Verfasst am: 26.04.2011, 17:49 Titel: Alleinerziehend mit behinderten Kind(ern)
Mir fehlt der Austausch mit anderen Alleinerziehenden, die ein oder mehrere behinderte Kinder haben.
Wie läuft das bei euch mit den Betreuungsmöglichkeiten? Habt ihr von irgendwem Unterstützung? Von was lebt ihr?
Hallo,
also die letzten 16 Jahre habe ich Caro alleine versorgt, sie ging immer nur für wenige Stunden zur Schule so blieb und bleibt mir nichts anderes als von Hartz 4 zu leben .
Jetzt geht Caro schon seid 2 Jahren nicht mehr zur Schule.
Seit fast 2 Monaten nun habe ich 5 Tage die Woche 4 Stunden Hilfe von einer Krankenschwester und 2 mal die Woche eine Nachtschwester darüber bin ich sehr glücklich weil es alleine einfach nicht mehr zu bewältigen ist.
Alle 14 Tage habe ich Freitag Nachmittags eine Krankenschwester vom FED .
so kann ich auch mal abschalten.
Wie läuft das bei Dir ?
LG Iris mit Caro _________________ Iris (42J) mit Caroline geb 32SSW Epilepsie Tetraspastik Skoliose Reflux PEG nach Hirnbluten 3. Grades
Hallo,
so ich kann mich einschliesen
Meine Hilfe ist Umgang einmal in 14.Tagen ein Nachmittag,Kindergarten und Schule.
Gerade weil mein Klein nicht so schwer behindert ist geht es ganz gut bei uns.
da zu habe ich Hilfe bei Erziehungsberater in Diakonie und das hilft sehr.
Manchmal denkt man,das es fast eine Sprechstunde bei Psychologe ist
aber gut gemeint.
Iris:das ist schon heftig
nur so wenig Zeit
Drücke Daumen,das du mehr Ausschaltung bekommst
Quirin:Gute Idee
LG Aisa _________________ Ich schön 4 Jahre 30:))) 2003-Megi-gesund 2006-Alex- Nie beschriebene Partielle Trisomie- 22q(in 22q11.21 und 22q13.33) Fokale Epilepsie und B6 apendige Epilepsie,Gehirn(ähnlich Dandy Walker+eine Narbe),Rheuma,Entwicklungsretardierung-(2012 wie 3,5 Jahre) ,Hypotonie,teilweise Gehbehinderung,sensible Neuropathie, und sonst ein lustiges Schlumpf
Ich versorge meine 3 alleine, allenfalls alle 2 Wochen kümmert sich Vater Nr.2 (Vater von Kind 3) sich um seinen Sohn für mittlerweile nur noch ein paar Stunden (wenn überhaupt, in letzter Zeit nicht mal mehr das), Vater Nr.1 traut sich das nicht zu und bleibt fern.
Kind1 ist in einer Halbtagsschule, aber nur sporadisch, da sie (Aspi, HB, emotionale Störung) momentan eine Depression hat und sich teils kaum aufraffen kann, ich hatte den Antrag gestellt, daß sie evtl. in eine 5-Tagesgruppe gehn kann, da es teilweise meine Kräfte übersteigt, angedacht ist jetzt aber doch erstmal eine stationäre Aufnahme in der KiPsy, nur dauert das, bis da was frei wird.
Kind2, ebenfalls Aspi (aber in heftiger Form - und momentan extrem anstrengend) geht in eine KB-Schule, die Mo-Do bis 15 Uhr auf hat, Fr bis halb 12, einen Hort gibt es dort nicht, Ferienbetreuung ebenfalls nicht. Für ihn hab ich einen Betreuer von der lebenshilfe, der einmal die Woche für 2-3 Stunden kommt.
Kind3, globale Entwicklungsverzögerung u.a. geht in die gleiche KB-Schule.
Ferienbetreuung ist hier gleich null für Kids mit Handycap, es sei denn, sie sind dazu auch geistig behindert und gehen in die Förderschule G, dann gibt es dort insgesamt 20 Plätze für 3 Wochen in den Sommerferien, die dann verlost werden bei Interesse.
