bei uns gibt es heilpädagogische oder interdisziplinäre Frühförderung. Die Interdisziplinäre schliesst KG Logo Ergo und so weiter mit ein. Wir haben als FF 2x die Woche KG und einmal Heilpädagogik. Natürlich ist es so dass es kompetente und weniger kompetente Therapeuten gibt. Die Dame von der FF sollte dir schon erklären können warum sie was mit deinem Sohn macht und welches Therapiekonzept bzw welche Ziele sie hat. Die Therapie wird bei Kindern natürlich meist spielerisch durgeführt und Therapieziele wie die Verbesserung der Wahrnehmung, der sensomotorischen Entwicklung und der kognitiven Entwicklung sind für Eltern auf den ersten Blick nicht immer ersichtlich. Nach einigen Monaten Therapie konnte ich jedoch erkennen wie mein Sohn die Lieder "verstanden" hat. Er wusste dass wir nach dem Abschiedslied gehen, ist jetzt ganz wild auf Creme obwohl er sie früher kaum ertragen konnte, er kommuniziert mit der Heilpädagogin über Blickkontakt. Eine gute Therapeutin (egal ob KG, Ergo Heilpädagogin) sollte die Eltern anleiten, Tips und Anregeungen geben. Wenn sie/er das nicht tut und man das Gefühl hat die Therapie macht gar keinen Sinn würd ich das echt ansprechen und die Therapie gegebenenfalls lassen oder mir jemand anderen suchen. Wir sind mit unseren Kindern doch sowiso schon oft im Stress. Da kann man sich sowas echt sparen.
Also mein Fazit: wir sind mit unserer FF und den Therapeuten super zufrieden. Aber Therapeuten, Eltern und Kind müssen auch zusammen passen und als Eltern muss man auch das Gefühl haben dass die Therapie dem Kind gut tut und auch sinnvoll ist sonst kann man sich das echt sparen.
Liebe Grüße
Heike
P.S.: und Unzuverlässigkeiten und Terminabsagen gehen auf Dauer gar nicht. Aber das ist ja in allen Berufen ein no go. _________________ Heike mit Tim (*09.09) muskuläre Hypotonie, globale Entwicklungsverzögerung, Epilepsie (West Syndrom) und Gendefekt Dupl. Chr. 19p13.12 und Luke (*12.07) dem weltbesten großen Bruder und Fußballspieler
naja, was die Zuverlässigkeit der FF angeht:
Es liegt ja leider ein bißchen in der Natur der Sache, dass ein staatliche Stelle weniger Interesse daran hat, Ausfalltermine zu vermeiden bzw. Ersatztermine zu vergeben als eine freie Praxis, die nur die Stunden abrechen kann, die sie tatsächlich erbringt.
Unsere FF-Dame ist aber sehr bemüht, Ersatztermine zu vereinbaren. Allerdings ist die Dringlichkeit bei anderen Kindern wohl oft höher - was ich nachvollziehen kann.
LG
Angie _________________ Benedict / März 2008 - expressive Sprachentwicklungsstörung, FKA, aber unter gfcf-Diät seit 12/2010 macht er Riesenfortschritte: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html
(wird regelmäßig aktualisiert, Diäteffekte ab Seite 3)
also bei uns ist es auch so, wie Heike14 es beschreibt: Über die (bei uns interdisziplinäre) FF bekommt man Heilpädagogik, Ergo, Logo und KG quasi im "Package". Da wir aber KG außer Haus haben und Logo nur einzelne Termine ist für mich quasi die Heilpädagogik-Stunde unsere "Frühförderung".
Unser Stundenplan sieht wöchentlich nur 2x KG vor (Rest turnen wir daheim), 1x HP, einmal MONATLICH Logopädie (bisher). Mir und auch unserer Süßen reicht das völlig. Sind so schon immer sehr platt.
Und alle zwei wochen gehen wir zum Babyschwimmen! Nur für UNS! Nix groß Therapie, nur planschiplanschi.
Trotzdem muss ich sagen, dass ich die Stunde unserer Heilpädagogin immer als viel wertvoller empfinde, als wenn ICH Marlies bespiele. Sie hat einfach viel mehr gute Ideen für ihre Defizite. Die ich dann natürlich nachmache.
