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Kind ins Wohnnest geben - Erfahrungen gesucht
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Melanie Müller
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BeitragVerfasst am: 10.11.2011, 10:03    Titel: Kind ins Wohnnest geben - Erfahrungen gesucht Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,
mein Sohn ist nun 18 Monate alt und kann kein Kpfl halten, nicht greifen und lautieren, er ist auf dem Stand einer 4 Monate altem Baby, und will sich einfach nicht weiter entwickeln.
Wir haben trotz zahlreicher Untersuchungen keine Diagnose.
Uns ist nun gesagt worden, wer so lange sich nicht mehr entwickeln will, entwickelt sich auch nun nicht weiter.
Uns ist gestern nahegelegt worden, uns mal mit dem Gedanken auseinanderzusetzen Timo auf Dauer in ein Wohnnest zu geben.
Wer hat Erfahrungen damit, oder welche Kinder sind in einem Wohnnest?
LG Melanie

_________________
Timo geb.'10 unklare Entwicklungsverzögerung,
schlaffe muskulatur im Schulterbereich
Schwerbehindertenausweis, Pflegestufe 1
Michelle geb '02 kern gesund
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dagmar neo frea
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BeitragVerfasst am: 10.11.2011, 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

hallo melanie

wer hat euch das denn aus welchem grund nahe gelegt?
wenn ihr euren sohn nicht betreuen wollt,wäre doch die erste instanz erstmal eine pflegefamilie Rolling Eyes

ist er denn ein intensiv kind?

l.g.

_________________
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
Bilbo Beutlin
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Melanie Müller
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BeitragVerfasst am: 10.11.2011, 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist von der Lebenshilfe und der Frühförderung empfohlen worden, auf lang gesehen, wenn Timo sich nicht weiterentwickelt, wegen Entlastung.
Timo ist kein Intensivkind, er will nur den ganzen Tag beschäftigt werden oder auf den Arm. Er kann nicht mal alleine liegen.
Wir wollen eigentlich unseren Sohn garnicht würcklich abgeben.
LG Melanie

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Karin Buhs
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BeitragVerfasst am: 10.11.2011, 10:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
na dann holt euch doch Hilfe ins Haus.Familien-entlastender-Dienst,Kinderfrau,Au-pair usw.
Es kann doch nicht sein das Euch geraten wird das Kind abzugeben , wenn ihr es garnicht wollt.
Unser Sohn ist auch recht intensiv aber deswegen würde ich ihn nie abgeben.
Wünsche Dir viel Kraft.LG Karin
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Moritz unser MO
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BeitragVerfasst am: 10.11.2011, 10:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Melanie,
keine Diagnose, aber die Prognose, dass keine Entwicklung mehr stattfindet??? Wer hat eine derartige Aussage getroffen?

Hör doch mal auf Deinen Mutterinstinkt, ob Du ihm nicht ein Chance geben möchtest.
Wir haben uns nie gefragt, warum unser Sohn so ist, sondern immer nur, wie wir ihn fördern können. Das kostet viel Energie, aber wir haben es nie bereut.

Als ich unsere Neurologin damals nach einer Einschätzung zu seinen Entwicklungsmöglichkeiten fragte (mir ging es nur darum, ob ich ihn in den Kigas für einen I-Platz anmelden sollte) war ihre Antwort: Wir wissen nicht wirklich viel über das Gehirn, es gibt Kinder denen ein Teil des Gehirnes fehlt und anderen Teile haben die Funktionen übernommen. Es kann alles passieren oder eben auch nichts.
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir auch keine Diagnose.

Deshalb halte ich eine deratige Prognose für fragwürdig.

Liebe Grüße,
Jutta
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Anke K
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BeitragVerfasst am: 10.11.2011, 10:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Melanie

Auch wenn ihr keine Diagnose für Euren Sohn bekommen habt. ( Warum er sich nicht weiter entwickelt). Liebst du doch bestimmt deinen Sohn, oder?
Also unser Sohn fast 13 Jahre kann auch nichts alleine. Kann auch zum Beispiel seinen Kopf nicht halten. Aber ich bin nie auf die Idee gekommen ihn abzugeben. Soll jetzt kein Vorwurf sein. Very Happy Jeder muss für sich selber entscheiden.
Wenn du gerne möchtest das dein Sohn in so ein Wohnnest kommen soll. Dann würde ich dir vorschlagen das du es dir vorher mal anschauen gehst. Wenn die Frühförderung und andere Leute es dir vorschlagen, dann müssten sie ja auch Adressen haben. Das du dich erkundigen kannst. Dann kannst du dir immer noch überlegen oder du deinen Sohn da abgibst oder ihn doch zu Hause behalten willst. Wie gesagt das muss jeder für sich selber entscheiden. Und ich denke mal die Entscheidung wird nicht von heute auf morgen passieren.
Ich wünsche dir viel Erfolg und das du alles in Erfahrung bringen kannst.

