Verfasst am: 14.02.2011, 18:08 Titel: Wer bezahlt/macht Grundpflege in KiTa/Schule, wenn PD dabei?
Hallo,
Linn geht ja momentan ohne PD in die KiTa, wird aber mit PD in die Schule gehen. Wer bezahlt und wer macht denn bei Euch die Grundpflege? Bei uns macht die KiTa die Grundpflege, was im Satz für das Kind mit drin ist. Da sie unter 8 h in die KiTa geht, geht uns nichts vom Pflegegeld verloren.
Wir kennen auch ein Kind woanders, das mit PD geht, bei dem die Grundpflege vom PD gemacht wird, aber nicht vom Pflegegeld der Eltern abgeht. Es wird von der Schule aus dem Satz bezahlt, den sie bekommen. WIe nennt sich dieser Satz? Reicht das überhaupt aus, um den PD zu bezahlen?
LG
Nellie _________________ Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus --> unsere Vorstellung und --> Bilder von uns
mein Sohn "geht" mit PD in den Kiga.
Die Krankenschwester ist eigentlich ja nur für Behandlungspflege da, wickelt und kümmert sich aber auch darüberhinaus um alle "körperlichen" Belange von Laurin.
Da bei ihm eine ständige Kontrolle der Körpertemperatur wichtig ist, läuft da das Wickeln praktisch so mit rein...
Die Leiterin der Kigagruppe übernimmt das aber auch immer wieder mal....eigentlich gehört es ja zu ihren Aufgaben.
Aber wegen der o.g. Temperaturkontrolle wäre es ja irgendwie eigenartig, wenn das eine die, die andere jene übernähme....und unsere PD-Schwester ist gottlob supernett und macht alles, weil es ihr sonst wohl zu fad wäre...
Rein rechtlich aber müßte sie nur springen, wenn das Kind krampft, abgesaugt und die Temperatur gemessen werden muß....
Vom Pflegegeld gibt`s bei uns keinen Abzug, es sind aber auch keine 8 Std. täglich..
LG Kirstin _________________ Laurinsmama mit A.99 und L.07, therapieresistente Epilepsie, Bilaterale corticale Dysplasien, Polymikrogyrie,Z.n. BNS/West-Syndrom, hypoton, schwerste psychomotorische Entwicklungsretardierung, Port,Button, Callosotomie 09, rezidivierende Pneumonien, Resektion des rechten Temporal-, Parietal- und Occipitallappens 05/10, gesetzl. blind,
Anton geht auch mit PD in den Kiga. Als er noch im heilpädagogischen Kiga war, gab es noch eine FSJ in der Gruppe, die offiziell für die Grundpflege zuständig war.
Jetzt im Regelkindergarten gibt es das nicht mehr. Bei uns macht das auch der PD mit, wobei bei Anton zur Behandlungspflege auch die sogenannte "Ausfuhrkontrolle" gehört, da er entwässernde Medis bekommt und schon oft Wasser eingelagert hat. Damit muss die Schwester sowieso kontrollieren, wie voll die Windel ist, das fällt damit also zusammen.
Beim Essen wird Anton zum Glück gerade immer selbständiger, er braucht meistens "nur" noch Unterstützung beim Essen, muss nicht mehr komplett gefüttert werden.
Uns wird auch nichts vom Pflegegeld abgezogen, aber Anton geht auch nur vormittags in den Kindergarten, also auch unter den 8 Stunden.
Bei uns machen die Krankenschwestern auch einfach alles mit Anton, sie malen mit ihm, unterstützen ihn bei allen Aktivitäten, bei denen er Unterstützung braucht usw. ES ist einfach super, weil sie so motiviert sind und Anton ja auch sehr gut kennen.
Liebe Grüße
Katrin _________________ Katrin mit A. *06, SSW 23+0, 600g, Sauerstoffpflichtige BPD und Lungenschädigung durch RSV-Virus, pulmonale Hypertonie, Rechtsherzinsuffizienz, Hypotonie,entwicklungsverzögert, sehbehindert, ein immer fröhliches Kerlchen
und M. *08 und L. *11
bei uns war es so wie auch bei Kristin es ist.
es war nicht die Aufgabe von PD das zu machen aber die fanden das doof nur da zu stehen also haben sie es gemacht. die Kita Menschen haben das aber auch immer wieder gemacht was auch ihre Aufgabe war.
wir hatten so liebe Schwestern auch die nachts ihm gewickelt haben. oder die pumpe an und aus was aber nicht die Aufgabe war. dafür wartete immer Kanne Kaffee oder Tee auf sie
LG Magdalena _________________ Magdalena&Bernd mit Tomasz (17/12/04) *26 08 09 "Die Leute haben Sterne, aber es sind nicht die gleichen (...) Du wirst Sterne haben, wie sie niemand hat (...)." Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben" Jonathan 05/05/09
in JPs Schule werden die mehrfach behinderten Kinder von Zivis, Kinderpflegern und Lehrern gewickelt und gefüttert - so auch JP und uns wird nichts vom Pflegegeld abgezogen. Ich kann mir das bei den Kindern dort, die mit PD in die Schule gehen daher auch nicht vorstellen. Ich könnte mir vorstellen, dass die genannten Kräfte die Grundpflege übernehmen, wenn der PD es nicht machen sollte. Du kannst dazu auch mal Userin "RinaRina" fragen.
