"In diesem Stadium hat die Schwangere weder eine persönliche Bindung zum Fötus aufgebaut, noch ist sie für das Umfeld als werdende Mutter zu erkennen. Ein Abbruch fällt deshalb vermutlich viel leichter. Und wird die risikofreie Diagnose künftig zu einer erneuten Ausweitung der vorgeburtlichen Untersuchungen auf Trisomie 21 führen? Das Downsyndrom werde die erste Form der Behinderung sein, die aus der Gesellschaft verschwindet – »per Abtreibung« , sagt der Humangenetiker Wolfram Henn von der Universität des Saarlandes voraus: »Die Schwangerschaft unter Vorbehalt wird zum sozialen Standard werden.«
Darauf haben wir doch gewartet,
PID für die einen - Blutuntersuchung für die anderen,
Entlastung für die Behörden und die Kassen - haben doch alle ihre Vorteile,
achja - Entlastung für die Eltern die sich gegen die Schwangerschaft entscheiden werden, wenn es ja so früh scho erkennbar ist, wo man noch nix sieht und noch keine Bindung zum Fötus hat.
Aus meiner Sicht ein bisschen "eiskalt" - aber das ist meine Sicht.
Und an der Uni ist vor 14 Jahren nach vielen Komplikationen mein Sohn zur Welt gekommen - ein Sonnenschein und Strahlejunge den ich nie missen möchte. Gut dass es ihn gibt; er ist kein Down-Syndrom-Kind - aber dem ähnlich.
Liebe Grüße - Isolde _________________ „Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten“ - Katharina von Siena "Einen Anfang zu machen ist das Geheimnis von weiterkommen" - chin. Weisheit
"Tatsächlich ist auf Dauer kaum vorstellbar, dass die genetische Untersuchung des Fötus auf Trisomie 21 beschränkt bleiben wird. Schon jetzt lassen sich damit weitere Erbschäden entdecken: körperliche Erbleiden wie Mukoviszidose, Muskelschwund oder Blutarmut sowie neuropsychiatrische Befunde wie ein drohender Autismus. Mit dem Einstieg in die genomische Fortpflanzungsmedizin nähern sich die Zeiten ihrem Ende, in denen gesunder Nachwuchs eine Gnade war – und ein behindertes Kind ein hinzunehmendes Schicksal".
.................
Hahaha..... - ich lache..
"Die Befürchtung, es werde im Gefolge der Blutuntersuchung zu mehr Abtreibungen kommen, hält Burow für abwegig. »Unsere Methode ist keine Aufforderung, das Kind abzutreiben, es geht nur darum, Klarheit zu schaffen.« "
..................
Na sowas - doch der 1. Schritt hin zu: "Sowas muss doch in unserer Gesellschaft nicht mehr sein"
"Sobald der Test sich in der Praxis bewährt hat, bleibt wohl gar keine andere Wahl, als ihn in die Liste der Kassenleistungen für alle aufzunehmen".
Lieben Gruß - Isolde _________________ „Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten“ - Katharina von Siena "Einen Anfang zu machen ist das Geheimnis von weiterkommen" - chin. Weisheit
Ich fürchte mich vor dem Tag, an dem Autismus im Mutterleib feststellbar ist.
Wenn man mich vor lauter Mitleid anschaut - weil man es ja damals noch nicht feststellen konnte...und erwartet, dass man es bloß nicht wagt, ein weiteres Kind zu bekommen.
Ich verurteile niemanden, der es nicht wagt, ein behindertes Kind zur Welt zu bringen - aber ich möchte weiter ein Recht haben, glücklich mit meinem (behinderten) Kind zu sein. Und ich will mich nicht rechtfertigen, dass mein Kind teurer ist als andere.
So lange diese Stimmung in der Gesellschaft vorherrscht, bin ich dankbar für jeden Tag, an dem es "ein hinzunehmendes Schicksal" ist, ein autistisches Kind zur Welt zu bringen. Und freue mich über jede Mutter, die sich bewußt für ihr behindertes Kind entscheidet.
Gruß
Kirsten _________________ Kirsten mit Timo (*2005), frühkindlicher Autismus
Darauf haben wir doch gewartet,
PID für die einen - Blutuntersuchung für die anderen,
Entlastung für die Behörden und die Kassen - haben doch alle ihre Vorteile,
achja - Entlastung für die Eltern die sich gegen die Schwangerschaft entscheiden werden, wenn es ja so früh scho erkennbar ist, wo man noch nix sieht und noch keine Bindung zum Fötus hat.
