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Kind ist überfordert mit Katze!
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Svenja-L
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BeitragVerfasst am: 07.08.2011, 18:45    Titel: Kind ist überfordert mit Katze! Antworten mit Zitat

Ich bin gerade etwas in der Zwickmühle. Wir haben vor 2 Monaten ein ausgesetztes Katzenbaby gefunden und aufgepäppelt. Die Anschaffung des Tieres war also nicht geplant, und ich habe es nicht übers Herz gebracht, den Kater ins Tierheim zu bringen.

Seitdem hängt der Familienseegen allerdings schief. Meine Tochter ist ja sehr angewiesen auf Steuerung von Aussen. Sie braucht einen geregelten Tagesablauf und noch viele Vorgaben von mir. Ich kann sie - leider - generell kaum unbeaufsichtigt lassen, weil sie viel Quatsch macht. Von der Intelligenz her ist sie durchaus wie eine fast Siebenjährige - emotional und sozial eher wie eine Drei- bis Vierjährige. Deswegen hat sie auch oft Probleme mit anderen Kindern und hatte Integrationshilfe im Kindergarten.

Die Katze maunzt morgens schon vor der Tür, oft sogar schon um 5.30 Uhr. Meine Tochter ist so verrückt nach dem Tier, dass sie sofort hinrennt. Den Tag über ist sie dann durch den Wind. Dann schnallt sie einfach nicht, dass sie die Katze nicht ständig tragen, stören und grob anpacken darf. Ich habs schon 1000 Mal erklärt! Desgleichen, dass die Katze sich dann nur wehrt, wenn sie ständig in Beschlag genommen wird und dann kratzt, und meine Tochter hat sie schon zurück gekniffen. Sie hat sie mit Wasser beschüttet, in den Schrank gesperrt, mit Seife beschmiert, ihr weh getan. Das arme Kätzchen kommt gar nicht zur Ruhe und kratzt sie natürlich auch ständig.
Meine Tochter wirkt auch völlig überfordert, so dass ich nach mehrmaligem Besprechen nun zu dem Entschluss gekommen bin, das Kätzchen wohl abzugeben.

Auf der anderen Seite hängt sie furchtbar an dem Tier und hat schon stundenlang (und das ist kein Witz!!!) geweint, als wir letztens ein Wochenende zur Oma gefahren sind ohne Katze. Sie ist völlig auf das Tier fixiert und weicht kaum von iherer Seite, nimmt sie total in Beschlag.

Aber ich halte es nervlich auch bald nicht mehr aus. Ich kann mich gar nicht mehr angstfrei bewegen, bin ständig mit Herzklopfen auf der Hut, ob ich wieder ein qualvolles Maunzen oder das Weinen meiner Tochter höre.

Abschaffen oder nicht? Wäre da für Meinungen echt dankbar.
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AnjaH
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BeitragVerfasst am: 07.08.2011, 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Kannst du klar Trennung herstellen zwischen den beiden? Ich habe hier ja auch Katze und ne 2 Jährige die noch sehr grobmotorisch ist sowie eine 7 Jähriger ohne Einsicht das eine Katze kein Reittier ist und auch nicht mit Schulterklopfen gelobt werden will wie ein PFerd. Rolling Eyes

Deshalb damit Katze zur Ruhe kommt ist sie Tagsüber bei uns im Schlafzimmer und pennt dort. Dann ist auch die Türe zu und fertig.

Also kannst du der Katze ein eigenes Reich schaffen für einige Stunden damit sie Ruhe hat? Wenn das garnicht geht würde ich schon überlegen ob ein ruhigeres Plätzchen wo man sie vielleicht besuchen kann besser wäre.

_________________
LG
Anja+ Felix
8 Jahre frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
und Julia 2,5 Jahre hypoton, globale Entwicklungsverzögerung

unser persönliches Album: meine Galerie
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Püppimelli
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BeitragVerfasst am: 07.08.2011, 20:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde ihr ein geeignetes Zuhause suchen, in dem sie ihre Ruhe hat. So wird das nichts werden, auch wenn es mir für deine Tochter leid tut. Aber sie kann offenbar eben nicht genug sensibilität aufbringen und dann ist es für die Katze stress pur.

Ich kann dir daher wirklich nur raten die Katze abzugeben. Das muss ja nicht ein Tierheim sein. Hier kannst du zb unter Notfellchen die Maus reinsetzen:

www.katzen-forum.net
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judithodrich
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BeitragVerfasst am: 07.08.2011, 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

..als wir unser Katzen bekam waren die Kinder fast 2 und fast 5. Sie haben es bei uns 15 und 17 Jahre ausgehalten.

Wir hatten allerdings einen sehr hohen Kratzbaum. Unsere Eigenanfertigung über mehrere Etagen ging bis unter die Decke. Bei Ruhebedarf lagen die Katzen außer Reichweite. Und sie konnten immer raus. Aber dies erst mit einem Jahr.

Wir haben teilweise auch oben gefüttert, somit störungsfrei.

Judith

_________________
Andreas 10/73, Judith 2/64 mit Sara 8/86, Ines 7/89, Anne 2/00 und Jonas *13.07.2005 †03.04.2006, SMA Typ I und Joshua 12/2008

Unser Album: http://www.REHAkids.de/phpBB2/album.....personal.php?user_id=4080
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Svenja-L
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BeitragVerfasst am: 07.08.2011, 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Das mit dem Wegsperren finde ich ganz gut. Aber was ist denn, wenn der mal aufs Katzenklo muss? das soll doch immer am gleichen Platz stehen (zur Zeit bei uns im Gästeklo?).

