Nur mal kur am Rande: Es gibt keinen normalen oder gar unnormalen Anwalt für Familienrecht. Jeder Anwalt lernt in seinem Studium die gleichen Dinge, also alle Dinge des Rechts wie Erbrecht, Strafrecht, Zivilrecht, Familienrecht, Insolvenzrecht... usw.
Wenn bei einem Anwalt "Fachanwalt für Familienrecht" steht, dann ist dieser aber meistens besser als der Kollege ohne diesen Hinweis, da dieser dann (fast) ausschließlich Streitigkeiten in Familienrechtsangelegenheiten regelt und dementsprechend gut in diese Materie eingearbeitet ist und die feinen Kniffe kennt. Ein Anwalt ohne diese Zusätze kann das natürlich auch, beschäftigt sich aber eher in der Richtung Strafrecht. Denn wenn sich ein Anwalt auf einen Bereich spezialisiert, trägt er das mit dem "Fachanwalt für.." zu Schau, da er so natürlich sein Klientel besser anzieht.
aber grad deswegen macht es ja schon auch deutlich Sinn, einen Fachanwalt für Familienrecht aufzusuchen, wenn es um eine Scheidung geht.
Also ich seh da schon deutliche Unterschiede. Mein jetziger Mann hat sich zur gleichen Zeit scheiden lassen und einen Anwalt ohne besonderen Schwerpunkt aufgesucht. Es war sehr offensichtlich, dass er wenig bis keine Ahnung übers Unterhaltsrecht hatte.
LG Ela _________________ Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11
Denn wenn sich ein Anwalt auf einen Bereich spezialisiert, trägt er das mit dem "Fachanwalt für.." zu Schau, da er so natürlich sein Klientel besser anzieht.
Also das sehe ich SO nicht,
es hat schon seinen Sinn weshalb er Fachanwalt ist,
und das kann man oft heute auch recherchieren,
ich habe z.B. jetzt einen Fachanwalt für Sozialrecht und alles was mit Behinderung zu tut hat;
er kennt somit das SGB viel viel besser als andere Anwälte die sich erstmal in die Materie einlesen und das erwarte ich auch dass er sich schlichtweg besser und routinierter auskennt.
Wenn ich mir dann seine Homepage anschaue dann sagt die mir - der Mann weiß wovon er redet - weil er genau aufgegliedert hat was seine Fachgebiete sind.
Und das ist für mich dann ein Fachanwalt der kompetent beraten und vertreten kann und was er nicht gleich weiß, es weiß woher er fundierte Kenntnisse bekommt.
Ein Anwalt der "irgendwie" alles kann kommt für mich in speziellen Dingen wie Sozialrecht und Familienrecht nicht in Frage.
Liebe Grüße - Isolde _________________ „Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten“ - Katharina von Siena "Einen Anfang zu machen ist das Geheimnis von weiterkommen" - chin. Weisheit
die Wahl des Rechtsanwalts ist sicherlich wichtig. Man/frau sollte sich dort gut aufgehoben fühlen, der Anwalt sollte zuhören und auf das eingehen, was vorgetragen wird. Ich persönlich halte nichts von Anwälten, die mir nach dem Mund reden, mir für jede Streitigkeit den sicheren Gewinn vorhersagen, aber dann doch nicht halten können, was sie versprochen haben.
Ein Anwalt sagte mal: Auf hoher See und vor Gericht bis du in Gottes Hand". Sicherlich gibt es nur wenige Entscheidungen, die klar auf der Hand liegen, ansonsten gilt die richterliche Entscheidung, die nicht unbedingt vorhersehbar ist.
