Verfasst am: 08.08.2011, 09:32 Titel: Haus kaufen oder bauen? Frage an die Hausbesitzer
Hallo,
ich habe eine Frage an die Hausbesitzer hier im Forum.
wenn man sich für ein Haus entscheidet sollte man dann eins kaufen das man eventuell noch anpassen und umbauen muß oder lieber gleich neu bauen?
Wie habt ihr das denn gemacht? Ich habe mir jetzt ein paar angesehen, und zwei wären auch in Frage gekommen aber der Umbau und die Renovierungskosten wären heftig gewesen da beide sehr alt sind und quasi Renovierungsstau haben.
Ist ja auch schwierig irgendwas zu finden das im EG genügend Zimmer hat um dort alles behindertengerecht zu machen. Makler ist teuer und war bis jetzt nicht so erfolgreich. Was könnte ich noch unternehmen bei der Suche?
Bin für jeden Tipp dankbar..
Lg Rouven
wir haben einen altes bauernhaus ausgebaut, klar die kosten waren echt heftig, aber wenn wir unsere freunde sehen die ihr haus gebaut haben dann war es richtig!
Such lieber in Ruhe, als zu bauen. Hast nur Terroe.
Suche etwas in deinem verfügbaren Budget, und kalkuliere Umbaumassnahmen mit ein, so dass dafür noch Geld bleibt. _________________ LG, Chris
Christian mit Joel Fabrice. 31.08.2006 -Fokale unilaterale Polymikrogyrie-
Ich hatte ein altes gekauft und hab neues (Erweiterung) angebaut.
die Entscheidung kann unterschiedlich sein.
Wenn Ihr Ahnung von der Materie habt und auch viel Zeit um auf dem Neubau ständig nach dem rechten zu sehen, könnt Ihr neu Bauen (die versuchen zu schummeln und Pfusch zu verbergen wo es nur geht) sonst hast ständig Ärger.
Aber alles ist schnell fertig und Ihr lebt nicht auf einer Baustelle.
Wird aber meist teurer als veranschlagt und wie gesagt meist viel Ärger.
Bei gebraucht Kaufen ist zunächst oft billiger aber die Umbauten kosten Geld und Zeit. Je mehr man(n) selber machen kann/will lebst auf einer Baustelle.
Wenn viel selbst machen kannst ist die Qualität oft besser als beim Handwerker und billiger. Nachteil es kostet viel Zeit.
Hab jetzt 3 Jahre an meinen 75 qm Anbau gebaut aber alles selber gemacht.
Und sehr viel Geld gespart.
Aber dafür auch auf einer Baustelle gelebt bis es fertig ist.
lg Arnold _________________ Mama73,
Papa63,
B. 01/07 Frühkindlicher Autismus, Sprachentwicklungsstörung (spricht nicht), Schlafstörungen 100% GBH PS2
D. 01/07 atypischer Autismus und Verdacht auf ADHS. Sprachentwicklungsstörung 100% GBH PS2
Hm, ich sehe nicht so ganz den Unterschied zwischen Neubau und Umbau. Pech mit den Handwerker kann es immer geben und man sollte denen tunlichst genauestens auf die Finger sehen. Ich würde persönlich mehr zum Neubau tendieren, es hängt aber einfach von den verfügbaren bebauten und unbebauten Grundstücken ab. Wir haben das Haus der Großeltern aus den 1950igern Jahren umgebaut. Dämmung neu, Dach neu, Fenster neu, Elektrik neu, Wasserleitungen neu, so sehr viel billiger als ein Neubau war der Umbau nicht. Wir haben es auch nur gemacht, weil der Garten so traumhaft ist und die S-bahn nicht weit. Der Sanitärhandwerker war im Übrigen eine einzige Katastrophe Stress haben wir auch reichlich gehabt.
Wir haben einen fertigen Neubau gekauft. War nur kurzfristig und auf wenige Monate beschränkter Stress und besser hätten wir es selber nicht machen können.
Lage, Größe, Stil, Zustand, alles passte und passt auch noch nach fast 6 Jahren. Preis hier bei München ist natürlich hoch, aber vor allem kostet ja das Land, von daher war das nicht der Aspekt.
Mit größerem Umbau und mit Selber Bauen sitzt du viel viel länger dran, zeitlich und nervlich.
