Verfasst am: 04.10.2011, 12:56 Titel: Seid ihr auch Vielfahrer?
Hallo alle Zusammen,
wenn ich mal so auf das Tacho meines Autos sehe (ich fahre einen Klein-
wagen, habe ich Anfang des Jahres mit 7 km gekauft) bekomme ich
doch einen kleinen Schock: jetzt schon 12.000 km. Ich denke ich werde
so bei 15.000 km liegen Ende des Jahres. Dann kommen noch 2000
bis 2500 km mit mit unserer Familienkutsche. Sind 17.000 km. Hört
sich vielleicht nicht viel an. Ich arbeite drei Tage die Woche, fahre
180 km die Woche zur Dienststelle. Sind knapp 8000 km im Jahr. Und
der Rest sind Therapiefahrten, Einkaufen, Mama Taxi, Arztbesuche.
Hab so und so manchmal das Gefühl, ich lebe mehr im Auto als im
Haus .
Gibt es hier auch Vielfahrer, bedingt durch Therapiefahrten, Arztbe-
suche, Mama Taxi etc. auch soviele KM aufs Tacho bekommen?
LG
Andrea _________________ Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), AVWS,
LRS, hypoton /Ben 01/04 KISS(KIDD) , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, starke Sprachverzögerung, Hyperakusis
"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)
Da kann ich mitsingen... wir kommen im Jahr auf über 30.000 km. Zum einen meine Fahrten zur Arbeit... die Einsatzstellen sind mitunter 60-80km von mir entfernt (das ist in der ambulanten Intensiv leider nichts Außergewöhnliches), dann natürlich die Fahrten mit Dominik zu Therapien, Untersuchungen etc... (Kindergarten fällt da fast nicht ins Gewicht, beide Kinder gehen in den selben Kindergarten im Nachbardorf)...
mir graust es regelrecht, wenn ich auf dem KM-Zähler schaue und merke, wie die nächste Inspektion unaufhaltsam auf einen zukommt. (hatte erst letztens eine, die so richtig teuer war, weil eben auch die Bremsen fälllig waren. Wobei ich mich nicht beschweren kann, die haben 120.000 km gehalten)
LG
Bernhard _________________ Bernhard *69, Christiane *70
Dominik *15.10.07 Asphyxie bei Geburt, Entwicklungsverzögerung, Epi
Adoptivschwester *2006
Leon 2005 (+10SSW) Björn 2004 (+15SSW)
Unsere Galerie
Krankenpfleger bei einem 24h-Kinder-Intensivpflegedienst
ich kann auch ein Lied davon singen. Ich wohne hier auf einem Dorf wo der Bus 3x am Tag fährt. Ich muss ALLES mit meinem Pampersbomber erledigen. Dazu kommt das hier nur ein Allgemeinarzt ist und ich mit J. zu den Therapien immer eine Stadt weiterfahren muss und alle 14 Tage in die Großstadt zur Diabetesambulanz.
Wenn ich dann nächstes Jahr noch täglich wieder arbeiten gehe wird es noch mehr
ich wohne hier auch sehr ländlich und muss sämtliche Erledigungen mit dem Auto machen. Dazu kommen Noch Arztbesuche für Schwiegereltern etc., so komme ich auf 20 000km im Jahr.
hier sind es auch so 20000-30000 km im Jahr, ohne Fahrten zur Arbeit.
LG Ela _________________ Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11
ich wohne auch so ziemlich schon in Timpuktu (bereue ich aber trotz-
dem nicht). Ich wohne 15 km südlich von Hamburg. Aber vieles wird eben halt
in der Großstadt erledigt wie z. B Therapien, SPZ. Und irgendwie sind meine
Kinder auch Vielbusfahrer. Jan fährt mit dem Bus zur Schule 10 km eine Tour
und Ben 35 km(darf die Förderschule im südlichen Hamburg nicht besuchen, der
Pedant ist in Wistedt, das ist unser Einzugebiet, staun ).
