Verfasst am: 02.01.2006, 19:01 Titel: Keine Besserung durch Logopädie
Hallo,
Sebastian kann sich eigentlich sehr gut ausdrücken, aber es habert an der Dyslalie (s / ch/ sch werden verwechselt). Nun versuchen wir (Logopädin und ich) ihm das seit 10 !!!! Monaten irgendwie beizubringen, ohne Erfolg. Er hört die Fehler bei anderen, verbessert seine Sprache aber überhaupt nicht.
Ebenso sagt er immer : Ich gehe bei die Toilette, ich sitze bei dem Stuhl, ich gehe bei den Kindergarten. Wird sogar noch länger geübt, aber null Verbesserung. Wer hat rat?
Bei deinem anderen Problem sehe ich eigentlich keines. Sebastian wird im März 5 Jahre und die deutsche Grammatik beherrschen oftmals Erwachsene nicht und noch mehr 4 jährige Kinder.
Ich sehe das nicht als logopädisches Problem, vielleicht nervt es ihn einfach ständig beübt zu werden. Ich würde es einfach mal mit gelegentlichen Verbessern der Grammatik im Alltag versuchen einfach so und ohne Druck.
Mit der Behandlung der Dyslalie hat er doch schon jede Menge Arbeit zu leisten, da darf doch die deutsche Grammatik hinten anstehen.
Ich meine Du setzt da den Anspruch zu hoch an. Ich schick Dir eine virtuelle Tasse Tee zum Entspannen...
Liebe Grüße _________________ dieMeike mit
der Große, an der Grenze zur leichten Schwerhörigkeit ADS und LRS
Der Kleine, Muskelhypoton,
unklare Genese, einseitiger HG Träger
"Nicht behindert zu sein, ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das uns jederzeit genommen werden kann."
musste mich gerade kurz halten, da unser Hund Durchfall hatte.
Also es ist schon ungewönlich, wenn nach so langer Übungsdauer überhaupt nichts fruchtet. Eigentlich ist er auch recht fit kognitiv, deshalb dachte ich, vielleicht hängt das auch mit seinen Wahrnehmungsstörungen zusammen? Denn Wahrnehmungsstörungen hat er ja in vielen Bereichen und wenn das so wäre, müsste man es wohl anders anpacken. Das meinte ich eigentlich, habe mich wohl falsch ausgedrückt.
Aufgefalllen ist die Dyslalie und das "bei" (ist der einzige Grammatikfehler, aber sehr hartnäckig, da "bei" in jedem Satz vorkommt) in der Schultestung, den Erziehern, einer Freundin von mir die ebenfalls Erzieherin, allerdings in einem Regelkindergarten ist und auch meiner Kusine (Kinderärztin), genauso wie mir und allen anderen, mit denen er spricht. Vielleicht fällt es auch deshalb so auf, weil er eine sonst sehr gewählte Sprache hat, nicht wie ein Kind von 6 Jahren.
Ausserdem wächst er in einem Dialektfreiem Umfeld auf, habe ja schon gemerkt, das die Leute, die Dialekt sprechen oft eine "eigene Grammatik" haben.
Die Logopädin würde übrigens gerne spielerisch mit ihm arbeiten, geht aber nicht, da er insgesamt sehr klare Anweisungen braucht um zu verstehen, was er tun soll. Er spielt sowieso nur für sich. Verbessert habe ich ihn eine Zeitlang, aber er war dann ziemlich genervt, deshalb mache ich es nur sehr selten.
Naja, vielleicht hat ja doch noch jemand einen Tip für mich?
Wie kann ich heraus finden, ob es eine Wahrnehmungsstörung ist oder ob es einfach bestimmte Strategien gibt, die richtige Aussprache zu fördern?
Hallo Ulrike!
Ist dein Sohn schon mal auf eine Hörverarbeitungsstörung getestet worden?
LG
Inka _________________ Andre (14.01.1998) leichte geistige Behinderung, muskuläre Hypotonie, schlechtes Schlaf EEG mit Ospolot eingestellt, V.a. Unspezifisches
Dysmorhiesyndrom, seit 2006 AD(H)S Diagnose
Malina (24.08.2001) bisher normale Entwicklung
ich weiss nicht genau wie es im Deutschen ist, aber unsere Logopädin sagt (hier in Ungarn), dass man sich mit der Dyslalie Zeit lassen, das kann man auch nocht später korrigieren. Wichtiger ist, sagt sie Wortschatz und Grammatik (die deutsche Grammatik ist schon nicht einfach, aber die ungarische ist wirklich superkompliziert). Meine Tochter hat auch Dyslalie, ich kann dir gar nicht sagen wieviele Laute sie verwechselt, bzw. durch andere ersetzt, sogar (laut Logopädin) durch Laute, die es im Ungarischen gar nicht gibt. Grammatisch spricht sie allerdings einwandfrei. Sie geht seit 4 Monaten zur Logopädie, an der Aussprache hat sich wie ich finde, nicht viel verändert. Sie hat auch noch angefangen zu stottern, wir haben gerade einen Monat Pause gemacht bei der Logo, weil mir auch schon der Gedanke kam, dass sie vielleicht stottert, weil das für sie stressig ist, weil ihr vielleicht durch die Logopädie erst aufgefallen ist, das mit ihrer Sprache etwas nicht stimmt. Sie hat auch erst mit 3,3 Jahren (also vor einem Jahr) angefangen zu sprechen.
