REHAkids - Das Forum für besondere Kinder.

  Partner-Links:  

amazon.de www.ernstings-family.de JAKO-O ... ausgewählte Kindersachen! Kinderbutt ...was Kinder mögen! Babybutt Tchibo - Jede Woche eine neue Welt
SuchenSchnellsuche:  

Chat-RaumSmalltalk-Chat (2) 
Chat-RaumThemen-Chat (28.5.-31.5. Pfingstpause)

Bin mit Förderschule unzufrieden - brauche Rat
Gehe zu Seite 1, 2, 3 ... 9, 10, 11  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Kindergarten und Schule
Vorheriges Thema anzeigen :: Dieses Thema einem Freund schicken :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
sylvia1608
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 11.09.2007
Beiträge: 198
Wohnort: bei Hildesheim

BeitragVerfasst am: 22.02.2011, 22:58    Titel: Bin mit Förderschule unzufrieden - brauche Rat Antworten mit Zitat

Halli hallo,

muss mich ein wenig ausheulen und vielleicht habt ihr noch den ein oder anderen Tipp für mich?

Mein Leon hat ein ausgeprägtes ADHS und ist leicht entwicklungsverzögert, zur Zeit medikamentös gut eingestellt.

Leon ist im August in eine Förderschule - Schwerpunkt Lernen eingeschult worden. Er gilt nicht als lernbehindert, eher Durchschnitt, aber sein Verhalten hindert ihn letztendlich, sein Können auch zu zeigen. Aufgrunddessen wurde bei ihm der sonderpäd. Förderbedarf festgestellt. Für eine E/S-Schule wäre er zu "harmlos", das könnte nach hinten losgehen (wenn Kinder dort eben noch auffälliger sind als er), für eine Regelschule zu auffällig, dazu kommen die vielen Kinder. Ist eben ein Unterschied mit 20 oder mit nur 6 Kindern zu lernen Wink Kann ich alles akzeptieren.

Dennoch macht mich diese Schule seit 6 Monaten nur noch irre. Erst diese völlig unorganisierte und lieblose Einschulung, keiner wusste, was nun gemacht wird.
Dann plötzlicher Lehrerwechsel (wegen Krankheit/man steckt nicht drin, ist klar!). Mit der Vertretungslehrerin klappte es super! Die Kommunikation klappte einwandfrei, die Lehrerin gab mir Tipps wegen Betreuung/Förderung nach der Schule. Dann war da noch eine andere Lehrerin, die mich mit ihrem Gesundheitswahn zur Weißglut brachte. Bloß kein Zucker im Getränk! Fruchtsaft ist aber okay!....dabei hatte mein Kind Fruchtsaft mit! Kommentar: "andere Eltern schicken Kinder mit Cola und Red Bull zur Schule....mit denen könne man nicht kommunizieren...."mag sein, ICH bin aber nicht andere!
Nun kam es bereits 4 mal vor, dass ich nicht über veränderte Unterrichtszeiten informiert wurde! D. h. ich habe 3 mal gewartet, es kam kein Kind und 1 Mal kam mein Sohn 1 Schulstunde eher nach Hause. Das sind Dinge, die dürfen nicht passieren. 1. man macht sich Sorgen und 2. man ist auch nicht immer zu Hause. Dann bekomme ich von der Schulleitung gesagt, dass sie es wundert, dass ich nicht informiert wurde, denn bisher hat sich niemand anderes beschwert....(das liegt auch m. M. n. an den Eltern, die sich eher weniger um das Belange der Kinder kümmern)
Dann haben wir dieses Hausaufgabenproblem. Teilweise schreiben die Kinder selber ins Heft, manchmal die Lehrerin. Wie oft muss ich zu Hause grübeln und mit Sohnemann diskutieren, welche Hausaufgaben gemacht werden müssen...da steige ich teilweise echt nicht durch...

Heute habe ich nun mit 2 anderen Elternteilen telefoniert, auch die beiden erzählten mir die Sachen mit den Hausaufgaben (Lehrerin sagte zu einer Mama, die Kinder können selber schreiben und es solle nicht von Lehrerin kontrolliert werden, bei 7 Kindern zu viel...), dann die Sache mit den fehlenden Infos bzgl. der Unterrichtsstunden.

