Verfasst am: 07.01.2006, 13:58 Titel: KG, Ergo, Logo und bald Frühförderung (zu viel?)
hallo,
mein sohn justin ist 21 monate.er ist mind 6 monate entwicklungsverzögert.keiner weiß warum.jetzt bekommt er logo,ergo,kg und bald frühförderung.warten nur noch auf das schriftliche ok.
Mag ja sein, und im prinzip verstehe ich Dich ja auch, wir haben selbst genug Therapien hinter uns und noch vor uns, aber 4 sachen auf einmal ist verdammt viel. Es ist ein kind und schritt für schritt kommt man leichter voran als wenn alles auf einmal auf einen einstürzt. ist nicht böse gemeint und im endeffekt musst Du wissen was Du Deinem kind bieten möchtest oder auch nicht. Meine Therapeuten würden da gar nicht mitmachen wenn ich 4 Sachen auf einmal machen würde, und ich möchte mein Kind fördern aber nicht überfordern!
Ist halt meine meinung dazu, wie gesagt ist auch nicht böse gemeint , ich finde es einfach zu viel.
Du scheinst momentan unter einem großen Erfolgsdruck zu stehen. Euer Therapieplan klingt wirklich sehr voll, habt Ihr denn noch genug Zeit für Euch als Familie?
Mir fällt dazu der Spruch ein "Das Gras wächst nicht, wenn man dran zieht".
Man kann es zwar gießen, aber wachsen muss es halt noch von selbst. Ich kann mir gut vorstellen, dass du alles nutzen willst für Justin und halte Eure Therapien für sinnvoll und wichtig, aber manchmal ist weniger auch mehr. Schließlich braucht Justin ja neben den ganzen "Korrekturen", die an ihm vorgenommen werden, auch noch Zeit, einfach Kind zu sein und sich so, wie er ist, akzeptiert und geliebt zu fühlen?!
Manchmal kann so ein "Stress" für Kinder auch eher kontraproduktiv sein und viele Eltern erzählen, dass gerade in den Therapiepausen (Urlaube etc.) große Fortschritte erzielt werden. Wenn du also mal das Gefühl haben solltest, dass es zu viel wird, habe keine Bedenken, mit den Therapeuten darüber zu sprechen. Vielleicht könnt Ihr ja doch irgendwo was kürzen, einsparen oder zumindest zwei Therapien im Wechsel alle 14 Tage machen?!
Hallo,
ich hatte mit meinen Mädchen viele Termine.
Beide habe ich vor dem 3.Lebensmonat in der Frühförder.angmeldet.Die Testungen fingen mit 10.Monaten an.Beide gingen dann jede Woche zur Einzeltherapie.Mit 2 Jahren kam noch die Gruppentherapie,gleichzeitig fing Logo und Ergo an.Mit 4 Jahren ging es zum Heilpädagogischen Kindergarten.Dort wurden alle Therapien gemacht.(Ausser Melanies KG,die wir seit knapp7 Jahren bei uns am Ort machen.)Die Kinder machten nicht den eindruck überfordert zu sein,ABER ICH!Jetzt kommt der Streß,Schule Und Therapien.Solange die Kinder gern gehen,die Mutter(Vater)durchhält,versäume nichts.Drück dir die Daumen! _________________ LG,
Angie
mit ca. 2 - 3 Jahren gingen wir 6 Wochen lang zur Petö - Therapie 3x pro Woche , 1 x KG pro Woche und 1 x integrat. Spielgruppe und 1 x FF, nebenbei ging ich 2-3 x pro Woche auf 400 € arbeiten. In dieser Zeit fühlte ich mich stark überfordert und Petö kam bei unserem Sohn nicht an, so dass ich nach 6 Wochen abbrach. In den folgenden Jahren in der Kiga - Zeit gab es 2 x KG pro Woche ( davon aber nur 1 x mal im Kiga ) , 1 x FF v. Blindeninstitut im Kiga und 1 x Ther. Reiten, dorthin gingen wir am Nachmittag nach dem Kiga . Seit dieser Woche ist unser Sohn auf einer neuen G - Schule und das Therapie - Angebot sehr vielfältig. Er bekommt demnächst 2 x KG , 1 x Ergo , 1 x Logo , 1 x Ther. Reiten , 1 x wöchentlich Schwimmhalle und demnächst soll noch Sehförderung weiter geführt werden. Wir sind uns im Moment nicht sicher, ob er damit nicht überfordert sein wird und überhaupt alles verarbeiten kann. Wir probieren das in der nächsten Zeit aus , sollte es aber zuviel werden , was sich bei ihm durch unruhige Schrei - Phasen äußert , werden wir kürzen und Ergo / Logo im wöchentlichen Wechsel machen. Außerdem teilten wir allen neuen Therapeuten mit , dass die beste Zeit am Vormittag ist was zeitlich gut umgesetzt werden kann , am Nachmittag nach einem langen Tag ist er nicht mehr so aufnahmefähig , wie wir in den letzten Jahren deutlich merkten.
