Verfasst am: 22.09.2011, 11:36 Titel: Hat schonmal jemand alle Therapien abgebrochen?
...weil er den Eindruck hat, dass sie völlig für die Katz sind?
Bei uns geht es da um Ergo und Logo. Anfangs hatten wir auch Physio. Ich hatte nie den Eindruck, dass irgendeine Therapie, irgendetwas gebracht hat in UNSEREM Fall natürlich. Dieses eine Mal Logo pro Woche, keine Tips und Aufgaben für Zuhause, was soll das bringen? Wir machen jetzt fast 2 Jahre Logo ohne jeden Erfolg.
Alles, was er bisher, vor allem im letzten Jahr, an Entwicklung gemacht hat, schreibe ich zu 100% dem KiGa zu. Man merkte das schon bei den Schnuppernachmittagen, dass die anderen Kinder ihn voll mitreißen.
Nun haben wir auch noch einen Logopäden (ist Chef einer Praxis mit 42 Angestellten) im Bekanntenkreis, den wir vor 2 Wochen getroffen haben und der meinte, dass in unserem Fall einmal die Woche komplett überflüssig sei. Das einzige was helfen würde, wären 5x pro Woche und das zahlt natürlich keine KK, mal ganz davon abgesehen, dass kein Logopäde das anbieten kann.
Da wir hier sehr ländlich wohnen, haben wir auch keine tolle Therapeutenauswahl. Unsere I-Kraft aus dem KiGa war auch schon mit beim Logopäden, um die Situation im KiGa zu optimieren, und selbst die meinte, dass da im KiGa schon erheblich mehr läuft.
Physio hat vielleicht ganz am Anfang etwas gebracht, als wir noch Vojta gemacht haben. Danach wirklich gar nichts. Das gleiche bei der Ergo! Diese 45 Minuten pro Woche... Was soll das bringen?
Alles, was dort gemacht wird -und vieles mehr- machen wir sowieso zuhause. Wir sind viel draußen, klettern, sind im Wald auf verschiedenen Untergründen unterwegs. Er darf alles ausprobieren. Wir machen Memories, spielen Quips und HABA Papperlapapp. Er fährt Laufrad, Trettrecker, Bobby Quad, spielt Fußball, wirft gut.
Das einzige, was man so bemängeln könnte ist, dass er (ich vermute bei Unterforderung oder Desinteresse) schnell unkonzentriert ist und Mist macht. Im Kindergarten aber kennt er die Regeln und hält sich auch meist dran.
Ich überlege ernsthaft, ob wir nicht eine laaaange Therapiepause machen. Wir hatten über den Sommer schon 6 Wochen Pause und das war herrlich!
Ich weiß einfach nicht, warum ich ihm und mir das antue, wenn sowieso nix dabei rumkommt. Ganz oft erlebe ich, dass der Logo und die Ergo ihn völlig falsch einschätzen, weil sie ihn eben auch so wenig sehen. Sie unterschätzen ihn ganz oft, machen Dinge mit ihm, die ihn langweilen. Babykram.
Der Logo z.B. meint, dass er das Areal rund um seinen Mund nicht richtig spürt und isst in der Therapie Joghurt mit ihm, wo er den Mund dann ablecken soll während er in einen Spiegel schaut. Sowas macht er beim Mittagessen oder Joghurtessen zuhause ganz automatisch und ohne Spiegel. Er hasst es, wenn etwas am Kinn klebt und weiß genau WO es klebt, merkt das auch sofort. Deswegen verstehe ich den Therapieansatz nicht. Ich hab auch schon x Mal gesagt, dass das funktioniert, aber irgendwie wird das ignoriert...
Kann man die Therapien abbrechen! Unterbrechen? Oder kann das Probleme geben. Ich hab jedenfalls das Gefühl, dass R. schon völlig genervt ist, vor allem von der Logo.
Kann man z.B. die Intensivwochen in Baiersbronn in Anspruch nehmen STATT der wöchentlichen Therapien?
Über Erfahrungen und Tipps würde ich mich sehr freuen!
Hats du schon mal mit eurem Kinderarzt drüber gesprochen??? Weil er verschreibt ja die ganzen Rezepte für die Anwendungen . Wenn du Ihm sagst dass es nicht´s bringt dann wir ihr dir auch nicht´s mehr verschreiben. Wenn selbst euer KIGa sagt das euer Sondermann dort alles besser macht, dann macht er dass auch bestimmt keine Rezepte mehr verschreiben aber wie gesagt musst du mal mit Ihm darüber reden. Weil meine Freundin ist Ergoterapeutien und sie hat Kinder die Ergo dringend brauchen wo sie einen Antrag gestellt hat beim Kinderarzt der aber gesagt hat sie baucht es nicht. Wir haben auch gesagt bekommen Alina braucht keine KaG mehr und dann sind wir zur KaG gegangen mit dem Gedanken im Kopf sie braucht es noch aber selbst sie hat gesagt nein. Rede mit Ihm darüber.
