Verfasst am: 02.11.2011, 19:00 Titel: Freundin unseres Sohnes ist schwanger
Hallo,
Wie von mir vor vier Monaten schon befürchtet, hat ein Schwangerschaftstest bei der Freundin meines Sohnes gestern positiv reagiert.
Wahrscheinlich so um die sechste Woche.
Morgen ist Arzttermin. Ich sitze heute den ganzen Tag wie festgenagelt in der Wohnung rum. Mein Ex wird Amok laufen......
Muss jetzt los und nochmal bis 22.00 Uhr arbeiten.
Anja _________________ Sohn*92 keine Genese, zwischen Gb u. L., ADHS- Symptome, autistische Züge.
auch wenn es dir zynisch erscheinen mag, es kommt von Herzen: Herzlichen Glückwunsch, du wirst Oma!
Und wenn dein Ex Amok meint Amok laufen zu müssen, dann soll er es tun. Es wird aber nichts ändern !
War es denn ein geplantes Kind? Weil du schriebst, du hattest schon vor vier Monaten die Befürchtung!
Ich kann voll und ganz verstehen, das sich in dein Oma-Glück (falls du es überhaupt so empfindest) Panik mischt!
Aber DU musst/ und solltest vielleicht auch nicht mehr für deinen Enkel verantwortlich sein als eine normale Oma. Es gibt für behinderte Eltern viele Hilfsangebote vom betreuten Familienwohnen bis hin zur Pflegefamilie!
Bei uns im Dorf ist eine 43-Jährige (nach Unfall Spastikerin und GB) von ihrem Freund (GB) schwanger geworden. Das Kind lebt nun bei einer Pflegefamilien ein paar Orte weiter und wird dort bleiben bis es 18 Jahre ist. Die leiblichen Eltern sind glücklich, dass Kind regelmäßig sehen zu dürfen, ohne überfordert zu sein. Die Frau ist eine ganz STOLZE Mutter.
Die Pflegefamilie ist sehr glücklich, unverhofft ein Baby/ Kind bekommen zu haben.
Ich weiß, dass da jetzt ein Berg von Problemen ist, aber mein ganzes Herz möchte dir sagen: Ermutige dein Sohn und dessen Freundin das Kind zu bekommen! Der Rest fügt sich! Hat es sich bei unseren besonderen Kinder doch auch, oder ?
LG
Angie _________________ Benedict / März 2008 - expressive Sprachentwicklungsstörung, FKA, aber unter gfcf-Diät seit 12/2010 macht er Riesenfortschritte: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html
(wird regelmäßig aktualisiert, Diäteffekte ab Seite 3)
Du weisst aber, dass ich es trotzdem anders sehe, oder ?
Die Frage ist: Wieviel müssen die Eltern denn verdienen, damit sie für die Enkel unterhaltspflichtig werden?
Ich kenne einige gesunde junge Frauen mit Kindern, die Hartz 4 bekommen - und deren Eltern werden vpm Sozialamt auch nicht herangezogen. Zum Teil sind die besagten Eltern - aus unserer Sicht - Großverdiener !
Irgendwo gab es ein Gesetz - zum Thema Pflege glaube ich - da müssen Angehörige bei einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro einspringen.
Ich finde, dann können sie das auch!
LG
Angie _________________ Benedict / März 2008 - expressive Sprachentwicklungsstörung, FKA, aber unter gfcf-Diät seit 12/2010 macht er Riesenfortschritte: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html
(wird regelmäßig aktualisiert, Diäteffekte ab Seite 3)
ich kann gut verstehen, dass du fertig bist. Ist die junge Frau denn auch geistig behindert? Wie alt ist sie? Haben ihre Eltern nicht für die Verhütung gesorgt?
LG
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
nein die junge Frau gilt als nicht geistig behindert. Sie ist 19 macht eine Ausbildung als Hauswirtschaftsgehilfin und hat nach der Förderschule sogar noch einen Hauptschulabschluss gemacht.
Sie entspricht nicht unbedingt dem gängigen Schönheitideal und hat es auf "dem freien Beziehungsmarkt "eher schwer.
Ich mag Sie übrigens total gerne.
Beide noch total kindlich.
Die Mutter des Mädels fand, im Gegensatz zu mir Kondome total ausreichend.
Ich hätte die Drei-Monats-Spritze favorisiert.
