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Durchschlafen im eigenen Bett - Tipps gesucht!
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Michaela883
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BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 14:13    Titel: Durchschlafen im eigenen Bett - Tipps gesucht! Antworten mit Zitat

Hallo zusammen!

Ich bin inzwischen wirklich kurz vor dem Zusammenklappen.

Mein Sohn Louis ist fast 3,5 Jahre alt. Er kommt jede Nacht zu uns ins Bett, macht sich breit, schlägt um sich und wenn ich dann aufs Sofa wandere kommt er auch kurze Zeit später. Man möchte meinen er braucht meine Nähe - die gebe ich ihm gerne. Aber ich kann so nicht mehr schlafen, die Tritte und das ständige umdrehen machen mich fertig.

Das geht seit 1,5 Jahren so. Ich habe schon versucht dass er bei uns im Schlafzimmer im eigenen Bett neben meinem schläft. Aber bringt auch nichts.

Er schreit auch viel und trinkt Unmengen. Nachts wird er meist gegen 23 Uhr noch einmal gewickelt. Früher kam er so gegen 4/5 Uhr ins Bett, damit könnte ich leben, aber inzwischen wird es immer früher, spät. Mitternacht ist er da. Zurückbringen bringt nichts, bzw. insofern was wenn ich mich neben ihn lege bis er schläft. Bis er schläft bin ich aber auch vor lauter erschöpfung sofort eingeschlafen - also im endeffekt das selbe spiel als wenn er in meinem bett schläft.


was kann ich tun? Das einschlafen ist kein problem, da setze ich mich daneben und warte bis er eingeschlafen ist. die psychologin hat den tip gegeben ich soll jeden tag ein paar schritte weiter weg sitzen bis er alleine einschläft. funktioniert nicht, da sitzt er nu im bett und guckt wo ich bin.


er hat kürzlich ein neues bett bekommen 1,40 x2m weil wir dachten er bräuchte einfach den Platz (war schon als baby so).

Ich hab Globulis, Shcüssler Salze, am abend baden, etc. ich hab sovieles probiert. habt ihr noch tips?


ich kann ihn ja nicht in ein gitterbett sperren und schreien lassen. er versteht das ja garnicht.


Am Freitag habe ich einen Termin beim Kinderarzt ob es da nicht ein Medikament gibt. Ich bin wirklich fix und alle...



Danke für Eure Tips!

_________________
Louis 6/2008 schwere expressive u. rezeptive Sprachentwicklungsstörung, ausgepr. Entwicklungsstörung, V.a. mittelgradige geistige Behinderung, Störung des Sozialverhaltens mit exzessivem Schreien, Störung des Essverhaltens, Schlafproblematik, Z.n. Frühgeburt mit SGA
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Bastian-Eltern
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BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 14:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michaela,

bei uns hat bisher nur das Homäopatische Mittel "atonicum C200" geholfen.
Kostet so 10€ und reicht für Monate, findest du im I-Net oder ich frage meine Frau wo sie es besorgt hat.
Davon 5 Kügelchen geben und man schläft davon nur tiefer (fester) meistens schläft unser Zwerg jetzt durch oder kommt erst gegen 5-6 Uhr zu uns.

Wir waren echt froh es zu versuchen (unser ist jetzt fast 5) und wir waren fast 3 Jahre so wie du ständig wach.
Bei so kleinen Kids würde ich noch keine Medis zum Schlafen geben, dann besser ein Gitterbett, aber das ist auch Stress.

lg Arnold

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B. 01/07 Frühkindlicher Autismus, Sprachentwicklungsstörung (spricht nicht), Schlafstörungen 100% GBH PS2
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Michaela883
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BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen lieben Dank!

Ich fahre gleich heute Nachmittag noch zur Apotheke und versuche es! Wir haben Coffea Globuli probiert!

Spricht Euer Sohn inzwischen? Louis sagt ausser mama leider rein garnichts. er schreit viel... Wir sind dabei die Gebärdensprache zu lernen, aber irgendwie fruchtet das auch nicht.

Ich vermute bei meinem Sohn auch Autismus - die Kinderklinik schliesst es aus... Bin auf der Suche nach einem geeigneten Arzt... in Bayern wohl rar gesät...

