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2. Meinung: Arzt lehnt Vojta und Orthesen ab
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Mariaa
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Anmeldedatum: 03.03.2010
Beiträge: 989

BeitragVerfasst am: 06.09.2011, 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudia,

so unterschiedlich sind die Meinungen.
Ich halte eine Therpaiepause von 3 Monaten für völlig unbedenklich.
Vojita ist kein Wundermittel und auch nicht das alleinige Heilmittel, daher werden Verknüpfungen im Gehirn nicht nur durch Physiotherapie geknüpft Wink
So bin ich auch nicht der Meinung, dass nicht etwas verpasst wird oder Dinge nicht oder schlechter gelernt werden, als wenn Ihr 3 Monate mehr Vojita gemacht hättet.

Ich erzähle es ja immer wieder gern, wir haben ja sehr lange Bobath und auch Vojta gemacht, aber niemals gab es in er Entwicklung so einen enormen Sprung und Weiterentwicklung, wie nach dem wir mit dem Schwimmen angefangen haben.

Ich halte Physiotherapie für gut, unterstützend.
Aber ein Kind was laufen lernt, lernt dies, weil das Gehirn dazu in der Lage ist und nicht, weil man Vojita macht.
So, nun geht auf mich los Cool

Bei den Orthesen kenne ich mich nicht aus, wir hatten zwar welche, aber keine Ringorthesen. Ich empfehle aber, einfach mal zu einem anderen Orthopäden zu gehen und Dir einen ZWeitmeinung zu holen. Bei uns lagen bei diesem Thema die Meinungen der Spezialisten so weit auseinander wie es nur geht (Physiotherpeutin hat gesagt, keine Orthesen wegen der Einschränkung und des Muskelaufbaus und die Neurologin hat gesagt, unbedingt Orthesen)

Viele Grüße

_________________
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Moritz unser MO
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Beiträge: 193

BeitragVerfasst am: 06.09.2011, 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudia,
Orthesen in Aschau bekommt man in der Regel über die Kinderothopädische Klinik. Dort werden sie nach der Fertigstellung nochmal einem Arzt vorgestellt. Ruf in der Klinik an, dass sich der behandelnde Arzt mit Dir in Verbindung setzt und lass es Dir nochmal genau erklären. Sie kennen die genauen Diagnosen Deines Kindes und können kompetent Auskunft geben und werden es Dir genau erklären. In einem Forum wirst Du nicht wirklich eine zuverlässige Antwort finden, da wir nicht die komplette Krankheitsgeschichte kennen, oder Orthopäden sind.
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KrisM
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Beiträge: 1262

BeitragVerfasst am: 06.09.2011, 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

gerade zu diesem Thema gehen die Meinungen auch unter Fachleuten sehr weit auseinander und jeder favorisiert eine andere Therapie und Hilfsmittel.
Da bleibt wirklich nur, euch eure eigene Meinung zu bilden und das zu machen, womit ihr am besten klar kommt und Erfolge habt.

Für mich sieht mein Orthopäde beispielsweise Orthesen als kontraproduktiv an, trotz bereits vorhandener Kontrakturen, weil die Muskulatur dadurch zu sehr abgebaut werden würde, was bereits bei den Stabilschuhen passiert, wo die Gelenke nicht völlig ruhig gestellt werden. Bei anderen kann es wiederum hilfreich sein, die Gelenke zu stützen und über Nacht die Sehnen durch Nachtlagerungsschienen zu dehnen.
Bei Einlagen gehen die Meinungen ebenso weit auseinander, der eine findet diesen Typ gut, der Schuhmacher hat seine ganz eigene Meinung dazu und der Pysiotherapeut auch wieder. So ist mein Physio ganz gegen das tragen von Einlagen, da dadurch die Fehlstellung eher gefestigt werde. Ich habe seit meiner Kindheit Einlagen verschiedenenen Typs gegen die Fußfehlstellungen getragen und irgendwelche positiven Veränderungen konnte ich auch nach all den Jahren nicht feststellen, so daß ich die irgendwann weg gelassen habe, weil die nur nervten. In den Stabilschuhen ist bloß ein Fußbett nach Abbruck drin und in normalen Schuhen habe ich bloß flache Geleinlagen drin.

Wenn ihr mit einer Therapie gut klar kommt, dann macht sie weiter, aber an etwas fest zu halten, nur weil es als die Therapieform schlechthin bewertet wird, obwohl es gar nicht in den Alltag und zum Kind paßt, halte ich nicht für den richtigen Weg. Manchmal kann es auch hilfreich sein den Therapeuten zu wechseln, wenn man das Gefühl hat, das man nur auf der Stelle tritt. Ich mache KG nach Bobath und komme damit gut klar, aber daneben gibt es noch viele weitere Möglichkeiten.

Viele Grüße, Kristin

_________________
28 j. CP (leichte Hemiparese) + Spastische Spinalparese (HSP) mit Ataxie und Armbeteiligung. Außerdem Skoliose, Spondylolisthesis LWS mit Bogenschwäche, Wirbeldysplasie HWS, Hüftdysplasie und Asthma.