Zu guter Letzt wurde mir auch noch erzählt, die Lehrerin hätte sich über meinen Sohn "ausgelassen", er sei so anstrengend, seitdem die beiden neuen Kinder da sind (die kamen erst nach den Halbjahreszeugnissen dazu). Eine Sache, die ich nicht bezweifle, aber was geht das denn einer fremden Mutter an? Warum kann die Lehrerin nicht mit mir darüber sprechen???

So, nun genug geschimpft:-) Natürlich werde ich nun nochmals Gespräche führen. Diesmal allerdings als Elternvertreterin und diesmal auch persönlich mit Schulleitung und Klassenlehrerin. Das sind alles Dinge, die der Schule bekannt sind.

Ich werde demnächst mal hospitieren. Mir gefallen die Strafmethoden dort nicht (Auszeit vorm Klassenzimmer, Pause darf man nicht rausgehen...)
Habt ihr auch solche negativen Erfahrungen gemacht?

Ich habe manchmal den Eindruck, der "letzte Dreck" zu sein. Mag ja sein (so wurde es mir immer wieder , auch von Behörden, geschildert), dass auf diesen Schulen eben Kinder sind, dessen Eltern sich nicht um das Belange der Kinder kümmern oder eben auch Kinder, die noch nicht sicher die deutsche Sprache beherrschen. Aber deswegen heisst es ja nicht, dass auch mir mein Kind egal sei! Ganz im Gegenteil!!!! Ich denke, ich mache fast alles richtig und treffe meistens auch die richtigen Entscheidungen! Aber diese Schule...die macht mich fertig! Und ich bezweifle seit fast 1 Jahr, auch da die richtige Entscheidung getroffen zu haben!....

Sehe ich das zu zimperlich? Ich bin mal wieder völlig ratlos...

Danke fürs "Zuhören" Smile

_________________
Sylvia (29) mit Bernd (33), Tom (04/2001), Lara (Dyskalkulie)(09/2001) und Sorgenkindchen Leon (08/2003), ADHS , sozial unsicher,kognitiver Durchschnitt, allg. Entwicklungsverzögerung, seit 04/08 Medi, z.Zt. Concerta
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
KerstinM.
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 17.08.2009
Beiträge: 5463
Wohnort: Erfurt

BeitragVerfasst am: 23.02.2011, 01:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sylvia,

Zitat:
Mir gefallen die Strafmethoden dort nicht (Auszeit vorm Klassenzimmer, Pause darf man nicht rausgehen...)

Ich denke, dass dies so nicht geht. Zum einen, wer übernimmt die Haftung, wenn das KInd unbeaufsichtigt vor dem Klassenzimme sitzt. Frische-Luft-Verbot, keinmal austoben in der Pause geht auch nicht. Wo ist das Kind dann, wenn alle draußen sind? Aufsicht?
Hausaufgaben sollten schon so irgendwo steh, dass du sie mit ihm machen kannst:

Gut ist, dass du noch einmal das Gespräch suchst und zwar mit der Elternsprecherin . Sachlich bleiben ist hier oberstes Gebot. Versuche denen klar zu machen, dass ihr alle an einem Strang für dein Kind bzw. für alle Kinder ziehen müsst.

Das andere Eltern scheionbar weniger Interesse am Schulleben haben, kan ja nicht zu Lasten deines Kindes gehen bzw,. dürfte nicht zu Lasten aller Kinder gehen. Nicht wie sehr sich die einzelnen Eltern kümmern, ist das Maß für anständiges Schulleben.

Ich drücke dir die Daumen. Erzähle ruhig , wie gut es mit der Vertretungslerhrerin geklappt hat. Das rüttelt manchmal wach und pikst am Ego. Nicht der Schüler ist für die Schule da, andersherum ist es richtig. Und dann sollte man willige Eltern nicht noch verschrecken, sondern froh sein, das sie sich einbringen wollen.

