hey uschi.
Ich glaube wir hatte uns schon mal "kennengelernt" Ich weiß nur das es ca. bei 1% aller geborenen Kinder vorkommt. Das es wohl nicht untypisch ist das die Nabelschnur "Löcher" aufweist.ABER die sind sooooo klein das man es nicht feststellen kann. Und in unserem Fall scheinen sie größer zu sein Also eigentlich "Schicksal", wenn man es so nennen darf.Ich kann es gut verstehen das man sich über jede kleine Veränderung freut.es sind keine riesenschritte, aber es geht doch irgendwie weiter.aufs arbeitsleben freue ich mich auch sehr endlich mal was anderes sehen.
liebe grüße _________________ A. 12/09 schwere peripartale Asphyxie
Hallo Diana,
ob ein Psychologe die richtige Anlaufstelle ist, ist teilweise auch von der eigenen Veranlagung abhängig. MEIN Weg wäre es NICHT, aber ich konnte schon immer viele Dinge gut mit mir selbst ausmachen.
Die Geburt unseres Sohnes stellte mich da auf eine harte Probe - wie oft hab ich mir eine Glaskugel gewünscht, die mir den Stand zu einem Zeitpunkt X zeigen würde. Wie gern hätte ich etwas gehabt, womit ich mich hätte "abfinden" bzw. drauf einstellen können. Abfinden werde ich mich damit nie, aber ich arrangiere mich damit.
Mein Mann ist mir seelisch eine große Hilfe und ich habe eine sehr gute Freundin, die ich im Zweifel auch nachts anrufen könnte. Unser Leben hat wieder einigermaßen Normalität bekommen, nicht zuletzt auch durch den Einstieg in die Kita!
Die anfängliche Ungewissheit weicht bei uns so langsam der Ahnung (Gewissheit?), dass die Entwicklung vermutlich abgeschlossen ist. Ich weiß nicht, ob das vielleicht auch ein weiterer Schritt in der Akzeptanz ist...!?
Es gibt heute noch ganz schlimme Tage, an denen alles hoch kommt - ich laufe dann einfach heulend mit meinen Hunden durch den Wald und oftmals geht es mir danach wieder besser.
Was mir auch sehr hilft sind intensive Kuschelzeiten mit meinem Sohn - er genießt es und ich auch.
Ich wünsche Dir, dass auch Du Deinen Weg findest. Wir alle hier verstehen Dich wohl nur zu gut! Auch nach fast 2 Jahren kann ich immer noch nicht sagen, dass es irgendwann "gut" wird. Es wird immer eine psychische Belastung bleiben - mal mehr mal weniger.
Uns belasten hauptsächlich die ständigen Fieberattacken, die dann schnell auf 40 Grad steigen oder die ständige Bronchitis, die auch immer wieder im Raum steht.
Fühl dich mal gedrückt!!!
LG
Nicole _________________ Grüße von Nicole (*72) und Tim (*09), diverse Hirnfehlbildungen und seit Febr. 2010 West-Syndrom (leider seit Mai 2011 nicht mehr anfallsfrei mit auffälligem EEG) - kann nicht sprechen, nicht laufen, nicht sitzen, nicht krabbeln - ABER unser Li-La-Launebär - Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiss wie Wolken schmecken -
ich kann ziemlich gut verstehen, wie es Dir im Moment zu Mute ist.
Dises Nagen im Inneren, die Angst vor einer geistigen Behinderung, die Angst vor einer Zukunft, die ja nicht einfacher zu werden scheint, eher schwieriger, da das Kind größer, schwerer und das Anderssein für alle immer offensichtlicher wird.
Im Moment, wenn ich den direkten Vergleich zu Gleichaltrigen Kindern habe, kann ich mir nicht vorstellen, dass unsere Bub den Abstand auch nur im Ansatz aufholen wird. Aber Entwicklungen gehen manchmal nicht nachvollziehbare Wege und ich habe hier nun auch schon von Kindern gelesen, mit denkbar schlechten Prognosen, die sich ganz prima entwickelt haben.
Ich sehe inzwischen die kleinen fortschritte und freue mich darüber.
Sehr und voller Stolz darauf, was unser Kind so leistet, gerade weil es ihm nicht einfach so zufällt.
Dennoch ziehen mich die Geschichten normaler Kinder auch immer wieder runter.
Wie zum Beispiel die, einer Nachbarin, deren Tochter (viel jünger als unser Bub) in einer Woche robben, Krabbeln und Hochziehen lernte. Das sind dann meine Dämonentage. Da bin ich verzweifelt, tief traurig und hoffnungslos.
