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Welches Sprachkonzept geeignet?
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Alicia2010
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BeitragVerfasst am: 12.09.2011, 21:20    Titel: Welches Sprachkonzept geeignet? Antworten mit Zitat

Hallo
Im meinem Kopf herrscht gerade mal wieder Chaos. Ich bin gerade dabei ein bisschen die Therapien zu sotieren. Mit der KG bin ich zur Zeit zufrieden.FF wird gewechselt, weil er NICHTS mit Alicia macht. ABER nun habe ich eine große Baustelle: SPRACHE! Ich weiß nicht in welche Richtung ich mich orientieren soll. Vielleicht ein paar Eckdaten.Alicia ist 21 Monate,läuft an zwei Händen, hat Probleme mit dem Gleichgewicht, aber das schaut soweit ganz gut aus Very Happy Sie hat große Probleme mit der Feinmotorik, wenn ich ihr etwas zeigen will, hat sie oft eine Abwehr in den Händen, oder sie nimmt meine Hände damit ich es für sie tue.Sie möchte Dinge gerne tun, weiß aber nicht den Weg dahin. Alle Handlungen müssen trainiert werden!!Jede Bewegung, jede Funktion von geräten usw. Ich denke da an Motorische Dyspraxie.Sie kann nicht kauen, möchte aber alles essen, verschluckt sich selten. Brot wird hin und her geschoben bis es klein ist.Sie hat keinen guten Mundschluß, sabbert aber selten.Sie spricht keine Silben, eher Vokale, und ganz selten mal ein "Ga". was ich unter "da" verstehe. Das wars auch schon zur Sprache.Nun machen wir seit einem Jahr Castillo Moralles, was dazu führt das sie genauso wenig kauen kann Very Happy Daher sind wir außerdem dabei, mittels einer CD mit klassik-Musik ihre Audtive Wahrnehmung anzuregen.Oder auch Sachen zur Lautanbahnung. Ich weiß aber gar nicht ob das der richtige Weg ist.Oder ob Alicia eine gezielte Therapie braucht. Ich weiß auch gar nicht ob sie in der Lage dazu ist,Das Großhirn ist im hintern Bereich ist auf beiden Seiten, stark beroffen, und ohne wirkliche Funktion, man sagte mir das dieses die Zentren für Motorik und sprache wären.So nun ist der Text ganz schön lang geworden, und ich danke fürs lesen. Aber zum guten Schluß noch viele Fragen Very Happy
Was habt ihr zur Lautanbahnung gemacht? Ab welchem Alter, welchem Entwicklungsalter macht eine Sprachreha Sinn? Wohin würde es am besten gehen.Welches Therapiekonzept wäre hier angebracht, sind wir schon auf dem richtigen Weg?Was kann ich vielleicht noch zu Hause tun? (Außer ihr Zeit lassen Very Happy ) Kennt irgendjemand einen guten Therapeuten in NRW Raum Dortmund? Ab wann fängt man mit Gebärden an?
Vielen Dank und ganz liebe Grüße

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A. 12/09 schwere peripartale Asphyxie
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katrin-fish
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BeitragVerfasst am: 13.09.2011, 07:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alicia,

eine Sprachheilreha macht so ab ca. vier Jahren Sinn. Dabei wird übrigens nicht nur an der Sprache gearbeitet, sondern auch an Motorik und Wahrnehmung. Also, in Frage kommen würde so eine Reha schon für euch, aber eben jetzt noch nicht.
Wir waren 2x in der Eubios-Klinik in Thalheim. Werscherberg bei Osnabrück soll auch gut sein und wäre ja näher zu euch. Außerdem fällt mir noch Murnau ein. Bei dieser Klinik würde ich mal anfragen, ab wann Kinder wie deines aufgenommen werden. Murnau ist keine Sprachheilklinik, aber gut für generell entwicklungsverzögerte Kinder. Und Logopädie gibt es dort auch.

Die Lautanbahnung bei meinem Sohn wurde vom Logopäden gemacht, wobei ich hier sagen muß, daß er schon einiges konnte wie Mama und Papa.
Aber die schwierigeren Lautverbindungen wurden vom Logopäden angebahnt.
Von Gebärden habe ich leider keine Ahnung. Und auch nicht von solchen Hörprogrammen zur auditiven Wahrnehmung.