Familie hab ich nicht vor Ort, meine Unterstützung ist der Betreuer einmal wöchentlich für Kind2 - den haben wir aber auch erst seit nem Monat.
Wegen der nicht ausreichenden Betreuungszeiten bin ich nur stundenweise außerhalb der Ferienzeiten vormittags in der Altenhilfe tätig, wir leben von Hartz4, da Unterhalt für die Kids selten bis nie kommt und von den Kids hat auch nur eines die PS1 (wovon man auch nicht leben kann).
Mein großes Problem ist, da ich ständig mit Kind3 im Krankenhaus bin, wo ich die beiden andern lasse, da Kind3 sich im Krankenhaus nicht von den Schwestern versorgen läßt, Kind2 will niemand übernehmen, so daß ich das letzte Mal Kind2 mitnehmen mußte- was völlig in die Hose ging und wir allesamt gehen mußten, ich sollte dann einen neuen Termin für Kind3 machen, wenn ich eine Betreuung für Kind2 habe
Ich bin auch mit drei Kindern alleine. Mein Mittlerer Sohn ist ein HF-Autist. Er neigt zu unkontrollierbaren Wut- und Gewaltsausbrüche, ist sehr impulsiv. Er besucht eine Förderschule mit anschließender Nachmittagsbetreuung. Um 16:30 Uhr hole ich ihn wieder ab. Da er einmal in der Woche zur Physio-Therapie muss und in naher Zukunft auch noch eine Autismustherapie bekommt, zusätzlich ein Kiederorthopädische Behandlung und eine orthopädische Behandlung läuft, weiß ich nicht, wie lange das noch weiter geht, da es eigentlich verpflichtetnd ist, sein Kind an 4 Nachmittagen in die betreuung zu geben.
Der Kleine bekommt Ergo und Logo und schaut sich in vielen Dingen das Verhalten des Großen ab. Es ist äußerst schwierig, wenn die beiden zusammen hier sind. Er kommt diesen Sommer in die Schule und ich weiß noch nicht, ob ich einen Platz in der Über-Mittagsbetreuung für ihn habe.
Der Große ist in der Pubertät, aber echt so mitten drin. Ich glaube, dazu brauch wohl nicht viel zu sagen.
Ich bezieh ALG II und gehe zusätzlich noch ein paar stunden arbeiten. Das brauche ich, um raus zu kommen.
Der Vater der beiden Kleinen nimmt seine Kinder alle 14 Tage übers WE. Das ist schon eine enorme Entlastung, zumal ich in der Regel einen 14-15-Stunden Tag habe. Zwischendurch mal hinsetzen und ne Tasse Kaffee trinken? Geht nicht. Haushalt, einkaufen etc. muss alles vormittags passieren. Nachmittags komme ich dazu nicht, weil die Kinder Termine haben. Wenn man dann an drei Vormittagen die Woche außer Haus ist, weil man arbeitet, bleibt da ne ganze Menge liegen. Und dann schaut SchwiMu einen auch noch missbilligend an, wenn's hier mal nicht ganz so sauber ist oder sich die Bügelwäsche seit Wochen stapelt. "Also ich damals hatte ja 5 Kinder und mein Haushalt war immer tiptop!"
Allerdings kümmert der Vater sich sonst sehr wenig. Er zeigt kaum Interesse an den alltäglichen Dingen der Kinder. Wenn der Große samstags einen Termin zur Physio hat und es ihm dann nicht in den Kram passt, dann wird der auch schon mal abgesagt. _________________ Liebe Grüße
Leasanne
_________________________________________
Eva (*’76), Burn-out, alleinerziehend
Jonas (*’95), Lutz (*’02), high functioning autismus, ADHS, extreme Knick-Senk-Füsse, Skoliose, Til (*’05) Störung d. Sozialverhaltens u. d. Emotionen
Anmeldedatum: 30.09.2010 Beiträge: 251
Wohnort: Wetzlar (sind neu hier)
Verfasst am: 23.05.2011, 23:38 Titel:
Hey hey,
ich bin ebenfalls alleinerziehend (jerrys diagnose könnt ihr ja sehen),
Jerry geht in die kita von 9-15 uhr , aber da er so häufig krank ist... ist er da auch mehr weniger als öfter.. grrrr... Und selbst wenn er in der kita ist, hab ich uch nicht wirklich zeit für mich. Da ich immer irgendwas auf dem zettel stehen habe !
