Verfasst am: 04.10.2011, 20:16 Titel: Swen Schmiedel (Orthopädietechniker und Rehafachberater)
Hallo zusammen,
ich melde mich hier ebenfalls einmal an, weil ich dieses Forum eine sehr gute Sache finde und gelebte Hilfe zur Selbsthilfe und zum Austausch.
Es ist mir wichtig, im Zusammenwirken Eltern, Ärzten, Therapeuten, betreuenden Einrichtungen, Krankenkassen und Ihnen, nach Lösungen zu suchen, die einen Ausweg, eine Alternative und echte Hilfe bieten.
Natürlich können Fragen nicht einen Besuch beim Arzt oder eines Sanitätshauses ersetzen, aber manchmal hat man ja einfach mehr Fragen.
Speziell bei den kleinen Patienten ist es wichtig, die ideale Kombination aus handwerklichem Geschick, technischem Know-how und natürlichem Einfühlungsvermögen zu finden.
Kinder-Orthopädie
Gerade bei den hoch individuellen Orthopädie und Reha - technischen Versorgungen von Kindern kommt es darauf an, ein optimales therapeutisches Ergebnis zu erreichen. Die Wachstumsphasen können die Progredienz von Gelenkfehlstellungen und Muskelverkürzungen verstärken, aber auch im Rahmen einer optimalen Hilfsmitteltherapie eine Befundverbesserung deutlich fördern.
Besonders intensiv beschäftige ich mich mit der kinderorthetischen und Versorgung bei bei schwerst-mehrfachbehinderten Kindern, die gleichzeitig eine Sitzorthese -Sitzschale benötigen.
Speziell bei den kleinen Patienten ist es wichtig, die ideale Kombination aus handwerklichem Geschick, technischem Know-how und natürlichem Einfühlungsvermögen zu finden.
Komplettes Engagement und eine langjährige Erfahrung sollte für die Steigerung der Mobilität Ihres Kindes eingesetzt werden. Jedem sollte bewußt sein, dass jeder Schritt für Sie und Ihr Kind wichtig und wertvoll ist und ein Stück neue Lebensqualität beinhaltet.
Besonders intensiv beschäftige ich mich mit der kinder-rehatechnischen Versorgung mit folgenden Hilfsmitteln
Kinderrollstühle und Zubehör
Individuelle Sitzschalensysteme
Therapiegeräte zum Gehen, Stehen und Fahren
Reha-Buggys und Autositze
Kinderpflegebetten
Zu mir:
Ich verfüge über 26 Jahre Erfahrung in den Bereichen der Orthopädie- und Rehatechnik. Die ersten Jahre war ich ich vorwiegend im Bereich der rehatechnische Versorgung von Kindern beschäftigt. Es folgten 6 Jahre bei einem renomierten Unternehmen in Bayern. Mein Schwerpunkt war dort Sitzen und Positionieren, sowie orthopädietechnische Versorgung der Betroffenen in diesem Bereich. Im Anschluss sammelte ich weitere 2 Jahre Erfahrung im Sitzen und Positionieren mit dem Schwerpunkt Individuelle Sitzsystem, als Berater und Hersteller von Sitzsystemen für Sanitätshäuser. Als Nebentätigkeit führte zwischenzeitlich Begutachtungen für Beratungsunternehmen für Krankenkassen durch. Alle diese Erfahrungen setze ich nun wieder in einemSanitätshaus ein.
Nun bin ich angestellt als Orthopädietechniker und Rehafachberater in einem Sanitätshaus mit Hauptsitz in Hagen. Ich betreue den Ostwestfälischen Bereich und befasse mich dort mit der Kinderversorgung.
Mein Interressenschwerpunktliegt liegt bei schwerst-mehrfachbehinderten Kindern. Aber das bedeutet nicht, dass ich jede Versorgung als eine spezielle, persönliche Herausforderung betrachte. Mir bedeutet diese Arbeit sehr viel, weil es gerade diese Familien sind, wo Kinder oft zwischen Stühle rutschen, da mehrere Dinge / Systeme / Funktionen in Sensorik und Motorik / Entwicklung betroffen sind. Und dass da ein Austauschsbedarf besteht, sieht man ja auch an diesem Forum!
und dann frage ich auch mal nach deiner meinung:mein sohn kann nicht selbstständig laufen,nur mit festhalten,hat seit juli sensomotorische einlagen auf grund eines knick senk fußes:sinnvoll oder schwachsinn?
weil ich nicht das gefühl habe das es zum momentanen zeitpunkt sinn macht....
Wo ist die Grenze zwischeneiner kleinen, tolerablen Fehlhaltung und einer Fehlhaltung, die so stark ist, dass man eingreifen muss?
Diese Frage steht am Anfang jeder Beurteilung eines Fußproblems.
Wann Einlagen? Prof. Fritz Hefti beschäftigte sich mit der Frage wann ein Fuß als „normal“ anzusehen ist. Dies ist seiner Ansicht nach dann der Fall, wenn
es eine Aussparung gibt. Es gebe keine Daten, welche Höhe eines Fußgewölbes etc. normal sei. Beim Kleinkind sei in der Regel schwer zu unterscheiden, ob es sich um
einen normalen Fuß oder eine Fehlstellung handelt, da das Fußgewölbe in der Regel mit Fett gefüllt ist. Aufgrund von Abgrenzungsproblemen sei auch nichts über die Häufigkeit von Knick-Senkfüßen bekannt. Untersuchungen hätten zudem gezeigt, dass Einlagen bei Knick-Senkfüßen keinen Vorteil bringen. Im Gegenteil, Kinder ohne Einlagenversorgung zeigten eine bessere Entwicklung.