Gruß Kerstin

_________________
Kerstin mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf und Epilepsie und Philipp (*93) 28SSW NEK, jetzt Kurzdarmsyndrom,Nierenproblematik
Ein behindertes Kind ist wie ein krummer Baum - du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen, Früchte zu tragen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
sylvia1608
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 11.09.2007
Beiträge: 198
Wohnort: bei Hildesheim

BeitragVerfasst am: 20.03.2011, 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

ich melde mich nochmal zurück:-) Es ist in den letzten Wochen sehr viel passiert...

Gespräche fanden nun statt. Bisher haben die Lehrer es auch mal geschafft, mich zu informieren, dass das Kind eher nach Hause kommt, da Lehrerin krank.

Ich bin immer noch total unzufrieden mit der Schule, möchte Leon dort gerne rausnehmen. Doch habe ich Angst davor, vom Regen in die Traufe zu gelangen.

Seit Ende Januar sind 2 neue Schüler in der Klasse (Zwillinge). Die beiden sind ähnlich gestrickt wie Leon. Und alle 3 auf einen Haufen bringt sehr viel Unruhe und Ärger in die Klasse und auch im Taxi. Es gab in letzter Zeit viele Einträge in Leons Heft (schlechtes Benehmen). Nun ist die Klassenlehrerin soweit, dass sie eine geplante Tagesfahrt mit den 3en ablehnt. Sie möchte die Verantwortung einfach nicht tragen...

Am Freitag ist mir dann mal endgültig der Kragen geplatzt. Leon hat sich morgens das Handy seiner Schwester gemopst, telefonierte damit. Desweiteren hat er sich ein Cuttermesser aus einem Klassenzimmer gemopst, als er Stempel holen sollte. Leon zeigte es stolz rum, die Lehrerin nahm es ihm weg und rief mich an, dass er das Messer hat. Sie wusste nicht, dass es Schuleigentum war. Dann schnitten sich die 3 Jungs gegenseitig die Haare ab.....

Als klar war, dass das Messer aus der Schule stammte und NICHT von zu Hause bzw. von den Zwillis (sie nehmen oft Schraubenzieher, Zollstöcke usw. mit und verschenken es an Leon) fuhr ich in die Schule und sprach mit der Schulleiterin. Für mich klang es nach Aufsichtspflichtverletzung was das Messer angeht (es war nicht verschlossen, die Erstklässler haben also Zugriff) und auch was das Haareschneiden angeht. Sie dementierte das....

Folglich wird Leon eine Strafe bekommen für das Stehlen des Messers in der Schule. Diese Strafe wird mir am Montag erläutert.

Desweiteren habe ich ihm für das Vertelefonieren des Guthabens seiner Schwester den vertelefonierten Betrag von seinem Taschengeld abgezogen (fand er gar nicht toll, denn er spart auf einen Globus Smile )

Alles in allem ist also seit Zugang der Zwillies extreme Unruhe dort und die Lehrerin weiss nicht mehr weiter...sie ist völlig mit den Nerven am Ende....konnte man Leon vorher noch gut zügeln, bricht er mittlerweile nur noch aus. Auch zu Hause hat sich die Situation verschärft...doch hier bekommen wir am Mittwoch eine Familienhilfe, die uns unterstützen soll. Da setze ich im Moment sehr viel Hoffnung rein, auch wenn es nicht von nun auf jetzt geht.

Wie seht ihr das als Aussenstehende? Mir wird im Familienkreis geraten, die Schule zu wechseln. Doch wie? Und ist das richtig?

Gäbe es die Möglichkeit, Leon in unsere Grundschule zu geben mit einem I-Helfer? Macht das Sinn?

Ich habe auch ein wenig Angst, denn Leon kann wesentlich mehr lernen als es ihm auf der Förderschule ermöglicht wird. Wenn man dann weiß, in 4 Jahren Förderschule lernen die Kinder das, was in 2 Jahren auf einer Regelschule gelehrt wird....Leon hat Zeug zum Lernen, er wird eben durch seine Unkonzentration daran gehindert. Und wenn dann noch so 3 Chaoten auf einem Haufen sind.....

Ich weiss zur Zeit weder ein noch aus.....

