ich brauche mal wieder einen guten Rat. Jannick hat ziemliche Probleme mit der Feinmotorik insbesondere der Graphomotorik. Deswegen sind wir seit über zwei Jahren bei der Ergotherapie.
Inzwischen ist einiges erreicht. Er hält den Stift meist mit drei Fingern und er kann jetzt Striche malen und das ausmalen klappt besser. Die Ergotherapeutin ist vom Fortschritt überzeugt.
ABER: alles ist "verkrampft". Die Finger halten manchmal so fest, dass sie weiß werden. Das Handgelenk ist immer wie "festgeschraubt", d.h auch beim Ausmalen kommt alles aus dem Arm. Oft hebt er den Arm von der Unterlage und "stützt" sich auf den Stift.
Aus meiner Sicht ist so nie ein flüssiges Schreiben möglich, aber ich habe auch keine Ahnung, wie ich es ihm beibringen soll. Erklären geht nicht, vormachen auch nicht. Ich versuche es mit meiner Hand auf seiner Schreibhand, aber dann läßt bei Jannick gleich jede Körperspannung nach und es fällt ihm der Stift aus der Hand.
Wie soll er denn soim Sommer in der Schule zurechtkommen? Alle möglichen Vorübungen zum Thema hatten wir ja schon, aber so richtig nachhaltig gefruchtet hat nichts....
Was meint ihr? Was kann ich noch tun?
Danke für Euren Rat und liebe Grüße
Steffi _________________ Steffi mit Jannick (*2005) myklonisch-astatische Anfälle (Z.n. West-Syndrom), Asperger Autismus und Maxi (*2007) gesund
es hilft nichts! Üben, üben, üben...
Wir haben auch schon so viele Vorübungengemacht.Trotzdem ist es ei uns ist es auch so das er eine katastrophale Schreibschrift hat-deswegen darf er in Druckschrift schreiben.Ansonsten wären dasfür Diktate fatal weil er so lange für ein Wort braucht. ansonsten haben wir verschiedene Stifte ausprobiert-es gibt verdammt viele auf dem Markt! Dann haben wir auch schon eine Zeit lang mit einem "Stifthalte(eine art Gummiüberzug für die Stifte,die sich der Fingerform anpasst.
Zusätzlich hilft auch viel kneten lassen-stärkt die Fingermuskelatur.
LG ilona _________________ 1 Sohn mit ADS, ehemaliges Frühchen aus der 30SSW,Entwicklungsstörungen leider in allen Bereichen, vor allem in der Wahrnehmung
Asthma aufgrund einer BPD
Hallo Steffi,
auch mein Sohn hat große Probleme mit der Graphomotorik. Unsere Ergo hat zum Schluß auch rein daran gearbeitet, hat auch einiges verbessert, aber bis heute, er ist jetzt in der 2. Klasse, hat er große Probleme damit. Auch jetzt wieder vermehrt, da sie jetzt in Schreibschrift schreiben müssen (was für ihn eine große Herausforderung ist).
Ihm tun nach kürzester Zeit die Finger weh da er total verkrampft ist und dadurch verliert er natürlich direkt die Lust am Schreiben und Malen.
Da hilft wirklich nur üben, üben, üben - mehr kann man nicht tun. Wir haben ihm einen kleinen Knetball gekauft, wenn gar nichts mehr geht, dann knetet er ihn kurz kräftig durch, dann gehts wieder weiter.
Auf die Stifthaltung an sich schaut übrigens bei uns kein Mensch mehr . Meinem Sohn seine ist auch nicht gut, aber die Lehrerin hat da noch nie etwas gesagt.
Das sind aber auch 2 verschiedene Probleme - 1x die Stifthaltung und 1x die Kraftdosierung beim Schreiben (mein Sohn hat eine enorme Fingerkraft, setzt die aber auch komplett beim Schreiben ein ).
Ilona, wie hast du das durchgekriegt mit dem nur in Druckschrift schreiben. Bis jetzt hat mein Sohn noch keinerlei "Ausgleiche" wegen seiner Problematik, ist ein ganz normaler Regelgrundschüler, aber ich denke, das mit dem Schreiben wird auch auf uns jetzt zukommen.
Wenn ich sehe, daß er sein Diktat jetzt in Druckschrift mit 0 Fehlern geschrieben hat, aber in Schreibschrift...