L.G.
Anja _________________ Anja mit Benjamin 03/97- schwere Mehrfachbehinderung wahrscheinlich durch 6- fach-Impfung, Muskelhypotonie,Wahrnehmungsstörungen/aut. Züge, Epilepsie, Skoliose, Button- Martin 02/92 und Laurin 05/09
Linn ist 22 Monate und wir haben 2x Ergo, 1x Seh-Frühförderung, 1x KG und machen selbst 3-4 x Vojta am Tag. Dazu sitzt sie jeden Tag an der Lichtbox, spielt mit "Ergo"-Sachen, wobei das alles halt auch einfach ihre Beschäftigung, ihr Spielen ist, man kann es auch Therapie nennen... für uns ist es Alltag und Linn packt das alles gut.
Ich finde das nicht zuviel, was Anka macht.
LG
Nellie _________________ Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus --> unsere Vorstellung und --> Bilder von uns
Meine Meinung ist halt das man die kinder, die es so oder so schon nicht einfach haben, gar nicht erst in die situation bringen darf das sie überfordert sind. Meine Aufgabe als Mutter ist es das vorzubeugen und nicht hinterher versuchen die Notbremse ziehen zu wollen wenn das Kind schon in den brunnen gefallen ist!
Kinder lernen nicht aus stress sondern weil sie sich entfalten können und dazu brauchen sie doch Freiraum und Luft zum atmen, müssen das was sie gelernt haben verinnerlichen.
Jeder darf seinem kind soviel zumuten wie er/sie denkt, in der Hoffnung auch gute Therapeuten zu haben was nicht immer der fall ist, aber meinen Kindern werde ich trotz Behinderung und Entwicklungsverzögerung keinen Therapien-marathon zumuten.
Sie sind Kinder und das recht Kind zu sein darf in dem ganzen auf keinen fall abhanden kommen.
Und auch der punkt der angesprochen wurde das die eltern nur noch am hetzen sind und gestresst sind bringt mich zu der überlegung ob es gut für mein Kind ist zu sehen das seine mama dabei kaputt geht- ich denke nicht.
Mag auch sein das es bei Kindern noch gehen mag solange sie keine verpflichtung wie Kiga oder schule haben oder wenn die sachen dort mit angeboten werden.Wir mussten leider die erfahrung machen das in einem Lebenshilfe-Kiga kein Hahn danach krähte und KG mal ein jahr lang vergessen wurde, ergo alle paar wochen mal statt fand,.. also ist man gezwungen das noch privat aufzufangen und dann ist es nach einem ganztageskiga ganz schön heftig für die Kinder.
Mein jüngster geht noch nicht in den Kiga, aber selbst ihm würde ich keine 3 oder 4 sachen aufbrummen, er hat ergo wöchentlich und unregelmässig frühförderung, das muss reichen denn es ist doch auch die Aufgabe da das ganze im Alltag einzubringen und es nicht rein die aufgabe des Therapeuten sein zu lassen.
Ich persönlich finde es einfach sinnvoller schritt für schritt zu gehen und nach und nach alles ein stück zu festigen und zum leben dazu gehören zu lassen, dann kann man immer noch weitere schritte tun.
es kommt halt auch drauf an, wieviel ein Kind braucht. Mit 1x Ergo und unregelmäßig Frühförderung wären wir nicht da, wo wir jetzt sind. Aber es sind hier halt auch große Unterschiede zwischen den Kindern. Meine Maus kann mit nun 22 Monaten sich nicht drehen, nicht greifen, nicht wirklich fixieren. Da ist es nur intensiver Therapie und Förderung zu verdanken, dass wir jetzt viele Dinge gefunden haben, die sie ansprechen, die sie sich anschaut (wobei sie dabei nicht richtig fixiert, sondern ständig auf und ab schaut, aber imemrhin beschäftigt sie sich damit, sich etwas anzuschauen), so fängt sie an, die Arme zu bewegen, um irgendwas zu tun, was ihr zu gefallen scheint.
Wir haben aber auch gezielt ausgesucht, was und wieviel wir haben wollen. 1x die Woche gehen wir für die Therapie raus, zur KG. Die anderen kommen nach Hause und für Linn ist das zwar Therapie, aber auch einfach was aufregendes, neues, tolles, was interessantes, wenn es ihr nicht gefällt, machen wir was anderes. Nur Vojta, das muss sie machen, auch wenn sie dabei mal meckert.. solange sie dabei stabil ist, machen wir das weiter.
Therapie heißt nicht immer gleich ANstrengung, Auspowern, ... vieles ist bei uns zumindest einfach, dass wir lernen, Linn zu erreichen..
Jede, wie es geht, jeder wie er es kann.
Nellie _________________ Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus --> unsere Vorstellung und --> Bilder von uns
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