Wenn Einlagen verordnet werden, so sollten es auf jeden Fall langsohlige sein, so Dr. U. Hafkemeyer. Der Fuß sollte in ihr und nicht nur auf ihr stehen. Mit Nancy-Hylton- Orthesen und propriozeptiven Einlagen habe er sehr unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Nancy-Hylton-Orthesen seien seiner Meinung nach nur bei sehr hohen Zielen sinnvoll, etwa zur Verbesserung der Gehfähigkeit.
Der hysiotherapie bzw. Krankengymnastik komme eine wichtige Stellung in der Therapie zu. Durch das Gehen aus Zehenspitzen bzw. Fersen, das Krallen der Zehen und ähnliche Übungen lasse sich eine Verbesserung erzielen. Diese Übungen müssten nicht unbedingt in der
Praxis einer Krankengymnastin durchgeführt werden, bedürften aber der Anleitung. Um eine entsprechende Anleitung zu gewährleisten, könnten die Eltern geschult werden, um dann mit ihrem Kind in häuslicher Umgebung zu üben.
In der Orthopädie werden Einlagen und Fußbettungen in Orthesen zur Kontaktverbesserung der Fußsohle bei zerebralen Bewegungsstörungen eingesetzt, die nach praktischen Erfahrungen mit unterschiedlichen Pelotten aufgebaut werden. Sie sollen den kleinen Patienten durch die verbesserte Reizaufnahme an der Fußsohle vermehrt afferente Impulse zum ZNS senden, wodurch die Bewegungskoordination von Beinen und Rumpf verbessert werden soll.
Hallo Swen,
kann es sein das du letztes Jahr in Münster noch tätig warst.
Die Sitzschale die mein Sohn bekommen hat, ist super geworden.
Mach weiter so
Gruß Maria _________________ Marcel geb.12.6.00 Celebralparese, Tetraspastik, Sauerstoffpflichtig...
Magensonde, Epilepsie,Untertemperatur
Hallo Maria, dein Sohn heisst Marcel......, ich weiss auch noch den Nachnamen von euch." Kann mich noch gut daran erinnern. Ja ich habe seinerzeit für eine Firma in Münster Sitzschalen gefertigt. Das Sanitätshaus möchte ich hier nicht nennen, "da ich keine Schleichwerbung für mich oder andere machen möchte und darf".
Aber wir wissen ja über welches Sanitätshaus die Versorgung gelaufen ist. Ich freue mich, dich/euch hier wieder zu treffen. Ich hoffe Marcel und euch geht es gut. Danke für das Lob. Es freut einen immer sehr, eine schöne positive Rückmeldung zu bekommen.
Ganz liebe Grüße an Marcel
Herzliche Grüße von Swen _________________ Sanitätshaus Ortec GmbH & Co.KG
Bergischer Ring 31
58095 Hagen
Schön, da du ja täglich damit zu tun hast, gleich mal meine Frage:
Wie kann ich die Rückenmuskulatur meines Sohnes im Bereich der Hüfte so stärken, dass er frei sitzen kann? Momentan ist es nur für ein paar Sekunden möglich, wenn er sich abstützt. Wenn ich ihn halte, versucht er aber zu stehen und kommt auch in die Aufrichtung. Macht da ein Stehständer noch Sinn? Braucht er dann auch tatsächlich noch eine komplett unterstützende Sitzschale? Was würdest du in so einer Situation empfehlen?
Wenn meine Fragen dich jetzt überfallen haben, tuts mir leid. Aber ich möchte natürlich, dass Sohnemann der gerade im Aufwind ist, die bestmögliche Unterstützung erhält.
LG
Bine _________________ Josef (*79) und Sabine (*77)
mit Theresa (*16.01.05)-Dramaqueen - aber gesund
und Johannes (*15.08.07) -Entwicklungsstörung bei Balkenhypoplasie, Mikrocephaly with simplified gyral pattern, sympt. komplex fokale Epilepsie, muskuläre Hypotonie, dyskinetische Bewegungsstörung, Sehbehinderung, GöR
Kennst du dich auch mit Reha Kliniken aus?
Meine Tochter hat eine Diplegie. Ich würde mit ihr gerne zu einer Reha gehen, um mal wieder einen motorischen Schub zu bewirken. Mir wäre wichtig, dass die Klinik auf ICP Kinder spezialisiert ist. Kannst du mir eine Klinik empfehlen? Wir wohnen im süddeutschen Raum.
schön, dass du hierher gefunden hast.ich wünsch dir viel spass hier und hab gleich mal eine frage.
mein 3 jähriger sohn trägt orthopädische einlagen. haben bisher immer schuhe mit wechselfußbett /einlegesohlen gekauft.
nun kommt aber der sommer und ich habe noch keine sandalen gefunden die einlagen geeignet wären.
was kann man da tun?
liebe grüße & danke für deinen rat
jasmin _________________ Sohn Ben: * 27.05.11, V.a.Syndromale Erkrankung
Sohn Noah: *01.10.08, Frühgeburt 32.SSW, leichte Entwicklungsverzögerung
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