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Louis 6/2008 schwere expressive u. rezeptive Sprachentwicklungsstörung, ausgepr. Entwicklungsstörung, V.a. mittelgradige geistige Behinderung, Störung des Sozialverhaltens mit exzessivem Schreien, Störung des Essverhaltens, Schlafproblematik, Z.n. Frühgeburt mit SGA
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SonjaUSA
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BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ganz ehrlich, nachdem ich neulich ein ganz tolles Buch : "Ich will bei euch schlafen" von Sybille Lüpold gelesen habe, würde ich sagen:

Mach gar nichts! Also ich meine, sei froh, dass er in seinem Bett einschläft, lass ihn zu euch kommen und überlege eher, ob nicht einer von den Erwachsenen (wohl wahrscheinlich dein Mann) den Rest der Nacht im Kinderbett weiterschläft. Mach dir mit deinem Mann ein nette Zeit, während der Kleine noch in seinem Bett ist Wink und später in der Nacht, trennt ihr euch halt dann und du und der Kleine haben Platz im großen Bett.

Unsere Kinder sind/waren auch Elternbettschläfer, so mit ca. 2 Jahren konnten wir sie sanft ins eigene Bett (in unserem Schlafzimmer umziehen) und so mit 3 1/2 ins eigene Zimmer. Unser Kleiner ist derzeit immer noch im großen Bett und wenn die Großen nachts das Bedürfnis haben bei uns zu sein (schlecht geschlafen, krank o.ä.) gibt´s die Klappmatratze. Obwohl ich eigentlich kein Problem mit Kindern im Elternbett habe, hatte ich doch auch immer mal Phasen, wo ich dachte :"ne, noch so eine Nacht (gewälze, getrete und gejammer) und die müssen raus in ihr Bett und Zimmer" koste es was es wolle! Die nächste Nacht war dann meist besser und mein "guter Vorsatz" wieder dahin Smile ! (Und wir sind immer noch glücklich im großen Bett Very Happy )

Wirklich dieses Buch ist toll! Es wird nicht dein "Schlafproblem" lösen, aber es wird vielleicht deine Sicht auf das Thema verändern. (Wenn es dich interessiert schreib ich gern noch mehr über den Inhalt, es hat mich echt begeistert).

Grüße
Sonja

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Bastian-Eltern
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BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michaela,

ist dieses Coffea nicht extra für ADHS-Kids wegen dem Coffein zur Beruhigung??
Oder hab ich da was falsches im Kopf.

B. (unser Schlafproblem) redet immer noch kein Wort und der D. immer noch nur seine wenigen Worte wie immer.

Das mit der Gebärdensprache ist bei Autisten schwierig hat mir eine Logopädin/sprachheilpädagogin/Lehrerin erzählt, Sie hat auch erklärt warum, aber das hab ich nicht behalten. Embarassed

Symbole (Talker) und Kärtchen (Metacom) sollen da besser funktionieren sagt Sie aus Erfahrung.

Unser will aber nicht mit dem Talker arbeiten bis jetzt und der andere reagiert bisher gut auf die Metacom Symbolkärtchen.

lg Arnold

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Michaela883
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BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ehrlich gesagt weiss ich garnicht warum der Kinderarzt uns Coffea empfohlen hat. Ich hab mich damals noch nicht wirklich damit befasst. Die Diagnosen haben sich ja erst innerhalb der letzten Zeit ergeben.

Wie kommt ihr damit klar dass Eure Kinder kaum bis garnicht reden? Mich frissts auf... Ich hab noch einen kleineren Sohn (20 Monate) der plappert alles nach. Inzwischen ist Louis natürlich frustriert weil Elias alles besser kann als er. Tut mir im Herzen weh Sad

Mit Kärtchen bzw. fotografierten Karten haben wirs auch schon probiert. Klappt auch nicht. Was ist denn ein Talker und die Metacom Karten? Hat noch nie jemand bei mir erwähnt. Und die Logopädin ist meines erachtens auch unfähig. Ich google gleich mal.


Vielen Dank für Deine Auskunft!

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BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michaela,

der Kinderarzt wird dir zur Schlafunterstützung eventuell SedInfant (das ist pflanzlich, Melisse, wenn ich mich richtig erinnere) oder SedaPlus (das ist ein Antihistaminikum, also etwas, das eigentlich gegen Allergien gegeben wird, aber auch beruhigende Wirkung hat) vorschlagen.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, deinem Sohn Melatonin zu geben, damit er schneller müde wird, falls das das Problem ist.

