ich finde die Aussage Deiner Cousine nun nicht grad sehr sensibel gewählt, aber übelnehmen würde ich es ihr nicht.
Ich denke anderen gegenüber oft, sie sollten etwas dankbarer sein für das, was sie haben und scheinbar als selbstverständlich betrachten. Insofern finde ich es eigentlich sogar schön, wenn meine Erzählungen, seien es nun solche von Zuhasue oder von der Arbeit, jemanden zu dieser Erkenntnis bringen, auch wenn es in dem Moment vielleicht ein bisschen plump rüberkommt.
Wenn mir gegenüber jemand eine solche Aussage macht, schaue ich auch erst auf den Zusammenhang. Was blöd rüberkommt, ist nicht zwingend immer blöd gemeint. Wenn ich in meinem Leben nie mit Krankheit, Behinderung und Tod in Berührung gekommen wäre, würde ich sicher auch anders reden. Und, mal ehrlich, ich weiß auch nicht, in wieviele Fettnäpfchen ich so trete anderen gegenüber... _________________ Liebe Grüße, Verena (*07/78), mit Joana (*06/06), 35.SSW, tiefgreifende Entw.-störung, V.a. ASS, FI, und Joshua (*11/10), Hypopl. d. re. unt. Extremität + Oligodaktylie, statomot. Ret., und Frank (*02/84), der beste Ehemann der Welt!!!
Kinderkrankenschwester in der amb. Intensiv-Kinderkrankenpflege
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Verfasst am: 27.06.2011, 13:18 Titel:
Ja, das stimmt. Jeder von uns, hat bestimmt schon mal etwas unbeabsichtigt gesagt, was den anderen gekränkt und geärgert hat. _________________ Michaela (12/68, alleinerziehend; habe aber ne tolle Familie) mit Kevin (9/91): Unklare Genese mit beinbetonter Tetraspastik, Pseudotumor Cerebri (Shunt sei 01/2010), Brachydaktylie der Finger, leichter Lernbehinderung, Bluthochdruck.
Teilzeitrollstuhlfahrer
SBA: 90, B, G
Pflegestufe I
ich habe auch eine sehr unsensible (und nicht besonders helle) Cousine. Die sgat manchmal Sachen, wo ich denke, die weiß null Bescheid, hat irgendwo mal was gehört und übernimmt das dann als ihre Meinung (gerade in medizinischen Dingen).
Allerdings bin auch ich der Meinung bzw. kann mir vorstellen, dass Deine Cousine hier das gar nicht böse gemeint hat, sondern eben froh war, las Du das mit der Epi erzählt hast; dass ihr eigenes Kind gesund ist- vielleicht hat sie noch in Gedanken hinzugefügt "was für ein Geschenk" ...
Denn anhand solcher Schilderungen oder Geschichten weiß man ja auch selbst, wie sher man auf einmal Gesundheit zu schätzen weiß.
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