da stehst du nicht alleine. Bei uns ist vom Rummgammeln auch keine Spur. Da
müssen Arzttermine, Therapien in der Woche abgeleistet werden. Ich arbeite auch
noch drei Tage (meistens zwischen 6 und 8 Stunden). An meinem Arbeitstagen
könne ich mir höchstens mal eine halbe Stunde mit Cappucino, um die Post
durchzuarbeiten, Fragen was an diesem Tag so passiert ist in der Familie. Und
dann heißt es ranrauschen: Küche aufräumen, Geschirrspüler einräumen,
Abendessen vorbereiten, ggf. Arbeitsbrote schmieren. Hausaufgaben kontrollieren
und eventuell bei Schwierigkeiten helfen, Stoff für die Arbeit bzw. Vokabeltest
abfragen. Abendessen machen. Kindern eine gute Nachtgeschichte vorlesen.
Also mein Tag fängt zwischen 5 und 5.30 Uhr an (auch wenn ich nicht arbeite, das
ist an zwei Tagen, da fahre ich Ben zu den Therapien, bis vor ein paar Monaten
hab ich das auch mit Jan gemacht, der ist zum Glück damit durch). Kinder um
6.15 Uhr wecken, frühstücken, waschen, anziehen. Und wenn Ben im Schultaxi
sitzt fahre ich um 7.10 Uhr zur Arbeit (manchmal fahre ich früher, wenn Göga
Spätschicht oder frei hat, dann gegen 6 Uhr.) Feierabend habe ich zwischen
15 und 16 Uhr (das ist aber schon sehr spät, dann war viel Arbeit). Ich bin dann
spätestens um 17.00 Uhr zu Hause. An meinem freien Tagen fahre ich zum
Einkaufen (manchmal mit meinem Mann, der mir wirklich versucht zu helfen,
geht aber nicht immer wegen seinen Schichten).
Einen blöden Spruch hat meine Schwester auch mal losgelassen. Und zwar weil
ich mich nicht genügend um die Belange unserer Familie kümmere (also sie
und ihr Mann). Das wir nur mit uns beschäftigt sind. Da hat unsere Mutter ihr
doch ordentlich den Kopf gewaschen, daß wir ein Kind in der Familie mit
Schwerbehinderung haben. Und das manchmal nicht genügend Zeit ist. Meine
Schwester hat inzwischen erwachsene Kinder und hat leider vergessen wie
es bei ihr immer so war. Sie hatte nämlich oftmals keine Zeit, weil Kinder von
A nach B gefahren werden mußten. Sie wohnte damals wir jetzt auf dem Land.
Und solche Dummbeutelsprüche kann man wirklich vergessen
LG
Andrea _________________ Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), AVWS,
LRS, hypoton /Ben 01/04 KISS(KIDD) , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, starke Sprachverzögerung, Hyperakusis
"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)
Und solche Dummbeutelsprüche kann man wirklich vergessen
ja, das sollte man, aber wie man bei dir sieht, kann man sowas halt doch nicht vergessen. Das trifft einem eben ganz persönlich, besonders wenn es von einem Familienmitglied oder nahem Bekannten kommt, manchmal sogar, wenn es ein total Fremder sagt. Eigentlich dumm. Aber so sind wir Frauen eben meist - total harmoniebewusst.
Liebe Grüße
Marianne _________________ 2 Söhne, der kleine, neunjährige mit ADHS
diese Sprüche kenn ich zu gut!! Hab vor Wochen mal ein Thread eröffnet wo mein Schwager mich vor der ganzen Familie bloss gestellt hat in dem er mir vorgeworfen hat ich wäre ständig unterwegs....ich gönne mir 1mal im Jahr einen Wellnesstag in dem Selina aber gut untergebracht ist das organisiere ich schon wochen vorher!!!Ansonste gehe ich 1mal im Monat mit meinen Mädels weg aber nur wenn es Selina gut geht!
Seit 2 Jahren geht Selina nun in einen Förderkiga aber ich hatte noch keine Zeit zu "gammeln"---klar ich nehme mir mehr Zeit fürs Einkaufen/Putzen aber nachmittags muss ich fertig sein wenn Selina kommt denn da gehts zu verschiedenen Therapien/Ärzten etc....
Einige in unserem Bekanntenkreis denken auch "na du hast ja jetzt Zeit"--TJA schön wäre es......
Lass Dich nicht unterkriegen denk an dein Kind und an Dich---die anderen Leute sollen reden...manche haben keine blassen Schimmer was es heisst ein behindertes Kind zu haben!!!!
LG Togram _________________ Selina geb. 06,Frühchen 26 SSW,extreme entwicklungsverzögert, cerebrale Bewegungsstörung,op. Herzfehler.
Eine Kämpferin mit einem ausgeprägten Trotzkopf!!
uups, hilfe! Ich beschwere mich nie wieder!Und ich habe schon regelmässig das Gefühl total überfordert zu sein.Wir haben "nur" ein Kind-ein anstrengendes-aber gut. Er wird selbstständig(wenn auch langsamer wie andere), bekommt nur einmal die Woche Ergo, Arzttermine sind ja regelrecht selten wenn ich euch so lese.
Durschlafen .Ich gehe mit einer viertel Stelle arbeiten(naja-habe lt. Stunden schon den Rest des Jahres plus halben Januar frei/theoretisch)-und bringe mir gerade selbst das Wort "nein" bei.
Klar geht das bei Euch nicht so einfach, hast du vielleicht schonmal für nachts an eine Betreuung gedacht damit du endlich selber mal wieder durchschläfst? Ganz im ernst-ich glaube nicht das das ein Dauerzustand sein darf-ohne negative Auswirkungen für dich.Vergess dich selber nicht! Therapien habe ich jetzt(okay-es ist eine ganz andere Ausgangslage), auf einmal die Woche begrenzt-mal sind zwei Termine vorgekommen. Ansonsten hätte ich bald schlappgemacht(und das ohne Nachtschichten zu Hause).
Ausserdem will ich noch ein wenig Familienleben.
LG Ilona _________________ 1 Sohn mit ADS, ehemaliges Frühchen aus der 30SSW,Entwicklungsstörungen leider in allen Bereichen, vor allem in der Wahrnehmung
Asthma aufgrund einer BPD
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