Verfasst am: 28.01.2011, 16:15 Titel: In Deutschland leben und in Österreich arbeiten
Hallo!!
Mein Mann hat eine Stelle in Österreich in Aussicht.
Nun würde er aber nicht mehr als Grenzgänger zählen, da die Stelle 250km von uns daheim entfernt ist.
Er müßte dort unter der Woche eine Wohnung nehmen und zum Wochenende heim pendeln.
Nun stellt sich uns die Frage wie sieht es mit der Krankenversicherung aus?
Soviel uns mitgeteilt wurde müßte er sich in Österreich versichern lassen und wir würden als Familienversicherte mitversichewrt werden.
Hat dies nun irgendwelche Nachteile in Bezug auf die Therapien, Hilfsmittel und Pflegestufe (1) von unserem Sohn.
Wie läuft es in Österreich kommt man leichter an alles oder muß man hier auch um alles kämfen, muß man Zuzahlungen leisten??
Sind gerade froh das wir all das genehmigt bekommen haben. Würde nun der Kampf um alles wieder beginnen??
Wäre toll wenn mir jemand helfen kann!
lg
Dorin _________________ Dorin 77, mit Linus 6 Jahre gesund und Quentin 07/07 Frühchen 31+5, Neugeboreneninfektion und nun mit 20 Monaten Diagnose: Bein betonte Tetraparese, Brille mit 3,5 Dioptrin und schielt.
Kann nicht sitzen stehen und laufen: Krabbelt aber wie ein Weltmeister. läuft seid Nov.2010 an 4-Punkt-Gehilfen
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Wohnort: österreich
Verfasst am: 28.01.2011, 17:48 Titel:
Hallo Dorin,
mein Mann und ich leben auch in Österreich, aber ich pendel immer noch zwischen Deutschland und Österreich hin un her, da ich noch einen großen Sohn habe.
Unsere Tochter Lea ist auch mehrfach schwerstbehindert, sie ist jetzt 7 Monate alt(Vorstellungsrunde Tanja mit Lea nur noch Stammhirn) aber ich muss sagen ich habe hier keinerlei Probleme bei Untersuchungen oder ähnlichem.
Bei Pflegestufe 1 ist es in Österreich so, das es etwas weniger Pflegegeld gibt, und was die Therapien und Hilfsmittel betrifft ist es ähnlich wie in Deutschland. Ansonsten kann ich nur sagen das die Österreicher mitunter bemühter sind etwas zu verändern als die Deutschen, man muss halt nur wissen wohin man sich wendet, es gibt etliche Vereine die helfen.
Ich hoffe das ich dir wenigstens ein bischen helfen konnte. Ansonsten soll sich dein Mann nochmal genau bei der Krankenkasse erkundigen, denn in Österreich ist es ja so das es nur eine Krankenkasse gibt und nicht so viele wie in Deutschland, auch bei der Deutschen Kasse würde ich mich erkundigen ob ihr dadurch Nachteile habt.
vermutlich melden sich noch User aus Österreich - aber was mir beim Lesen der Beiträge unserer Österreicher aufgefallen ist, ist bezüglich Hilfsmitteln nicht so der Hit... aktuell gerade das Stichwort "Pflegebett", was einige selber kaufen mussten... _________________ Liebe Grüße, Elke
(Hashimoto, Depression, soziale Phobie mit selbstunsicher-vermeidenden Persönlichkeitszügen, V.a. Asperger...)
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Wohnort: Hochburg/Ach - Österreich
Verfasst am: 29.01.2011, 03:49 Titel:
Hallo!
Generell ist es in Österreich so das man Hilfsmittel zu großen Teilen selbst bezahlen muß und nur immer Zuschüsse bekommt.
Das kann wie z.B. bei einem Pflegebett so sein, dass man 700 Euro Zuschuß bekommt und den Rest selbst bezahlen muß.
Im großen und ganzen ist Österreich Familienfreundlicher als Deutschland, befindet sich aber momentan auch im Umbruch und es wird gesprart wo gesprart werden kann.
Wir wohnen ganz am Rand von Österreich und mein Mann ist Grenzgänger, das heißt wir sind in Ö und D versichert und das ist wirklich ein Vorteil. Ich würde aber nie einen Job in Ö annehmen, denn die Kinder sind automatisch in dem Land versichert wo man wohnt UND arbeitet. Ich finde ein großer Nachteil in Ö.
Lg. Petra _________________ Petra und Andreas mit Tobias *01, Johanna*06 - Rett-Syndrom, Benedikt *07 und Simon im Herzen *31.12.04 +29.9.05
Hallo!!!
Ich bin aus Österreich, und meines wissens ist es so das deutschalnd sehr sehr großzügig ist mit hilfsmittel und Pflegegeld...
Österreich ist leider nicht so spendabel leider. In welchem Bundesland wird denn dein Mann arbeiten?? Da ist es nämlich von den Krankenkassen auch unterschiedlich.
Lg Theresa _________________ Papa*86
Mama*87
Matthias*06 sehr seltene Stoffwechselerkrankung(D-2 Hydroxyglutarazidurie), Muskelhypothonie,Epilepsie, Rindenblindheit, Hirnathropie, Zysten, Peg-Sonde, Schreiattacken
Julian*10 gesund
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Wohnort: Österreich
Verfasst am: 29.01.2011, 13:41 Titel:
Hallo!
Ich komm auch aus ÖSterreich. Allerdings aus NÖ, also dort wird dein Mann vermutlich nícht arbeiten. Die Dinge sind von Bundesland zu Bundesland SEHR verschieden geregelt!