_________________
Sylvia (29) mit Bernd (33), Tom (04/2001), Lara (Dyskalkulie)(09/2001) und Sorgenkindchen Leon (08/2003), ADHS , sozial unsicher,kognitiver Durchschnitt, allg. Entwicklungsverzögerung, seit 04/08 Medi, z.Zt. Concerta
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
toto35
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 05.12.2006
Beiträge: 7274
Wohnort: Eifel

BeitragVerfasst am: 20.03.2011, 13:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sylvia,

gibt es bei euch eine Regelgrundschule mit relativ kleinen Klassen - am besten in der Kombination mit einer sehr strengen und konsequenten Lehrerin?

Wir hatten bei der Einschulung das Glück, genau in dieser Klasse gelandet zu sein und heute, mein Sohn ist im 2. Schuljahr, kann ich nur sagen, ja, es war genau der richtige Weg.

Trotz seiner ADHS-Problematik hat unsere Lehrerin (man muß dazu sagen, es ist eine fast reine Jungenklasse und die gehen alle über Tische und Bänke, wenn man ihnen den Rücken zudreht!) meinen Sohn und auch die anderen Schüler super im Griff. Sie ist berühmt berüchtigt an der ganzen Schule für ihre Strenge aber für unsere Klasse, die so ist wie ich oben beschrieben habe, ist genau diese Lehrerin ein absoluter Glücksfall.

Mein Sohn war durch seine ständige Hippeligkeit, Unkonzentriertheit, den ständigen Bewegungsdrang auch nicht in der Lage das zu zeigen, was in ihm steckt. Auch bei ihm war von Entwicklungsverzögerung die Rede. Aber durch zahlreiche Therapien, eine Reha in Werscherberg (die mir übrigens auch dringenst die Regelbeschulung geraten haben!), der Medikamenteneinstellung und eben dieser Schulkombiniation (relativ kleine Klasse und sehr strenge Lehrerin) kann ich heute nur sagen - es funktioniert!

_________________
LG
Susanne
____________________________________
Sohn (9,5 Jahre): ADHS, Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (noch immer in Behandlung)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
sylvia1608
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 11.09.2007
Beiträge: 198
Wohnort: bei Hildesheim

BeitragVerfasst am: 20.03.2011, 14:02    Titel: Antworten mit Zitat

Wir sind eine relativ kleine Stadt und haben vor Ort nun eine KGS, dadurch wurden kleine "Dorf"grundschulen geschlossen, in der es eben auch kleinere Klassen gab. In der hiesigen Grundschule fahren sie mittlerweile 3zügig mit etwa 25 Kindern. Zur Zeit stehen weitere, künftige Schließungen an. Deshalb möchte ich ungern Leon an eine Schule ausserhalb unserer Stadt beschulen lassen.

Schön ist eben an der Förderschule die kleine Klasse mit 7 Kindern. Aber dass es derart ausartet hätte ich nie gedacht!!! Auch die Schulleiterin weiß zur Zeit nicht, wie sie das Problem mit den 3 Jungs anfassen soll. Sie überlegt, die Kinder zu trennen und in die 3. oder 4. Klasse zu setzen Shocked Damit wäre ich absolut nicht einverstanden!!! Denn Kinder sollten zu gleichaltrigen Kindern! Mir fehlt auch da die "strenge" aber herzliche Lehrerin. Die Lehrerin ist zwar herzlich, aber scheinbar keineswegs streng!

Ich weiß, dass es für Leon weniger angebracht ist, mit 25 Kindern unterrichtet zu werden. Aber vielleicht könnte da ihn da ein I-Helfer o. ä. begleiten?

Das war es auch im heilpädagogischen Kiga. Leon hatte 7 Kindergartenkameraden und 2 Erzieher zusätzlich ein Praktikant/in. Es konnte sich immer einer alleine um Leon kümmern. Das brauchte er! Aber nun in der Schule hat er eben nur eine Lehrerin die er sich mit 6 anderen teilen muss. Und wenn er dann noch 2 Verbündete hat, tanzen die 3 eben allen ganz gehörig auf der Nase rum. Auch da fehlt mir eben die vernünftige Strenge, um die Kinder "in Schach" zu halten. Statt das Problem in Angriff zu nehmen, wird alles auf die Eltern abgewälzt. "Sie müssen mit ihm reden, so geht das nicht. Leon hat dies und das gemacht. " usw.

