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Bin total verzweifelt, jeden Abend Terror beim Einschlafen
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Fam.Brehm
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BeitragVerfasst am: 01.05.2011, 10:29    Titel: Bin total verzweifelt, jeden Abend Terror beim Einschlafen Antworten mit Zitat

Hallo,

Philipp kann/will seit Wochen nicht mehr einschlafen.
Es war eigentlich nie ein Problem Philipp zum schalfen zu bewegen. Seit einigen Monaten ist das anders. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass er (mit Abstand von 4 Wochen) 2x an einem Übernachtungswochenende der Schule teilgenommen hat. (Ziel ist, Philipp über kurz oder lang evtl. doch in ein Internat zu geben. Wir wollen das aber eigentlich langsam angehen.)
Er wollte es mal ausprobieren, hat ihm aber nicht gefallen. (Er kam jedesmal krank zurück, 1x bakterieller Infekt, 1x Scharlach)

Er schläft auch nicht durch. Aber das ist nachvollziehbar, denn wenn er sich weder drehen, noch auf- und zudecken kann, braucht er Hilfe. Aber das Einschlafen war nie ein Problem.
Jetzt bringen wir ihn ins Bett und ihm fallen dauernd neue Sachen ein, warum wir noch einmal kommen sollen. (Aufdecken, Zudecken, Umdrehen, Durst, eingebildetes Nasenbluten, Kopfweh, Bauchweh, Kirschkernsäckchen, Loch in der Wand etc.) Das läuft eine zeitlang so ab, dann fängt er an zu jammern ("ich kann nicht einschlafen, ich komme nicht zur Ruhe") irgendwann schreit er dann nur noch.
Ich weiß nicht mehr weiter. Wir haben es mit Geduld, gutem Zureden, Kuscheln vor dem Zubettgehen, Einschlaftees, Beruhigungssaft, sogar mit einer Schlaftablette versucht.
Ich habe seine Anliegen ohne großes "Halligalli" bedient. So wie ich es als Baby mit ihm gemacht habe und es empfohlen wird. Hilft nicht.
Irgendwann heule und schimpfe ich dann selber los. Es wird immer schlimmer, jeden Abend. Gestern Abend hat er von 20.00 bis 24.00 Uhr Terror gemacht. Mein Mann hat dann aus Verzweiflung die Tante von nebenan geholt. Dann ist er eingeschlafen.
Ich weiß nicht mehr weiter. Ich kann nicht mehr. Was wird heute Abend wieder sein? Ich muss dauernd weinen.
Geht die Pupertät los. Hat er Angst sich abzunabeln? Ich liebe meinen Sohn, aber was soll ich nur machen?

Liebe Grüße

Karin Crying or Very sad
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Andrea08
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BeitragVerfasst am: 01.05.2011, 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Karin,

ich kann nachempfinden, wie es dir geht. Schlafentzug ist die schlimmste Folter.
Wir machen das selber seit 2 Jahren mit.
Allerdings ist unsere Tochter erst 3 Jahre alt.
Bei war es nachher so weit, dass sie Panik vor dem zu Bett gehen bekam. Wenn wir mit den üblichen Abendritualen begonnen haben, wurde sie total nervös.
Stundenlanges Schreien war die Normalität.

Was uns geholfen hat, ist dieses berühmte Buch, nachdem jedes Kind schlafen lernen kann. Mir ist klar, dass man das nicht bei jedem Kind anweden kann, aber ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten.

Ich kann mir vorstellen, dass Auswärtsschlafen für ihn negativ belegt ist, da er jedes Mal krank wieder nach Hause gekommen ist.
Wäre es eine Idee sich psychologische Hilfe zu holen? Es gibt ja Schlaftherapeuten.

Auf jeden Fall wünsche ich dir ganz viel Kraft für die kommenden Nächte. Ein Trick der bei hilft, wenn ich wütend werde.

