wir haben die ersten zwei Jahre mit unserer Tochter auch Vojta-Gymnastik gemacht. Man kann schon tolle Erfolge damit erzielen.
Aber: Neele hat nur geschrien und sich dagegen gewehrt.
Uns fehlte die nötige Konsequenz und wir haben nach zwei Jahren zur Bobath-Gymnastik gewechselt.
Vojta ist nur dann effektiv, wenn man es mehrmals täglich praktiziert und das ist auf Dauer für die Wenigsten möglich.
Gruß
Bernadette _________________ Bernadette mit Neele, 19.12.2001 - 29.06.2009 (Therapierefraktäre Epilepsie, Globale Entwicklungsstörung, Strabismus divergens mit deutlicher Visusstörung, Mikrozephalie, Mitochondriopathie - Komplex I und IV Mangel.
mit Andi habe ich früher auch Vojta gemacht. Den Prof. Vojta haben wir sogar noch im Kinderzentrum München erlebt, wir sind mal mit Andis damaliger Physio hingeflogen, sie hatte dort eine Art Weiterbildung und wollte Andi gerne dort vorstellen.
Ich hatte schon eine ganze Weile mit Andi Vojta gemacht, ging dann mal wieder routinemäßig zu seinem Neurologen im Virchow-Klinikum, ins SPZ.
Andi ist dort regelmäßig zur Untersuchung, weil er auch Epileptiker ist.
Ich erzählte dem Neurologen und der dortigen Physio von Vojta, und dachte, dort freut man sich, dass wir das machen.
Der Neurologe und die Physio haben uns aber abgeraten. Der Neurologe sagt, so funktioniert das schon mal gar nicht mit dem Synapsen im Hirn und die Physio meinte, ich wäre die Mutter und NICHT die Therapeutin von Andi.
Ich solle mich anderweitig mit Andi beschäftigen, aber nicht mit Vojta.
Ich war total perplex und verunsichert. Andis Physio, die zweimal pro Woche beim Hausbesuch mit Andi Vojta machte, war natürlich bedient und sagte, schade, aber in Berlin gibt es wirklich harte Fronten, ein Teil für und ein Teil gegen Vojta. Ich war natürlich verunsichert.
Ich habe die Therapie noch nie gut gefunden, natürlich weil Andi sich immer total gewehrt hat und sich müde und kraftlos weinte dabei.
Nach allem, was er durchgemacht hatte - Hirnblutung, fast gestorben etc. - fühlte ich mich sauschlecht dabei. Ich dachte nur, wenn's hilft, mach ich das natürlich.
Als meine Kinder in die Kita kamen, sogar eine spezielle für Frühförderung, mit Hippotherapie, Schwimmbad, Physiotherapie und super ausgebildeten Erziehern, sagte man mir dort, dass Vojta in der Kita nicht gemacht würde.
Damit war es praktisch vorbei damit, nachdem ich über die Jahre der Vojta-Zeit mit mir selbst und Andi gekämpft hatte.
Es gibt eben keinen "Beweis" dafür, ob es nun die optimale Methode ist, oder nicht. Manche sagen, es sei wichtig, überhaupt etwas zu tun. Andere meinen, sie seien schon überzeugt davon, dass die Vojta was bringt.
Wir haben noch Video-Aufnahmen von Andi bei der Vojta, zur Vorführung für Therapeuten-Kollegen, um sich noch mehr Tipps zu holen, hatte die damalige Physio das veranlasst.
Im Nachhinein kann ich mir wirklich was Angenehmeres vorstellen, als meinem Rotz und Wasser heulenden Sohn immer "super, Andi", "ja, prima machst du das!"
zu sagen. Wirklich.
Aber ich hab's durchgezogen, bin aber wirklich froh, dass es vorbei, es war schon wirklich traumatisch für mich und Andi vielleicht auch.
Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, ich würde lieber täglich 4 Mal schwimmen gegangen sein, als Vojta gemacht zu haben
Einen Rat will ich aber wirklich nicht geben, das muss jeder selbst entscheiden.
Aber das hier sind so meine Erinnerungen daran.
