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Patenschaft aberkennen?
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Sabine-nord
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BeitragVerfasst am: 27.12.2005, 20:36    Titel: Patenschaft aberkennen? Antworten mit Zitat

Hallo,

ich hab da mal eine Frage, die mich sehr beschäftigt :

Gibt es eine Möglichkeit, die Patenschaft wieder " abzuerkennen " ?

und wenn ja, wie geht das ?

Ich bin sehr enttäuscht über die Patin meines Sohnes, die ich mir damals sehr bewußt ausgesucht habe.
Sie ist die Schwester des Vaters von Thies ( mit dem ich zur Zeit der taufe auch nochzusammen war). Seit der Trennung kümmert sie sich überhaupt nicht mehr um Thies. Ich bat sie vor einiger Zeit mal darum, zwischen dem Vater und mir zu vermitteln, damit Thies Kontakt zu seinem Vater behält, aber das lehnt sie ab, sie wolle sich da nicht einmischen.....
Naja, ist eine länger Geschichte Sad

Liebe Grüße

_________________
Sohn 10/99 Frühchen aus der 24+5 SSW 650g/32 jetzt globale Entwicklungsretardierung,
Autismusspektrumstörung
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vjestica
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BeitragVerfasst am: 27.12.2005, 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
bin leider in der gleichen Situation wie du.
Man kann Paten aberkennen,würde ich persönlich aber nicht machen.
Da müßte dir dein Pfarrer weiterhelfen können.
Leider haben meine 3 Jungs zu keinem einzigen Paten mehr Kontakt.
Die Paten waren aus der engen Familie oder jahrelange Freunde.
Der Kontakt wurde aber nie von mir abgebrochen.
Zu meiner besten Freundinn sag ich immer:"Wenn ich dich loswerden will wirst du Taufpatin meines nächsten Kindes !!! Shocked

LG Jenny
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colienne
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BeitragVerfasst am: 27.12.2005, 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Sabine,

wir haben mit dem Paten unseres älteren Sohnes ähnliche Probleme. Er ist auch unser Trauzeuge und ein alter Freund meines Mannes. Wir dachten damals, es wäre gewiß ein guter Pate. Jetzt wird Cédric im Januar 6 Jahre alt, hat seinen Paten zum letzten Mal mit 1 1/5 Jahren gesehen und weiß auch nichts von seiner Existenz. Er denkt, er hat nur eine Patin, was problematisch ist, weil sein kleiner Bruder ein Pate und eine Patin hat.
Wir haben schön öfter mit dem Paten geredet, ihn überzeugt, Cédric sei jetzt groß, man könne mit ihm tolle Sachen anstellen, es sei noch nicht zu spät. Er zeigte am Telefon guten Willen aber rief doch nie an, nicht mal zum Geburtstag, und besuchte uns auch nicht. Wir wohnen weit auseinander, das wußte er aber, als er die Patenschaft annahm.
Wir haben auch eine Zeit lang darüber nachgedacht, die Patenschaft abzuerkennen (ich glaube, es ist möglich), haben doch die Sache einfach so ruhen lassen. Für Cédric ist es ja das gleiche.

Ich kann dich aber gut verstehen. Es ist eine große Enttäuschung.

Vielleicht habe ich dir ein wenig mit meinem Beitrag helfen können.

Herzlichst

Colienne

_________________
Colienne (70) mit Cédric (01/00) und Miguel (12/01) (ADHS, atypischer Autismus, Sprachentwicklungsverzögerung)
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vera
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BeitragVerfasst am: 27.12.2005, 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,
ich glaube, eher nicht. Dann müsste das quasi im Kirchenregister geändert werden und auf der Taufurkunde. Das habe ich noch nie gehört, und ich arbeitete in einer Gemeinde. Aber 100% sicher bin ich mir nicht. Die Paten waren in allerfrühester Zeit Taufzeugen - und das waren sie ja wohl bei Euch auch.
Paten bürgen auch für die religiöse Erziehung. De facto passiert das ja eher selten.
Aber euer Pfarrer oder Pfarrerin fänd das sicher gut, wenn du dir darum Gedanken machst. Du könntest erzählen, dass die Patin dir da nicht weiter hilft, aber die Person xy wichtig für Thies ist. Und ob man das nicht im Zusammenhang von Kommunion, Konfirmation oder bei einer individuellen Segenshandlung o.ä. darstellen kann.
So viel zur kirchlichen Seite.
Meistens erwartet man von den Paten aber, dass sie auch so eine Art Ersatzeltern sind. Das hat aber mit dem eigentlichen Patenamt nichts zu tun. Wer Thies "Ersatzeltern" sind, bestimmst Du und kannst das natürlich ändern.
Liebe Grüße
Vera

_________________
Vera mit Malte, 05/03 - 05/09, V.a. Mitochondriopathie, Gehirnfehlbildungen, Tetraplegie, Epilepsie, PEJ, blind
und Bruder, 07/05
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PetraK
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BeitragVerfasst am: 27.12.2005, 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Sabine,
ich würde Folgendes machen und kenne es auch von Bekannten so:
Du suchst mit Thies eine neue Patin aus und ihr feiert in einem von euch selbst ausgesuchten Ritual (zum Beispiel gemeinsam Essen gehen) die Übernahme der Patenschaft. Für euch ist dann die Erwählte die neue Patin.
Viele denken ja, die Patenschaft bedeutet, dass derjenige sich auch um das Kind kümmert, wenn du aus irgend einem Grund dazu nicht mehr in der Lage wärst. Aber Patenschaft bedeutet, dass der Pate sich um die religiöse Erziehung des Kindes kümmern soll.
Soll jemand sich um dein Kind kümmern, falls dir etwas zustößt, müsstest du versuchen, ob du deinen Willen über einen Anwalt (das Jugendamt fragen) festhalten kannst.
Möchtest du einfach jemanden, der sich so um deinen Thies kümmert, wie man sich das von einem Paten wünscht, kannst du einfach jemanden bitten, die neue Patin zu sein.

Viele Grüße
Petra mit Michelle (10/96, 31.SSW)
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dkizinna
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BeitragVerfasst am: 27.12.2005, 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,

ich denke, dass man Patenschaften so nicht ändern kann. Wichtig waren sie bei der Taufe, versprachen da auch den Eltern beizustehen und dem Kind auf dem religiösen Weg beizustehen. Ich kenne das nicht anders, dass immer mindestens ein Paten ausfällt ;-(

Hab auch bei Florian die Paten gewissenhaft ausgesucht, dh eine Patin drängte sich auf und die andere wartete geradezu darauf, dass sie gefragt wird. Die sich Aufdrängende wollte alles Mögliche machen, da hatte ich bei der euphorische Planung schon ANgst, meinen Sohn gar nicht mehr zu sehen. Aber als ich 8 Monate nach der Geburt mal fragte, ob sie ihn nicht zum 3. Mal besuchen wolle für ein halbes Stündchen nach Feierabend, kam es zu einem Riesenkrach. Ich schlug vor, die Patenschaft ruhen zu lassen. Der Kontakt brach völlig ab, ich hab ihr noch von der Besonderheit des Kindes erzählt, aber da kommt nix mehr. Schade für Florian. Meine Freundin bot sich als Quasi-Patentante an. Davon kann man ja so viele Leute bestimmen, wie man lustig ist. Wichtig ist doch eigentlich nur, dass das Kind immer Leute an seiner Seite hat, die es auf dem Lebensweg begleiten!

Liebe Grüße

Dagmar

_________________
Dagmar m. Florian (09/03)
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vjestica
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Beiträge: 8518

BeitragVerfasst am: 28.12.2005, 11:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo an alle,
man kann Paten aberkennen,ist in meinem Bekanntenkreis schon vorgekommen.
Das weiß ich sicher
Ich würde es aber nicht machen.
Zum Zeitpunkt der Taufe hat man doch die Paten aus einem bestimmten Grund genommen.
Vielleicht findet sich doch im Laufe der Jahre für Pate und Patenkind wieder ein gemeinsamer Weg,man weiß ja nie.
Für meine Großen war es auch sehr schwer das an der Kommunion noch nicht mal ein einziger Pate da war,geschweige denn mal ein Kärtchen geschickt hat.
Aber ich kann meinen Kindern nicht alle Steine aus ihrem Lebensweg räumen.
Wenn die Paten sich dafür zu fein sind? Bitteschön!
An mir hats nicht gelegen und das Wissen meine Jungs auch.
Trotzdem hatten wir immer sehr schöne Kommunion.