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LG
Katrin


Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, Wirbelwind
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HeikoK
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BeitragVerfasst am: 13.09.2011, 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alicia,

bei motorischen Handlungsproblemen ist sicher TAKTKIN ein Programm das helfen könnte. Ist aber schwierig zu sagen wenn man das Kind nicht kennt.
Gebärden sind wahrscheinlich auch schwierig, denn Du schreibst ja die Feinmotorik ist deutlich beeinträchtigt. Dann ist es natürlich auch schwierig exakte Bewegungen für Gebärden durchzuführen.
Vielleicht kannst Du mit unterstützenden Gebärden anfangen und es mal ausprobieren. (Die Logopädin / der Logopäde kann Dir vielleicht was zu GUK sagen)
Schon mal mit Bildern probiert? So im Sinne von Kommunikationstafeln/-bildern?
Allerdings scheint ja die Wahrnehmung im Mundbereich auch beeinträchtigt zu sein...Vielleicht wäre auch Padovan ne Möglichkeit?!

Gruß
Heiko

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Sprachanbahnung, Ess-und Fütterstörungen

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Alicia2010
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BeitragVerfasst am: 13.09.2011, 11:29    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für eure Antworten.
Das sie Gebärden gar nicht umsetzen kann, ist mir gerade auch schlaghaltig klar geworden.Mir wurde gesagt das wir erst mal auf GuK verzichten sollten, da diese ja auch auch angelernt werden müssen, dann könnte man genauso gut an der Wahrnehmung und Co. arbeiten. Es war halt eine Aussage mit der ich nichts anfangen konnte.Denn wenn sie nicht in der Lage ist Sprechen zu erlernen, fände ich das schon sinnvoll.Braucht man dafür Extra Logopäden? Ab welchem Alter, oder Entwicklungsalter macht man das? Mit der Mundmotorik hat sie wirklich Probleme, insbesondere das Kauen will gar nicht funktionieren.Sie soll jetzt eine Gaumenplatte bekommen um die Zunge nach oben zu bringen.Das mit der Sprachreha werde ich mir vorbehalten, aber ich glaube sie ist auch wirklich zu klein dafür.
Taktkin hört sich gut an, aber wenn ich daran denke das irgendjemand ihren Kopf zu nahe kommt, dann höre ich jetzt schon das Geschrei Very Happy Ich werde mir das Konzept aber mal in Ruhe anschauen
Liebe Grüße Julia

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Katja_S
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BeitragVerfasst am: 13.09.2011, 11:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Julia
für Logopädie wegen der Mundmotorik ist Alicia auf keinen Fall noch zu klein! Das kann man auch schon mit Säuglingen machen. Mundmotorik ist ja nicht nur für das Sprechen, sondern auch für das Essen wichtig.
Wir machen mit Erik Logopädie, seit er ca. 2 Jahre alt ist (konnte zum damaligen Zeitpunkt nicht Saugen oder Kauen, hat bei jedem Brtöckchen gespuckt) und haben im nachhinein eher zu spät damit angefangen. Wir machen 2-3 mal im Jahr die Intensivtherapiewochen in Baiersbronn und machen die Padovan-Übungen auch zu Hause weiter. Für uns war (und ist es noch) das mit den Intensivwochen der richtige Weg, weil ich nicht noch einen zusätzlichen Termin unter der Woche haben wollte (damals hatten wir schon 3-4 regelmäßige Termine die Woche, inzwischen geht er in den Kiga) und die Wochen bei Erik immer etwas "anschucken", sei es im motorishen, sprachlichen oder esstechnischen Bereich. Und er macht Fortschritte, klar, es ist es immer noch weit entferent von gut, aber es geht in die richtige Richtung und das zählt.
Bei uns ist es so, dass Erik seitdem auch große Fortschritte bei der Sprache macht, allerdings ist es bei ihm sehr schwer zu sagen, woran diese Fortschritte jetzt genau liegen, da er ein halbes Jahr vor der 1. Intensivwoche (und damit dem Start der Logopädie) sein CI bekommen hat. Aber die Logo unterstützt ihn dabei sicherlich!
Neben Padovan gibt es auch noch Castillo morales, beises kann man sicherlich auch "ambulant" machen, wenn dir eine Reha oder eine Intensivwoche zu viel ist.
Und es schadet sicherlich nicht, parallel dazu mit GUK o.ä. anzufangen!
Gruß,
Katja