"Sometimes I pretend to be normal, but it gets boring, so I got back to being me."
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Esthephania
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Beiträge: 4814

BeitragVerfasst am: 06.09.2011, 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

Claudinchen01 hat folgendes geschrieben:
Hallo Estephania,
danke für Deine Antwort. Du hast das System offensichtlich besser verstanden als ich, daher möchte ich nochmal nachhaken...
Ich sehe ja eigendlich keine deutlichen Verbsserungen mit den Ringorthesen. Frederik stolpert und fällt viel und hinkt auf der spastischen, rechten Seite.
Das einzige was besser wurde, war der Spitzfuss mit der Unterschenkelorthese.
Meine Frage wäre, ob ich mit den Ringorthesen diese Spitzfussbildung auch weiterhin unterdrücke/gegenarbeite?
Ich dachte nämlich bisher, das wird allein durch die nächtliche Unterschenkelorthese erreicht.
Du siehst, mir ist die Wirkungsweise der Ringorthesen nicht wirklcih klar und das ist das einzig negative an Pohlig- da geht immer alls hopplahopp, die erkären kurz und weg sind sie schon wieder Sad für Nachfragen hab ich da nie Zeit ...
würde mich also über eine Antwort sehr freuen,
danke!



Hallo Claudinchen,
jetzt hast du ja viele Antworten bekommen. Very Happy

Ich kann nochmal bestätigen, nachts die Streckung und tagsüber wird der Fuss in Korrektur gehalten, ein Verformung vermieden. Ohne Zustimmung vom behandelnten Arzt eine Pause nicht zu empfehlen.
Persönlich würde ich Dir nun raten, bei Pohlig anzurufen, noch einmal um Erläuterung der Therapie bitten. Oder noch besser eine E-mail. Was Dir lieber ist. Ich bin ziemlich sicher, dass man ein Ohr oder Auge für Dich hat. Ehrlich. Wink

Ich finde es ganz wichtig, dass ein Orthopäde auch speziell für Kinder ausgebildet ist. Ich nehme an, vor Ort das ist keine Kinderorthopädie?

_________________
Viele Grüße Esthe

mit Tochter, 16 Jahre, spastische Diparese, Infantile Cerebralparese

Eine kränkende Wahrheit ist mehr wert als eine reizende Schmeichelei
Johann Heinrich Pestalozzí
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Claudinchen01
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BeitragVerfasst am: 07.09.2011, 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

hi,
nein, das war kein Kinderorthopäde, ich glaub wir waren seit langer Zeit die einzigen Kinder dort Confused -es gab keinerlei Spielzeug und es lief ein Fernseher mit Vox im Warteraum Rolling Eyes

Danke schön für Eure Antworten, die mir viel zu denken geben! Ich mach nun erstmal wie schon erwähnt und berichte bei Interesse gern über unsere Erfahrungen. Ab Janurar sind wir zur Reha in Murnau, da gibt es sicher noch wieder neue Denkansätze- ich bin gespannt Wink

_________________
Claudia mit Sohn(12/04)(geb. 32. SSW) mit spastischer Diparese, hat Ringorthesen, frühkindler Autismus und 2. Sohn (01/08)., gesunder Trotzkopf Wink
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Tobias
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physiotherapeut
Kinder-<br>physiotherapeut


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BeitragVerfasst am: 08.09.2011, 21:46    Titel: Re: 2. Meinung: Arzt lehnt Vojta und Orthesen ab Antworten mit Zitat

Claudinchen01 hat folgendes geschrieben:
Hallo zusammen,
eigentlich weiß ich die Antwort schon, möchte aber trotzdem gern meine Unsicherheit hier loswerden und würde mich über Kommentare freuen…
also: Frederik hat seit gut 2 Jahren Ringorthesen von Pohlig, bekommt seither Vojta und hat nachts die UNterschenkelortehse „gegen“ seinen Spitzfuss (hatte er anfangs 23 Stunden, schon nach 3 Monaten konnten wir das auf nachts reduzieren).

Da ich schlussendlich nicht so wirklich von Vojta überzeugt bin (das ist mir zu statisch und ich merk da nichts an Veränderungen- wobei ich ja eben nicht weiss, wie es ohen wäre, also ob sich was verschlechtern würde…), wollte ich nun mal ein andere Meinung hören und habe bei einem örtlichen Orthopäden einen Termin gemacht.

Der hat nun die Hände überm Kopf zusammengeschlagen und seine Meinung:
Orthesen sind schlecht, weil statisch, wie sollen sich Muskeln und Sehnen kräftigen, wenn sei nicht arbeiten können? Aussderdem hätte Frederik keine Lähmung, im Zehenstand würde sich ja da Fussgewölbe bilden, also würde er Einlagen zum unterstützen verschreiben, und viel Zehengang (spielerisch immer wieder) und viel Barfusslaufen.

Von Vojta hält er aus og Gründen auch nichts. Das müsse man 10x am Tag machen, damit ein Effekt eintritt. Und überhaupt sei das so ein Hype in Deutschland, im Ausland macht niemand so einen Quatsch…

Buff, das hat dann erstmal gesessen. Also positiv fand ich, das er sich wirklich endlos Zeit genommen hat, Frederik gut angeschaut hat.