Ich möchte klarstellen, dass ich die Erziehung natürlich NICHT auf die Schule abwälzen will! Aber was es an Problemen in der Schule gibt, kann ich nicht ALLEIN zu Hause bewältigen.

_________________
Sylvia (29) mit Bernd (33), Tom (04/2001), Lara (Dyskalkulie)(09/2001) und Sorgenkindchen Leon (08/2003), ADHS , sozial unsicher,kognitiver Durchschnitt, allg. Entwicklungsverzögerung, seit 04/08 Medi, z.Zt. Concerta
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
KerstinM.
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 17.08.2009
Beiträge: 5463
Wohnort: Erfurt

BeitragVerfasst am: 20.03.2011, 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sylvia,
Zitat:
Ich weiß, dass es für Leon weniger angebracht ist, mit 25 Kindern unterrichtet zu werden. Aber vielleicht könnte da ihn da ein I-Helfer o. ä. begleiten?

Das ist auch an einer Förderschule möglich, wenn der I-Helfer fürs Kind nötig ist.

Wenn der I-Helfer vielleicht überhaupt in der Förderschule deinem Sohn helfen könnte, er den "Rhythmus der Schule" besser lernt, dann ist doch darüber ein späterer Wechsel in die Regelschule denkbar. Sozusagen der I-Helfer als Assistent und Wegbegleiter von der einen zur nächsten Schule, um dann gemeinsam mit dem Kind in der Regelschule anzukommen.

Andererseits könnte ein sofortiger Wechsel vieles bewirken. Wenn der Anspruch höher für ihn wird, er von Lehrern und den Klassenkamerden mehr gefordert wird, kann auch ein "Sinneswandel" stattfinden. Wenn Kinder unterfordert sind, nicht genügend ihrem Potential entsprechend gefordert werden, dann macht Langeweile oft Probleme, das hört man immer wieder. Aber diese Entscheidung sollte am runden Tisch passieren. Probieren geht über studieren. Ist denn ein Probeunterricht in der Regelschule möglich? Wäre es dazu möglich einen "Probe-I-Helfer" zu bekommen?

Rede mit möglichen Kostenträgern, der Schulleitung und anderen möglichen Helfern, wie Schulamt usw.


Gruß Kerstin

_________________
Kerstin mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf und Epilepsie und Philipp (*93) 28SSW NEK, jetzt Kurzdarmsyndrom,Nierenproblematik
Ein behindertes Kind ist wie ein krummer Baum - du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen, Früchte zu tragen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
sylvia1608
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 11.09.2007
Beiträge: 198
Wohnort: bei Hildesheim

BeitragVerfasst am: 20.03.2011, 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

So weit ich weiß, wäre ein Probeunterricht an einer Regelschule möglich. Zumindest hat dies mal die Lehrerin von Leon gesagt. Ob das auch so mit einem "Probe-I-Helfer" geht, weiss ich nicht.

Am Mittwoch kommt diese Familienhilfe zusammen mit dem Bearbeiter vom Jugendamt. Diesen werde ich auf jeden Fall "beiseite" ziehen Wink Denn dieser ist es ja auch, der sowas eventuell bewilligen müsste.

Ich habe im Oktober etwa einen Antrag auf Erziehungshilfe gestellt, da ich urspünglich wollte, dass Leon in eine Tagesgruppe kommt. Einerseits als Entlastung innerhalb der Familie, andererseits zu Gunsten von Leon, damit er endlich Freunde findet und sozial integriert ist. Denn das ist bis heute nicht der Fall (er eckt eben überall an, desweiteren hat er keinen Kontakt zu hiesigen Kindern, da er ausserhalb unserer Stadt im Kiga war und nun auch ausserhalb in der Schule ist).

Das Jugendamt wollte noch keine Entscheidung treffen und hat ein Clearing gemacht. Sie haben nun geraten, Leon in den Hort (Nähe der Schule) zu geben. Da kommt nun dieses Problem, dass der Hort um 13 Uhr beginnt, Leon aber nur bis 11:15 oder 12:20 in der Schule ist und man bis heute noch keine Lösung gefunden hat, wo er dann in dieser Zeit betreut werden kann. Weiter haben sie empfohlen, diese Familienhilfe anzunehmen. Nun fragt mich, Familienhilfe ist es nicht. Erziehungsbeistandschaft?...also jemand, der mir in der Erziehung von Leon beisteht. Denn Leon meint, ich bin sein Spielpartner und nicht "Chef".... Zu diesem Antrag wurde auch die Schule befragt.