Ich bin zwar keine Expertin aber bei deinem Sohn, mit dem "bei" hört sich eher nicht wie ein logopädisches Problem an, sondern eher wie ein Wahrnehmungsproblem. Oder verstehe mich nicht falsch wie eine "Macke", wie wenn jemand etwas immer gleich tun will. Ich meine er ist ja wie du es beschreibt auch ziemlich konsequent dabei.
Wir waren auch schon einmal in Belgien (Sint Truiden) im Atlantis Institut zu Tomatis Therapie und fahren in Februar wieder. Léna hat die Therapie einiges gebracht.
Einen richtigen Tip kann ich dir leider nicht geben.
LG
Andrea _________________ Andrea mit Lena (12.09.01) aus Ungarn. muskul. Hypotonie, Entwicklungs- und Sprachverzögerung, Wahrnehmungsstörung
Hallo Ulrike,
ich fange mal kurz an zu erzählen. Ich hab 4 kinder und davon sind einmal drei Kinder im selben Alter. Alle sind zu rüh auf die Welt gekommen, letztere aber sehr früh und dadurch ist ein Kind mehr besonders als die anderen. I ch kann mich aber eben immer nur um das eine kümmern d.h. alle anderen bleiben etwas aut der Strecke.
Ein Kind hat eine Dyslasie, wurde nur zu hause behandelt in der I-Kita hat sie Logo.
Mein besonderes Kind ( das ander Kind) kann aber aufgrund der Spastik nicht richtig reden und ist in der Logo in Behandlung. Nach langem suchen haben wir den Experten gefunden, wo sie Fortschritte macht .
Nur z. B. beim SPZ sind wir mitlerweile ausgegliedert, da sie zu gut ist und der Rest ist halt ihre Erkrankung , in der Kur hat sie nicht ihre LogoTherapie bekommen, eine andere normale schon - Ergebnis nach 10 Wochen, zu hause hat sie keiner mehr verstanden und die Logo war entsetzt.
Mein Kind mit der Dyslasie habe ich dann auch mal zu ihr gebracht. Sie war 10 mal dort und spricht nun alles gut.
Du musst den richtigen Therapeuten finden, denn so eine Dyslasie ist kein wirkliches Problem, zu diesem wirds aber, wenn das Kind in die Schule dann geht und von den anderen deswegen gehänselt wird.
Viele herzliche Grüße Katrin
Inka:
Ist dein Sohn schon mal auf eine Hörverarbeitungsstörung getestet worden?
NEIN! Wo wird das denn gemacht? Das könnte durchaus sein, ich wundere mich öfter, das er z.B. im TV Wörter falsch versteht und dabei bleibt, auch wenn ich ihn verbessern will oder er das Wort immer wieder hört. Er versteht es so und fertig. Da sein Hörtest gut ausfiel, wunderte ich mich oft. Mal sehen, wo wir solch einen Test machen können.
Katrin:
Mein Kind mit der Dyslasie habe ich dann auch mal zu ihr gebracht. Sie war 10 mal dort und spricht nun alles gut.
Ja, das meine ich ja. Er zeigt nach über 40Stunden keine Verbesserung, merkwürdig, nicht?
Katrin:
Du musst den richtigen Therapeuten finden, denn so eine Dyslasie ist kein wirkliches Problem, zu diesem wirds aber, wenn das Kind in die Schule dann geht und von den anderen deswegen gehänselt wird.
Das denke ich auch. Sebastian merkt das zwar nicht, da er keinen Kontakt zu Kindern aufnimmt, aber er soll ja integriert werden und dafür ist es bestimmt nicht förderlich.
Andrea:
Ich bin zwar keine Expertin aber bei deinem Sohn, mit dem "bei" hört sich eher nicht wie ein logopädisches Problem an, sondern eher wie ein Wahrnehmungsproblem. Oder verstehe mich nicht falsch wie eine "Macke", wie wenn jemand etwas immer gleich tun will. Ich meine er ist ja wie du es beschreibt auch ziemlich konsequent dabei.
Beides ist möglich. Er hat ja in vielen Bereichen Wahrnehmungsstörungen. Aber natürlich macht er immer alles gleich, wenn er sich mal an etwas gewöhnt hat. Ich hoffe, das sich das bessert, wenn er einen Therapieplatz im Autistenzentrum bekommt.
Mein Niklas hat auch solche Probleme mit der Sprache (und eben noch andere),er sagt auch "bei morgen",wenn etwas in der Zukunft liegt "bei morgen geh ich in den Kindergarten" oder wenn er irgendwohin gehen will "gehen wir jetzt bei Oma" usw.
Bei ihm liegt es laut Arzt an seinen Wahrnehmungsstörungen.Dazu hat er Ausspracheprobleme (t statt k, b oder d statt g,...).
Wir haben mit 3 Jahren angefangen mit logopädischer Behandlung,im moment ist er im Sprachheilkindergarten und er kommt nicht mehr weiter,so daß er im Sommer wechselt,wir haben uns für den Integrativkindergarten entschieden.
Die Ergotherapeutin zu der er geht meinte,das kann dauern mit dem "bei" u.a. er müsse einige Entwicklungen nachholen (er war immer hinterher,auch jetzt noch und setzt plötzlich irgendwo in der Entwicklung an,ohne das verpaßte aufzuholen,es fehlt soviel bei ihm und paßt nicht zusammen).
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