Ich wohne etwas über 500km von meiner family weg, wird sich aber ab dem sommer ändern. Denn dann ziehen wir dort hin. Damit ich eben auch mal wieder etwas privatleben habe, oder einfach mal wieder weggehen kann zb. !
Und hier in HH hab ich halt niemand der am abend wenn er zb. schon schläft mal für paar std. nach ihm gucken könnte oder so!... Und mir fehlt das so, einfach mal wieder rauszukönnen!
LG Nike
PS: Erzeuger spielt in unserem Leben auch keine Rolle... _________________ (37SW+6 ; 29.5.08) Jeremy "jerry" Down-syndrom(Diagnose 26SW) + starker V.a.Autismus
*AV-Septum-Defekt* Op 26.9.2008* ,
Tracheomalazie
2011 Diagnose Aortenstenose 2.Op höchstwahrschenlich
Hallo,
bin auch alleinerziehend.
2 Kinder, Kind 1 wird demnächst 10 und ist aufgrund einer falschen Behandlung schwerstmerfach Behindert, therapieresitente Epilepsie, Entwicklungsstand ca 3 Monate.
Kind 2 ist 5 und gesund.
Vater von Kind 1 hat sich seit 9 jahren nicht mehr gekümmert und zahlt auch nicht.
Vater von Kind 2 befindet sich im Ausland.
Ab und an habe ich jemanden vom FED zur Entlastung und das klappt auch super.
Arbeiten geht leider nicht, jedenfalls nicht in meinem Beruf (Restaurantfachfrau/Ausbilder). Daher leider ALG II.
Habe ein kleines Gewerbe angemeldet und nähe Kindersachen,Taschen,Deko usw querbeet und kann mir soetwas nebenbei verdienen.
Mein Traum ist das wir davon vielleicht irgendwann fast leben könnten.
Mir fehlen Gespräche mit Erwachsenen und jemand der mal für mich da ist, bei dem ich mich mal anlehnen kann, wenn ihr versteht was ich meine.
Man ist ja als alleinerziehnde doch ausgegrenzt und nicht so flexibel wenn es mal um Treffen mit Freundinnen geht, obwohl sich die Zahl der Freundschaften doch im Lauf der Jahre stark reduziert hat.
Zur Zeit empfinde ich unser Leben als ercht anstengend, aber nicht wegen der Kinder sondern wegen dem ganzen drumherum.
Ärger mit Ämtern und der Arzthaftungsprozeß.
Sonst gehts uns aber gut und ich liebe meine Kindern und ich bin recht zufrieden.
Achso, Kind 1 geht zur Schule und Kind 2 in Kiga dadurch habe ich vormittags auch Zeit mal etwas für mich zu machen. Kind 1 befindet sich seit gestren auf Klassenfahrt und so sind auch die Nächte ruhig, also keine Krampfanfälle im 15 min Takt usw.