Die Vetretungslehrerin (von 1 Woche nach Einschulung bis Anfang Januar) hat diverse Problematiken erkannt und dargestellt. Z. B. dass Leon sich manchmal weigert, seine Arbeiten durchzuführen. Er aber letztendlich auch schnell wieder motiviert werden kann. Die eigentliche Klassenlehrerin, die quasi seit Anfang Januar wieder da ist, hat nur Gutes über Leon gesagt. Überhaupt nicht auffällig, total liebes, fürsorgliches Kind usw.

Und nun seit 11 Wochen nichts als Theater und mir scheint es, der Kleine ist überhaupt nicht mehr zu kontrollieren. Einerseits durch den Ansporn der Zwillinge und andererseits über das fehlende Durchsetzungsvermögen der Lehrerin. Nicht zu vergessen natürlich auch meine Erziehung, schliesslich mache ich auch Fehler und bin nicht perfekt. Schon gar nicht bei solch einem "schwierigen" Kind. Irrerweise ist meine Tochter das komplette Gegenteil von meinem Sohn....

Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass sowohl die Klassenlehrerin als auch die Schulleitung mir Steine in den Weg legen würden, würde ich Leon umschulen lassen. Kurz: sie würden Leon nicht freiwillig gehen lassen.

Es ist ein ewiges Hin und Her mit meinen Sorgen! Einerseits finde ich diese Förderschule und deren Methoden und alles drumherum zum Schreien. Andererseits eben die Angst, vom Regen in die Traufe zu gelangen. Einerseits die Angst, Leon ist unterfordert, andererseits die Angst, man könnte ihn woanders überfordern.

_________________
Sylvia (29) mit Bernd (33), Tom (04/2001), Lara (Dyskalkulie)(09/2001) und Sorgenkindchen Leon (08/2003), ADHS , sozial unsicher,kognitiver Durchschnitt, allg. Entwicklungsverzögerung, seit 04/08 Medi, z.Zt. Concerta
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Irina Haun
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 26.07.2010
Beiträge: 304
Wohnort: Boxberg

BeitragVerfasst am: 20.03.2011, 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Soweit ich weis ist ein Brobeuntericht möglich. Bei uns war es genau so unser Tochter hat vor dem wechsel von eine KB in die Regelschule zu erst 2 Wochen in der Klasse wo man sie unterbringen könnte am Untericht teilgenommen und dan viel die entscheidung eigentlich recht schnell.
Als die da war hat sei die Restlichen Wochen auch noch zur Intigration in der Klasse,
Seid diesem Schuljahr besucht sie nun die Regelschule mit unterstützung von einer Schwerhärigenschule und ich muss sagen es klapt sehr gut.

LG Irina

_________________
Tochter in der 32 Woche per Kaiserschnitt geb.
seid Juni 2010 verdacht auf ADS/ AVWS
geb.69 Ich bin Schwerhörig mit 2 HGs versorgt
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
sylvia1608
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 11.09.2007
Beiträge: 198
Wohnort: bei Hildesheim

BeitragVerfasst am: 20.03.2011, 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

welchen Genehmigungen unterliegt eigentlich ein Schulwechsel? Sicherlich letztendlich der Landesschulbehörde, oder?

Irina, kannst du mir genauer erklären, welche Wege man gehen muss, um einen Wechsel genehmigt zu bekommen?

Ich weiß ja, dass sich die jetzige Schule dagegen sträuben wird...

Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mir erst Rat einholen werde, OB Leon es denn wirklich auf eine Regelschule schaffen könnte. Nach meinem bisherigen Standpunkt gehe ich davon aus. Auch seine Klassenlehrerin sagte Ende Januar, man sollte "irgendwann" ein Probeunterricht an der Regelschule stattfinden lassen.Leon sei ein sehr starker Schüler...wer könnte da denn noch weiter helfen? Bringen diese Testungen was? Also die beim Psychologen? Wird man das Gutachten zur Feststellung des sonderpädagogischen Bedarfs einbeziehen? Wird nochmals solch ein Gutachten gemacht werden müssen?