LG Anke

_________________
Anke(Bj..70),Meik(Bj.68), Jasmin(Bj.91) und Justin(Geb.1999 )nicht ketotische Hyperglycinämie- sehr seltene Stoffwechselerkrankung, Epilepsie - BNS,Hypotonie (schwerstb).Keine Kopf/ Körperhaltung. Entwicklungsstand eines ca. 3 Monaten altes Baby,keine Heilung.PEG/Button
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BeitragVerfasst am: 10.11.2011, 10:37    Titel: Antworten mit Zitat

hallo melanie

wie kommen die denn dadrauf?
bist du denn so sehr überfordert?

ich finde es sehr gewagt mit prognosen in der form um sich zu schmeißen,und selbst wenn sich dein sohn nur wenig entwickelt,würde sich ja erstmal die frage stellen,wie man euch am besten unterstützt,also zuhause Rolling Eyes

wenn du deinen sohn nicht abgeben willst,hat sich das thema doch eigentlich erledigt Rolling Eyes

generell würde ich mir solche ratschläge und prognosen verbitten,es sei denn du hast signalisiert,das du es nicht schaffst.

die frühförderung ist dafür da,deinen sohn zu fördern.
wie will sie ihn denn fördern,wenn sie der ansicht ist,das sich das nicht lohnt?

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Sabine
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BeitragVerfasst am: 10.11.2011, 10:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Melanie,

die Frage ist, was IHR möchtet. Es gibt eine Menge Hilfen für zu Hause und mit drei Jahren dürfen auch sehr schwer behinderte Kinder einen Kiga besuchen und später zur Schule gehen. Ob der FUD bereits zu einem Kleinkind kommt, weiß ich nicht - erkundigt euch mal. Ansonsten würde ich schon mal auf Tuchfühlung mit dem Heilpäd. Kiga vor Ort gehen und dort nachfragen, wann Timo kommen darf. Die außerhäusige Betreuung bringt schon eine Menge Entlastung mit sich. Ich spreche da aus Erfahrung.
Vermutlich hat dein Sohn tatsächlich eine schwere Behinderung, da will ich hier auch ganz ehrlich sein. Es ist aber nicht gesagt, dass da nun gar nichts mehr passieren wird.
Wie gesagt: Es kommt jetzt darauf an, was ihr möchtet und ob ihr mit eurem Sohn leben wollt oder nicht. Es gibt eine Menge Familien, die das nicht können oder wollen - das ist völlig legitim.
Ruf mal in Nordkirchen an - dort gibt es ein Wohnheim für schwer behinderte Kinder, das auch super sein soll. Die wissen bestimmt auch, wie und wo ihr Entlastungsmöglichkeiten findet. Vielleicht nimmt man euch Timo dort im Rahmen der KZP auch mal tageweise ab.

LG
Sabine

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Ani
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BeitragVerfasst am: 10.11.2011, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Melanie

So ganz verstehe ich nicht. Wenn ihr ihm nicht "abgeben " wollt , warum lässt ihr euch unter Druck setzen???? Die Entscheidung liegt ganz alleine bei euch, Eltern. Natürlich wird euch die Möglichkeiten nah gebracht für den Fall dass es euch zu viel wird. Aber das sollte man nicht als Aufforderung sehen.
Habt ihr Frühförderung zu hause? Wenn nicht würde ich dir nur empfehlen.
Und was ist mit ein Babysitter ?
Mein Sohn ist 7 Jahre alt und ist, leider schwerst mehrfach behindert. Uns hat auch kein Arzt gesagt wie er sich weiter entwickelt und eine Diagnose hat er auch nicht. Ich habe mich damit abgefunden und ich nehme ihn so wie er ist.
Ich wünsche dir viel Kraft
Liebe Grüße
Ani

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Ani mit Max(21.06.04). Durch angeborene Fehlbildung am Gehirn schwerstmehrfach behindert, Krampfanfälle.Lennox-Gastaut Syndrom, hochgradige Sehbehinderung, Skoliose und Hüftluxation. Trotz allem ein fröhliches und sehr süßes Kind.
"Wenn er lacht, geht bei mir die Sonne auf"
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Chiara
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BeitragVerfasst am: 10.11.2011, 12:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Melanie,

wenn die Lebenshilfe in MS dir das Wohnnest empfohlen hat, dann ist damit die Kurz- und Langzeitpflegeeinrichtung in Münsters Norden gemeint. Träger ist die Lebenshilfe.

Kurzzeit heißt, dass euer Sohn dort ein paar mal im Jahr "Urlaub" machen kann und ihr als Eltern entlastet seid. Langzeit bedeutet, dass das Kind dauerhaft in der Einrichtung wohnt, aber durchaus auch mal zu den Eltern kann.
Die Kinderheilstätte in Nordkirchen, die Sabine dir vorgeschlagen hat, ist quasi das Gleiche.

Wahrscheinlich hat man euch schon so früh über das Wohnnest informiert, weil es mitunter sehr lange Wartezeiten gibt (2-3 Jahre).

LG, J.

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