LG Rouven
will mich hier auch mit anschließen erstmal schöne Idee von Quirin
Ansonsten gehts mir im Gegensatz zu meinen vorherigen Schreiberinnen wohl noch recht gut ...naja mittlerweile. Seit letztem Jahr gehen meine beiden gemeinsam ins ICP hier in München. Die haben sogar in den Ferien geöffnet, d.h. insgesamt nur 4 Wochen im Jahr zu. Eine echte Erleichterung, da ich mind. 20 h die Woche noch arbeiten gehe. Ich muss allerdings sagen, dass ich einen sehr netten Chef habe, der sehr viel Verständniss für uns Alleinerziehende hat. Der Papa kümmert sich mit seiner neuen Frau seit Mitte 2009 auch wieder jedes 2. WE um die kids und die Hälfte der Ferien. Find ich aber auch enorm wichtig, dass sie den Kontakt nicht verlieren, hat aber auch einige Diskussionen gekostet. Für die Hälfte der Ferien war wohl damals auch ausschlaggebend, dass ich sonst nicht hätte arbeiten gehen können und dies sich bei ihm dann auch finanziell bemerkbar gemacht hätte
Naja also seit die 2 im ICP sind gehts für mich wesentlich einfacher. Klar muss ich sie immer noch ca. 1 x die Woche abholen zum Arzt etc. gehen. Läßt sich aber jetzt alles wesentlich einfacher regeln. Mit dem Durchschlafen dass ist allerdings auch so ein Thema...Nicolas schläft neben mir, da ich so auch besser mitbekomme wenn er krampft und muss eben ab und zu umgedreht werden. Mit Abends mal weggehen oder einem Hobby nachgehen s allerdings bis jetzt auch ned drin. Meine Eltern wohnen 400 bzw. 700 km weit weg und hier hab ich da direkt auch niemand. Daher kenn ich auch die Situation mit KH, dass ich eben dann entweder den 2. mitnehmen muss oder Oma muss einfliegen oder Papa muss sich eben kümmern. Hatte ich ihm damals bei der 2. Hüft OP auch aufs Auge gedrückt, da kam dann seine Mutter. Beide waren damals allerdings noch in der PKV und ich hatte keinen Urlaub mehr, hätte also unbezahlt frei nehmen müssen. Diesesn Stress hab ich nun zum Glück nicht mehr, da in der GKV man wenigstens Knderkrankenschein nehmen kann.
Und nun wünsch ich Euch allen noch ganz viel Kraft und wenigstens 5 Min. am Tag für Euch.
GLG
Beatrix _________________ "Bewahre Dir Deine Illusionen, denn wenn Du sie verloren hast existierst Du wohl noch aber Du hast Aufeghört zu leben." (M.Twain)
* Beatrix mit Nicolas (17.01.2003) - ICP, Tetraspastik, Epilepsie - und Lorenz (17.01.2003) - ICP, leichte Ataxie, leichte Spastik im linken Bein, seit 2007 Epilespie*
Hallo zusammen, ich gehöre auch in die Gruppe alleinerziehend, habe aber "nur" ein Kind und er ist trotz seiner Behinderung sehr pflegeleicht und umgänglich. Er geht in einen integrativen KiGa von 8.00 - 14.00 Uhr, ich gehe Mo.-Do. je 5 Std. arbeiten. Ich habe einen tollen Babysitter, der 1x wöchentlich Sandro im KiGa abholt und ca. 1x im Monat abends hier ist, damit ich mal raus komme. Meine Eltern sind schon etwas älter, aber wenn nachmittags etwas ansteht, ist es kein Problem, darüber hinaus holen sie ihn 1x wöchentlich vom KiGa ab. Wenn ich das von Euch so lese, geht es mir richtig gut und obwohl sich der Vater sehr selten blicken lässt, da er in die Schweiz ausgewandert ist, ist mein Leben ok. Finanziell komme ich auch hin und die Infektionsanfälligkeit von Sandro ist wesentlich besser geworden. Ich finde es ganz wichtig, das man gerade wenn mal allein mit Kind ist, alles tut, um einmal Zeit für sich zu haben und wenn es nur ein paar Std. pro Woche sind, zum Glück gibt es die Verhinderungspflege und dafür bin ich sehr dankbar. L.G. M. + S. _________________ Michaela alleinerziehend (Bj. 12/67) und Sohn Sandro (19.01.07.) Herz-OP nach Geburt, schwere globale Entwicklungsverzögerung (hat gerade Laufen gelernt, spricht ein wenig)ohne Diagnose, evtl. ein unbekanntes Syndrom, 100% SB aber ein Schatz!
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