Das Mädel selber sagte schon, dass sie mit der Pille Angst hätte, sie zu vergessen und die regelmäßige Einnahme bei ihr nicht gewährleistet sei.
sie raucht seit dem WE nicht mehr und hat auch keinen Alkohol auf der Halloween Party getrunken...
Ich denke der Kinderwunsch ist schon latent vorhanden.
Ich hätte niemals abtreiben können...., ich kann das auch nicht wirklich von dem Mädel verlangen. Ihre Eltern drängen sie schon in diese Richtung. Die Mutter setzt sie mit Heulattacken unter Druck.
Die logische Konsequenz wäre, wenn das Kind auf die Welt kommt, dass ich diejenige wäre, die die meiste Verantwortung zu tragen hätte.
Ich arbeite demnächst auf einer 50% Stelle. Hauptsächlich an zwei WE und an einem Tag in der Woche.
"Lustigerweise" mit einem fast identischen Klientel!! Nur das diese Mädels fast alle von der Strasse kommen und keinerlei ffamiliären Background haben.
Zudem habe ich noch eine Qualifizierungsmaßnahme , die auch an einem ganzen Tag in der Woche läuft.
In absehbarer Zeit würde eine Zwei-Zimmer Wohnung, die direkt an unsere anschliesst frei. Vielleicht auch enie Option?....
Meine innere Lähmuing heute hat sich während der Arbeit eben verflüchtigt und ich habe den dringenden Wunsch Plan B in der Tasche zu haben.
Das ganze formale drumherum macht mir keine Angst. Nur die Verantwortung und all die Konsequenzen.
Wie wird es einem Kind gehen, wenn es versteht, dass sein Vater eine geistigen Behinderung hat. Wird es gemobbt im späteren Leben?? Kann ich da genügend Schutz und Halt bieten??
VG
Anja
. _________________ Sohn*92 keine Genese, zwischen Gb u. L., ADHS- Symptome, autistische Züge.
Wie wird es einem Kind gehen, wenn es versteht, dass sein Vater eine geistigen Behinderung hat. Wird es gemobbt im späteren Leben?? Kann ich da genügend Schutz und Halt bieten??
hallo anja
wie das kind da später mit umgeht,wird wohl vorwiegend davon abhängen,wie die beziehung zwischen vater und kind ist.
wenn die eine tolle beziehung haben,kann ich mir vorstellen,das das dem kind egal ist.
ich denke jetzt an den film ,wie hieß der noch,sam oder so?
mit michelle pfeifer als anwältin.
Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
Bilbo Beutlin
Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
Bilbo Beutlin
Ich habe in mein Beruf als Hebamme schon einige viele "besondere" Paare erlebt. Es hat in der Regel immer sehr gut geklappt. Mittlerweile gibt es ja Familienhebammen die solche Familien das erste Jahr lang unterstützen das ist eine riesige Entlastung für gerade Omas die die Verantwortung mit tragen. Da könntest du dich drum kümmern im Vorfeld ob es solche bei eu h gibt und einen Antrag stellen beim judlgendamt.
Sonst finde ich deine Einstellung toll, kann aber auch deine bedenken teilen. Oft verflüchtigen sich diese mit der Zeit.....
Liebe Grüße
Anne _________________ A(79),T(79) mit B(06) gesund; T(08) mehrfacher Pneumothorax post partum, jetzt topfit und T(10) FG 32.SSW (pulmonaler Hochdruck, Lungenhypoplasie...etwas ENtwicklungsverzögert, schwerer Reflux, OP 04/11 totale Trinkverweigerung seit Mai, NAsensonde, aber ein richtiger Sonnenschein)
Danke Anne,
in meiner Weiterbildung ist sogar einen Frau, die als Familienhebamme arbeitet.
Eine gute Idee.
Dagmar, ich kenne ja noch zu gut die Ausgrenzung , die der Sohn während seiner teilweise integrativen Beschulung erfahren hat. Das sitzt immer noch tief, wie ich jetzt bemerke.
O.K., man kann sagen, laß die Leute reden....
...aber es ist schon klar, dass wir mit einer solchen Familienkonstellation im Fokus stehen.
.....Naja, hat ja auch nie jemand behauptet, dass das Leben einfach ist....
VG
Anja _________________ Sohn*92 keine Genese, zwischen Gb u. L., ADHS- Symptome, autistische Züge.
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