Hallo Patricia
Wir haben mit Louis erst begonnen Vojta zu turnen, als er schon 1 1/2 Jahre alt war. Vorher hatt man uns immer davon abgeraten, und gemeint Louis sei kein Vojta kind Leider hat er aber bei jeder anderen Therapie auch extrem gebrüllt und sich komplett überstreckt, sodaß ich eigentlich die meiste Zeit der Therapiestunden mit ihm auf dem Hopsball saß und versuchte ihn zu beruhigen. Seit er Vojta turnt ist seine Kopfkontrolle schon sehr viel besser geworden und seine Körperspannung allgemein hat sich extrem verbessert. Unsere neue (naja, nun auch schon sein gut einem 3/4 Jahr) Physiotherapeutin macht allerdings beides, Bobath und Vojta (sowie auch Castillo Moralis und Cranio) mit Louis und passt die Therapiestunden immer auf Louis `Laune´ ab. Sie sagt, dass er für die einen Sachen sehr gut Vojta machen kann für anderes lieber Bobath. Das finde ich besonders toll, denn ich bin eh kein Fan davon wenn nur einen Therapieform meint die beste zu sein!!!! Ich turne 4 mal am Tag Vojta mit Louis zu Hause und bin damit wirklich sehr konsequent. Er brüllt dabei zwar aber es scheint mehr vor Anstrengung zu sein und nicht vor Schmerz. Manchmal brüllt er sogar gar nicht und grinst mich an - keine Ahnung wieso! Auf jeden Fall fühlt er sich nach dem turnen immer sehr gut an. Sprich er hat eine schöne Körperspannung und ist nicht nur schlaff oder verkrampft. Mir tut das Vojta turnen auch sehr gut, denn ich habe das Gefühl endlich etwas für meinen Sohn tun zu können, was ihm hoffentlich bei seiner Entwicklung fördert. Natürlich gehe ich auch mit ihm schwimmen und tütle mit ihm rum wo es geht bei Vojta hab ich aber das Gefühl ihm auch `professionell´ zu helfen und fühle mich längst nicht wie eine Therapeutin oder sonstiges. Auch ist es gut wenn man selbst etwas tun kann, wenn zB mal eine Therapiestunde ausfällt - wie jetzt zur Weihnachtszeit. So hat man nicht das Gefühl man verpasst etwas. Kurzum ich bin sehr zufrieden mit Vojta und sehe auch positive Erfolge, die vorher nicht da waren!
Liebe Grüsse
Sonja _________________ Sonja BJ 1969 + Axel BJ 1968 mit Aliena Juni 01 36 SSW aber Top fit und Louis April 04 2 mal reanimiert mit Hirnblutung, stark entwicklungsverzögert, muskelhypotonie, ICP, spastische Tetraparese - aber zuckersüß
ich habe mal Deinen Beitrag mit dem anderen verbunden, weil es ja das gleiche ist... vielleicht findest Du darin schon einiges und es melden sich nun wieder mehr, die hier berichten.
Ich habe in dem Beitrag schon berichtet, wie es bei uns läuft.. aktuell machen wir 3 x am Tag Vojta, allerdings nur 2 Übungen, weil Linn es mit der langen Kanüle auf dem Bauch nicht toleriert und nach den 2en auch meist schon ziemlich angestrengt ist und einschläft.
Wir sind nun dazu übergegangen, auf dem Boden zu turnen, weil unsere Matratze zu weich ist. Wir wollten schon mal in Kreischa gerne auf dem Boden turnen, leider kamen wir da aber mit den Anleitungen nicht zurecht. Jetzt bei unserer Therapeutin haben wir gute Anleitungen bekommen und sie korrigiert auch viel, sodass ich momentan sehr zufrieden bin, wie wir turnen und Linn mitmacht.. nur dass sie eins immer falsch macht, sieht sie nicht ein... Sie weint fast gar nicht mehr dabei, nur auf ihrer schlechten Seit in Rückenlage, das ärgert sie sehr.. und wenn plötzlich die Bewegung kommt, das stört sie auch. Wenn es sich langsam einsetzt, ist es ok.
LG
Nellie _________________ Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus --> unsere Vorstellung und --> Bilder von uns
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