Auf der anderen Seite ist in die Ringorthesen schon so viel Forschungsarbeit geflossen, es ist von Pohlig auch nachvollziehbar begründet, wie die arbeiten, mit dem ABER, das es eben den Fuss eben doch ein Stückweit einschränkt.

Die Orthesen weg lassen will ich eigendlich nicht, aber ich denke wir werden mit Vojta pausieren, schon allein weil nun die Schule startet und ich in den ersten Wochen nicht noch zig Termine haben will.

Über die Unterschenkelorthese haben wir gar nicht gesprochen, aber die bleibt in jedem Fall.

Trotz allem wäre ich über ein paar Meinungen froh, denn Unsicherheit bleibt nach so einem Gespräch doch…
Danke!


na, wenn ich es nicht besser wüsste (und ich kann mich ja auch täuschen...) dann möchte hier jemand womöglich sein "Budget" schonen....

Ob die Therapie wirklich nicht nötig ist, vermag ich nicht zu sagen, bei der angegebenen Diagnose ist das aber zu vermuten.....zumindest nicht unstrittig!

_________________
Tobias Bergerhoff / Kinderphysiotherapeut

Physiotherapie bei Hüftreifungsstörungen
http://www.kinderhueftdysplasie.info
Physiotherapie in Indien - ein persönlicher Erfahrungsbericht
http://www.patengemeinschaft.de/sei...../a_pt_09_08_magazin01.pdf
Die Patengemeinschaft
http://www.patengemeinschaft.de/sei...../projekte/orthopaedie.htm
jetzt auch auf Facebook:
https://www.facebook.com/pages/Prax.....r/226091370765780?sk=wall

meine Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic452.html

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Claudinchen01
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Beiträge: 291
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BeitragVerfasst am: 05.10.2011, 06:53    Titel: Antworten mit Zitat

HI, wollte mich nochmal rückmelden, da ich nun tatsächlich bei noch einem Orthopäden war, weil ich selber schon länger ein Hüftproblem habe (Was ein Rückenproblem ist, wie ich nun weiß) Und da habe ich Frederik nochmal mitgenommen, ua weil das auch ein Kinderorthopäde ist.
naja, lange Rede... er findet die momentane Behandlung richtig und wichtig, hat sich die letzten Arztberichte gründlich durchgelesen und mit dem Ist Stand verglichen und meinte , die HAltung ansich hätte sich sogar verbessert. Also die Orthesen seien sehr gut und sollen weiter getragen werden.
Also 3 Ärzte 2 Meinungen (das es das gibt Wink ) und ich bin wieder etwas beruhigter, das wir wohl doch das richtige machen.
Voijta pausieren wir gerade, weil es zur Zeit mit Schule und viel drumrum zuviel ist, werden aber sicher wieder einsteigen, wenn Land in Sicht ist.

_________________
Claudia mit Sohn(12/04)(geb. 32. SSW) mit spastischer Diparese, hat Ringorthesen, frühkindler Autismus und 2. Sohn (01/08)., gesunder Trotzkopf Wink
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Claudi-BaWü
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Beiträge: 3087

BeitragVerfasst am: 05.10.2011, 10:56    Titel: Antworten mit Zitat

Claudinchen01 hat folgendes geschrieben:


Du siehst, mir ist die Wirkungsweise der Ringorthesen nicht wirklcih klar und das ist das einzig negative an Pohlig- da geht immer alls hopplahopp, die erkären kurz und weg sind sie schon wieder Sad für Nachfragen hab ich da nie Zeit ...
würde mich also über eine Antwort sehr freuen,
danke!


Hallo Claudinchen,

also wir fahren seit guten 3 Jahren regelmäßig zu Pohlig und wernn Du dort der Meinung bist das alles hipplahopp geht, dann verstehe ich nicht warum Du trotzdem hin fährst.
Also ich habe immer genug Zeit alles mir genau zu erklären lassen. Vielleicht liegt es ja auch an Deinen Fragen das Du schnelle Antworten bekommst.

Zu Vojtha kann ich nur sagen das wir es am Anfang auch gemacht haben und wenn Du es zuhause nicht mindestens 4x täglich machst bringt es überhaupt nichts. Wir haben damit schon lange aufgehört und mit Bobath die besseren Erfolge und ich muss zuhause nicht auch noch den Therapeuten spielen.

lg claudi

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lg claudi

Die Zukunft sollte man nicht voraussagen wollen,
sondern möglich machen (Antoine de Saint Exepury)
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BeitragVerfasst am: 05.10.2011, 11:14    Titel: Antworten mit Zitat

KrisM hat folgendes geschrieben:
Hallo,

gerade zu diesem Thema gehen die Meinungen auch unter Fachleuten sehr weit auseinander und jeder favorisiert eine andere Therapie und Hilfsmittel.


Was ganz klar eines zeigt: das "non-plus-ultra" gibt es einfach nicht! Wink
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