Noch eine Frage, die meinen Mann schwer beschäftigt: kann man eine Katze mit in den Urlaub nehmen (ca. 4 Std Fahrt). Wir wollten eigentlich im Oktober nach Dänemark...wir haben hier keine Verwandten vor Ort, und ich befürchte, dass der Kater auch alles aus Protest zerkratzt, wenn wir ihn eine Woche alleine lassen.
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Susanne 61
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BeitragVerfasst am: 07.08.2011, 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Svenja,
bei uns geht es, wie von Anja beschrieben, sehr unproblematisch zu mit autistischem Kind und (zwei) Katzen. Die armen Tiere hatten lange Zeit in der Nähe von Dorothea nichts zu "lachen", in der Tat. Aber sie konnten ihren Aufenthaltsort im Haus frei wählen... Es gibt genügend Räume, wo man die Tür hinter ihnen zu macht, fertig. Wollen sie raus, machen sie sich bemerkbar, ohnehin müssen sie dreimal täglich raus an ihren Futterplatz. Manchmal allerdings bleiben sie auch lange Zeit im selben Raum wie Dorothea. Ihre "Attacken" auf die armen Viecher haben deutlich nachgelassen. Ich denke, wenn die Möglichkeit zum Rückzug immer gewährleistet ist, kann eigentlich nicht viel schief gehen... Inzwischen gibt es längst ein anderes Problem: Die beiden Kater (kastriert und Brüder) sind sich selbst nicht mehr grün...
In den Urlaub mitgenommen haben wir die Katzen nie. Sie bleiben zu Hause und werden von den Nachbarn gefüttert.
Liebe Grüße,
Susanne

_________________
Susanne mit Dorothea, 10 Jahre, frühkindlicher Autismus nach Schulterdystokie und drei gesunden Geschwistern 18, 21 und 22 Jahre
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clarion
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BeitragVerfasst am: 07.08.2011, 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde die Katze abschaffen, denn so ist es Tierquälerei.
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Svenja-L
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Beiträge: 110

BeitragVerfasst am: 07.08.2011, 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss auch noch erwähnen, dass sie sehr lieb sein kann mit dem Kater. Sie kann ihn lange Zeit streicheln, singt ihm Lieder vor, spielt mit ihm Memory oder baut die Kuscheltiere um ihn rum. Er darf auf ihrem Bettschlafen und sie stört ihn dann auch mal 2 Stunden nicht und beschäftigt sich nur neben ihm. dann gibts aber wieder extremere Phasen, so als ob sie nicht versteht, dass sie das Tier nicht steuern KANN (und natürlich nicht darf).
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eline
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BeitragVerfasst am: 07.08.2011, 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

zu der Frage, ob das für die Katze irgendwie machbar ist, kann ich nicht wirklich viel sagen. Nur daß Katzen echt viel Ruhe brauchen. Sonst haben die irgendwann ihre Methoden, sich zur Wehr zu setzen. Sie werden aggressiv, oder fangen an, irgendwo hinzupieseln, zu -k***n, oder sie suchen sich einfach ein neues Zuhause und kommen nicht mehr wieder.

Aber wegen der Toilettenfrage...Eine Katze kann sich auch problemlos an eine zweite Katzentoilette gewöhnen. Dann steht die eine halt im Gästeklo, und die zweite im Katzen-Rückzugs-Raum. Das ist ja nicht schlimm. Das kriegen die hin.

Urlaub ist für Katzen in den allermeisten Fällen großer Streß, weil sie sich an ihr Zuhause sehr binden. Es geht gar nicht mal um die Fahrtzeit. Aber: In der Fremde sind sie orientierungslos. Außerdem ist m.E. mit einem Kind in jedem Alter die Gefahr viel zu groß, daß eine Tür aufgemacht wird und die Katze im Urlaub abhaut. Und da ist dann die Chance, daß sie wieder zurückfindet, oder daß man sie wieder zurückbekommt, sehr gering. Wir haben ab und zu unsere Katzen mit in unser Ferienhaus genommen, als ich Kind war. Das war Streß pur für alle Beteiligten. Meine Eltern haben das irgendwann verweigert.

Es gibt abgesehen von Nachbarn auch "catsitter", die in Eurer Abwesenheit das Tier gegen eine Gebühr pflegen und füttern, auch mal schmusen oder spielen, sie rauis- und reinlassen.

Viele Grüße

Esther

_________________
Esther mit Felix (03) und Linus (07), LKGS, gastroösoph. Reflux, Trichterbrust.

Kontaktadresse der WRG, Selbsthilfegruppe für Menschen mit Lippen-Kiefer-Gaumenfehlbildungen;
www.lkg-selbsthilfe.de
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BeitragVerfasst am: 07.08.2011, 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
deine Tochter wird wahrscheinlich aufgrund von Wahrnehmungsproblemen gar nicht ihre Kraft einzuschätzen wissen und gar nicht wissen dass sie ihm weh tut mit ihrem Verhalten. Ich denke durch das nicht Einschätzen können möchte sie ihm eigentlich nicht weh tun und meint es nicht böse...und ist dann wahrscheinlich völlig entsetzt warum du schimpfst..

Ich würde auch versuchen einen extrem hohen Kratzbaum anzuschaffen und dort dem Kater Erholungspausen zu verschaffen...
Ansonsten evtl. ein anderer Teil des Hauses, wo sie keinen Zugang zu hat...

Abschaffen würde ich nur in letzter Konsequenz, wenn es nicht klappt....
Vielleicht kann auch mal ein Therapeut mit ihr darüber sprechen...Von aussen sind die Kids doch oft mehr zugänglicher als wenn Mama was sagt...

Ich wünsche euch alles Gute..
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