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Katja mit Erik (geb. April'08), Frühchen 26. SSW, Hirnblutungen, Hydrocephalus (Shunt-versorgt), an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit (CI-versorgt), psychomotorische Retardierung
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BiancaH
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BeitragVerfasst am: 13.09.2011, 11:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann aus eigener Erfahrung das Konzept nach Padovan empfehlen, dabei werden all eure "Baustellen" bearbeitet. Schau dir mal die Beiträge zu Baiersbronn, einem Therapiezentrum im Schwarzwald an. Es gibt hier im Forum sehr viele zufriedene User die dort waren und ich kann es nur empfehlen. Für weitere Infos stehe ich gern zur Verfügung.
LG bianca
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HeikoK
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BeitragVerfasst am: 13.09.2011, 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alicia,

sowohl bei Padovan, als auch bei TAKTKIN kommt "jemand ihrem Kopf nahe" Wink
Aber eine guter Therapeut wird ihr nicht sofort an den kopf langen, sondern das Ganze langsam aufbauen. Aus diesem Grund würde ich zu einem ambulanten Therapeuten raten und nicht zur Intensivwoche. In der ambulanten Therapie können sich Therapeut udn Kind langsam aneinander gewöhnen. In der Intensivwoche will man nach einer Woche möglichst Fortschritte sehen.. da bleibt nicht ganz soviel Raum für ein langsames aneinandergewöhnen... Confused

Gruß
Heiko

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Katja_S
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BeitragVerfasst am: 13.09.2011, 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Heiko,
aber dafür liegen bei den ambulanten Therapien im Normalfall mindestens 7 Tage zwischen den einzelnen Therapiestunden. Bei Eriks Ergo und KG mache ich die Erfahrung, das daraus oft 2-3 Wochen werden, wenn Erik mal krank ist, der Therapeut auf Fortbildung oder im Urlaub ist, ... Von daher hat so eine Intensivwoche wiederum den Vorteil, dass die Therapien in kurzen Abständen sind, das Kind weniger "vergessen" kann dazwischen und sich dann doch recht schnell dran gewöhnt. Zumindest mache ich die Erfahrung bei Erik (der zugegebenermaßen keine Probleme damit hat, jemanden in die Nähe seines Kopfes zu lassen und so arg berühren muss der Therapeut den bei Padovan im Normalfall ja nicht). Das ist sicher bei jedem Kind anders.
Gruß,
Katja

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kirstenkiki
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BeitragVerfasst am: 13.09.2011, 14:04    Titel: Sprache Antworten mit Zitat

hallo Alicia

bei unserer Tochter (7) ist Sprache auch eine Baustelle, mt den Nebenschauplätzen im Bereich Bewegung / Motorik. Wir haben mit Logo angefangen, als sie 3 war (läuft immer noch 1 x wö), haben zudem auch audiva in Eigenregie gemacht (Hörwahrnehmungstraining), waren 2 x in Werscherberg zur logopädischen Reha (die sind ganzheitlich ausgerichtet, aufgr. Therapiekonzept am sinnigsten, wenn das Kind ca. 5 Jahre alt ist) und fahren im oktober zum3 x in den Schwarzwald zur Padovan-Therapie zur intensivwoche bei frau iven.DOrt kann man auch bereits sinnvoll mit kleinen Kindern therapieren. Schau dir doch mal deren homepage an oder nimm Kontakt auf, grade was den Mundschluß anbelangt, ist dies dort ein ganz großes Thema.
Es gibt ganz viele Ansätze, welcher für euch am sinnigsten ist, kann dir leider keiner sagen
ich wünsche euch viel Kraft u. ERfolg für die Zukunft
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HeikoK
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BeitragVerfasst am: 13.09.2011, 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Katja,

ja, es hat eben beides seine Vor- und Nachteile. Kommt eben immer auf das Kind an.
Allerdings frage ich mich gerade wie das Padovan Mund-Programm durchgeführt wird, ohne dabei allzuviel am Kopf zu machen icon_scratch.gif
Aber sei es drum. Jeder sollte seinen Weg finden... und dabei allen viel Glück! Wink

Heiko

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