LG
Sabine _________________ Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
Als ich "meine" Patienten in KiGa und Schule begleitet habe, habe ich Grund- und Behandlungspflege ganz offiziell abgedeckt, da dies ja von der Eingliederungshilfe und nicht von der KK gezahlt wurde und somit sowieso eine Mischkalkulation war... Auch lagern und unterstützen (z.B. bei der Kommunikation/ UK) war "meine" Aufgabe (obwohl immer Heilpädagogische Einrichtungen).
Bei Jessy ist es nun so, dass eine Krankenschwester von der Schule angestellt und in dieser Klasse ist, somit übernimmt sie die Grundpflege und "Förderung" und bei Jessy auch das Absaugen und die Epi-Kontrolle... und bei dem beatmeten Kind (das leider nur kurz in der Klasse war) wurde "nur" die Behandlungspflege (Absaugen) von der zusätzlichen/ persönlichen PK abgedeckt.
Ist wohl immer auch eine Absprache-Sache mit der Schule, wobei die PS dabei eigentlich NIE angetastet wird, außer das Kind geht ins Internat oder vielleicht bei Schullandheim, wobei ich das auch noch nie gehört habe
Grüßle
Ursula _________________ Ursula(71 - Kinderkrankenschw.), Gerhard(73), 3 Pflegekinder Tim(2001) und Kevin(2003) leibliche Brüder und mit hohem Bedarf an Aufmerksamkeit, Jessy(11/2002)- ICP, Tetraspastik, muskuläre Dystonie, kaum Kopf-/Rumpf-Kontrolle, sehbeh., PEG-versorgt, bds. luxierte Hüften, starke Skoliose -> Liegekind und unser Goldschatz!!!
ich schließe mich der Frage noch einmal an und möchte konkret für die Schule nachfragen:
Wenn der PD begleitet und über Behandlungspflege finanziert wird, wer übernimmt die Grundpflege, z.B. Nahrung sondieren?
LG Mandy _________________ Friedrich (04/04): unklare neurodegenerative Grunderkrankung mit komb. Atmungskettendefekt/ Mitochondriopathie
Mag nochmal die Gegenfrage stellen, warum wird Euer PD während der Schulzeit über Behandlungspflege aus der KK bezahlt, das ist eigentlich Leistung der Eingleiderungshilfe zur Sicherstellung der Schulpflicht und dann gehört Grundpflege dazu!
Grüßle
Ursula _________________ Ursula(71 - Kinderkrankenschw.), Gerhard(73), 3 Pflegekinder Tim(2001) und Kevin(2003) leibliche Brüder und mit hohem Bedarf an Aufmerksamkeit, Jessy(11/2002)- ICP, Tetraspastik, muskuläre Dystonie, kaum Kopf-/Rumpf-Kontrolle, sehbeh., PEG-versorgt, bds. luxierte Hüften, starke Skoliose -> Liegekind und unser Goldschatz!!!
nur soweit, auch wir haben für Franz einen Helfer übers Sozialamt beantragt(Eingliederungshilfe), der genehmigt wurde, allerdings mit dem Satz im Bescheid, das wir Eltern das der KK melden müssen, da es sich um Behandlungssicherungspflege handelt und das Sozialamt sich von der KK die Kosten wiederholt. Ob das rechtens ist - weiß ich nicht wirklich, wobei bei uns hauptsächlich die Pflege/Beaufsichtigung bei den Anfällen lt. Schule im Vordergrund steht... Und DAS sind ja nunmal Grundpflegesachen (bis auf die Medikamentengabe im Notfall).
Ich finde von daher die Frage interessant die Mandy hier stellt.
LG - Angela _________________ unsere Vorstellung: hier
Angela mit Eric (*93) und Franz (*98);
beide Dravet-Syndrom
Ich finde Mandys Frage durchaus interessant und berechtigt, kenne es im Raum BaWü halt so, dass gerade bei TK-Kindern der Schulbesucht komplett über die Soz-Ämter getragen wird.
Ob die das dann wieder an die KK weiter geben, weiß ich nicht, aber es würde mich wundern, denn die Diskussion um die Grundpflege hatten wir (als PD) nur für die Zeiten "zu Hause"
Was nur mal wieder zeigt, dass es regional sehr verschieden ist
Vielleicht könnte man ja bei der jeweiligen Schule nachfragen oder bei PDen, die Schulkinder begleiten, wie es in der eigenen Region gehandhabt wird, um einen besseres Vorwissen für die Verhandlungen zu haben
Wollte auf gar keinen Fall scharf oder irgendwie "missbilligend" rüber kommen - entschuldige!
Grüßle
Ursula _________________ Ursula(71 - Kinderkrankenschw.), Gerhard(73), 3 Pflegekinder Tim(2001) und Kevin(2003) leibliche Brüder und mit hohem Bedarf an Aufmerksamkeit, Jessy(11/2002)- ICP, Tetraspastik, muskuläre Dystonie, kaum Kopf-/Rumpf-Kontrolle, sehbeh., PEG-versorgt, bds. luxierte Hüften, starke Skoliose -> Liegekind und unser Goldschatz!!!
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