Aber, wie lernte ich gerade von einer lieben Mutter in diesem Forum, die mir schon 2 Jahre voraus ist, mit ihrer Anpassung an die Situation, auf jedes Ab folgt IMMER wieder ein Auf. Das hat sie inzwischen gelernt.
Das ist doch ziemlich beruhigend.
Und nun zu Deiner eigentlichen Frage. Ja, ich habe psychologische Hilfe.
Das erstemal holte ich mir welche über das Krankenhaus, in dem der Bub nach der Geburt lag, weil ich Sorge hatte vor postpartalen Depressionen. Und weil ich meine Angst nicht loswurde, er könne einfach wieder aufhören zu atmen. Das habe ich aber nur ein paar Monate gemacht.
Dann galt das Kind ja einige Monate als frühgeboren, aber doch gesund, ich aber
merkte, das ich nicht zur Ruhe komme einfach ziemlich ausgepowert und alle war und sehr weinerlich und gleichzeitig aber auch mit meiner Umwelt sehr ungeduldig und grantelig.
Und als sich rausstellte, dass doch nicht alles so dufte und einfach sein würde habe ich mir erneut Hilfe gesucht, und es tat schon gut, das mir Jemand sagte, das ich auch das Recht habe, so zu fühlen, das ich mir selber Freiräume schaffen muss, der mir half, einen Babysitter zufinden, der mir zu hörte, der meinen Blick auf die positiven Dinge richtete.
Ich weiß nicht wie lange ich das noch machen werde, aber für mich war es die richtige Entscheidung. Aber der Austausch in diesem Forum hilft ja auch. Mitunter vielleicht genauso gut. Man weiß es nicht.
Übrigens, wenn Du Freiräume für Dich benötigst, vielleicht auchmal ins Kino möchtest, keine Großeltern in der Nähe hast, frag dochmal in Eurer Geburtsklinik bei den Schwestern nach, ob da nicht einige Babysitten.
Uns beruhigt das sehr, das wir Jemanden haben, der im Zweifelsfall weiß, was zu tun ist.
Ganz liebe Grüße,
Karo _________________ F. *02/10, ALTE, 1q44 Mikrodeletionssyndrom
Dem Schicksal den Hintern versohlen für seine schlimmen Taten, dem Schuft, das möchte man manchmal wirklich gern.
Ins Ohr brüllen möchte man ihm "Gerecht geht anders, Du Amöbe!", auf das ihm die schicksalhaften Garstigkeiten mit 30 Atü ins verschrumpelte schlechte Gewissen schießen.
Also ich habe mir psychotherapeutische Hilfe gesucht. Momentan stecke ich auch noch drin. Man muss offen sein können - ehrlich zu den Gefühlen die man hat. Sonst bringt es nichts. Also nicht auf die Frage "wie geht es Ihnen heute" mit der normalen Floskel "geht schon" antworten.
Anfangs war ich auch sehr skeptisch. Aber es tut schon allein deswegen gut, weil das Gegenüber neutral ist. Alles viel objektiver sieht.
Natürlich werden die Sorgen nicht kleiner, aber man lernt ein Stück weit, die Situation akzeptieren zu lernen. Und wenn Mama wieder Luft zum Atmen hat, weil sie mental gefestigter ist - dann merken das auch die Zwerge.
Du kannst ja 5 Probesitzungen machen und danch entscheiden, wie es sich für Dich anfühlt. Also das würde ich auf alle Fälle machen. Die Ratschläge anderer sind in diesem sensiblen Bereich schon seeeeehr subjektiv - so wie meiner halt auch _________________ Katharina (*98), Tamara (*03) mit Entwicklungsverzögerung, grauer Star, Pseudo-Krupp, Beinverkürzung nach Osteomyelitis, leichte Skoliose. Im März 2010 Beinverlängerung mit externem Fixateur. www.meine-kleine-wird-gross.de
Ich denke ob Dir ein Psychotherapeut helfen kann, hängt davon ab wie Du selbst dazu stehst. Beantworte Dir zuerst mal die Fragen ob Du offen sein kannst zu Fremden die Dir gegenüberstehen, mit ihnen über Ängste, Gefühle und auch Gedanken reden kannst.
Es könnte Dir dann vielleicht viel bringen, da dann jemand da ist mit dem Du Dein Chaos etwas "sortieren" und analysieren kannst. Der Dir klare Wege zeigt und auch Deine eigenen Zweifel mit Dir bearbeitet. Aber ob dieser Weg DEIN Weg ist musst Du selbst herraus finden. Die meisten haben aber auch sog.Probesitzungen, vielleicht hilft Dir so ein Termin erstmal weiter um zu sehen ob es was für Dich wäre.
