Anmeldedatum: 24.08.2005 Beiträge: 563
Wohnort: Österreich
Verfasst am: 24.05.2011, 21:40 Titel:
Hallo Gisi,
na ja, ich glaube genau deshalb würde ich das Wort "verbuddeln" nicht verwenden, weil es ja doch etwas anderes ist, ob ein Toter begraben oder in der Sandkiste gebuddelt wird.
Meine Kinder hatten übrigens ein viel größeres Problem mit der Tatsache, dass man Haustiere nicht auf dem Friedhof begraben lassen kann, als mit den "eingebuddelten" Toten.
Meine Kinder hatten übrigens ein viel größeres Problem mit der Tatsache, dass man Haustiere nicht auf dem Friedhof begraben lassen kann, als mit den "eingebuddelten" Toten.
dafür gibts ja Tierfriedhöfe
LG Ela _________________ Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11
Verfasst am: 25.05.2011, 08:48 Titel: Re: Friedhofbesuch mit Kleinkindern
Hallo, Conni!
Mag ja sein, dass die Oma es wirklich auf ungeschickte oder sogar "brutale" Art gesagt hat - das wissen wir nicht, wir waren nicht dabei.
Aber Deine Frage war doch:
conni -irmgard hat folgendes geschrieben:
ausserdem ist es doch unglaublich was die schwiegermutter da macht ohne die eltern zu fragen mit den enkelkindern über den friedhof zu gehen ist doch wohl aufgabe der eltern mit den kindern über den tod zu sprechen oder?? was meint ihr???
Und da lautet meine Antwort: nein, ich finde es nicht unglaublich, sondern bei einem normalen Oma-Enkel-Verhältnis völlig normal. Warum sollte dieses Thema den Eltern vorbehalten sein?
Außerdem finde ich wie gesagt überhaupt nicht, dass fünfjährige Kindergartenkinder (Kleinkinder sind sie unter 3 Jahren) zu jung sind, es kommt nur auf die Erklärung an.
Kinder werden so oft "ganz nebenbei" mit dem Tod konfrontiert: Ein Haustier stirbt, Erwachsene sprechen über eine Todesanzeige in der Zeitung, ein toter Vogel liegt auf der Straße, das Kind wird gewarnt, dass Autos einen totfahren können, im Museum gibt es Knochen von toten Dinos, auch im Märchen wird gestorben...
Für mich ist es völlig illusorisch zu glauben, dass ein Kind im Alter von fünf Jahren nicht längst etwas über den Tod wüsste (nicht alles natürlich, aber auch bei weitem nicht "nichts"), und ich finde, wenn man als Eltern nicht möchte, dass andere Leute das Kind über dieses Thema "aufklären", dann muss man eben selbst früher damit anfangen.
Das Problem in diesem Fall hier ist ja wohl eher das ohnehin problematische Verhältnis zur Schwiegermutter, oder? LG, Birgitta
Finde es jetzt auch nicht schlimm, mit Kindern über einen Friedhof zu gehen.
Meine Älteste fragte mich mit 3 Jahren mal wie es ist, tot zu sein, was dann passiert. Wir gingen immer an einem jüdischen Friedhof vorbei zum Kindergarten. Also habe ich ihr meine Sicht erklärt, dass der Körper begraben wird und dass die Seele, also das Denken, Fühlen und Handeln in den Himmel kommen, zu Gott. Auch dass der Körper nicht mehr lebt, das Herz nicht mehr schlägt, die Augen nicht mehr sehen usw.
Gehörte für mich einfach dazu und sie hatte nie Probleme damit. Auch bei meiner anderen Tochter machte ich das ähnlich. Meine Freundin erzählte ihrer Tochter hingegen nach dem Tod der Oma, dass sie eingeschlafen wäre. Das Mädchen hatte nachher Probleme mit dem Einschlafen, weil sie immer glaubte, das könne ihr jetzt auch passieren.
Auch als unser Sohn kurz nach seiner Geburt am Sterben war, haben wir die Mädchen aufgeklärt und gesagt, wir wissen nicht, ob er überlebt. Sie hatten ihn bis dahin noch nicht mal sehen dürfen. Wir ließen ihn taufen, die Mädchen waren dabei und danach ging es glücklicherweise aufwärts. Aber es stand eine Minute vor 12. Auch damit haben wir nicht hinter dem Berg gehalten, sie hätten es uns nie verziehen, ihren Bruder nie gesehen zu haben, wenn er wirklich gestorben wäre.
Kinder gehen mit dem Thema unkomplizierter um als man denkt. In der heutigen Zeit ist es ein Tabuthema für die Erwachsenen, früher gehörte der Tod zum Leben dazu, weil die meisten noch zuhause verstarben.
Daher ist meine Meinung, Kinder früh genug und kindgerecht aufzuklären, die können mit dem Thema umgehen. _________________ Sandra *1969, Bianca *2000 (gesund), Joy *2002 (Lichen sclerosus), Roland 2. Nov. 2010, peripartale Asphyxie, , muskuläre Hypotonie (Statomotorik große Baustelle)
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