar, der durch das lange Liegen geschieht. Kinder lernen dies jedoch durch Training auch wieder. Deshalb ist eine Reha sinnvoll, sobald die Ärzte dafür grünes Licht geben.
Alles Gute für Euch! _________________ Viele Grüße
Sinale
Vielen Dank, das man in diesem Forum so ernst genommen wird. 106 Aufrufe und 1 einzige Antowrt. Und ich dachte, es wäre ein Forum um sich auszutauschen und vielleicht auch mal gegenseitig die Angst zu nehmen. Weit gefehlt. Für mich war's das hier. _________________ Simon Philipp (07/2004) ehem. Frühchen 28. SSW. 2-fach shuntversorger Hydrocephalus, BNS-Anfälle, Tetraparese, Nystagmus, Opticusatrophie. Rolli-Kind
...ich hab hier reingeklickt, weil bei uns eine hüft-op
auch evtl. kommen könnte .
auch ich kann es mir gar nicht vorstellen, wie man da einige wochen rumbringen kann und hoffte, hier was zu lesen, was mir weiterhilft.
deshalb hätte ich eigentlich nichts geschrieben,
weil ich dir dazu keine ideen liefern kann.
ein nicht-antworten wäre kein zeichen von desinteresse gewesen.
so wünsche ich euch wenigstens,
daß ihr das gut hinter euch bringt und alles viel weniger schwierig wird,
als du verständlicherweise fürchtest.
gruß melanie _________________ mama (74), bub (06), unbalancierte translokation ( 1 & 18 ), balkenmangel, fieberkrampfkind, ca. auf dem stand von 11 monaten, PS 2, begeisterter rollatorpilot, chronisch gute laune und charme für 2
hoffnung ist nicht die überzeugung, daß etwas gut ausgeht,
sondern die gewißheit, daß etwas sinn hat,
egal, wie es ausgeht. vaclav havel
Anmeldedatum: 09.08.2010 Beiträge: 310
Wohnort: Region Heidelberg / Baden-Württemberg
Verfasst am: 14.11.2011, 11:22 Titel:
Hallo Kerstin,
hier im Forum versuchen wir uns gegenseitig zu helfen, zu motivieren, zu unterstützen.
Aber es kann vorkommen, dass ich ein Thema lese (wie eben deines) weil es um Heidelberg geht, und ich aus Heidelberg komme aber zum Thema nichts sagen kann.
Da kommt es schon vor, dass man den Beitrag wieder schließt ohne etwas zu schreiben, denn Du hast ja nach Erfahrungsberichten gefragt und Erfahrungen mit Hüft OP´s habe ich nicht.
LG und alles Gute
Sandra _________________ Sandra 06/76 Allergikerin, allerg. Asthma
Micha 09/72 (Lebensgefährte) chron. Niereninsuffizient
Jasmin Marie 05/02 vis. Wahrnehmungsstörung, allg. Entwicklungsrückstand, motorische Entwicklungsverzögerung, starke hyperopie re (+6,0), hochpathologisches EEG (ohne Anfälle)
das mit den Aufrufen aber nur wenige Antwort kenne ich zwar auch,aber bei uns ist es eben doch eine recht unerforschte Krankheit. Genauso wie bei deinen Thema kann es sein das diese Eltern die eine Hüftop schon miterlebt haben gerade nicht so oft hier vorbei schauen. Man hat ja auch nicht jeden Tag die Zeit hier vorbei zu schauen.
Genauso tut es mir trotz den wenigen Antworten einfach nur gut alles mal niederzuschreiben und weiß durch die vielen Aufrufe das andere es trotzdem lesen
Ich wünsche euch alles Gute für die Hüft-op und würde mir wünschen wieder etwas von euch zu lesen da bei uns das Thema Hüfte auch immermal wieder im Raum steht.
Liebe Grüße
Nadja _________________ Paulina *2009 mit einer unbekannten Form von Glasknochen(Mischung Typ 3 und Typ 4), Minderwuchs,ausgeprägte Extremitätenverformungen,Muskelhypotonie, SBA 100% ag,g,b,h und Ps3
*Hoffnung ist nicht die Überzeugung dass etwas gut ausgeht,sondern die Gewissheit dass es Sinn hat egal wie es ausgeht!*
Hallo Kerstin
Mein Sohn wurde 2009 im Alter von 3,5 Jahren in Heidelberg operiert habe auch schon Beiträge darüber geschrieben .Wenn du magst kannst du über mein Profil in den Beiträgen stöbern .Ich verstehe deine Ängste sehr gut ,ging mir genauso.Zu deinen Fragen u liegst mit deinem Kind im Zimmer ,welches du dir mit einem anderen Kind und seiner Mutter teilen musst .Die kinder schlafen ja in einer Schaumstoffschale und werden eigendlich recht schnell wieder mobilisiert so ca nach 4-5 tagen .Es gibt eine Kinderbetreuung die in die Zimmer kommt und die Kinder einlädt ins Spielzimmer zu kommen wenn sie wieder fit sind.Auf windeln wirst du leider die erste Zeit nicht verzichten können denke ich.Wenn noch weitere Fragen hast nur her damit ,ich antworte gerne .Noch ein Tip ,wenn du Heidelberg -hüft -op in die Schnellsuche eingibst kommen ganz viele Beiträge zu diesem Thema ,wurde sie dir ja verlinken doch weis ich leider immer noch nicht wie das geht
Liebe grüße Katja _________________ Katja 36j +Mohammad 37j ,Samira gesund und Navid 5j ICP in Form von einer Tetraparese ,entwicklungsverzögert in allen Bereichen ,mehrfachbehindert ,Zustand nach schiefgelaufener Bronchoskopie im Alter von 4 Monaten
ich habe erst gerade Deinen Beitrag gelesen und kann Dir aktuell offentlich etwas weiter helfen.
