Verfasst am: 05.10.2011, 21:45 Titel: PEG - Nahrungsgabe wird immer schlechter - viel spucken
Hallo miteinander,
unsere Tochter (16 Monate, Frühchen, zig Operationen..) hat seit Lebzeiten eine Magensonde.Sie hat die Nasensonde toleriert, da Sie nie was anders gewöhnt war. Hat aber immer sehr viel gewürgt und gespuckt. Wir haben dahinter immer die Nasensonde vermutet. Eine PEG Anlage war erst diesen Sommer möglich, da vorher immer ein Stoma im Weg war. Die Nahrungsgabe und-steigerung nach der Stomarückverlagerung und PEG Anlage lief sehr gut, wir durften recht schnell nach Hause. Bis vor kurzem waren wir bei 5 x 150 ml, das reichte um zuzunehmen. Muß noch erwähnen, daß wir zu 100% sondieren müssen, da die Kleine nie richtig essen lernen konnte durch viele OP´s und Krankenhausaufenthalte.
Ab und zu wurde gespuckt, aber es spielten ja noch andere Faktoren mit (kein Hungergefühl, also feste Sondierungszeiten, woher wissen ob Kleine nicht noch satt ist ? usw...).
Seit ca. 10 Tagen ist es aber so, daß unsere Kleine bald jedesmal spuckt beim Sondieren. Bereits nach ca. 70ml können wir eine Unruhe bei Ihr beobachten. Sie fängt dann an,beim Ausatmen gegen den Magen zu pressen. Man hört es an der Atmung. Dies geht so weiter, bis Sie irgendwann mal würgt und dann anfängt zu spucken. Haben schon verschiedene Sondierungsvariationen durch, aber keinen Erfolg gehabt. Wir geben ihr Humana 1, schon seit längerer Zeit, wir haben also nicht erst vor kurzer Zeit umgestellt. Wir haben auch schon angedickt, Breie gegeben. Irgendwie scheint es so, daß es Ihr unangenehm wird, wenn sich ein gewisser Druck im Magen aufbaut. Sie weint nicht, aber überstreckt sich und atmet schwer aus (leichtes Pressen beim Ausatmen).
Hat eine Weile gedauert, bis ich den Zusammenhang verstanden habe. Ich habe heute versuchsweise nach 80 ml, als Sie wieder anfing unruhig zu werden, die Sonde geöffnet und Nahrung wieder ablaufen lassen, ca. 15 ml. Anschließend wurde sie wieder ruhiger. Ich bin mir sicher, daß hier ein Zusammenhang besteht.
Hatte von euch schon jemand dieses Problem, bzw. hat jemand eine Vermutung, was unserer Kleinen auf einmal fehlen könnte ?
Hallo Maddin,
das ist ja blöd Aber wie du schon geschrieben hast, könnt ihr nicht sagen ob sie evtl. noch satt ist. Ich habe bei den Kindern die ich betreut habe vor jeder Mahlzeit mit einer Blasenspritze "geschaut" ob noch Magenrest vorhanden war. Wenn das der Fall war, haben wir die Mahlzeit zeitlich soweit verschoben bis kein Magenrest mehr da war. Das wäre die einfachste Lösung.
Ich hoffe ihr könnt das Problem schnell lösen.
Viel Erfolg!!
Jana _________________ 26J. Kinderkrankenschwester, 2 Jahre intensivpflichtige Kinder mit Beatmung, etc. begleitet, jetzt Betreuung von Erwachsenen
wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!!!
Meine Tochter hatte auch lange Zeit eine Nasensonde und seit einigen Monaten eine PEG mit gastralen und jejunalen (Nahrung geht direkt in Dünndarm) Schenkel, gerade weil alles postwendend zurück kam.
Es kann verschiedene Ursachen haben warum eurer Kleinen alles wieder hoch kommt.
Ich würde es auf jeden Fall schnell abklären lassen. Vielleicht kann die Nahrung einfach nicht ihren Weg gehen.
Lieber einmal mehr schauen als wenn es irgendwo einen Verschluss gibt oder was auch immer und dann das Problem riesig ist.
Viel Erfolg euch beiden!!!!! _________________ Tochter 18q- *29.12.10/ Sohn *17.06.2002 gesund!
Meine Tochter ist leider am 20.12.2011 ganz überraschend verstorben.
Es liegt nicht am Magenrest. Wir haben zuvor ja schon größere Mengen sondiert.
Wir sondieren alle 4-5 Stunden, auch nachts.
Unsere Kleine regiert immer gleich, egal ob xx Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten. Wir hatten schon mal 8 Stunden Pause (nachts verschlafen )
Sie spuckt ja auch regelmäßig ihre Mahlzeiten wieder, und zwar so, daß definitiv nix mehr im Magen sein kann
Wir geben dann nicht gleich wieder Nahrung, sondern warten dann eben bis zur nächsten Mahlzeit. Trotzdem wurde sie wieder unruhig.
Mit den 5 x 150 ml hatte sie minimal zugenommen, aber das war ok, da sie nicht so mobil ist wie andere Kinder und dementsprechend halt weniger braucht.