Oh wei, ich merke doch, wie ich voll in der Zwickmühle sitze und eigentlich gar nicht weiß, was ist gut für mein Kind?

Ich hätte auch kein Problem, ihn an einer anderen Förderschule zu sehen. Aber ich merke doch immer mehr, dass Leon mehr kann als von ihm verlangt wird. Das ist die eine Sache.

Ich glaube, ohne ein Helferlein an seiner Seite möchte ich ihn definitiv nicht an einer Regelschule mit 25 Kindern haben. Da wird er mir untergehen....

Andererseits: Wie bekommt man das denn hin, Leon an einer anderen Förderschule beschulen zu lassen? Diese Fö-Schule ist eben die zuständige in unserem Schulbezirk. Und man rät mir ab, ihn in eine E/S-Schule zu geben (eben weil es nach hinten los gehen könnte. Siehe aktuell die Zwillinge)
Andersrum wird ja immer wieder behauptet, die Förderschulen schwinden immer mehr. Es darf ja nun wohl jedes Kind auf eine Regelschule gehen (habe ich das so richtig verstanden?)

Zur Klarstellung;-) Ich möchte nur das Richtige für meinen Sohn finden, ganz egal ob Förder- oder Regelschule...!!!

_________________
Sylvia (29) mit Bernd (33), Tom (04/2001), Lara (Dyskalkulie)(09/2001) und Sorgenkindchen Leon (08/2003), ADHS , sozial unsicher,kognitiver Durchschnitt, allg. Entwicklungsverzögerung, seit 04/08 Medi, z.Zt. Concerta
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

www.tchibo.de
Nach oben
KerstinM.
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 17.08.2009
Beiträge: 5463
Wohnort: Erfurt

BeitragVerfasst am: 20.03.2011, 22:58    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Zur Klarstellung;-) Ich möchte nur das Richtige für meinen Sohn finden, ganz egal ob Förder- oder Regelschule...!!!


das liest man schon aus dem Kontext, also keine Sorge! Wink

Den Schulwechsel kannst erst mal du vorantreiben. Hol dir einen Termin bei der Schulleitung der evtl aufnehmenden Schule. Stell dein Kind vor (verbal). Frag, was für einen Schulwechsel, I-Helfer und Probeunterricht nötig ist.

Es ist richtig, dass dein Kind integrativ beschult werden kann.Leider sind dafür aber noch nicht alle Schulen genügend vorbereitet. Da dein Kind aber keine reinen körperlichen Anforderungen an das Schulgebäude hat, sehe ich gute Chancen, insbesondere wenn ein I-Helfer gewährt wird. Es geht ja in erster Linie erstmal um ein gutes Lernklima (für seien Sitauation) und ein Konzept, mit dem dein Kind sich gut in den Unterricht und ins Lernen einbringen kann. Ein I-Helfer wäre schon wichtig. Vilelicht kann man ganztägig beginnen und dieses dann reduzieren, ganz wie es sich entwickelt.

Vielleicht besteht ja von seitens der Erziehungshilfe eine Möglichkeit einen I-Helfer für eine Probephase mitzuschicken? Fragen kostet ja nichts. Immerhin ist ja gut möglich, dass wenn der Schulalltag besser läuft, auch die Probleme zu Hause weniger werden, da dein Kind ausgeglichener und zufriedener mit seiner eigenen Situation ist. Ein Versuch ist es allemal wert. Und wie du so schreibst, es kann ja nur besser werden... Wink

Viel Glück!

Gruß Kerstin

_________________
Kerstin mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf und Epilepsie und Philipp (*93) 28SSW NEK, jetzt Kurzdarmsyndrom,Nierenproblematik
Ein behindertes Kind ist wie ein krummer Baum - du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen, Früchte zu tragen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Kindergarten und Schule Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Dieses Thema einem Freund schicken

Gehe zu Seite 1, 2, 3 ... 9, 10, 11  Weiter
Seite 1 von 11

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben.
Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum posten
Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen


Seite erstellt in 0.41 Sekunden
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
subGreen style by ktauber