Aus meiner Sicht ein bisschen "eiskalt" - aber das ist meine Sicht.
Meine auch.....und es ist mehr als eiskalt......
Gruß Kerstin _________________ Kerstin mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf und Epilepsie und Philipp (*93) 28SSW NEK, jetzt Kurzdarmsyndrom,Nierenproblematik
Ein behindertes Kind ist wie ein krummer Baum - du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen, Früchte zu tragen.
Ich verurteile niemanden, der es nicht wagt, ein behindertes Kind zur Welt zu bringen - aber ich möchte weiter ein Recht haben, glücklich mit meinem (behinderten) Kind zu sein. Und ich will mich nicht rechtfertigen, dass mein Kind teurer ist als andere.
Das unterschreibe ich!
Gruß Kerstin _________________ Kerstin mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf und Epilepsie und Philipp (*93) 28SSW NEK, jetzt Kurzdarmsyndrom,Nierenproblematik
Ein behindertes Kind ist wie ein krummer Baum - du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen, Früchte zu tragen.
mir geht es sehr, sehr ähnlich. Der erste Gedanke, als ich den Artikel las, war: Was für eine Gnade, dass wir mit der Familienplanung bereits "durch" sind!
War in beiden SS schon schwer, sich gegen Nackenfaltenmessung und Co durchzusetzen (O-Ton des Vertretungsarztes in der 31. SSW : " Warum haben Sie keine NFM machen lassen ?!? Sie sind doch schon 30! Das ist unverantwortlich! !), und nun, mit einem autistischen Kind in der Vorgeschichte... Auweia ...
Ich möchte gar nicht wissen, was ich bei einer SS ab Frühjahr 2012 von nur vermeintlich "wohlmeinenden Menschen" zu hören bekäme ...
Gott sei es ehrlich gedankt, dass "dieser Fortschritt" an uns vorüber ging
LG
Angie _________________ Benedict / März 2008 - expressive Sprachentwicklungsstörung, FKA, aber unter gfcf-Diät seit 12/2010 macht er Riesenfortschritte: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html
(wird regelmäßig aktualisiert, Diäteffekte ab Seite 3)
ja ich bin auch froh das ich meine 3 besonderen Jungs habe und die Familienplanung (leider) beendet ist.
Ich musste mich bei der 3. Schwangerschaft auch permanent rechtfertigen wie ich nach 2 Kindern mit Fehlbildungen und zu dem Zeitpunkt 34 keine FWU o.ä. machen lassen wollte..
Bei dem Termin zur FD hat die Sprechstundenhilfe einfach eine FWU dazugeschrieben da bin ich bald ausgeflippt.
Achja und bei Sohnemann Nr. 1 hatten sie mir ja in der 32.woche noch eine Abtreibung ans Herz gelegt da durch die Gastroschisis auch der Verdacht auf T21 kam..... auch da mussten wir uns durchsetzen und uns anhören warum wir ihn behalten möchten
Ich finde den Artikel fürchterlich, wirklich eiskalt! Als wäre eine Abtreibung in der Frühschwangerschaft gar nichts, so ein Sch...!
Ich bin auch froh, dass unsere Familienplanung nun abgeschlossen ist und ich nicht mehr zu so einem Bluttest überredet werde.
Auch die Aussage"Mit dem Einstieg in die genomische Fortpflanzungsmedizin nähern sich die Zeiten ihrem Ende, in denen gesunder Nachwuchs eine Gnade war – und ein behindertes Kind ein hinzunehmendes Schicksal". [/color]regt mich tierisch auf. Schon jetzt wurde ich mehrfach gefragt, ob wir bei Anton nicht vorher schon gewusst hätten, dass er behindert sein wird. Weil die Leute eben keine Ahnung haben, wie viele Behinderungen eben erst durch die Geburt oder Frühgeburt oder auch nach der Geburt entstehen. Was ist dann mit unseren Kindern? Es wird verschwiegen, dass es weiterhin das "Schicksal" behindertes Kind geben wird.
Gruß
Katrin _________________ Katrin mit A. *06, SSW 23+0, 600g, Sauerstoffpflichtige BPD und Lungenschädigung durch RSV-Virus, pulmonale Hypertonie, Rechtsherzinsuffizienz, Hypotonie,entwicklungsverzögert, sehbehindert, ein immer fröhliches Kerlchen
und M. *08 und L. *11
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben. Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen. Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum posten Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen