Verfasst am: 18.01.2006, 00:48 Titel: Tim - Verdacht auf Asperger Syndrom
Hallo, nachdem ich schon lange regelmäßig eure Beiträge in diesem Forum lese, wird es allerhöchste Zeit, dass wir uns auch vorstellen;
Wir, dass bin ich Manuela, mein Mann Heinz und unsere Kinder Dennis und Tim. Unser „besonderes“ Kind ist Tim. Bei ihm besteht der Verdacht auf Asperger-Syndrom, leider haben wir diesbezüglich noch keine Diagnose. Erstmalig festgestellt wurde es von einer Amtsärztin, die mir diesen Verdacht leider nicht mitgeteilt hat. So hätten wir schon fast ein Jahr früher etwas unternehmen können.
Tim ist per Sectio geboren worden, hatte nach 6 Wochen eine auffällige Asymmetrie entwickelt und wurde ca. 10 Monate nach Vojta krankengymnastisch behandelt. Er lief und krabbelte entsprechend seinem Alter. Unser Kinderarzt versicherte uns, dass nach Abschluss der KG keine weiteren „Schäden“ bleiben würden. (Außer die Schädelverformung, die wird leider nicht ganz zurückgehen) Als Tim mit 2 Jahren nur einzelne Wörter sprach und diesen Rückstand bis zu seinem 3. Geburtstag auch nicht großartig aufholen konnte, haben wir die Initiative ergriffen und eine Frühförderstelle aufgesucht. Hier wurde bei Tim eine leichte bis mittlere Retardierung festgestellt, nicht nur im sprachlichen Bereich. Durch eine tolle Heilpädagogin und zusätzlicher Logopädie hat Tim enorme Fortschritte gemacht. Mittlerweile ist auch unser Kinderarzt davon überzeugt, dass mit Tim von Anfang an etwas nicht in Ordnung war und er spezielle Förderung benötigt, Asperger schließt er aber aus. (Hat er denn wohl auch Ahnung davon?? )Tim geht seit August 2005 in einen heilpädagogischen Kindergarten und fühlt sich dort sehr wohl. Lt. Erzieherinnen hat er auch Interesse an anderen Kindern, kann sich aber nicht wirklich in ihr Spiel integrieren. Seine „Spezialinteressen“ sind Mülltonnen und alle elektronischen Haushaltsgeräte, bes. Waschmaschinen und Trockner. Er liebt jegliche Art von Toren oder Rollos, die er öffnet und schließt. (Gott sei Dank nicht mehr so exzessiv oder stereotyp? wie früher) Er zählt weiter als bis hundert kennt das ABC und die Geburtsmonate unserer ganzen Verwandtschaft (die ist groß). Er hat ein unheimliches Ortsgedächtnis und Orientierungsvermögen. Alles in allem ist er ein tolles, aufgewecktes, fröhliches Kind, das gerne mit uns kuschelt. Seine größten Schwierigkeiten liegen wohl in der sozialen Interaktion. Wir warten nun gespannt auf den nächsten Termin im SPZ; ob wir wohl hier eine Diagnose erhalten? Im ATZ sind wir schon vorstellig gewesen, der Verdacht ist auf jeden Fall da, nur dürfen sie keine Diagnose stellen. Das war´s jetzt erst mal von uns, obwohl ich noch Seiten füllen könnte. Ich freue mich auf einen regen Austausch mit euch und hoffe, dass unsere Vorstellung nicht zu lang geworden ist.
Liebe Grüße
Manuela
Verfasst am: 18.01.2006, 01:03 Titel: Kiss und INPP
Hallo Manuela,
herzlich Willkommen im Forum.
Kennst du schon die Seite: www.kiss-kid.de ?
Beim Thema Sectio, Asymmetrie,etc. werde ich ziemlich hellhörig.
Im Sommer letzten Jahres war ich auf einem Kongreß zum Thema:
Neurophysiologische Kindesentwicklung. Dort wurde der Zusammenhang
zwischen den Restreaktionen der frühkindl. Reflexe und AspergerAutismus hergestellt. Es hängt mit dem Furcht und Lähmungsreflex. KISS könnte wiederum die Ursache für die Restreaktionen der frühkindl. Reflexe sein.
LG Dana _________________ Dana mit 3 LK (19,17,14) und 4 PK(17,14,8,2)
wir haben Ende des Monats einen Termin bei Dr. Biedermann in Köln. Den letzten mussten wir leider absagen, da Tim kurzfristig operiert wurde. (Polypen und Röhrchen) Auch über INPP habe ich mich schon informiert. Im KIGA bekommt er LOGO nach Padowan, hängt mit sensorischer Integration zusammen. Ob INPP für uns sinnvoll ist, weiss ich noch nicht. KISS ist aber auf jeden Fall schon lange Zeit ein Thema bei uns, auch die frühkindlichen persistierenden Reflexe. Ich weiß nur noch nicht, was ich davon halten soll, bzw. welche Therapie die effizienteste sein könnte.
Manuela _________________ Manuela und Heinz mit Dennis (08/95) und Tim (03/01) HighFunction Autist
bei Dr. Biedermann bist du auf jeden Fall an der richtigen Stelle. Seit dem
er in Köln ist(früher in Dortmund gewesen) sind wir bei ihm in Behandlung.
SI ist auf jeden Fall empfehlenswert. INPP wird frühestens ab 5 Jahren gemacht. Mein Sohn hat die Therapie hinter sich und ich werde sie auf jeden Fall mit meinem Pflegesohn als nächstes machen. Leider ist es immer eine Frage des Geldes. Ich bin aber von den Erfolgen begeistert.
Es wäre uns einiges erspart geblieben, wenn wir früher den Weg eingeschlagen hätten.
LG Dana _________________ Dana mit 3 LK (19,17,14) und 4 PK(17,14,8,2)
LG Tanja _________________ Tanja Mutter von 7 Kindern, Benjamin (86 Asthma) Jonathan (87), Julia (88)
Manuel (93 Migräne) Joshua (98 ADS,Asthma) Dominic (2000 hat ADHS und eine schwere Hämophilie(Bluterkrankheit) Hämophilie ist eine Blutstillungsstörung)und unser jüngster Elias(2008 Rheuma)
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