ich habe selber keine Erfahrung damit.
Aber: Es ist auf jeden Fall eure Entscheidung - lasst euch zu nichts drängen, was ihr nicht wollt. Doch wenn ihr euch für das Wohnnest oder sonst eine Einrichtung entscheidet, hat niemand das Recht, euch dafür zu verurteilen.
Es gibt im Usercafé einen Thread, der für dich interessant sein könnte: Eltern-Austausch-Thread: Heim/Internats-Unterbringung
(er ist zwar grad nicht so aktiv, aber du kannst ihn ja mal wieder hervorholen ) _________________ Liebe Grüße, Elke
(Hashimoto, Depression, soziale Phobie mit selbstunsicher-vermeidenden Persönlichkeitszügen, V.a. Asperger...)
ja, ich verstehe Dich sehr gut, denn besonders die erste Zeit mit dem ganzen Hin und Her und den ganzen wechselnden Gefühlen von Trauer, Angst und Wut ist sehr schwierig und benötigt viel von unserer Kraft.
Man hat so viele Fragen und das Gefühl, dass niemand sie je beantworten kann. Aber ich weiß, dass die meisten Dinge sich mit der Zeit finden.
Lasst Euch diese Zeit mit allen Entscheidungen und erlebt sie möglichst gemeinsam, aber sucht Euch auch Entlastung durch die genannten Dienste. _________________
Viele Grüße von Inge
* * * * *
"Ohne uns hätten sie es leichter gehabt." Bert Brecht
du hast ja mal geschrieben, dass ihr jemanden braucht, der sich vielleicht mal um euren Sohn kümmert: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewt.....14&highlight=#1474614 So wie ich es verstehe, sucht ihr wahrscheinlich erst einmal eine Art Babysitter, der sich mit behinderten Kindern auskennt. Dafür könntet ihr in MS den familienunterstüzenden Dienst der Lebenshilfe nutzen. Problematisch wird wahrscheinlich sein jemanden zu finden, der zu euch in den Süden kommt (habe in einem anderen Thread den Stadtteil gelesen). Die Finanzierung findet über sog. Zusatzliche Betreuungsleistungen und Verhinderungspflege statt. Hier im Forum sind viele, die sich bestens mit der Thematik auskennen und dir das besser darlegen können.
Wie dem auch sei: Ein Babysitter ist ja wohl etwas völlig Normales, was viele haben.
Und auch für die Inanspruchnahme anderer Leistungen wie z. B. die Kurzzeitpflege musst du dich nicht rechtfertigen. Wenn du meinst, ihr braucht es, dann nehmt es in Anspruch und lasst euren Sohn auf die Warteliste setzen, so dass ihr in 2 bis 3 Jahren Chancen auf einen Platz habt. Für das Wohnnest ist euer Sohn momentan noch zu jung.
Wenn ihr das Gefühl habt, ihr könnt es nicht, ist das doch auch in Ordnung. Da würde ich mir nicht hereinreden lassen.
Hallo Melanie,
wie Chiara schon geschrieben hat, kann man von der Verhinderungspflege eine Tagemutter bezahlen. Ich habe es damals auch in Anspruch genommen und festgestellt, daß die meisten Tagesmütter keine Berührungsängste bei behinderten Kinder haben. Unsere hatten teilweise noch einen Hund und es waren mehrere Kinder dort. Das hat unserem Sohn auch einen Input gegeben. Der Vorteil ist auch der relativ geringe Stundensatz und das man so mit dem Bugdet der Verhinderungspflege lange hinkommt.
Liebe Grüße
ich finde die Idee, deinen Sohn auf die Warteliste des Wohnnestes setzen zu lassen, gar nicht dumm!
Denn wenn du vor Augen hat, dass es "notfalls" einen Ausweg aus Eurer schwierigen Lebenssituation gibt, also du dir diese Option bewusst "erlaubst" und "offen hältst", kann es schon viel Druck aus der Situation nehmen!
Zu konkreten Hilfen "jetzt und sofort" haben andere ja schon umfassend geschrieben.
Ich fände aber auch wichtig, dass du prüfst, ob du vielleicht eine postnatale Depression entwickelt hast, die dir das Gefühl der absoluten Hoffnungslosigkeit gibt (was dann - auch - Symptom einer gut behandelbaren (!!!) Erkrankung ist)
An einer postnatalen Depression erkranken etwa 10% aller Mütter (und einige Väter), weil sie mit der massiven Umstellung nicht klar kommen.
Der Prozentsatz von Eltern besonderer Kinder dürfte dabei deutlich höher sein, zumal, wenn klar ist, dass die Kinder nicht so schnell aus dem Gröbsten heraus kommen!
Da Depressionen aufgrund einer stressbedingten Stoffwechselstörung entstehen, lassen sie sich mit Antidepressiva gut behandeln!
Da heißt nicht, dass die Situation des Betroffenen dann anders ist - aber man hat mehr seelische Ressourcen (wenn z.B. depressionsbedingte Schlafstörungen wegfallen), um sie zu bewältigen
Falls du denkst, du könntest betroffen sein, sprich bitte deinen Hausarzt an und lass dich ggf. an einen Facharzt überweisen - dir zuliebe
LG
Angie _________________ Benedict / März 2008 - expressive Sprachentwicklungsstörung, FKA, aber unter gfcf-Diät seit 12/2010 macht er Riesenfortschritte: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html
(wird regelmäßig aktualisiert, Diäteffekte ab Seite 3)
ich halte es für sinnvoll, nochmal einen Termin zu machen um das abzuklären. Ich vermute, dass du einiges falsch verstanden hast. Selbst wenn dir eine dauerhafte Unterbringung empfohlen wurde/ wird gibt es ja noch Klärungsbedarf über die verschiedenen Möglichkeiten. Geht Timo in einen Kindergarten oder Krippe? (Ich könnte dir auch eine empfehlen, du kommst ja auch aus Münster ) Um Entlastung zu finden wäre das ja erstmal eine Möglichkeit. Kennst du den Familienunterstützenden Dienst der Lebenshilfe? Sie schicken dir jemanden, der sich mit deinem Kind beschäftigt und du hast freie Zeit für dich bzw. deine Familie.
Hallo Melanie,
wie Chiara schon geschrieben hat, kann man von der Verhinderungspflege eine Tagemutter bezahlen. Ich habe es damals auch in Anspruch genommen und festgestellt, daß die meisten Tagesmütter keine Berührungsängste bei behinderten Kinder haben. Unsere hatten teilweise noch einen Hund und es waren mehrere Kinder dort. Das hat unserem Sohn auch einen Input gegeben. Der Vorteil ist auch der relativ geringe Stundensatz und das man so mit dem Bugdet der Verhinderungspflege lange hinkommt.
Liebe Grüße
"keine Berührungsängste" zu haben reicht aber noch lange nicht bei einem Kind mit schwerer Behinderung! Manche Kinder haben in Einrichtungen extra Personal, dass nur für sie eingestellt wurde- für eine Tagesmutter wird es schwer sein, sich neben den anderen auch noch um ein Kind mit Behinderung, wie Melanie sie beschreibt, adäquat zu kümmern. Und der Stundensatz ist tatsächlich so gering, dass die meisten TaMü extra Geld von den Müttern verlangen.
Grüße, Marie.
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