Ich selbst kann Dir nur dazu raten, vorallem wenn Deine eigene Kraft und Stabilität etwas wackelt.
lg diana _________________ M *22.11.10 AV Malformation Ohrmuschel, operativ entfernt M.J.*22.06.08 gesund
dianahsk- dir frage sollte ich mir wirklich stellen. Ich bin eigentlich ein mensch der alles mit sich selber ausmacht und ich glaube das ist mein Großer Fehler.
Ob ich einer Fremden Person mein leben erzählen kann???? Ich weiß nicht!
Fremd schon - aber eben erstens neutral und zweitens an die Schweigepflicht gebunden. _________________ Katharina (*98), Tamara (*03) mit Entwicklungsverzögerung, grauer Star, Pseudo-Krupp, Beinverkürzung nach Osteomyelitis, leichte Skoliose. Im März 2010 Beinverlängerung mit externem Fixateur. www.meine-kleine-wird-gross.de
Hallo Diana,
ich war gleich nach der Geburt im KH bei einer Psychologin, die ich sehr gut fand. Es war einfach erstmal ein Gespräch, aber ich hatte dann schon mal das Gefühl, eine Anlaufstelle für alle Fälle zu haben. Dann hatten wir aus Göttingen eine Verdachtsdiagnose mit auf den Weg bekommen, die bedeutet hätte, dass Vincent jederzeit sterben kann (da war er vier Monate alt). In der Situation hatte ich dann ein zweites Gespräch mit der Dresdener KH-Psychologin, in dem sie vor allem danach gefragt hat, in welchem Bereich in Unterstützung brauche. Schon das fand ich sehr hilfreich, denn oft sitzt man ja zu hause und wünscht sich einfach nur, dass "alles gut wird". Das Gespräch hingegen war sehr realitätsorientiert. Die Psychologin hat mir dann verschiedene Anlaufstellen genannt und meinte, sie würde mir nicht raten, zu einem Therapeuten zu gehen, weil es in meiner Situation nicht um eine klassische Psychotherapeutische Hilfestellung geht. Stattdessen hat sie mir den Psychologischen Krisendienst des Gesundheitsamtes empfohlen. Dort fand eine zeitlich sehr flexible (mal jede Woche, mal einmal im Monat) "Betreuung" statt. Mir ging es anfangs z.B. hauptsächlich darum, einfach mal einen Ort zu haben, wo ich mich hemmungslos ausheulen kann, was mir tatsächlich bei fremden Menschen leichter fällt als bei Freunden / Familie. Ansonsten habe ich dort einfach alles auf mich zukommen lassen und hatte wohl auch Glück mit der Psychologing dort, die immer gute Wege gefunden hat, mir neue Gedankengänge aufzuzeigen. Mal ging es darum, mir zu helfen Zeit für mich zu finden (Ergebnis: jetzt haben wir ne Putzfrau und ich war im März drei Wochen zur Kur). Mal ging es darum zu schauen, was ich psychisch an Unterstützung brauche und natürlich immer wieder um die Frage "Wie kann ich die Ungewissheit aushalten, nicht zu wissen, ob mein Kind seinen nächsten Geburtstag noch erleben wird". Im Laufe der Zeit hat sich für mich dort rauskristallisiert, dass ich nichts tun kann, um den Lauf der Dinge zu ändern aber alles tun kann, damit Vincent ein schönes Leben hat. Das ist jetzt mein Ziel: Er soll glücklich sein. Und wenn ich mir anschaue, was für ein fröhliches Kind er ist obwohl er schon so oft im Krankenhaus war und ständig zum Arzt und zu Therapien muss, dann scheinen wir dieses Ziel als Familie gut zu erreichen. Natürlich geht es mir zwischendurch immer wieder schlecht und es fließen nach wie vor viele Tränen. Aber trotzdem ist mir vieles leichter geworden.
Also, ich würde dir durchaus raten, einfach mal einen Versuch zu unternehmen, dir psychologische Hilfe zu holen, aber vielleicht nicht unbedingt in Form einer Therapie. Alles Gute für Euch wünscht
Gesa _________________ Gesa mit Vincent (*09/09) Kardiomyopathie, ASD, VSD, entwicklungsverzögert, PVL, rezidivierende Infekte und noch einige kleinere Baustellen
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben. Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen. Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum posten Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen