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Kind lautiert sehr umfassend, spricht aber nicht
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AnnaK
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BeitragVerfasst am: 01.02.2011, 13:04    Titel: Kind lautiert sehr umfassend, spricht aber nicht Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,
relativ neu hier, möchte ich auch zur Sprache mal eine Frage loswerden.

Unser Kleiner (Frühchen, Zwilling, Notsectio) ist jetzt 3,5 Jahre alt. Er ist psychomotorisch entwicklungsverzögert, bisher ohne Diagnose. Wir haben bald einen Termin, um dem Autismus-Verdacht nachzugehen und auch die Genetik läuft zur Zeit. Er besucht einen Regelkiga mit I-Hilfe.

Aum Auffälligsten ist die Verzögerung in der Sprache. Er spricht bisher nichts, hat aber altersgerecht angefangen zu lautieren. Mittlerweile kann er sämtliche "Geräusche" und Laute produzieren und probiert viel aus: ch, dich, ja, da (aber alles ohne es "sinnvoll" einzusetzen), rrrrrrrrr, obeda, abiabibi usw. Man hört ihn den ganzen Tag "reden" aber mehr kommt nicht. Er geht zur Logo, da sich die Hypotonie auch auf den Mund auswirkt und er oft offen steht. Außerdem macht sie Sprachanbahnung mit ihm.
Wenn ich mich ihm gegenüber hinsetze und übertrieben Laute vormache, freut ihn das total, er schaut meinen Mund hochkonzentriert an, bewegt seinen Mund irgendwie, aber dann kommt nichts. Das ärgert ihn, glaube ich, ziemlich, was man ja verstehen kann. Zumal sein Sprachverständnis gut ist - bei weitem nicht altersgerecht, aber immer besser.

Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich meine immer, er WILL, KANN aber irgendwie nicht Sad Meine Gedanken kreisen so viel darum, was man noch tun könnte, um ihm den richtigen "kick" zu geben.
Hat jemand Ideen? Wir haben in nächster Zeit noch einen Termin im SPZ extra zur Kommunikationssprechstunde, aber das ist noch so lange hin...

Danke schon mal!

Anna
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Mariaa
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BeitragVerfasst am: 01.02.2011, 13:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anna,

ich kann Dir sehr die GuK empfehlen.
https://secure.wikimedia.org/wikipe.....t%C3%BCtzte_Kommunikation

Meine Freundin hat ein kleines Mädchen (3 Jahre) mit Down-Synrom und sie kann sich ganz toll damit verständigen.
Ich denke, dass es wichtig ist, einem Kind eine Möglichkeit zu geben sich auszudrücken.

Man braucht übrigens keine Angst zu haben, dass das Kind dadurch nicht sprechen lernt, im Gegenteil, es wirkt unterstützend.

Viele Grüße

_________________
Mit Maus 3 Jahre alt und einer Horde Schutzengeln!
PVL beidseitig, Ex-hypoton, ALTE,
expressive Sprachentwicklungsverzögerung
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Kerstinfalke
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BeitragVerfasst am: 01.02.2011, 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anna,

das gleiche war bei unserem Sohn (Frühchen) auch so. Der Durchbruch war eine neue Logopädin die nach "TAKTKIN" arbeitet. Dort hat er sprechen gelernt.

LG Kerstin

_________________
Luca 03 Frühchen 24 SSW, blind, entwicklungsverzögert und Zwillingsschwester Emilia ein Sternenkind; emotionaler Mittelpunkt der Familie von Lissi 14, Maschi 23, Karo 23 und Mama *67 & Papa *62
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MarianneInBerlin
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BeitragVerfasst am: 02.02.2011, 10:30    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Anna,
schau dir doch mal die Antworten auf den anderen, zeitgleichen Thread zum gleichen Thema an. Eine andere Userin und ich haben dort den Hinweis auf das Therapiezentrum Iven in Baiersbronn gegeben. Gerade bezüglich der Stimulierung der Sprechmuskulatur hat man dort ein tolles Verfahren, die Mundtüte, entwickelt, mit allerlei kindgerechten Gerätschaften zur Stärkung der Mundmuskulatur. Wir waren zweimal zu einer Intensivkur und mein Sohn hat tolle Fortschritte gemacht!
Liebe Grüße und alles Gute!
Marianne

_________________
2 Söhne, der kleine, neunjährige mit ADHS
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Sonja77
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BeitragVerfasst am: 06.04.2011, 10:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anna,
es war bei uns genau dasselbe.
Anfangs dachte ich immer sie will bloß nicht reden und wurde teilweise richtig sauer. Aber Tessi kann halt einfach die Silben nicht richtig verknüpfen (Verdacht auf VED - verbale Entwicklungsdyspraxie). Wir haben im September mit einigen Gebärden angefangen - die sie auch nach einmaligem anschauen wirklich genutzt hat. Seit Januar macht die neue Logopädin KoArt - es werden einzelne Buchstaben (zur Zeit die, die vorne im Mund gebildet werden wie A,I D usw.) "eingeübt". Und es hilft wirklich was, bis vor einem dreiviertel Jahr konnte sie lediglich 10 ungenaue Worte. Es ist zwar immer noch alles recht ungenau wegen der Hypotonie im Mundraum (sie kaut fast nicht beim essen, Mund steht oft offen, sabbert total viel).
Ich dachte früher immer dass sprechen wohl das natürlichste überhaupt wär - aber es ist für einige Kinder wohl wirklich nicht so einfach zu erlernen.
Alles Gute LG
Sonja
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ayred
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Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 07.08.2011, 01:08    Titel: Antworten mit Zitat

hallo meine tochter ist sechs jahre alt und hat Epilepsie ,sie lautiert auch den ganzen tag etwas babba gibi... nanan sie ist auch hypoton warum wissen die aerzte auch nicht sie bekommt im kiga logo und ergo ich wollte mit meinem kind nach baiersbronn habe auch kurzfristig einen freien platz bekommen aber der kinderarzt meinte sein kontingent würde nicht reichen und bringen würde es meinem kind auch nichts weil sie nicht sitzen möchte und ihr sprachverständnis fehlen würde Twisted Evil muss ich nun mein kind vor sich hin vegetieren lassen mich zufrieden geben??mein kind beisst mich stalpt mich..mittlerweile bin ich richtig ratlos ich finde einfach logo und ergo einmal pro woche zu wenig!!sie bekommt auch gebaerden sprache aber so eine intensiv woche wär einfach gut gewesen was meint ihr???
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Chris84
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BeitragVerfasst am: 17.08.2011, 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ohne das betrefende Kind zu kennen:
@ayred:
Was ist besser: Eine einmalige Reise an den wohl schönsten Ort der Welt oder dort wohnen?
Komische Frage bezüglich des Themas, ich denke aber du weißt worauf ich aus bin, oder? Ist eine Woche "Intensivtherapie" wirklich besser als ein lebenlang gute Betreuung vor ort? Was ändert sich durch die Woche? Hast du in der Schule in einer Woche englisch gelernt? Bei mir warens 7 Jahre!? UK ist eine Fremdsprache, genauso muss sie auch angewendet werden.
Nicht falsch verstehen, so eine Intensivwoche hat sicherlich ihre Vorteile, aber es ist nichts was zwingend notwendig ist!
Wichtiger fände ich: Sucht euch eine UK-Therapeutin in eurer Nähe, diese kann euch mehr helfen, da langfristiger. Eine Liste findet ihr unter isaac-online.de
Dort könnt ihr jedesmal fragen stellen, euch Input holen und co und müsst nicht jede Möglichkeit in einer Woche durchkauen...!

Gruß
Chris

_________________
Kommunikationsassistent von Marla (Bj. 01 - Rett-Syndrom) an einer Kooperativen Grundschule. AKUK-Mitglied. http://www.akuk-online.de , Freiberuflicher Betreuer behinderter Kinder von 2 - 12 Jahren (verschiedene Krankheitsbilder), Tobii-Produkt-Trainer, angehender Kommunikations-Pädagoge

"Entwicklung beginnt mit Kommunikation!"
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BeitragVerfasst am: 18.08.2011, 09:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
Mein Sohn ist jetzt 27 Monate alt und lautiert jetzt auch sehr viel. Meist kauderwelsch aber Mama,Papa, wau wau, aa, auf,tu...kommt gefühlte 1000 mal am Tag. Man merkt auch das er gern möchte es aber nicht hin bekommt was ihn dann so frustriert das er ganz schrill schreit und sich zurück zieht.
Die Logopädin lernt jetzt mit ihm GuK um ihn so zu locken, da er alle Wörter gut hört, sie umsetzt aber es nicht in Sprache umsetzen kann. Problem bei Jamie ist nur das er die Gebärde nicht richtig annimmt da er für sich schon eigene Zeichen entwickelt hat.
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Bastian-Eltern
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BeitragVerfasst am: 18.08.2011, 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anna,

Jede Art von GUK oder auch Talker können deinem Kind helfen die Sprache zu finden.

Auch unsere Zwillis sind Frühchen 34. SSW durch NOTOP geholt worden.
Auch wir haben deinen Weg schon durch und sind eigentlich auch noch nicht sehr viel weiter.
OK. Diagnostik haben wir aber reden tun beide immer noch nicht (4,5 Jahre)
Wenn er alles versteht und auch umsetzen kann, aber nur eben nicht srechen tut, dann hast du eine sehr gute chance das er es doch noch lernen kann.

Unsere Psychologin meint das auch bei unserem D. Er könnte aber irgend etwas
blockiert in seinen Kopf und diese Sperre müssen wir lösen.

Ich denke es ist bei euch ähnlich, also Kopf hoch und schauen ob du die Karten oder eben ein Talker bekommen kannst.
Wende dich an eine unabhängige Beratungsstelle für Unterstützende Kommunikation und testet einfach mal solche Sachen aus.
Die kommen zu dir nach Hause und bringen alles mit. Die helfen dann auch beim Beantragen bei der KK.

@ Ayred
Natürlich ist es gut so eine REHA Maßnahme zu machen. Wenn dein KiA das nicht will geh zum Hausarzt der hilft bestimmt weiter oder wechsel den KiA und such dir einen der Kompetenter ist und das Wohl des Kindes sieht und nicht seinen Geldbeutel.

@ Chris84

Find ich schon ziemlich dreist deine Antwort und das als Profi??
Ich habe noch nie gehört das es geschadet hat eine Sprachreha zu machen, im Gegenteil alle waren begeistert und die Kids haben riesen Schritte gemacht.
Aber du findest es besser es nur langsam eine Stunde die Woche zu machen??

@ Nine

leider haben FKA so Ihre besonderen Probleme mit der GUK sie können diese natürlich erlernen, verlieren diese aber auch schnell wieder wenn es nicht ständig trainiert wird. Hat uns unsere Expertin für GUK mal erklärt, die Verarbeitung im Gehirn ist bei FKA wohl anders.
Sie meint es aus Erfahrung der vielen Jahre Ihrer Arbeit so erlebt zu haben.

lg Arnold

_________________
Mama73,
Papa63,
B. 01/07 Frühkindlicher Autismus, Sprachentwicklungsstörung (spricht nicht), Schlafstörungen 100% GBH PS2
D. 01/07 atypischer Autismus und Verdacht auf ADHS. Sprachentwicklungsstörung 100% GBH PS2
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Chris84
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BeitragVerfasst am: 18.08.2011, 13:16    Titel: Antworten mit Zitat

@Arnold:

Ich sehe keine Dreistigkeit in meiner Antwort, da sie nur meine eigene Meinung diesbezüglich wiederspiegelt. Dazu möchte ich bemerken, das ich NIE gesagt habe, dass eine Sprachreha schadet! Man beachte die Textstelle:
Zitat:

Nicht falsch verstehen, so eine Intensivwoche hat sicherlich ihre Vorteile, aber es ist nichts was zwingend notwendig ist!

Falls dem aber so angekommen sein sollte, habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.
Mir geht es um eine langfristige Maßnahe zur Förderung des Kindes. Es bringt nichts, wenn man eine Woche intensiv gearbeitet hat und danach nichts weiter geht, man benötigt einen dauerhaften Ansprechpartner, undabhängig von einer Reha oder eben nicht. Dann kommt auch hier der effekt einer (eigentlich blöder Vergleich, aber leider sehe ich das so) Delfintherapie, wo eben nicht nur der Delfin eine Rolle spielt, sondern auch die Umgebung. Wichtig bei UK ist aber, dass es in der "natürlichen" Umgebung des Kindes angewendet wird. Was die Geschwindigkeit des Lernens angeht: Wie ich schon erwähnt habe, ist UK nichts anderes als eine Fremdsprache, die lernt man nicht in einer Woche. Man kann Fortschritte machen, aber wer sagt dass diese unter guter Anleitung nicht auch zu Hause möglich wären!?
Meine Erfahrung ist einfach, dass eine gut angeleitete Familie zu Hause durchaus sehr große Erfolge erziehlt, da hier dauerhaft, täglich und vor allem über lange Zeit intensiv gearbeitet werden kann.
Was hat das Kind für einen Nutzen, wenn es eine Woche lang lernt wie es sich evtl ausdrücken kann, wenn nicht im gleichen Zuge auch die Eltern geschult werden. Sicherlich werden Sie das, aber in einer Woche wird man auch nicht zum "Profi".

Du siehst, es geht NICHT darum, etwas GEGEN eine Sprachreha zu sagen, es geht mehr darum FÜR eine langfristige Lösung etwas zu finden, ganz unabhängig ob mit oder ohne Reha...!

Gruß Chris

_________________
Kommunikationsassistent von Marla (Bj. 01 - Rett-Syndrom) an einer Kooperativen Grundschule. AKUK-Mitglied. http://www.akuk-online.de , Freiberuflicher Betreuer behinderter Kinder von 2 - 12 Jahren (verschiedene Krankheitsbilder), Tobii-Produkt-Trainer, angehender Kommunikations-Pädagoge

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