Mein Sohn wurde heute vor 3 Wochen in der OKA Aschau an der Hüfrte opereriert.
Also die ersten Tage nach der OP waren schon sehr anstrengend und mein Kind auch nicht der "Alte". Aber jetzt nach 3 Wochen ist er schon wieder fast der "Alte". Geht also ziemlich shcnell. Wir müssen am 05.12. nochmal für eine Woche nach Aschau zur Kontrolle und zur Mobilisierung.
Die Zeit im Bett war schrecklich, die Zeit im Liegerolli dann schon besser, weil man dann auch mal an die frische Luft kann und jetzt im Rolli ist wieder alles perfekt. Mein Sohn war heute das erstemal wieder für 4 Std. in der Schule.
Ich drücke Euch ganz fest die Daumen das alles gut geht.
lg claudi _________________ lg claudi
Die Zukunft sollte man nicht voraussagen wollen,
sondern möglich machen (Antoine de Saint Exepury)
ich habe auch geklickt und nicht geantwortet und zwar aus dem Grund, da ich öfter einige Sachen lese, die mich interessieren. Uns steht nämlich nächsten Sommer auch eine Hüft-OP bevor. Vermutlich aber nicht in Heidelberg, sondern in Stuttgart. Daher interessiert mich natürlich sehr, was auf uns zukommt. Zudem habe ich 2 Kinder hier, die sich meistens genau dann melden, wenn ich was schreiben möchte bzw. gerade dann, wenn ich angefangen hab zu lesen. Zudem komme ich am Wochenende meistens noch weniger zum Schreiben, da beide Kinder zu Hause sind. Ich denke, dass es auch anderen hier so geht. Also, nicht böse sein. Antworten kann ich dir leider auch keine geben.
LG Anne _________________ Anne mit Marina (11/08) - Zerebralparese (GMFCS Level V), Mikrozephalie, symptomatisch fokale Epilepsie, hochgradige Schallempfindungsschwerhörigkeit, Sehbehinderung, Laktoseintoleranz - und Benjamin (05/11)
aaaaaaaalso, das mit den Aufrufen und Antworten darf man nicht zu ernst nehmen, auch wenn man immer auf möglichst viele Antworten hofft. Klar. Aber gerade weil wir mit unseren Angelegenheiten wahr- und ernstgenommen werden wollen, finde ich es ok., wenn dann auch möglichst nur die Antworten, die zur konkreten Frage etwas beitragen können. Sonst verwässert das Thema zu sehr und weiß gar nicht mehr´, worum es eigentlich ging.
Unser Kleiner wurden eben am Donnerstag in Heidelberg operiert. Im Gegensatz zur vorbehandelnden Klinik in Frankfurt am Main eine völlig andere Welt. Ganz überwiegend freundliches und kompetentes Personal - ohne Berührungsängste gegenüber schwerbehinderten Kindern - und einem offenen Ohr für die großen und kleinen Sorgen des Alltags in einem Krankenhaus. Sehr frühe Mobilisation (heute schon KG - morgen halbe Stunde Rolli!) - keine 6 Wochen Gips. Also keine Panik vor Langeweile! Es gibt dort auch eine Kinderbetreuung
Nur die Aufnahme hat seeeeeeeeehr lange gedauert, in einer Großklinik aber nicht wirklich "neu". wir konnten dann aber schon vorab auf Station, was das Warten ungemein erleichtert hat. Das Essen ist na ja.
Unsere Erfahrung bis jetzt: tolles Ärzteteam, nette Schwestern, zügige Rehabilitation... da kann man manch anderes wie Catering-Essen verschmerzen.
Da wir uns möglicherweise direkt in der Klinik begnen können, gibt es mehr Auskünfte gern per PN - auch telefonisch.
LG
Papa Olaf _________________ Olaf für Mama und unseren Sonnenschein Alexander (*10.01.05), hypox. Hirnschaden unklarer Ursache, seitdem postapallisches Syndrom mit fokaler und generalisierter Epilepsie, Tetraspastik, Dystonie, Schluckstörung etc.
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