LG Jenny

P.S. Religiöse Erziehung übernehme ich selber
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ks.kathrin
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BeitragVerfasst am: 29.12.2005, 09:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ja Jenny, so kenne ich das auch. Eine Patenschaft kann man aberkennen, in dem man den zuständigen Pfarrer/Pfarramt darum bittet. Der "ehemalige Pate" bekommt dann Post vom Pfarramt, dass er "raus" ist.

Eigentlich eine schlimme Sache, aber warum soll man Altlasten mit sich rumschleppen, wenn es trifftige Gründe dazu gibt. Ich persönlich finde es schade, wenn ausgesuchte Paten ihr Amt nicht entsprechend ernst nehmen und sich nicht um die Patenkinder kümmern, aber erzwingen würde ich den Kontakt auch nie und nimmer! Und auf die Zeit hoffen.... Rolling Eyes .... naja, irgendwann nach ein paar Jahren ist der Zug wohl abgefahren, da müsste sich ein "verschollener Pate" dann auch nicht mehr bei mir melden. Da wäre ich dann sehr konsequent.

Gruß an alle und es tut mir sehr leid für Eure Kleinen, dass die Paten sich nicht um sie kümmern Sad

Gruß Kathrin

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Mama von Melina *Okt 2001 blind und entwicklungsverzögert
sowie N. *Mai 1991 u. R. *März 2005 beide gesund
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Bianca.juhl
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BeitragVerfasst am: 29.12.2005, 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu,

Meine Freundin hat das jetzt auch vor bei Ihrem Sohn, die Patin kümmert sich uh nicht mehr um das kind, obwohl sie die neue LG vom Vater ist. Nun will sie die Patenschaft an Ihre Cousine übergeben, sie hat sich da schon schlau gemacht und darf also die Paten austauschen.
Ich hoffe Sie hat mit Ihr dann mehr glück.

Und Dir wünsche Ich auh alles gute

Cu Bianca

_________________
Bianca (29), Atila(33), Maximilian (6j.), Angelique(10j. u. Ullrich-Turner-Syndrome) Robin Maurice 14.10.04; nicht ketotische Hyperglycinämie ( Stoffwechselkrankheit); 100% mehrfach Behindert ; Epilepsie; Blind
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Gitte
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BeitragVerfasst am: 27.06.2006, 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Mir treibt es die Tränen in die Augen, konnte nicht alle Beiträge lesen, weil ich so leide im Moment.

Für mich hat die Patenschaft eine ganz besondere Bedeutung.
Die Paten sollen an der Seite der Eltern sein, während das Kind aufwächst.
Und das so lange es geht und von beiden Seiten gebraucht wird.

Auch wir sind in der Situation das der Pate eines unseres Kindes keinerlei Interesse hat seinem Versprechen nach zu kommen.
Es waren Unstimmigkeiten in der Familie die dazu führten.
Eine wirklich miese Geschichte die mich auch nach fast 6 Jahren noch immer soooo beschäftigt.
Ich würde die Patenschaft auch am liebsten aberkennen lassen.

Für mich ist es besonders schwer und gibt mir immer einen Stich ins Herz, wenn Sebastians Bruder etwas von seinem Patenonkel geschenkt bekommt und Sebastian sich eben gar nicht daran erinnern kann das es für ihn selber überhaupt einen Patenonkel geben soll.
Er kennt ihn fast nicht, da die Sache schon lange her ist.

Ein großer Trost für mich ist, das Sebastian die Weltallerbeste Patentante hat.
Er hat auch einen super Kontakt zu ihr.

Aber beim Lesen dieses beitrags und einigen Berichten dazu, habe ich gemerkt das ich noch immer nicht darüber stehe.

Mein Mann und ich ärgern uns noch heute das wir bei der Wahl des Patenonkels nicht auf unser Gefühl sondern nur auf das familiäre Gleichgewicht geachtet haben.

Man lernt eben nie aus.

Gruß Gitte
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