Es gibt eine Situation, wo meine Tochter sich aus vollem Herzen freut. Dieses Lächeln hole ich mir jedes Mal ins Gedsächnis, wenn ich kurz davor bin zu schimpfen.

Gruß Andrea
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KerstinM.
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BeitragVerfasst am: 01.05.2011, 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, mein Markus schläft mitunter auch schlecht ein. Ich schalte dann ein Radio ein, sehr leise aber doch hörbar. So muss er sich richtig mühen um es hören zu können, fühlt sich nicht allein und das anstrengende Zuhören macht müüüüüde..

Viel Glück und gute Nerven!


Gruß Kerstin

_________________
Kerstin mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf und Epilepsie und Philipp (*93) 28SSW NEK, jetzt Kurzdarmsyndrom,Nierenproblematik
Ein behindertes Kind ist wie ein krummer Baum - du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen, Früchte zu tragen.
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Inge
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BeitragVerfasst am: 01.05.2011, 17:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Karin,

auwei.... das Thema hatte ich jahrelang Rolling Eyes
Ich habe mir dann irgendwann einen Schaukelstuhl ins Zimmer meiner Tochter gestellt, nebendran einen kleinen Tisch, ein Glas Rotwein und einen spannenden Krimi. Zum Glück hat schon meine Anwesenheit und mein leises Summen genügt, damit Annika nicht mehr jeden Abend bis zum mehrmaligen Erbrechen geschrieen hat. Nach ein bis zwei Wochen bin ich sekundenweise, dann minutenweise aus dem Zimmer gegangen. Später habe ich dann bis zum Einschlafen immer mal wieder kurz ins Zimmer und nach einigen (etlichen Rolling Eyes ) Wochen hat es gereicht, dass Annika uns im Wohnzimmer gehört hat.
Ich wünsche Dir gute Nerven!

_________________

Viele Grüße von Inge

* * * * *

"Ohne uns hätten sie es leichter gehabt."
Bert Brecht

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BeitragVerfasst am: 01.05.2011, 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

hallo

hört sich zwar hat an aber hast du mal versucht einfach nicht hin zugehen?
manchmal hilft es ja!!!

lg
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GelaundJoanna
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BeitragVerfasst am: 01.05.2011, 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben

Also meine Tochter (6) hatte es auch jahre lang, ich war schon so am verzweifeln. Sie war darauf hin 5 wochen alleine zur Kur. Die haben da angefangen abend´s nen Hörspiel anzumache,kinder zu bett geh geschichten eben oder langsame Musik nur geklang kein gesinge. Seit dem sie zuhausse ist, hab ich es weiter geführt und nach 2 wochen hat sie dann ohne murren und knurren geschlafen. Sie ruft mich nur 1 mal kurz nach dem ich drauen bin wenn sie durst hat. Versucht das doch auch mal Wink Ich bin bis jetzt sehr glücklich das es so klappt.

Smile LIebe grüße Gela

_________________
Joanna *2004 - Störung des Sozialverhaltens mit oppositionell-aufsässigen Verhalten, Kombinierte umschriebene entwicklungsstörung, visuelle wahrnehmungsfähigkeit und visuomotorische Koordinationsstörung, Niedrige Intelligenz, Strabismus auf dem rechten Auge, ADHS

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Steffi30
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BeitragVerfasst am: 04.05.2011, 22:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

wir hatten das ja auch wirklich JAHRE gehabt. Ich traue dem Friede auch noch nicht, ob es so bleibt wie im Moment.

Wir haben einen Tagesplan gemacht für unsere Tochter und haben gemerkt, dass sie sehr, sehr gut damit zurecht kommt. Nur das einschlafen ging immernoch nicht. Dann habe ich kurzerhand einen Einschlafplan erstellt. Einfach gemalt... oben Zähneputzen (Becher + Bürste gemalt), - Spange anziehen - Wasser trinken - Buch lesen - Kuscheln - Musik anmachen - schlafen.... Sie nimmt nun jeden Abend diesen Zettel zur Hand, guckt was als nächstes dran ist (obwohl das nun seit fast 6 Jahren das gleiche Ritual ist u. sie es so kennt). Es hilft ihr sehr.

