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Fehlgeburt und Auswirkungen auf das Familienleben
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Michaela W.
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BeitragVerfasst am: 26.09.2011, 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Martin!

Oh boy, das ist eine sehr schwere Situation, in der Du da steckst. Vielleicht braucht Deine Freundin psychologische Hilfe, und das nicht nur, um die Fehlgeburt zu verarbeiten?

Aber ehrlich gesagt: Ich sehe das genauso wie Kerstin. Mit jemanden, der solche Bemerkungen macht, auch wenn sie nur im Affekt waren, möchte ich gar nicht zusammen sein.

LG und viel Kraft

Michaela

_________________
Michaela (12/68, alleinerziehend; habe aber ne tolle Familie) mit Kevin (9/91): Unklare Genese mit beinbetonter Tetraspastik, Pseudotumor Cerebri (Shunt sei 01/2010), Brachydaktylie der Finger, leichter Lernbehinderung, Bluthochdruck.
Teilzeitrollstuhlfahrer Smile
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NeleN
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BeitragVerfasst am: 26.09.2011, 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Martin!

So eine Partnerin hatte ich auch mal. Gut, wir hatten keine Kinder und sie keine Fehlgeburt, aber diese perversen Spielchen, die kenne ich gut! Irgendwann ist sie - nach unserer Beziehung - ausgetickt und in die Psychiatrie gekommen, was dringend nötig war. Ergebnis: Borderline-Störung! Und genau so klingt mir das bei deiner Freundin. Ob es nun Borderline ist oder nicht, ist Sch... egal, aber auf jeden Fall braucht sie Hilfe, die sie ja offenbar ablehnt! Ich glaube nicht, dass eure Beziehung noch viel Sinn hat, wenn sie sich nicht helfen lassen will. DU kannst das nicht übernehmen, du musst auch an deine Tochter denken!

LG
Nele

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Lähmung beider Beine nach Traumata, Bewegungseinschränkung im linken Arm, Carpaltunnel-Syndrom, Sehbehinderung, Lordose, Rückenprobleme (LWS), chronische Schmerzen, RLS, chronisch komplexe PTBS, Angststörung, Depression, weitere psych. Störungen, Allergien, Reflux, Asthma, chronische Sinusitis
Rollifahrerin
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Susanne1972
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BeitragVerfasst am: 26.09.2011, 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Martin,

mal ehrlich gesagt, ich finde es schon etwas merkwürdig, das deine Freundin erst überlegt, euer Kind "abtreiben" (allein der Begriff) zu lassen und dann nach der FG plötzlich ein Problem mit der Existenz deiner Tochter hat. Sorry, aber das kaufe ich ihr so nicht ab. Ich denke, traurigerweise kam ihr das irgendwie recht nun einen Grund zu haben, "öffentlich" deinen Tochter abzulehen. Ich hatte selbst eine FG und weiß wovon ich spreche. Das einen hat mit dem anderen nichts zu tun. Ich glaube nicht, das diese Frau dich wirklich liebt. Und ich weiß nicht, ob ich so eine Frau als Mutter meiner Kinder haben wollte.

Liebe Grüße
Susanne

P.S. entscheide dich für deine Tochter!!!
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kischuerm
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BeitragVerfasst am: 27.09.2011, 08:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Martin!

Ich finde es schwierig, die Sprüche Deiner Freundin zu interpretieren, weil es schon sehr darauf ankommt, in welcher Situation sie geäußert wurden.

Mir drängt sich da der Verdacht auf, dass sie auch Reaktion auf Deine Reaktion sind. So, wie Du schreibst, hast Du Dich "neutral" verhalten - aber das ist gerade oft eine Reaktion, die Frauen nicht gebrauchen, die gerade ihren Halt verlieren.
Ich will die Sprüche deshalb nicht besser machen - aber mich würde interessieren, wie sie reagiert hätte, wenn Du stattdessen gesagt hättest: "ich wünsche mir aber von ganzem Herzen ein Kind mit Dir und es wäre für mich schrecklich, wenn Du Dich anders entscheidest".

Männer dürfen ruhig Gefühle zeigen - und Stellung beziehen...

Auch wenn Deine Freundin vielleicht schon geahnt hat, dass sie ihr Kind verliert, kann ich nachvollziehen, dass sie in ihrer Hilflosigkeit beschlossen hat, Dich dafür verantwortlich zu machen "Du wolltest es ja sowieso nicht".

Und: auch wenn es gemein ist - wenn man um den Tod seines eigenen Kindes trauert, wird man auch schon mal ungerecht und gönnt niemandem anderen sein Lebensglück. Auch wenn der Gedanke, das Leben Deiner Tochter gegen das Leben des anderen Kindes ungerecht ist - Gedanken sind frei...
Mit Sicherheit ist es "ungeschickt", ,solche Gedanken auszusprechen - aber deshalb muß Deine Freundin kein Monster sein.
Manchmal ist die Trauer so stark, dass man sie nicht erträgt und man stattdessen wütend wird.

Ich denke, das ein Rückzug von Deiner Seite genau das ist, was Deine Freundin in ihrer Hilflosigkeit provoziert (das nennt man "sich selbsterfüllende Prophezeiung") - und es ist das Gegenteil von dem was sie will und braucht.
Neben professioneller Hilfe braucht sie wahrscheinlich Dich - und zwar nicht neutral, sondern so emotional wie eben möglich.

Ich kann es verstehen, wenn Du zu verletzt für einen solchen Schritt bist - aber wenn Du sagst, Du liebst sie, würde ich einen klaren Schritt auf sie zumachen. Frag sie, was sie möchte - Dich anschnauzen oder in die Arme genommen werden ?
Ich vermute, dass da noch Bäche von Tränen fließen werden - wenn Du stark genug bist und Dich nicht provozieren lässt, sondern sie weinen lässt.

Vielleicht solltest Du Ihr anbieten, sich professionelle Hilfe zu suchen - aber ihr gleichzeitig anbieten, dass Du auch zu Sitzungen dazukommen würdest, wenn es von professioneller Seite für sinnvoll erachtet wird.
Signalisiere Ihr: "Ich bin da."

Wenn diese Verhaltensveränderung von Dir keine Wirkung zeigt, würde ich Abstand suchen.

Gruß
Kirsten

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Kirsten mit Timo (*2005), frühkindlicher Autismus
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MarianneInBerlin
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Beiträge: 509

BeitragVerfasst am: 27.09.2011, 08:43    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn diese Verhaltensveränderung von Dir keine Wirkung zeigt, würde ich Abstand suchen.


Ja. Ich würde ehrlich gesagt sofort "Abstand suchen". Ansonsten werden diese Sprüche in der einen oder anderen Form, offen oder unterschwellig, eure Beziehung begleiten, in jeder Auseinandersetzung werden sie wieder hoch geholt werden... Trennen. Und sehen, wie ihr euch beide damit fühlt. Vielleicht zieht eine ungeahnte Erleichterung und Klarheit in eure Herzen ein.

Falls ihr nach einiger Zeit merkt, dass ihr doch zusammen sein wollt, könnt ihr ja noch einmal einen Anfang machen.

Liebe Grüße
Marianne

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2 Söhne, der kleine, neunjährige mit ADHS
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Biancamit2
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BeitragVerfasst am: 27.09.2011, 08:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Martin,

Mal ganz unabhängig davon ob du eine behinderte Tochter hast oder nicht:

Die ganze Art dieser Freundin ist irgendwie psychisch verdreht. Schon dieses Spielchen mit dem Fitnessstudio, das ist nicht normal! Da ist was ganz arg im argen.

Ich würd ihr da die Pistole auf die Brust setzen, entweder sie sucht sich psychologische Hilfe, oder sie packt ihre Koffer.
dieses Verhalten tut niemandem gut, weder dir und deiner Familie, noch deiner Freundin...

LG
Bianca

_________________
Bianca mit Patrice (2004, Gesund) und Alina (02.2009, Frühchen 29+0, Hirnblutung, PVL, starke Weitsichtigkeit (seit Juli 10 mit heißgeliebter Brille), Knicksenkfüße bds, wohl als leichtes symptom einer ICP? Seit September 2011 Ringorthesen von pohlig. restliche körperliche und geistige Entwicklung sind altersgemäß
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Ela74
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BeitragVerfasst am: 27.09.2011, 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Martin,

ich kann die Sprüche und Reaktionen deiner Freundin nicht nachvollziehen.

Die anfängliche Zerrissenheit...Kind ja oder Kind nein...die kann ich schon verstehen. Das hatte ich auch ähnlich.
Ich habe ein großes behindertes Kind und als ich dann vor ein paar Jahren schwanger wurde, kam danach auch so eine Phase, wo ich dachte, das war ein Fehler, eben auch durch die Angst, es nicht unter einen Hut zu bekommen.
Deswegen finde ich Sabines Frage auch wichtig, ob deine Freundin in die Pflege eingebunden ist.

Ich hatte dann damals auch eine Fehlgeburt und war irgendwie, so traurig das klingen mag, erstmal erleichtert.
Mein Mann hingegen war sehr traurig und konnte meine Nüchternheit in der Sache nicht nachvollziehen. Schließlich hatten wir uns das Kind ja ursprünglich zusammen gewünscht.
Wir sind dann auch erstmal in der unterschiedlichen Verarbeitung ein Stück weit auseinander gedriftet.
Aber hätte er damals in der Traurigkeit Sätze gesagt, wie "Warum darf der Große leben und unser Baby nicht.", dann wäre es wohl für mich erledigt gewesen und unsere beiden gemeinsamen Mäuse gäbe es heute nicht.

Wichtig war auf jeden Fall das Reden und dakann ich dem, was weiter oben jemand schrieb nur zustimmen. Eine neutrale Haltung hätte ich persönlich als Desinteresse gewertet.

LG Ela

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Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11
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Susanne1972
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BeitragVerfasst am: 27.09.2011, 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ja, ich finde auch, man kann nicht alles was man sagt und Menschen damit verletzt irgendwie entschuldigen und sich damit freisprechen. Was man vielleicht denk und was man dann tatsächlich sagt sind doch zwei Paar Schuhe. Da sollte man sich auch nicht zu irgendwelchen abfälligen Äußerungen über das Kind seines Partners (ob nun behindert oder nicht) hinreißen lassen. Das ist doch dann der Anfang vom Ende.

Liebe Grüße
Susanne
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