Bei Bestandsimmobilien kann ein behindertengerechter Umbau über die Pflegekasse mitfinanziert werden. Bis zu 2.500 €/Jahr pro Maßnahme )wobei mehrere Einzelumbauten zu einer Maßnahme zusammengefasst werden) und die KfW gibt hierfür VERGÜNSITGTE Darlehen. Beim Neubau gibt es über die Pflegekasse nichts.
Und noch etwas: bei einem Neubau müssen Erschließungskosten (bei der Gemeinde erfragen) mit bedacht werden. Bei erstmaliger Bebauung können die ganz schön das Budget belasten (Kanal-, Wasser-, Straße etc.). 5-stellige Beträge sind da schnell erreicht. Bei einem bestehenden Haus ist das meist erledigt (sicherheitshalber aber trotzdem bei der Gemeinde erkundigen).
Gruß
Papa Olaf _________________ Olaf für Mama und unseren Sonnenschein Alexander (*10.01.05), hypox. Hirnschaden unklarer Ursache, seitdem postapallisches Syndrom mit fokaler und generalisierter Epilepsie, Tetraspastik, Dystonie, Schluckstörung etc.
Such lieber in Ruhe, als zu bauen. Hast nur Terroe.
Suche etwas in deinem verfügbaren Budget, und kalkuliere Umbaumassnahmen mit ein, so dass dafür noch Geld bleibt.
Hallo Rouven,
ich sehe es anders als Chris. Klar gibt es einige Häuslebauer, wo es mit der Baufirma schief läuft. Aber ich habe auch im Freundeskreis von einigen negativen Überraschungen bei einem alten Haus gehört.
Wir haben uns vor 11 Jahren eine seriöse Baufirma gesucht (hör dich um) und mit denen gebaut. Wir haben keinen (damals) Pfennig mehr bezahlt als vereinbart und es war alles (auf den Tag genau) rechtzeitig fertig. Wir würden sofort wieder mit dieser Baufirma bauen.
Du kannst bei beiden Arten zu einem Haus zu kommen Pech oder Glück haben. Bereite es gut vor.
LG Heike _________________ Unser besonderes Kind wurde 1997 als Frühchen geboren und hat nach einer Hirnblutung eine Cerebrale Mehrfachbehinderung. Er ist Shunt versorgt und spricht nur wenig. Wir haben noch eine große, gesunde Tochter.
wir haben damals auch neu gebaut, weil man bei alten häusern halt auch immer mit überraschungen rechnen muß. bei uns hat alles super geklappt, haben auch das meiste selbst gemacht. der vorteil bei einem neubau ist, das man halt genau nach seinen wünschen und bedürfnissen bauen kann, zimmeraufteilung und so. ich würde wohl nicht mehr in einem neubaugebiet bauen, weil das jahrelange baustellen in der nachbarschaft bedeutet, das kann mitunter nervtötend sein. auf jeden fall würde ich nichts übers knie brechen, lieber länger suchen, nachdenken, informieren. alleine die ganzte planung hat bei uns schon fast ein jahr gebraucht bis wir zufrieden waren.
lg
susie _________________ j.(02) adhs, neurodermitis, verdacht auf as und t.(08) sev, multiple dyslalie
Ich denke auch, das steht und fällt mit der Qualität der Baufirma...
Wir haben vor 9 Jahren ein Haus aus den 50er Jahren gekauft und umgebaut/renoviert. Wir haben einiges "böse" Überraschungen erlebt, sowohl WÄHREND der Umbauphase, als auch danach, wenn ich mich dann aber im Bekanntenkreis umhöre bei denen, die neu gebaut haben, tut sich das nicht viel, da gab es auch Ärger, natürlich an anderen Stellen......
Es hängt ja auch ein wenig davon ab, wie "speziell" man umbauen muss, um es eben "behindertengerecht" hinzubekommen, manche Sachen sind in älteren Häusern gar nicht mehr so ohne weiteres zu verwirklichen.....
GLG Anja _________________ Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal, wie es ausgeht.
Vaclav Havel
Anja (*1969)mit F. und D. (*1998), D.: ADHS, L. (*2001) vorgeburtl. Schlaganfall, Hemiparese, Epi, GB und Y. (*2004) V.a. ADHS
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