Naja, und bei Behördengängen helfen, Formularkrieg etc., da hab ich ehrlich gesagt von denen auch noch keine Hilfe bekommen. Ich glaub, das ist auch gar nicht vorgesehen
Gruß
Sandra _________________ Sandra *71
Marlies *3/10, Extremfrühchen, IVH III, PVL, HC mit Shunt, Epilepsie, Dystonie, PEG +1.5.12
Laurin *3/10, der "große" Bruder, verst. kurz nach der Geburt
'Ich wollte Dir so vieles zeigen, ich wollte Dir die Welt zeigen - dabei hast DU sie MIR gezeigt.'
vielen Dank erstmal für die vielen Eindrücke und Erfahrungsberichte. Das scheint ja wirklich sehr unterschiedlich zu sein mit der Frühförderung.
In Niedersachsen ist das ganz unabhängig von der KG, in Hamburg (ein paar Kilometer weiter) gibt es ein "Gesamtkonzept". Ich habe mir das wahrscheinlich einfach anders vorgestellt.
Außerdem habe ich den Eindruck, dass unsere FF keine Erfahrungen hat mit Kindern, die einen Gehirnschaden haben. Ich habe da auch mal direkt nach gefragt, da hat sie nur ausweichend drauf geantwortet, und immer, wenn ich sie etwas frage, weiß sie die Antwort nicht. Als ich im Gespräch mal "PVL" erwähnte, wußte sie damit nichts anzufangen - dabei sollte man doch meinen, dass sie wenigsten in ihren Akten gelesen hat, was Joni hat.
An ein SPZ habe ich auch schon gedacht, in Hamburg gibt es das Werner-Otte-Institut, da habe ich Gutes von gehört.
Zu uns hat die FF gesagt, es geht am Anfang nicht so sehr um die Förderung von Joni, sondern darum, uns/mich zu entlasten. Aber ehrlich gesagt - da habe ich gar keine Lust zu, immer darüber zu reden, wie es mir denn nun geht. Und etwas anderes machen kann ich in der Zeit auch nicht, das lässt Joni gar nicht zu. Das ist bei der KG echt anders.
Dass es oft ausfällt, den Eindruck habe ich auch. Mal hat sie Schnupfen, mal andere Termine ...
Naja, dann warte ich mal ab - jetzt sind Ferien und ich hoffe, dass es dann nach der Pause endlich richtig losgeht.
Gruß, Anne _________________ Anne-Christin mit Jonathan (*20.09.2010) - 26+3 Ssw - Diagnosen: Kurzdarmsyndrom nach Volvulus, PVL und Porencephalie beidseitig, Microcephalie, Leichte geistige Retardierung, ICP (Tetraspastik), Epilepsie
also mein 2. geborener Sohn bekommt seit 2006 2x wöchentlich Frühförderung bis heute. Ich bin total zufrieden damit. Er bekommt seine Einzelförderung anders als bei integrativen oder schulvorbereitenden Einrichtungen die in Gruppen arbeiten. Sinn der Frühförderung ist die möglichst frühzeitige Förderung von Grob- und Feinmotorik, Wahrnehmung über das Sehen, Hören, Fühlen und Riechen, Sprachanbahnung und Sozialverhalten. Mit einem 6 Monate alten Baby kann man natürlich noch keine Gesellschaftsspiele machen. Ich selber bin sehr froh, dass wir die Frühförderung bekommen. Beide Jungs konnten sich dadurch besser weiterentwickeln.
ja,in den Ferien ist bei uns jetzt erst mal Pause.Das kann ich aber auch gut verstehen , unsere FF hat selbst kleine Kinder. Und mich stört die Unregelmäßigkeit schon sehr.Die Person selber ist sehr ,sehr lieb und ich kann sehr gut mit ihr reden. Ich denke sie findet auch einen ganz guten Draht zu unserer Tochter. Es ist auch manchmal sehr interessant wie sie manche Reaktionen und manches Verhalten unserer Kleinen anders interpretiert als ich. Also ich kann über die Person selbst wirklich nix schlechtes sagen. Ich zweifel aber den von uns erhofften Erfolg an.Und wir haben bestimmt keine Wunder erwartet. Es bestand sogar mal die Idee anstelle der Einzelförderung auf eine Gruppenförderung alle 14 Tage in den Räumlichkeiten der Förderstelle umzuschalten.