Er hat beim Schreiben in Schreibschrift schon so kaum eine Chance aber bei Diktaten in Schreibschrift hat er absolut keine Chance _________________ LG
Susanne
____________________________________
Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
mein Sohn hatte auch große Probleme mit der Stifthaltung. Ich habe mir große Sorgen gemacht, was wird, wenn er in die Schule kommt. Aber er macht so tolle Fortschritte dort, die ich nie erwartet hätte. Ich kann auch nur sagen, daß Üben hilft. In der Schule hat er jeden Tag den Stift in der Hand und das ist die beste Therapie. Aber er hat trotzdem große Probleme mit der Kraftdosierung, da er noch eine leichte Ataxie hat.
Er wird bald noch eine Graphomotorikgruppe besuchen. Gibt es sowas vielleicht bei Euch auch? Und ich werde mit ihm in ein Handmotorik-Labor gehen - habe schon den Termin. Ich weiß nicht, ob es sowas ebenfalls bei Euch gibt? Wenn Du Interesse hast, was damit gemein ist, dann schicke ich Dir den Link.
Ich war auch sehr ratlos, was das Schreiben bei Elias anbelangt, aber ich sehe jeden Tag Fortschritte und gebe die Hoffnung nicht auf, daß er es mal besser hinbekommt.
LG Petra _________________ E. (01/04): Panayiotopoulos-Rolando-Epilepsie, komplizierte Fieberkrämpfe, Dyspraxie, V.a. auditive und visuelle Wahrnehmungsstörung, Autismus, einfache Aufmerksamkeitsstörung
wir haben viele Spiele und Sachen gemacht, bei denen die Feinmotorik der Finger gefordert ist. Denn die reinen Schwungübungen u.s.w. fand mein Sohn einfach nur zum K... Ist ja auch klar. Er konnte das nicht gut und war mit den Ergebnissen stets unzufrieden. Die Folge war dann, daß er komplett abgeblockt hat.
Wir haben z.B. Mikado gespielt und Zauberkreisel. Er mußte dabei immer kreiseln. Auch Billy Biber und zwar das kleine Mitbringspiel macht er gern.
Weiterhin hat er gern gefädelt. Dafür haben wir Bügelperlen verwendet.
Im Kiga hatten sie so einen Kasten mit Reagenzgläschen und einer Platte mit kleinen Mulden drin sowie Pipetten. Das hat er geliebt. Er hat sich verschiedenfarbiges Wasser in die Reagenzgläschen gefüllt und dann mit der Pipette die Mulden in der Platte mit diesem Wasser gefüllt. Er liebt es, alles aufzureihen und hat dann dementsprechend farblich Reihen gemacht. Er macht auch gern Bilder aus Bügelperlen. Dazu habe ich ihm eine Pinzette gegeben.
Im Frühjahr vor der Einschulung hat er dann sogar ein superschönes Stickbild im Kiga gemacht. Er hat zwar ewig dafür gebraucht, aber war dann sehr stolz darauf.
_________________ LG
Katrin
Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, Wirbelwind
Susanne: Durchgeboxt habe ich es gar nicht-das ist von den Lehrern gekommen.
Es gibt aber auch einen Nachteilsausgleich-wie das funktioniert weis ich aber nicht.
Unser ist ein Förderkind-deswegen ist es vielleicht einfacher so etwas "einfach" so zuzulassen.?Keine Ahnung. Erlernen musste er sie dennoch-wegen der Lesekompetenz.
Ab der fünften Klasse dürfen die Kinder hier eh selber entscheiden ob sie Schreib- oder Druckschrift schreiben wollen.
Er bekommt auch mehr Zeit bei den Arbeiten-sie haben erkannt das er durchaus eine Chance hat den "Regelgrundschulstoff" zu bewältigen.Er bekommt sogar inofiziell Noten-auf dem Zeugnis natürlich nicht(Förderschulzeugnis).Das sport ihn total an. Mal sehen wie es weitergeht.
LG Ilona _________________ 1 Sohn mit ADS, ehemaliges Frühchen aus der 30SSW,Entwicklungsstörungen leider in allen Bereichen, vor allem in der Wahrnehmung
Asthma aufgrund einer BPD
Susanne: Durchgeboxt habe ich es gar nicht-das ist von den Lehrern gekommen.
Es gibt aber auch einen Nachteilsausgleich-wie das funktioniert weis ich aber nicht.
Unser ist ein Förderkind-deswegen ist es vielleicht einfacher so etwas "einfach" so zuzulassen.?Keine Ahnung. Erlernen musste er sie dennoch-wegen der Lesekompetenz.
Ab der fünften Klasse dürfen die Kinder hier eh selber entscheiden ob sie Schreib- oder Druckschrift schreiben wollen.
Er bekommt auch mehr Zeit bei den Arbeiten-sie haben erkannt das er durchaus eine Chance hat den "Regelgrundschulstoff" zu bewältigen.Er bekommt sogar inofiziell Noten-auf dem Zeugnis natürlich nicht(Förderschulzeugnis).Das sport ihn total an. Mal sehen wie es weitergeht.