Grüsse
Sandra _________________ Sandra( 79) McD seid Geburt , Carsten ( 76) gesund, Alina Sofie ( 06) der PH Wert bei der Geburt 7,18 . Hyptohn links , Spreisenkfuss . Entwicklungsverzögert , Sprache ist auch verzögert, Feinmotorik , Ausdauer Konzentration und Wahrnehmung ist nicht da. Iq 66. GB 50%. Jetzt schon eine Lernschwäche festgestellt .
Ja, unser KiA ist da nicht so kompetent, verlässt sich nur aufs SPZ. Ich wollte es natürlich im SPZ ansprechen, aber bis zum Termin ist es noch etwas hin... Da wollte ich hier schonmal horchen!
das Gefühl kenne ich. Bei Colin habe ich den Sprachheilkindergarten abgelehnt, einfach weil ich anderer Meinung war, genauso geht er auch nicht mehr zur Logopädie. Das aber in Absprache, die Logopädin hielt auch eine Pause für sinnvoll.
Colin lernt im Waldkindergarten ganz viel, alles, was du auch angesprochen hast. Wenn das nicht so wäre, ok, dann würde ich weiter fördern, aber ich glaube an dieser Stelle reicht es einfach.
Zudem hat er gute Fortschritte gemacht.
Und ich weiß was freie Zeit bedeutet!!!
Vielleicht ist bei euch dann eine Intensivkur sinnvoller, so wie du schreibst, würde ich nirgends mehr hingehen....deine Unlust kommt voll rüber. Was soll das für Konsequenzen haben? Die Therapeuten werden nicht jubeln, schließlich geht es da auch um Geld, aber dann bleiben die Stunden eben ungenutzt.
Gruß, Bettina _________________ Bettina(65) mit Bennet(98),Jorid(01),Silas(03),Milan(05) und Colin(05),Analatresie und komplexer Herzfehler
kann deine Gedanken nachvollziehen und würde auch über einen Abbruch nachdenken.
Habt ihr denn noch viele Einheiten? Wenn nicht, würde ich das Rezept noch abarbeiten und einfach kein neues ausstellen lassen. Im SPZ kannst du dich beim regulären Termin zwecks Intensivwochen beraten lassen.
Viel Glück.
Kathleen _________________ Kind (2005) ICP, Rolli fahrend, kann kurze Strecken gehen
diese Zweifel kenne ich nur zu gut!!!! Mein Sohn ist 7 Jahre und wir machen nun auch schon seit ein paar Monaten Pause von allem. Therapien haben wir nun 6 Jahre gemacht. Ich kann nur von mir sprechen, aber ich habe festgestellt, daß eine stationäre Therapie (14 Tage) viel mehr bringt, als dieses wöchtliche 30 oder 45 Minuten Ding. Von den Therapeuten in der klinik habe ich mir auch einige "Handgriffe" zeigen lassen, damit ich hier zu Hause auch turnen und üben kann.
Für die Zukunft habe ich nun mit meiner Kinderärztin überlegt, daß ich immer mal ein 10er Rezept (Ergo oder Physio) mache und dann wieder Pause.
Ja, mir ging es damals mit Louis so. Da wusste ich allerdings aber noch nicht dass er ein besonderes Kind ist. 6 Monate bin ich zur KG gegangen, einmal die Woche. Das hat garnix gebracht, dann hab ich von mir aus aufgehört damit.
Kurze Zeit später hatte ich einen Termin beim Osteopathen und plötzlich ging was vorwärts Hätte ich mal schon früher machen sollen...
Nunja, inzwischen bekommen wir ja Frühförderung. Aber auch nur einmal die Woche 30 - 45 Minuten, je nachdem wie Louis mitmacht. Und auch nur Logopädie. Für ein Kind was garkeine Sprache hat ist das zu wenig.
ich kann Dich total verstehen - halte doch mal mit dem SPZ Rücksprache.
Wir gehen im Januar 2012 nochmal 2 bis 3 Wochen mit Louis stationär ins SPZ. Das hat uns im Juni soooo viel gebracht.
lg! _________________ Louis 6/2008 schwere expressive u. rezeptive Sprachentwicklungsstörung, ausgepr. Entwicklungsstörung, V.a. mittelgradige geistige Behinderung, Störung des Sozialverhaltens mit exzessivem Schreien, Störung des Essverhaltens, Schlafproblematik, Z.n. Frühgeburt mit SGA
PS I, SBA 100, G,B,H
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