Gestern hatten wir das Problem, dass wir abends eine kleine Runde mit Freunden beisammen gesessen haben und ihr das gewohnte Ritual beim einschlafen gefehlt hat. Erst als ich ihr Ritual mit ihr "durchgezogen" habe, konnte sie einschlafen.

Ich weiß nicht, was Euer Sohn hat. Vielleicht wäre das eine Idee für ihn?

Liebe Grüße
Steffi

_________________
Tochter (07/2004), AVWS
Tochter (08/2005), Autismus-Spektrum-Störung (F84.1), ADHS (F90.0), Neurofibromatose Typ 1 -NF1- (Q85.0)

Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.
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Anjali
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Beiträge: 965

BeitragVerfasst am: 05.05.2011, 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Es war eigentlich nie ein Problem Philipp zum schalfen zu bewegen. Seit einigen Monaten ist das anders. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass er (mit Abstand von 4 Wochen) 2x an einem Übernachtungswochenende der Schule teilgenommen hat. (Ziel ist, Philipp über kurz oder lang evtl. doch in ein Internat zu geben. Wir wollen das aber eigentlich langsam angehen.)
Er wollte es mal ausprobieren, hat ihm aber nicht gefallen. (Er kam jedesmal krank zurück, 1x bakterieller Infekt, 1x Scharlach)


Hallo Karin,


weiß dein Sohn, daß ein Internatsaufenthalt geplant ist?

Ängstig ihn das vielleicht?


Mein erster Gedanke war, daß sein Einschlafverhalten eine Reaktion auf die geplanten Veränderungen sein könnte. Mir kam es so vor, als würde er sich verzweifelt an euch klammern.


Eventuell läßt sich das Einschlafproblem nicht lösen, ohne das "Internatsproblem" (und damit eventuell verbundene Verlustängste und Ablösungsschwierigkeiten) mit einzubeziehen.

Habt ihr schon einmal versucht, gemeinsam mit eurem Sohn die gesamte Situation und die geplanten Veränderungen zu reflektieren und aufzuarbeiten? Evtl. mit Unterstützung eines Therapeuten?

_________________
Viele Grüße
Anja


Mama mit Sohn ( *2001 / Asperger-Autist)
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Fam.Brehm
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Beiträge: 38
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BeitragVerfasst am: 09.06.2011, 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben,

tausend Dank für eure Tips.
Philipp schläft jetzt mit "Entspannungsgeschichten" ein. Wir machen sie ganz leise und er findet so gut in den Schlaf.
Außerdem haben wir in den letzten Wochen versucht einige stressige "Baustellen" zu schließen. Anja: ja das mit dem Internat ist ein großes Thema. Es sollte aber die nächsten ein zwei Jahre nur ab und zu an den Wochenenden sein. Scheinbar ist das aber noch zu früh. Tagesausflüge mit dem FED klappen problemlos, aber sobald eine Übernachtung im Spiel ist, geht nichts mehr. Wir haben das jetzt auf nächste Jahr verschoben, um wieder mehr Ruhe reinzubringen.

Vielen Dank nocheinmal für eure Antworten.
Es tut einfach gut, wenn man merkt, dass man nicht alleine ist. Very Happy
Liebe Grüße

Karin
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Andrea08
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BeitragVerfasst am: 09.06.2011, 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Karin,
schön, dass euer Sohn jetzt endlich schläft. Das ist mit Sicherheit eine erhelbiche Erleichterung.

Was für Entspannungsgeschichten hört ihr denn? Vielleicht kann ich da auch mal eine von gebrauchen.

Meine Tochter, will auch mal wieder nicht einschlafen. Die erste Rutsche ist geschlafen, nun ist sie der Meinung das "Mittagsschläfchen" zur Abendzeit ist zu Ende.

Naja, wird schon werden!

Eine gute Nacht wünscht dir
Andrea
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