Ich habe schon die erste Scheidung meines Ex-Mannes miterlebt und die zweite (meine) leider auch. Mein Ex hat oft den Anwalt gewechselt, weil er unzufrieden war, daher habe ich schon eine Menge Anwälte erlebt. Ausschlaggebend für den Erfolg und Zufriedenheit war sicher nicht der Zusatz "Fachanwalt für ...". Für mich zählt da einfach die wirkliche Qualität. Ist wie ein Doktortitel beim Arzt. Es kann einer Dr. Dr. sein, aber er geht nicht auf mich ein, hört mir nicht zu, gibt mir eine Standardbehandlung. Es gibt auch Ärzte ohne Doktortitel, die ganz hervorragend sind.
Liebe Grüße
Iris _________________ Iris mit Katharina *1999 in Bulgarien, seit 2001 in Deutschland, geistig behindert, keine Sprache, keine Diagnose
Denke nicht so oft an das, was dir fehlt, sondern an das, was du hast.
auf jeden Fall solltet ihr einen Fachanwalt aufsuchen. Ein Fachanwalt ist jemand, der sich zusätzlich in dem speziellen Gebiet fortgebildet hat. Nicht jeder Anwalt mit Tätigkeitsschwerpunkt kann sich Fachanwalt nennen.
Auf jeden Fall ist für den Unterhalt der Betreuungsaufwand und die Betreuungsmöglichkeiten für das behinderte Kind maßgebend. Da kann es schon sein, dass die Mutter länger Betreuungsunterhalt als bis 3 Jahre erhält. Das ist aber vom Einzelfall abhängig.
Es gibt von der Verbraucherzentrale gute Info-Bücher über Unterhalt und Scheidung. Einfach mal auf der Internetseite stöbern.
Ein Anwalt für Behindertenrecht kann notwendig sein, wenn ein Behindertentestament gemacht werden soll.
Liebe Grüße
Lisa _________________ Botho (1962), Lisa (1965), Freya (2007)
Sie ist stark entwicklungsverzögert und hat Pseudo Lennox. Sonst ist sie ein liebes, fröhliches Kind, das uns viel Freude macht.
Hallo, auch ich bin geschieden und hab ein schwerbehindertes Kind.
Hatte einen Anwalt für Familienrecht. Er hat bis jetzt alles für mich durchbekommen. Ich bekomme auch noch Betreuungsunterhalt für meinen Sohn ( 15 Jahre ) von meinem Ex-Mann.
Wenn er mal wieder meint das nicht zahlen zu müßen ziehe ich vor Gericht.
Habe schon 1x gewonnen. Mit dem Besuchsrecht ist das so einen Sache.
Mein Ex-Mann hat kein großes Interesse an seinem Sohn und erzwingen kannst du das nicht.
Ich wünsche dir viel Kraft für die Zukunft!
Gruß
Jeder Anwalt lernt in seinem Studium die gleichen Dinge, also alle Dinge des Rechts wie Erbrecht, Strafrecht, Zivilrecht, Familienrecht, Insolvenzrecht... usw.
... schön wär's... ich habe Jura studiert und glaub mir, von Erbrecht, Gesellschaftsrecht oder Sozialrecht habe ich noch nie was gehört ... ich weiß nur minimalste Grundzüge und wo ich nachgucken muss, mehr aber nicht ...
...da sollte man sich also schon mal üüüberhaupt nicht drauf verlassen... Prüfungsstoff sind nur Strafrecht, Zivilrecht und Öffentl. Recht und eben ein viertes als Wahlfach... Wenn einen die Vorlesungen in den anderen Fächern nicht interessieren - dann geht man da eben nicht hin... Ich habe zwei Staatsexamina gemacht, die nicht mal schlecht, plus Referendariat, div. Jahre Berufserfahrung... und noch niemals in eines der SGB geguckt... einfach, weil es nicht mein Fachgebiet ist und es kein Prüfungsstoff ist.... mein Schwerpunkt und mein Wahlfach waren/sind andere.
Einen Beinbruch lasse ich auch nicht vom Gynäkologen behandeln, auch wenn er in der Ausbildung sowas vielleicht schon mal gesehen hat ... Dieser Vergleich trifft es eben auch bei Anwälten so ziemlich...
