Verfasst am: 06.09.2011, 21:45 Titel: Probleme mit der Flasche - Milch läuft aus den Mundwinkeln
Hallo,
mein Sohn ist jetzt 6 Wochen alt (kam aber 4 Wochen zu früh).
Die ersten 3 Wochen hat er ganz normal getrunken, und fing dann auf einmal an das unheimlich viel Milch den Mundwinkeln herausläuft.
Wir haben schon Teesauger also eine kleinere Größe kann ich nicht mehr nehmen.
Wir haben Nuk und Aventsauger ausprobiert, bei beiden das selbe Problem.
Ich habe vor 2 Wochen mal das Spucktuch nach dem füttern gewogen, von 130ml Nahrung sind 30ml ins Tuch geflossen, 80ml ins Kind und 20ml sind in der Flasche verblieben. Also es ist schon ne Menge was da rausläuft...
Wir haben nun eine Schlucktherapie verschrieben bekommen.
Unser Sohn hat allerdings auch ein Lymphangiom am hals was 2cm in den Hals geht, der Kinderarzt denkt aber eher das er sich ein wenig blöd beim trinken anstellt.
Hat jemand das selbe Problem mit seinem Kind gehabt, und kann mir vieleicht ein Tipp geben, ob es einen Sauger gibt der noch weniger Nahrung durchlässt als ein Teesauger...
Und was wird genau bei einer Schlucktherapie gemacht???
Hallo Sabrina, kannst du die Milch vlt andicken. Dein Kinderarzt kann die das verordnen.
Hat dein Kinderarzt das so formuliert: er ist zu blöd.. Ehe man nicht mögliche Ursachen dafür gesucht hat, finde ich solche aussageb etwas daneben, zumal dein Kind ja vorher nicht zu blöd dazu war.
Was ist ein Lymphangiom? Ist das manchmal gewachsen? Von wem wird das kontrolliert?
Gruß Kerstin _________________ Kerstin mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf und Epilepsie und Philipp (*93) 28SSW NEK, jetzt Kurzdarmsyndrom,Nierenproblematik
Ein behindertes Kind ist wie ein krummer Baum - du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen, Früchte zu tragen.
wir hatten auch Trinkprobleme, wenngleich nicht soviel "danebenging" wie bei Deinem Sohn.
Es hört sich so an, als hätte er einen schlechten Mundschluss. Wir haben damals viel ausprobiert, z.B.
- Flasche ganz vorne halten und Daumen und Mittelfinger an die Wange legen, evtl. nach vorne streichen
- ich habe damals NUK Silikon-Sauger genommen, da diese etwas härter sind als Latex-Sauger und Marlies damit "schöner" trank.
- wir haben auch verschiedene Positionen beim Trinken ausprobiert.
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ein Sauger noch feiner als ein Milchsauger weiterhilft. Wenn Dein Sohn keinen guten Mundschluss (mehr) hat, dann bekommt er aus dem Milchsauger noch weniger raus und trinkt vielleicht noch schlampiger.
Hast Du normale NUK-Sauger oder die Weithals-Sauger? Ich finde, aus den Weithals-Saugern kommt gleich noch mehr raus.
Ein Tipp unserer Logopädin war auch, die Sauger nicht zu klein zu wählen. Von den Krankenhäusern werden den Frühchen ja gerne immer diese speziellen Frühchen-Sauger angedreht. Als Marlies mit korr 3 Monaten und ca. 4 kg Gewicht nochmal an einer anderen Klinik war, da haben sie ihr einfach gleich 2er Sauger gegeben und siehe da, das Trinken sah schon viel besser aus. Probier's einfach mal aus. Sieht zwar anfangs irgendwie brutal aus, der riesige Sauger im kleinen Mund, aber vielleicht braucht Dein Sohn das.
Vielleicht war was Brauchbares dabei....
Viele Grüße und viel Erfolg
Sandra _________________ Sandra *71
Marlies *3/10, Extremfrühchen, IVH III, PVL, HC mit Shunt, Epilepsie, Dystonie, PEG +1.5.12
Laurin *3/10, der "große" Bruder, verst. kurz nach der Geburt
'Ich wollte Dir so vieles zeigen, ich wollte Dir die Welt zeigen - dabei hast DU sie MIR gezeigt.'
als ich die Überschrift las kam mir sofort der Gedanke - das kommt mir doch bekannt vor.
Auch wir hatten diese Probleme und ich wusste oft gar nicht wieviel Jonathan am Ende getrunken hatte.
Bei uns war es auch klar ein Mundschlussproblem.
Verschrieben bekamen wir die Therapie Castillo Morales - gibt es hier im Forum auch mehrere Beiträge dazu,
und das ist quasi eine "Massagetherapie" die darauf hinaus läuft die Muskeln zu stimmulieren und Kraft zu bekommen.
Es hat dann auch soweit geholfen,
jedoch ist es bis heute bei Jonathan ein Grundproblem aufgrund seines Syndroms - nur heute bekommt er keine Flasche mehr, aber man merkt es am vermehrten Speichelfluss wenn er vorallem in Konzentration ist - dann bekommt er es immer noch nicht geregelt, dass er daran denkt seinen Speichel auch zu schlucken - aber wie gesagt, hängt mit seinem Syndrom zusammen.