Das ist Gott sei Dank wieder verworfen worden.Einer zusätzlichen Gruppenförderung stand ich sehr positiv gegenüber.Aber nicht als Ersatz für die Einzeltherapie.
Liebe Susanne,
weißt Du, ich möchte garnicht die Kompetenz unserer Frühförderin in Frage stellen.Dazu fehlt mir natürlich eine Menge Hintergrundwissen.Sie hat mit mir auch schon besprochen was sie mit meiner Tochter macht und das hat bestimmt auch alles seinen Sinn. Ich hätte mir halt eine "umfangreichere" Betreuung gewünscht.Ach herrje ,irgendwie kann ich nicht richtig beschreiben was ich meine.Ich will ja auch nicht undankbar erscheinen,uns ist immer überall schnell und nett geholfen worden. Allerdings hoffen wir jetzt auf eine schriftliche Diagnose der autistischen Züge,dann hätten wir eine größere Chance in die ambulante Autistenfrühförderung zu kommen.Ich denke das sie dort besser aufgehoben wäre.
Ich danke Euch für Eure Meinungen und Anregungen
Liebe Grüße, Britta _________________ *Feb.2010,globale Entwicklungsverzögerung,Hypoton,Verzögerung der Myelinisierung
Du musst kein Überlebensschuldgefühl (Zitat Woody Allen ) euerer FF-Dame gegenüber haben, nur weil sie euer Kind fördern soll, so wie ihr es vielleicht nicht (ohne Anleitung sage ich mal) könnt. Im Gegenteil, ich finde Dein Bauchgefühl ganz gut, dass Du "irgendwie", auch wenn Du noch ein bisschen dran zweifelst, meinst, diese Dame wäre einfach nicht geeignet, euren Sohn zu fördern. Ich kann Dir nur nochmal empfehlen, freundlich aber bestimmt zu hinterfragen oder zu fordern, dass Dein Kind von jemand anderem betreut wird.
Sich an ein SPZ zu wenden finde ich auch eine gute Idee. Wir werden vom hiesigen SPZ betreut, die haben aber nur am Rande mit der FF zu tun.
So, wie Du es beschreibst, erinnert mich das an unsere "Frühchennachsorge". Da kamen immer zwei Damen, die mich zwar dauernd ausfragten, wie es mir und Marlies nun gehe. Aber wenn ich konkrete Fragen zu Essen, Trinkmenge, Förderungen etc. stellte, dann war da nix bzw. nicht viel zu holen. Mehr noch, mir wurde bedeutungsschwanger in die Augen geblickt und gesagt: Ja, das ist einfach nicht leicht für Sie, gell?! Sie haben einfach ein schwer behindertes Kind.... (lassen Sie's raus!)
Aber ich wollte "es" nicht rauslassen Weil ich mich in DEM Moment schon viel zusehr geärgert hattte.
Viele Grüße
Sandra _________________ Sandra *71
Marlies *3/10, Extremfrühchen, IVH III, PVL, HC mit Shunt, Epilepsie, Dystonie, PEG +1.5.12
Laurin *3/10, der "große" Bruder, verst. kurz nach der Geburt
'Ich wollte Dir so vieles zeigen, ich wollte Dir die Welt zeigen - dabei hast DU sie MIR gezeigt.'
hallo,
bin hier jetzt einfach mal interessehalbes reingestolpert, weil wir nächste Woche einen Termin beim HTZ haben bzgl. FF. Gut zu erfahren, auf was wir achten sollen. Habe so meine bestimmten Vorstellungen im Kopf und hoffe, die FF fällt so aus wie erhofft. Nämlich dass Roland bestimmte Dinge direkt von Anfang an richtig lernt, bevor wir später länger dauernde Therapien machen müssen, für die mir bei 3 Kindern dann einfach die Zeit fehlen wird. Aber erstmal haben wir ein Gespräch mit einer Ärztin. Bin schon gespannt,
was dabei herauskommen wird.
Dank Euren Texten hier, weiß ich wenigstens, worauf ich achten muss.
LG Sandra _________________ Sandra *1969, Bianca *2000 (gesund), Joy *2002 (Lichen sclerosus), Roland 2. Nov. 2010, peripartale Asphyxie, , muskuläre Hypotonie (Statomotorik große Baustelle)
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