Verfasst am: 27.07.2011, 12:33 Titel: Erfahrung mit GUK?
Hallo Ihr Lieben
die Logopädie will bei meinem 26 monate alten Sohn mit GuK therapieren. Er spricht außer ein paar Wortsilben nichts und auch nichts nach. Jamie hat für sich eine eigene Zeichensprache entwickelt und die Logopädin will da mit GuK jetzt anknüpfen.
Sie vermutet das er eine sehr starke Wahrnehmungsstörung hat und sie ist auch der Meinung das frühkindlicher Autismus besteht.
Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Sie meinte ich soll mir den Kasten noch nicht kaufen, da es sein kann das er sich nach ein paar mal völlig versperrt, da sie so ein Verhalten wie bei ihm sehr selten bis jetzt hatte (sie ist auf Kinder spezialisiert)
ich habe ein jahr mit autistischen kindern zusammen gearbeitet und habe nur positive erfahrungen gemacht die kinder haben viele fortschritte gemacht!!!
danke für deine Antwort. Da bin ich mal gespannt wie Jamie mitmacht. Er denkt sich ja jeden Tag neue Zeichen aus für das was er uns zeigen möchte. Das neueste ist für einen Ball, da macht er Rollbewegungen mit der Hand. Erst wissen wir immer gar nicht was er von uns möchte, aber man lernt ja schnell
ich hoffe das er mit der GuK besser klar kommt und es für ihn einfacher ist.
Die Logopädin meinte auch das er alle Wörter gespeichert hat und wenn man ihm was sagt auch alles ausführt, aber er verbindet es einfach nicht mit der Sprache. Für ihn ist Sprechen absolut nicht relevant
meine Tochter spricht mit 4 1/2 Jahren nur ein paar Silben. Wir haben im Alter von 2 Jahren mit den GUK Karten angefangen und es funktioniert gut. Nach anfänglicher Abwehr und Ablehnung meiner Tochter kommunizieren wir jetzt echt gut.
Wir haben immer einzelne Karten in unseren Alltag eingebaut und somit ist ein großer "Wortschatz" entstanden. Manche Gebärden haben wir abgeändert, da meine Tochter eine Spastik u.a. auch im rechten Arm hat. Unsere Logopädin meinte dann, dass diese Gebärden dann mit "Dialekt" gezeigt werden.
Zudem haben wir ein Kommunikationsbuch gebaut. Es ist ein kleines Ringbuch, dort haben wir auf der linken Seite des Blattes die Gebärden (z. B. Katze) aufgeklebt und direkt daneben ein Bild von einer Katze. Das Buch nehmen wir immer mit, somit kann meine Tochter auch ohne mich mit anderen sprechen.
danke für deine ausführliche Antwort. Das gibt Hoffnung das Jamie doch mitmacht.
Die Logopädin hat schon einen Therapieplan aufgestellt, weiß aber nicht ob es so funktioniert da Jamie leider auch sehr schnell in eine Schreckstarre fällt wenn man etwas lauter mit ihm spricht oder etwas kommt was er nicht einordnen kann. Die dauert dann meist so 10min an
Aber das mit dem Ringbuch werde ich mir auf alle Fälle merken, denn ich habe jetzt gemerkt als meine Eltern ihn wiedermal nach langer Zeit gesehen haben, das sie völlig überfordert waren mit seinen Gestiken. Wir brauchen ja schon manchmal bissl länger bis wir wissen was er möchte, aber Außenstehende wissen dann gar nicht bescheid
Liebe Grüße - Isolde _________________ „Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten“ - Katharina von Siena "Einen Anfang zu machen ist das Geheimnis von weiterkommen" - chin. Weisheit
ich bin auch immer Dolmetscher. Wenn andere Personen keine Gebärden verstehen, kann auch schon mal ganz praktisch sein.
Meine Tochter und ich haben jede Menge Spaß dabei. Lästern funktioniert schon ganz gut. Das ist lustig und sie verliert nicht die Lust am Lernen.
Das Ringbuch passt in jede Tasche und die Großeltern müssen nicht immer bei den Eltern nachfragen. Meine Tochter geht damit schon einkaufen.....
Hat ca. 1 Jahr gedauert, bis die ersten Kommunikation so richtig zustande kam.
Ich wünsche euch genau so viel Spaß, wie wir haben.
habe eine ältere Auflage von "Schau doch meine Hände an"......vielleicht möchtest Du das Buch haben?
Anne _________________ DUM SPIRO SPERO
(solange ich atme, habe ich Hoffnung) CICERO
Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits,Makrocephalie, Gaumenspalt u. e. mehr
Tochter A. 01/96, in der Grundschulzeit Absencen
ich bin auch immer Dolmetscher. Wenn andere Personen keine Gebärden verstehen, kann auch schon mal ganz praktisch sein.
Hallo Nadine
ich hoffe ja das er das annimmt mit GuK, da er jeden Tag immer mehr Zeichen für sich selber entwickelt und wir an unsere Grenzen stoßen. Gestern hat er wieder eins gefunden wo wir selber erst nach ewigem Aufzählen rausbekamen das er einen Stift möchte. Heute hat er einen Traktor gesehen und hat immer erst den Arm nach unten und dann nach vorn gestreckt. Er macht es dann auch pausenlos, aber bis jetzt bin ich noch nicht draufgekommen was er damit ausdrücken wollte. Er ist auch immer total überzeugt von seinen Gestiken und macht sie sehr ausdauernd bis wir endlich begreifen was er meint.
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