Tja und irgenddwann kommt für Ben die Autismustherapie dazu, wenn diese
endlich mal genehmigt wird von den Kosten her. Da kann ich mir das aussuchen,
entweder fahre ich 33 km in Richtung Hamburg City-Nord oder 39 km nach
Lüneburg. Vermutlich fahre ich lieber 6 km weiter, das ist für mich stressfreier.
Durch Hamburg Innenstadt ist es wahrlich kein Vergnügen zu fahren. Mir langen
4x im Jahr SPZ dorthin.
Leider hat meine Pflegeberaterin, die 2x im Jahr zu uns kam, ihren Job an den Nagel
gehängt. Habe versucht in der Hauptzweigstelle in Hamburg jemanden zu be-
kommen, der auch Hausbesuche macht. Antwort nein ganz schlecht. Am besten
kommt zu denen nach Hamburg in die Hauptgeschäftsstelle. Ich mache ja viel,
aber irgendwann ist auch Schluß mit lustig mit dieser ganzen Fahrerei. Und
normale Pflegedienste kümmern sich nur um alte Leute und nicht um behinderte
Kinder, weil die davon wenig Ahnung haben.
Nur manchmal habe ich das Gefühl, es verschwindet immer mehr Infrastruktur
aus der dörflichen Umgebung. Und deswegen muß man noch mehr fahren.
LG
Andrea _________________ Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), AVWS,
LRS, hypoton /Ben 01/04 KISS(KIDD) , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, starke Sprachverzögerung, Hyperakusis
"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)
Hallo Ihr Vielfahrer alle!
Wir sind extra wegen der Kinder aufs Land gezogen, und brauchten dann erstmal pro Erwachsener ein Auto. In unserem Dorf gibt es keinen Laden, alle Schulen und Kindergarten sind nur mit dem Bus zu erreichen. Die Jungs in der Oberstufe müssen ständig nachmittags von den Schulen abgeholt werden, weil dann kein Bus fährt. Therapien und Ärzte sind 50 km von hier, ich fahre eigentlich permanent NUR. Jetzt haben wir Ferien und ich kann es genießen auch mal einen Tag das Auto ganz stehen zu lassen. Zu Freunden müssen die Jungs allerdings auch immer gebracht und abgeholt werden. Keiner wohnt in unserem Dorf. Es ist WAHNSINN!
Der einzige Vorteil: Wir können unser Benzin billiger in Luxemburg tanken, das ist nur wenige Kilometer von hier.
20000 km im Jahr kommt bei uns auch hin.
Grüße,
Lizzy _________________ Mutter, Vater, Söhne 18, 16, 13, 10 (Asperger)
erst dachte ich du wohnst bei mir mit im Dorf denn das was du schreibst trifft hier auch voll zu. Nur ich kann nicht in Luxemburg billiger tanken sondern könnte wenn ich wöllte bei den Tschechen billiger tanken...
@Andrea mit geht es auch so. Ich wohne komplett in der Mitte, entweder fahr ich in die eine Großstadt die 40km entfernt ist oder in die andere die auch 35km weiter weg ist. Aber ich nehm auch lieber die 40km in Kauf und weiß das ich da besser aufgehoben bin bzw. mein Sohnemann
ABER ich möchte das Landleben auch nicht mehr missen vorallem fühlen sich meine 3 Jungs pudelwohl.......
Ich stamme auch aus der Großstadt und könnte mir nun absolut nicht mehr vorstellen mittendrin zu wohnen, da nehm ich lieber die ganzen Kilometer im Jahr in Kauf
auf die Fahrten kommt man aber auch ganz leicht ohne besondere Kinder wenn man eben nicht in der Stadt wohnt und die Kinder ein Sozialleben außerhalb der Familie haben.
Ich finde die KM, die dein uto drauf hat ziemlich gering. Wir konnten nie ein Auto leasen, da wir inklusive Arbeitsfahrten auf 30000-40000 km pro Jahr.
LG
Shakila _________________ "Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht" Otto Wels
Erfahrung als Babysitter: Autismus, Frühchen und Unterernährung
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