LG Ilona
danke für die Info, Ilona. Nun bis jetzt sah die Lehrerin schon die Schwierigkeiten meines Sohnes bei der Schreibschrift, aber noch keinen besonderen Förderbedarf. Jetzt, nach und nach, sieht sie schon, daß das Problem größer ist.
Er ist dabei aber auch mehrfach gehändicapt . Einmal die Buchstaben, die er in Druckschrift ohne jegliche Probleme hinschreibt in Schreibschrift "umzudenken", dann, wenn er dann im Kopf hat, wie sie ihn Schreibschrift aussehen müssen, sie aus dem Kopf auch so auf Papier zu bekommen, dann das Problem, die Zeile genau so zu treffen wie sie gefordert ist und dann auch noch das Kraftdosierungsproblem (wobei er komplett verkrampft).
Alles ein bißchen viel Probleme für 1 Thema (Schreibschrift) auf einmal und kaum umzusetzen - dann für das weitere Problem damit - in der Zeit eines Diktates. _________________ LG
Susanne
____________________________________
Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
Josi hat auch total die Probleme mit den Händen und kommt im Sommer in die Schule.
Wir üben praktisch seit Geburt, es wird besser, aber gut wird es wohl nie werden.
Bei uns ist es so angedacht, daß Josi (evtl. mit größeren Linien) Schreiben lernt. Wenn möglich auch Schreibschrift, wenn´s nicht geht, dann halt nur Druckschrift und wenn nicht wider Erwarten ein Wunder geschieht und Josi mega Fortschritte macht, wird sie, sobald es an größere Texte geht auf den PC umsteigen.
Für die Grobmotorik in Arm und Hand hat uns bisher Turnen nach Padovan am Meisten gebracht, für die Feinmotorik hilft dies leider nicht, da machen wir so das übliche:
Ergotherapie
Bügelperlenbilder
Perlenketten
Webrahmen
Malen
Kneten
Playmobil
Basteln
Gemüse / Obst schneiden
Brot schmieren
Sandbilder mit Finger oder Stock (am Besten mit Vogelsand)
Puppen oft umkleiden
Schwungübungen auf Tafel (die Schultafeln aus meiner Grundschulzeit mit feuchter Griffelspitze, das gleitet dann super)
Malen auf Tapete (besonders toll, wenn die Tapete auf dem Boden liegt und das Kind darüber bäuchlings in einer Hängematte "schwebt")
Lego bauen
Steckerspiele (die kleinen Plastikpilze die man in die weißen Lochplatten steckt)
Lernspiele am PC, die mit der Maus bedient werden müssen
...
Ich denke mit dem Nachteilsausgleich ist das so eine Sache. Meist wird man von der Schule nicht beraten, sondern man muß selbst aktiv werden, sich schlau machen, fordern,...
Einfach ist es immer, wenn man eine "richtige" Behinderung hat, viele Lehrer sind ja leider immer noch der Meinung, daß ADS/ADHS nur schlechte Erziehung ist.
vielen, vielen Dank für eure Gedanken. Einiges davon kannte ich schon - unsere Ergotherapuetin hat uns auch schon viele Anregungen gegeben. Bei Jannick ist es aber grade andersrum: alles, was die Feinmotorik erfordert und fördert (Bügelperlen, Hämmerchenspiel, Sandbilder, Gemüse schneiden) interessiert ihn nicht, er macht aber klaglos bei seinen Ergo-Hausaufgaben 100 Striche in die gleiche Richtung (wo ich schon manchmal denke, das ist Quälerei).
@Pertra: Graphomotorikgruppe und Handmotoriklabor sagen mir gar nichts. Kannst Du bitte etwas dazu schreiben bzw. den Link mailen? Was wird da gemacht?
Das Problem mit dem Üben, üben, üben finde ich, dass er es ja grade falsch macht und zwar das falsche mit jeder Übung weiter optimiert, aber so kann er doch nie flüssig schreiben, wenn er die Bewegung aus dem Arm macht und das Handgelenk komplett steif hält. Gibts zum Thema Handgelenkbewegung vielleicht noch einen Tipp? Mir fällt nämlich grade ein, dass er das z.B. auch beim Brot schmieren macht, was ziemlich komisch aussieht und Löcher im Brot nach sich zieht...
Liebe Grüße
Stefanie _________________ Steffi mit Jannick (*2005) myklonisch-astatische Anfälle (Z.n. West-Syndrom), Asperger Autismus und Maxi (*2007) gesund
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