Wir zahlen z.B. für die FF € 15 Selbstbehalt, für die Physio € 30 Selbstbehalt, für Logo glaub ich auch € 30. Wenn du allerdings die Möglichkeit hast, die Therapien in einem Ambulatorium, KH oder eine Therapeutin mit Kassenvertrag zu machen, dann zahlst du nichts.
Hilsmittel sind bei der NÖGKK mit ca € 400 Höchstsatz (!) gedeckelt. Der Rest KANN übers Bundessozialamt oder die BH teilweise oder ganz finaniziert werden, das ist aber einkommensabhängig.
PD gibt es bei uns keinen. Wir haben die Möglichkeit eine Mobile Kinderkrankenschwester stundenweise zu haben. Da zahlt bei uns das Land den Löwenanteil, aber je nach Einkommen bleiben dir da auch zw € 8 und mehr/Stunden.
Wenn wir mit dem Auto zur Therapie oder KH fahren, dann zahlt uns die KK das halbe amtliche km Geld (0,21/km) allerdings NUR bis zum nächsten Therapeuten oder KH, unabhängig wo du in Behandlung bist.
Das alles gilt für Niederösterreich! Nur Beispiele, worum es gehen kann....
Alles Liebe
Yvonne _________________ Lara (11.01.2008), Schwere Peripartale Asphyxie, schwere ICP, kaum Kopf- Rumpfkontrolle, kein Saug- Schluckreflex (PEG), fehlende Primitivreflexe, Tracheostoma
Es ist hier manchmal nciht so einfach an die Hilfsmittel zu kommen, aber wenn man sich dahinter klemmt und dran bleibt (auch wiedersprüche macht), bekommt man meist schon dass was man braucht.
Die KK ist je nach Bundesland verschieden.. man kann sihc die KK nciht aussuchen.. außer Zusatzversicherungen. aber es gibt enige einrichtungen wo man Hilfe und unterstützungen bekommen kann (Fond der KK,, Bundessozialamt etc.)
Welches bundesland kommt ihr denn? Gibt auch noch spezielle KK z.B. Beamtenversicherungsanstalt BVA, ... die mehr übernehmen, aber man hat auch Selbstbehalt dann. _________________ LG Silke
(*83) FM; Muskelerkrankung - Myopathie unklarer Genese (ausdiagnostiziert!?)
wenn ich hier die Postings der UserInnen aus Deutschland lese, denke ich mir immer:
1) Die Selbstbehalte sind Ö deutlich höher als in D - und zwar so ziemlich für alles.
2) Die Behörden zicken in Ö nicht so rum wie in D. Die Beamten tun auch nicht so, als müssten sie jeden Zuschuss aus der eigenen Tasche bezahlen.
Für behinderte Kinder gibt es hier übrigens doppeltes Kindergeld. Und es gibt 7 statt 3 Pflegestufen. Die niedrigste ist in Ö zwar etwas schlechter ausgestattet als niedrigste in D, dafür kommt man aber viel besser rein.
Aber Vorsicht! Ich habe mal ein halbes Jahr in D (Berlin) gearbeitet, während die Familie (Frau, 2 Kinder) in Ö lebte. Man hat mich deshalb in D steuerlich wie einen Ledigen behandelt, also Steuerklasse 1. Da muss man aufpassen, vor allem wenn dein Mann auch einen Wohnsitz in Österreich hat. Steuerpflichtig ist man immer am Wohnort bzw. am Lebensmittelpunkt.
Gruß,
Norbert _________________ Vater von Lorenz, Jg. 1994, frühkindlicher Autismus mit schwerer bis schwerster geistiger Behinderung. Tochter Jg. 88, Studentin
Danke für Eure zahlreichen Antworten!!
Wir leben im Bayern/Oberallgäu, haben dort unser eigenes Haus und würden dort auch gerne wohnen bleiben.
Die Stelle die mein Mann in Aussicht hat ist bei Innsbruck also in Tirol.
(Freitag kam die Zusage der Firma)
Wenn ich das alles lese was wir nun zu beachten haben bzw über was wir uns noch zu erkundigen haben wird mir ganz anders. Und hoffentlich wird es dann keine Entscheidung die wir später bereuen.
Denn ich bin froh das wir momentan unsere Hilfsmittel alle so haben und die Therapien so genehmigt worden sind.
Denn auf einen erneuten Kampf mit einer Krankenkasse die nicht hier vor Ort ist habe ich eigentlich gar keine Lust.
Nochmals Danke!!!
lg
Dorin _________________ Dorin 77, mit Linus 6 Jahre gesund und Quentin 07/07 Frühchen 31+5, Neugeboreneninfektion und nun mit 20 Monaten Diagnose: Bein betonte Tetraparese, Brille mit 3,5 Dioptrin und schielt.
Kann nicht sitzen stehen und laufen: Krabbelt aber wie ein Weltmeister. läuft seid Nov.2010 an 4-Punkt-Gehilfen
Hallo YvonneE,
ich bin auch aus Nö woher kommt ihr genau??
Ich war voll schockiert das ihr überall einen selbstbehalt habt bei den Therapien das ist bei uns überhaupt nicht wir haben bei keiner Therapie einen Selbstbehalt.
Lg theresa _________________ Papa*86
Mama*87
Matthias*06 sehr seltene Stoffwechselerkrankung(D-2 Hydroxyglutarazidurie), Muskelhypothonie,Epilepsie, Rindenblindheit, Hirnathropie, Zysten, Peg-Sonde, Schreiattacken
Julian*10 gesund
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