Das war aber wirklich an der Untergrenze. Hat sie von den 5 Mahlzeiten ein paar gespuckt, wars nix mit dem Zunehmen. Eigentlich müssten wir eine viel größere Menge sondieren.
Und muss noch dazusagen, daß wir diese Probleme nicht haben, wenn wir nachts sondieren und unsere Kleine schläft.
Sie wird evtl. ein bißchen unruhig, aber schläft weiter und spuckt nicht.
Hallo nochmal,
mmhh, das ist ja blöd! Wäre ja auch zu einfach gewesen:-)
Dann kann ich mich Leoni nur anschließen. Ich würds beim Kinderarzt abklären lassen! Nicht dass es irgendwo einen Verschluss oder evtl. auch eine Entzündung gibt, die vielleicht Probleme verursacht?! Ich kannte mal ein Kind, der war während der Nahrungsgabe sehr unruhig, wenn er mal wieder eine Magenschleimhautentzündung hatte:-(
Ich wünsche euch nochmal eine schnelle Lösung!!
Jana _________________ 26J. Kinderkrankenschwester, 2 Jahre intensivpflichtige Kinder mit Beatmung, etc. begleitet, jetzt Betreuung von Erwachsenen
wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!!!
habt Ihr es schon mit Dauersondieren versucht?
Mir wurde das für mein Kind empfohlen, da bei uns keine Gewichtszunahme besteht. Angeblich wird das besser vertragen.
Selber kann ich Dir dazu nichts sagen, aber vielleicht hast Du einen Ansprechpartner oder hier kann jemand sich dazu äußern?
kurz bevor Marlies ihre PEG bekam hat sie auch sehr viel erbrochen, schwallartig. Wir wurden damit beruhigt, dass es an der Nasensonde liegt und sich das mit der PEG gibt. Tja, war wohl nixe, jedenfalls erbrach sie danach lustig weiter Wir haben auch Humana 1 gegeben. Egal, ob sie selber trank oder sondiert wurde - jedes 2. Mal mindestens hat sie danach erbrochen. Außer - wie bei euch - wenn sie im Schlaf sondiert wurde.
Wir dachten dann immer, sie spuckt, weil Humana die Zusammensetzung etwas verändert hatte.
Wir haben alles ausschließen lassen, Magen betreffend etc. Nichts gefunden. Sie war damals 3/4 Jahr und die Schwestern in der Reha drängten dann auf Magenschutz. Die Ärzte haben sich ewig gewunden, weil es Kinder unter 1 Jahr angeblich nicht bekommen sollen. Sie hat es dann trotzdem bekommen - Nexium 10mg, sie nimmt ca. 1/2 Beutel das wurde genau ausgerechnet. Und nach einer Woche war der Spuk vorbei. Einfach vorbei. Und ist bis auf 2x, als wir das Nexium vergessen haben, nicht wieder gekommen.
Nimmt Deine Kleine viele Medikamente? Bekommt sie schon Magenschutz?
Ich wünsche euch von Herzen, dass das endlich eine Ende hat. Ich weiß, wie schrecklich das ist....
Viele Grüße
Sandra _________________ Sandra *71
Marlies *3/10, Extremfrühchen, IVH III, PVL, HC mit Shunt, Epilepsie, Dystonie, PEG +1.5.12
Laurin *3/10, der "große" Bruder, verst. kurz nach der Geburt
'Ich wollte Dir so vieles zeigen, ich wollte Dir die Welt zeigen - dabei hast DU sie MIR gezeigt.'
mensch, das hört sich ja an wie unsere Geschichte. Hannes hat für einige Wochen auch fast keine Nahrung bei sich behalten. Und das obwohl nach Anus-Praeter Rückverlagerung und PEG- Anlage erst alles super klappte. Er nahm dann irgendwann auch ziemlich ab und wir mussten immer zusehen, dass er genügend Flüssigkeit bei sich behalten hat.
Wir sahen dann keinen anderen Ausweg, als uns vom Gastroenterologen helfen zu lassen.
Magenspiegelung und PH-Metrie (beides unauffällig), da der Verdacht auf Magenschleimhautentzündung und Reflux bestand.
Hannes hatte dann ca. 6 Wochen ne Duodenalsonde, d.h. die Nahrung ging, über Pumpe dauersondiert, direkt in den Dünndarm. Der Dünndarmschenkel rutschte dann aber raus und wir probierten das Sondieren wieder über den Magen, immer noch über Dauersondierung.
Mom. sind wir bei 4 Mahlzeiten tagsüber á 115 ml und nachts 250ml in ca. 8 Std. und nur über Pumpe. Aber die Nahrung bleibt drin und Hannes nimmt zu.
Magenschutz nimmt er Antra Mups und gegen Verstopfung Movicol.
Wurde die PEG-Anlage bei deiner Maus offen gemacht, über die Stoma Naht? Oder endoskopisch?
Bei Hannes wurde die PEG nämlich offen gelegt, somit sitzt sie nicht an der richtigen Stelle und der Pylorus kann leichter blockiert werden, somit fließt die Nahrung nicht richtig vom Magen in den Dünndarm, das führt zu Übelkeit umd Erbrechen.
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