Verfasst am: 19.07.2011, 16:39 Titel: Geschwisterchen - wir überlegen, der Wunsch ist da
Hallo an alle.
Ich weiss grad gar nicht wo ich anfangen soll. Oder doch. Es geht um ein weiteres Kind.
Leider bin ich von meiner Vorgeschichte noch immer recht geprägt. Ich hatte 09 eine Todgeburt und 10 kam dann Nadia in der 30SS. Nadia hatte ein sehr schwieriges erstes Jahr. Insgesamt waren wir über 20wochen im Spital. Wir haben drei Hauptbaustellen. Eine ist die CP, leicht-Mittel ist also nicht ganz schlimm haben wir 1mal die Woche Physio und 1mal Frühförderung. Von beidem profitiert sie extrem viel. Sie fängt grad an sich hoch zu ziehen.
Ein andere Baustelle ist/war das essen,. Ist aber momentan super ausser das sie nicht wunschgemäßen zunimmt.
Und da wär da noch das starke schielen und die Weitsichtigkeit, ist aber nicht so tragisch.
Nun will ich endlich auf den Punkt kommen. Ich b.z wir wünschen und eigentlich ein Geschwisterchen für Nadia. Sie hat auch immer so freude wenn sie mit andern Kids spielen kann.
Nur bin ich aber irgendwie noch immer ganz kaputt von dem ganz. Und doch fühl ich mich wieder bereit für einen neu versuch.
Klar ist wieder angst da das was schief laufen könnte aber das ist es auch später.
Vielleicht könnt ihr mir ja euer Erfahrungen schilder wie es euch gegangen ist.
Glg Mareitta
Deine Kleine ist erst ein Jahr alt, ich würde mir mit den Gedanken über ein Geschwisterchen einfach noch Zeit lassen.
Als mein älterer Sohn 2001 als mein drittes Kind zur Welt kam, war für mich gedanklich eigentlich Schluß, zumal er bestialisch unter Reflux litt in seinem ganzen ersten Lebensjahr. Ich war fertig wie ein Hund, total überfordert mit Kindern, Haushalt und Arbeitsstelle. Gerade als der Reflux bei meinem Jüngsten im Alter von 9 Monaten besser wurde und ich anfing, mich zu entspannen, stellte mein Gyn fest, dass ich in der 8. Woche schwanger bin. Nach kurzer und reiflicher Überlegung freuten wir uns aber auf den neuen Erdenbürger und ich nutzte die Zeit der Schwangerschaft um mir Raum und Ruhe zu verschaffen so gut es ging.
Leicht waren die ersten 3 Lebensjahre meines wirklich letzten Kindes aber nicht, weder für ihn noch für uns. Erschwerend kam hinzu, dass ich wohl merkte, dass er anders als seine Geschwister ist, aber mir niemand glauben wollte.
Was mir grundlegend immer fehlte war Zeit. Zeit für ihn, Zeit für jedes seiner Geschwister, Zeit für meinen Mann, Zeit für mich ...... jeder ist zu kurz gekommen.
Wenn du dich also dazu in der Lage siehst, warte einfach noch ein bißchen, euch allen zuliebe. _________________ Schmerz vergeht - aufgeben ist für immer.
Sohn * 01/2003 - HFA mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese
also ich an Deiner Stelle würde auch auf alle Fälle noch mit einem Geschwisterchen warten! Dein Mäuschen ist noch so klein und braucht Dich doch noch voll und ganz! Wie will man ihr und dann noch einem Säugling gerecht werden!? Und vor allem bleibt man selber auf der Strecke! Gerade auch weil Du noch so viel zusätzlich viel an "Arbeit" hast mit denTerapien...! Ich frage mich oft, warum einige so schnell weiteren Nachwuchs bekommen, also warum die es so eilig damit haben?!
Ich finde es schon echt sehr, sehr anstrengend, wenn mein Neffe noch für einige Stunden Mal bei uns ist...der ist letztes Jahr im April geboren und meine Tochter Nummer 2 vor 4 Monaten!