Mein Sohn hat hartnäckige Durchschlafstörungen, die genannten Mittel halfen bei uns nicht, und so bekommt er nun schon seit vielen Monaten ein Neuropeltikum (Atosil). Damit geht es recht gut, auch wenn er trotzdem nicht zuverlässig durchschläft.
Atosil wird oft auch nur für eine kurze Zeitspanne von etwa zwei Wochen gegeben, sodass der Körper das Schlafen "lernt" und kann dann wieder asugeschlichen werden. Bei uns hat das nicht geklappt, aber unser Neurologen meinte damals, dass eine Kurzzeitgabe bei vielen Kindern ausreicht.
Das wäre aber auf jeden Fall Thema für den Neurologen, nicht für den Kinderarzt.

Ich hoffe, ihr findet eine Möglichkeit, Schlafmangel ist so zermürbend...

Alles Gute!
LG Jule

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J. *1/08 nach 30 SSW, schwere Alloimmunthrombozytopenie --> ausgedehnte Gehirnblutungen (pränatal)
Z.n. BNS-Epi mit weiterhin pathologischem EEG, globale Entwicklungsstörung, blind, keine Sprache
aber: hüpft flott auf den Knien, macht erste Schrittchen, liebt den KiGa, Rollifahren und Schwimmen und ist glücklich in seiner eigenen kleinen Welt Very Happy
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MarianneInBerlin
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BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Michaela,

ich bin auch der Meinung von Sonja... Hier im Forum gibt es einige Threads, in denen die Anhänger des Familienbettes mit den Verfechtern des eigenen Zimmers diskutieren. Very Happy

Wir haben ein Bett für drei - unser elterliches Doppelbett und direkt nahtlos daneben ein Einzelbett gleichen Typs. Unser Kleiner liegt zwischen uns, allerdings meist nicht parallel sondern wie ein H: Mein Mann und ich die Senkrechten, unser Sohn das horizontale Bindestrichlein: Den Kopf auf meinem Mann, die Füße unter meinen Knien.

Ich habe viel darüber gelesen, am besten finde ich die Bücher von Dr. William Sears zum Konzept "Sharing Sleep" - er sagt allerdings auch, dass es nur funktioniert, wenn alle Beteiligten sich damit wohlfühlen.

Ich selber genieße die Zeit der Nähe, das Kind schläft wie ein Stein...
Und in ein paar Jahren sind diese Zeiten unwiederbringbar vorbei...

Liebe Grüße
Marianne

PS. Auf KEINEN FALL allein abends schreiend im Bett einschlafen lassen.

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2 Söhne, der kleine, neunjährige mit ADHS
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Bastian-Eltern
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BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michaela,

jep, es ist schon manchmal frustrierend zu sehen das unsere Zwillinge nicht reden können (bei D. ja nur teilweise) und es ist noch frustrierender wenn wir daran denken, dass bis ca. 2 Jahren alles normal war und beide schon 2 Wortsätze sprechen konnten. Aber das ist bei Frühkindlichen Autismus wohl normal und nur ca 50% lernt überhaupt danach wieder zu sprechen.

Ein Talker ist ein Gerät wie ein laptop/Tablet wo eine Program läuft das Symbole darstellt und wenn man diese Symbole antippt diese als Sprache ausgibt.
Das Kind drückt also die symbole und das Gerät redet für das Kind.

Symbolkarten sollten so einfach wie nur möglich gehalten werden, keine Fotos, da sind viel zu viele Informationen für das Kind drauf.
Am besten nur Strichzeichnungen, klare Information die dann auch schnell verarbeitet werden kann.
Was für uns nur ein Bild ist, ist für unsere Kids ein Lexikon an Informationen. Farben überall, Vordergrund/Hintergrund informationen, Bilder an der Wand, Wochentag auf dem Kalender an der Wand usw. usw. alles Dinge die unser Hirn ausblendet, bei unseren Kids aber nicht.

Wenn du noch andere Infos brauchst, frag oder auch per PN.

lg Arnold

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BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 16:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Nachtrag vielleicht noch:
Keine Schlafmedis und Familienbett sind schön und gut, wenn damit alle Familienmitglieder klarkommen. Aber wenn die Mutter vor Erschöpfung zusammenzuklappen droht, ist professionelle Hilfe angesagt. Ich weiß, wovon ich rede, wir haben lange genug versucht, ohne Medikamente durch die Nächte zu kommen.
Und bevor ich mein Kind schreien ließe, würde ich ihm lieber medikamentöse Schlafhilfe geben.

Schlafprobleme sind sehr unterschiedlich und sicher auch zu einem Teil von der Art der Behinderung abhängig.
Deshalb ist es sicher richtig, Michaela, wenn du dich an die behandelnden Ärzte wendest und dir Hilfe holst.

LG Jule

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