Ist Eure Therapie evtl. diese Castillo Morales - Therapie?
Lieben Gruß - Isolde _________________ „Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten“ - Katharina von Siena "Einen Anfang zu machen ist das Geheimnis von weiterkommen" - chin. Weisheit
ich würde auch keine noch feiner gelochten Sauger nehmen, zumal es wohl auch keine gibt, die noch feiner sind als Teesauger. Wenn es ein Koordinationsproblem ist, und er muss so fest saugen, um überhaupt an Nahrung zu kommen, wird er keine Reserven mehr haben, um das Schlucken zu koordinieren. Abgesehen davon wird er dann bei der Mahlzeit wahrscheinlich einschlafen und damit dann noch weniger trinken.
Ich würde auch mal schauen, was die Therapeutin meint, die diese Schlucktherapie macht, und evtl. versuchsweise Nahrung andicken. Es gibt von verschiedenen Firmen AR-Nahrung, die ist an sich schon angedickt, oder Du holst Dir Nestargel Pulver aus der Apotheke (@Kerstin: wird leider nicht von der KK übernommen). Vielleicht klappt es damit ja dann besser, wenn die Nahrung einfach weniger "labberig" ist.
Viel Erfolg!!! _________________ Liebe Grüße, Verena (*07/78), mit Joana (*06/06), 35.SSW, tiefgreifende Entw.-störung, V.a. ASS, FI, und Joshua (*11/10), Hypopl. d. re. unt. Extremität + Oligodaktylie, statomot. Ret., und Frank (*02/84), der beste Ehemann der Welt!!!
Kinderkrankenschwester in der amb. Intensiv-Kinderkrankenpflege
Ich bin mir da nicht so sicher ob es wirklich am schlechten Mundschluss liegen könnte.
Ich habe immer so das Gefühl er zieht an der Flasche, schluckt aber nicht alles runter und kommt dann beim nächsten saugen an der Flasche mit dem schlucken nicht mehr hinterher, so das irgendwann zuviel Milch im Mund ist das es nur noch rauslaufen kann. Man sieht dies auch wenn man die Flasche mal rauszieht, ist der gesammte Mund voller Milch...
Die Milch läuft dann auch nicht langsam den Mundwinkeln herunter, sondern läuft dann wirklich schon Schwallartig herunter.
Deshalb kam mir so der Gedanke das aus dem 1er Sauger zuviel Milch für ihn rauskommt, aber leider gibts nichts kleineres als Teesauger
@Kerstin: Joa, unser Kinderarzt hat das so formuliert, aber schon mit einem Augenzwinkern...
Ein Lymphangiom ist eine Ansammlung von Lymphflüssigkeit, also ein gutartiger Tumor, bildet sich nicht von alleine wieder zurück sondern muss dann entfernt werden. Und dies hat er seitlich am Hals sitzen und ist (gemessen per Ultraschall vor 2 Wochen) 3cm mal 2cm groß...
Hallo Sabrina,
ist das jetzt das erste Mal gemessen wurden? Gab es Wachstum? Tut ihm das weh, ähnlich wie Halschmerzen und er schluckt deshalb erst, wenn das Maß voll ist? Wann soll es denn entfernt werden?
Wennn es evtl Ursache der Schluckproblematik ist, dann wäre doch eine alsbaldige Entfernung sinnvoll?? Was sagen die Ärzte(HNO?) hierzu?
Bei eienr Angina schlickt man ja selbst z.b. auch nicht so gern und wenn dann am liebsten Eis. Aber damit musst du noch ein wenig warten
Gruß Kerstin _________________ Kerstin mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf und Epilepsie und Philipp (*93) 28SSW NEK, jetzt Kurzdarmsyndrom,Nierenproblematik
Ein behindertes Kind ist wie ein krummer Baum - du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen, Früchte zu tragen.
Es ist vor 2 Wochen das erste Mal gemessen worden. So weit wie der Arzt sagte tut ihm das nicht weh.
Ich glaube nicht das es ihm wehtut, aber habe bereits daran gedacht ob dieses Lymphangiom die Ursache für dieses plötzliche Auftreten der Schluckprobleme ist.
Wäre ja möglich das das Lymphangiom zu dem Zeitpunkt etwas größer geworden ist.
Wann es entfernt wird ist noch nicht sicher, der Kinderarzt wollte noch abwarten, da er ja gerade erst aus dem Krankenhaus kommt. Er war die ersten 3 Lebenswochen auf Intensivstation mit einer Blutvergiftung und Abnoen...
falls es ihm doch wehtun sollte, probiere es doch mal mit kalter nahrung aus?
meine tochter hatte eine entzündung in der speiseröhre und hat auch schon als ganz kleines baby maximal bei zimmertemperatur ihre milch getrunken, noch lieber war es ihr mit 15°. _________________ viele liebe Grüße,
Sandra
Tochter (2003) ADHS, AVWS, V.a.Asperger, Hüftdysplasie (Zn intertr. Umstellungsosteotomie)
Sohn (2008) Hüftdysplasie, Makrocephalie, Sprachentwicklungs-Verzögerung
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