Vor allem, bist Du auch noch sehr jung...Du hast doch noch so viel Zeit!!
Alles gute für Dich und Deine Familie!
LG _________________ Florentine(*08.01.09 +21.05.2010),Va.Clove Syndrom(DD:Proteus Syndrom),BNS-Epilepsie,Hämangiomen,Marklagerveränderungen,Zysten im Gehirn,ASD mit Rechtsherzbelastung(erfolgreich im Nov.09 operiert),Weitsichtig,Z.n.akuter Anämie bei intraabdomineller Blutung(Feb.09)
Aurelia-Florentine *21.03.11 ( gesund )
Ach ja, und die Garantie, das die Geschwister untereinander gut spielen können, die hat man nicht...Ich habe viele Jahre im Kindergarten gearbeitet und irgendwie war das rückblickend oft eher die Ausnahme!
GLG _________________ Florentine(*08.01.09 +21.05.2010),Va.Clove Syndrom(DD:Proteus Syndrom),BNS-Epilepsie,Hämangiomen,Marklagerveränderungen,Zysten im Gehirn,ASD mit Rechtsherzbelastung(erfolgreich im Nov.09 operiert),Weitsichtig,Z.n.akuter Anämie bei intraabdomineller Blutung(Feb.09)
Aurelia-Florentine *21.03.11 ( gesund )
ich wollte damals auch unbedingt schnell nach dem ersten Kind ein zweites und alle die so um uns rum waren (Therapeuten etc.) fanden das auch eine gute Idee, weil er sich so wohl viel hätte abschauen können und ich nicht mehr nur noch das eine Kind im Kopf gehabt hätte.
Nunja...es kam anders und ich hatte eine Fehlgeburt. Danach wollte ich erstmal überhaupt nicht mehr, war sogar irgendwann erleichtert, dass ich das Kind nicht bekommen hatte, als sich dann die Epilepsie hinzu gesellte und man erstmal irgendwie immerwieder im KH war.
Als sein Bruder dann auf die Welt kam, war der Große schon 4. Da war überhaupt nix mit Abschauen, von dem kleinen provitieren.
Schon im ersten Jahr hatte der jüngere ihn weit überholt (trotz eigener Baustellen) und gelernt hat der Große dadurch garnichts. Die ersten Jahre waren extrem anstrengend. Der große war eifersüchtig und aggressiv zu seinem Bruder. So richtig dicke Freunde sind sie bis heute nicht, obwohl der jüngere sich schon sehr bemüht, ihn umsorgt, aber er erntet wenig positive Reaktionen.
Für mich wurde es mit dem zweiten anstrengender, weil auch der die ersten beiden Jahre ein Dauerabo beim Kinderarzt hatte, aber irgendwie auch schön, weil man mit dem 2. dann doch schon mehr anfangen konnte. Er hat das Leben normaler gemacht.
Das 3. Kind hab ich bekommen, als die Großen 12 und 8 waren. Da war der große nicht mehr eifersüchtig. Der Kleine darf mit ihm machen was er will, sie kuscheln zwischendurch und teilen sich irgendwelche Spielzeugautos und Bälle. Auch für den mittleren war es glaube ich ganz gut, auch wenn der das zunächst ganz anders sah, Angst hatte noch ein schwerbehindertes Geschwisterkind zu bekommen und auch so ein wenig eifersüchtig reagiert hat. Er hat jetzt einen kleinen Bruder, dem er Blödsinn beibringen kann, mit dem er Spaß hat und der auf ihn reagiert. Von seiner anfänglichen Skepsis ist nichts mehr da.
Für mich ist es einfach schön, einmal ein Kind ganz normal ohne die ganzen Sorgen aufwachsen zu sehen. Alles ist mit dem so einfach. Jetzt kommt noch eine Nr. 4 hinzu und ich hoffe natürlich auf einen ähnlich positven Ausgang wie bei Nr. 3 und bin auch zum ersten mal in einer Schwangerschaft ziemlich entspannt und positiv denkend.
Die zweite Schwangerschaft war einfach nur schlimm...ich war so überhaupt nicht entspannt und hatte nur Angst.