Beim Fachanwalt kann man sich schon ziemlich sicher sein, dass er auch Ahnung von der Materie hat...!!! denn die müssen sich über mehrere Kurse (die sich über Monate hinziehen) hin fortgebildet haben und außerdem müssen sie, um den Titel auch führen zu dürfen, eine bestimme Anzahl von Mandaten bearbeitet haben, dass ist zwar von Fachgebiet zu Faachgebiet unterschiedlich, aber so um die 100-200 Fälle innerhalb eines bestimmen Zeitraumen (ca. 2-3 Jahre!) sind nachzuweisen, bevor der Titel auf den Briefkopf darf... also, das ist eben kein Titel, den man sich so einfach mal aufs Schildchen setzen kann .. eben, wie ein Arzt dann auch eine jahrelange Facharzt Ausbildung machen muss, ob sich die Bezeichung Facharzt anzuheften...
Wo man aufpassen muss, ist das schöne Wörtchen "Interessen- Tätigkeitsschwerpunkt", dass viele Kollegen gerne gebrauchen... das heißt nämlich ebenfalls noch gar nicht viel... der Kollege würde gerne, hat aber noch nicht sozusagen
Das erste, was man in der Ausbildung in der Rechtsanwaltsstation lernt, ist, es dem gegenüber nicht anmerken zu lassen, dass man keine Ahnung hat und wenn der Mandant weg ist, schnell nachzuschlagen ... ich will da jetzt keineswegs alle über einen Kamm scheren, idR kann man, wenn man juristisches Gespür hat auch so trotzdem ein guter oder gar sehr guten Anwalt sein (vieles kann man tatsächlich schnell nachschlagen oder übertragen...), aber es gibt eben genug, die so arbeiten und auch daneben liegen können, nicht gleich immer total... Ich habe da mal einen Ausbilder gehabt... der war weiß Gott kein schlechter Anwalt, er hatte echt Talent, aber er meinte alles zu können (der gipsende Gynäkologe sozusagen ), war obendrein nicht der fleißgste und es ist schon einiges schief gelaufen... nicht immer war es für die Mandanten erkennbar oder wurde irgendwie wieder gerade gebogen. Er hat viele Sachen echt toll gemacht... - viele, vor allem, zu denen er keine Lust hatte, eben auch nicht... den Mandanten konnte er das aber eben immer "gut verkaufen".
Ich bin weiß Gott kein Experte im Familienrecht (s.o.), aber mir sträuben sich manchmal echt die Haare, wie da teilweise Unterhalt berrechnet wird ... und wenn die Gegenseite nicht mosert, dann sagt da kein Richter was... kann gut sein, aber eben auch nach hinten losgehen... da ist eben ein Fachanwalt einfach routinierter!
Das beste. um an den richtigen zu geraten... Fachanwälte konsultieren... am besten, in Kanzleien, wo mehrere mit unterschiedlichen Titeln sitzen, so dass man bei Überschneidungen oder mehreren Sachen beim richtigen landet - die Kanzlei sollte aber auch nicht zu groß sein... und, man muss meistens schon gut sein, um überhaupt in eine größere Kanzlei Aufnahme zu finden...
- möglichst nicht die Kanzlei nehmen, die gerade erst neu ist, ebenso, keine Berufsanfänger... die sicherste Methode, beides auszuschließen ist einfach ein Fachanwalt und zwar für das Gebiet, was gerade benötigt wird... beim Anwalt muss man wie beim Arzt einfach "ein gutes Gefühl" haben, sonst sollte man lieber eine zweite Meinung einholen....
Wenn jemand noch Fragen hat, dann gerne über PN,
lG,
AnKa _________________ AnKa mit Tochterkind 10/02 u. Minimonk 11/05 mit Syndaktylien, extremen Knick-Senkfüßen, hyperreagiblem Nervensystem u. aut. Verhaltensmustern - seit Jan. '11 glückliches Regelschulkind!
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