Also...pauschal kann man es wohl nicht sagen. Ein Geschwisterchen kann ich positiv auswirken, muß es aber nicht und wie groß Euer Wunsch als Eltern ist, das könnt nur ihr selber sagen.
LG Ela _________________ Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11
meine Kleine wird bald 2 Jahre alt und hat auch viele Baustellen. Zurzeit aber, wenn ich andere Mütter mit Kinderwagen sehe kommt bei mir immer mehr der wunsch nach einem 2. Kind auf. Klar meine maus kann bis jetzt immer noch nicht laufen bzw weder krabbeln oder sitzen aber wie gesagt is der wunsch nach einem kind genauso groß wie vor 2 Jahren
Meine Angst dabei ist das das 2. Kind auch behindert wird und das ich dann überfordert sein könnte weil ich ja auch erst 22 bin.
Meine Frage an euch: Wie hoch ist oder war bei euch das risiko das das geschwisterkind auch behindert sein könnte?
Liebe Grüße Bella _________________ Alina (*09.2009) , Globale Entwicklungsverzögerung, Zentrale Tonus- und Koordinationsstörung, Kongenitale bilaterale parieto-temporale Polymikrogyrie, GdB 100 Merkzeichen G, aG, H, B ; Spitzfußhaltung, Hüftdysplasie, Hypertonie an Extremitäten, Hypotonie-Rumpf (kann den Kopf noch nicht richtig heben) ----> aber unser Sonnenschein =)
mein mann hatten auch den wunsch nach einem 2 kind jetzt ist aber so das der gedanke nachts 2 schreiende kinder zu haben für mich momentan noch zuviel ist, jetzt haben wir den wunsch erstmal nach hinten zu schieben!!!
Hallo,
Ich habe im Juni mein 5. Kind bekommen, mit ihr ist toi toi toi alles bestens! Die nächste zu ihr hat auch wie deine Maus eine cp mit motorischen Störungen in Beinen und armen. Meine Kinder sind 2 bzw 1 1/2 und 2 3/4 Jahre auseinander. Es ist zwar anstrengend gerade auch jetzt wo ich auch weiterhin mit meinem 4. Immer wieder zu Therapie muß. Doch es ist auch schon zu sehen, das sie nun eine glückliche Brose Schwester ist. Ich finde es ganz gut das sie nun nicht mehr die kleine. Ist, denn so bekommt sie auch nicht mehr ganz so viel Aufmerksamkeit, die sie in der entwicklung hemmt. Den. Sie muss jetzt auch mal warten und wird nicht mehr soviel getragen!
Ich wünsche dir alles gute und kann dir nur raten auf dein bauchgefühl zu hören und ein kleiner Tipp am Rande 1 1/2. Jahre zwischen den Geschwister sind echt anstrengend! _________________ Liebe Grüße sendet Chrissi
Kinder: sind das größte Glück - sagt die Liebe
(Rudyard Kippling)
Anton und Madita sind gut 2 Jahre auseinander und uns haben auch sehr, sehr viele damals für verrückt erklärt, dass wir nicht länger gewartet haben. ABer für uns war es der absolut richtige Weg. Es war anstrengend und ist es noch immer oft. Aber die 2 sind auch ein super Team geworden und Anton tat es in seiner Entwicklung unheimlich gut, eine kleine Schwester zu bekommen. Er stand nicht mehr immer im Mittelpunkt (trotzdem noch viel, bei seinen ganzen Baustellen) und er war nur relativ kurz auf seine Schwester eifersüchtig.
Jetzt bekommen wir bald das 3. und wir hoffen, dass es wieder so toll klappt. Die Kinder freuen sich im MOment sehr darauf!
Liebe Grüße
Katrin _________________ Katrin mit A. *06, SSW 23+0, 600g, Sauerstoffpflichtige BPD und Lungenschädigung durch RSV-Virus, pulmonale Hypertonie, Rechtsherzinsuffizienz, Hypotonie,entwicklungsverzögert, sehbehindert, ein immer fröhliches Kerlchen
und M. *08 und L. *11
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