Verfasst am: 18.01.2011, 22:57 Titel: Wie Arzt von PD überzeugen?
Hallo zusammen,
wir haben von Anfang an PD im Haus (Beatmung, Tracheostoma usw.) Nun ist Julian seine Kanüle losgeworden aber er hat immer noch Sauerstoff, PEG, Monitor, Medikamente, Inhalierer, Nahrung in der Nacht, und ca. alle drei Wochen Infekt mit Fieber. Wir haben ca. 15 - 30 Alarme pro Nacht. Wenn wir Inhalieren, dann dauert das pro Vorgang ca. 20 Minuten. Ausserdem muss er Abgesaugt werden. Teilweise tief in den Rachen hinein. Unser PD und unser Hausarzt haben der Kasse bereits mitgeteilt, dass die Naechte weiterhin vom PD gemacht werden muessen.
Nun hat die KK ein Gespraech mit unserem Intensivarzt, und der hat ihnen gesagt, dass eine Nacht zumutbar waere und die Zeiten auf 22 - 6 Uhr reduziert. Nun hat die Kasse uns mitgeteilt, dass sie gleich zwei Naechte wegnehmen will.
Nun steht uns ein Gespraech mit dem Intensivarzt bevor, wobei er uns schon Signalisiert hat, dass er mehr Unterstuetzung nicht befuerwortet.
Er hat doch gar keinen Einblick in unsere Haeusliche Situation. Er kennt die Naechte mit J. nicht.
Was soll ich nur machen.
LG
Andrea _________________ Julian geb. 18.01.07; 28/0 SSW 1090g. Ventrikelseptumdefekt, Atemnotsyndrom,Pneumothorax rechts, BPD,Lungenhypoplasie, Tracheostoma, derzeit CPAP beatmet, Krampfanfälle, Leistenbruch, Lungenbiopsie,Gedeistörung,deshalb PEG,Nov. 09 Reflux-op, seit April 09 ohne Beatmung mit Sauerstoff, Aug 10 Tracheostomaverschluß
bei uns meinten die Ärzte bei Entlassung auch, dass wir keinen PD bräuchten. Sie ließen sich dann zu 2 Stunden täglich für 2 Wochen überreden. Die Krankenschwestern meinten alle, dass sie unsere Tochter nur nach Hause nehmen würden, wenn mindestens 12 Stunden täglich jemand kommt. Das ist eben der Unterschied zwischen Ärzten (Diagnose, Anordnung) und Pflegenden (Krankenschwestern, Eltern, etc.)
Dieser Intensivmedizinier sollte mal ein paar solcher Nächte selber machen Sie haben doch wirklich keine Vorstellung, wie anstrengend das ist. Insbesondere wenn man es wie jahrelang hat.
Ich drücke euch die Daumen, dass ihr noch einen guten Weg findet.
Hallo Andrea,
biete dem Arzt an mal ein paar Nächte mit Euch zu verbringen bzw. gib ihm das Kind mit... Ich finde es immer "toll", wenn sich Theoretiker ein Urteil über die Praxis erlauben...ohne oder wenig Ahnung von den tatsächlichen Umständen zu haben...
Drücke Euch die Daumen! Kann Euch leider keinen Rat geben...
LG
Nicole _________________ Grüße von Nicole (*72) und Tim (*09), diverse Hirnfehlbildungen und seit Febr. 2010 West-Syndrom (leider seit Mai 2011 nicht mehr anfallsfrei mit auffälligem EEG) - kann nicht sprechen, nicht laufen, nicht sitzen, nicht krabbeln - ABER unser Li-La-Launebär - Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiss wie Wolken schmecken -
Danke!!!! Wir sind bereits beim Anwalt. Das Problem ist wohl, dass die Meinung eines Facharztes(Intensivarzt) über der Meinung des Hausarztes steht. Aber der Hausarzt sieht regelmäßig, wie schlecht es ihm gehen kann. Der Intensivarzt bekommt ja nur die Dinge mit, wenn er in der Klinik ist und das kommt zum Glück nicht mehr oft vor. Ich habe mir auch schon überlegt, wenn wir in den Urlaub fahren, dass wir den Arzt einladen und dafür soll er dann die Nachtdienste übernehmen
LG
Andrea _________________ Julian geb. 18.01.07; 28/0 SSW 1090g. Ventrikelseptumdefekt, Atemnotsyndrom,Pneumothorax rechts, BPD,Lungenhypoplasie, Tracheostoma, derzeit CPAP beatmet, Krampfanfälle, Leistenbruch, Lungenbiopsie,Gedeistörung,deshalb PEG,Nov. 09 Reflux-op, seit April 09 ohne Beatmung mit Sauerstoff, Aug 10 Tracheostomaverschluß
Die Verordung für die häusliche Pflege kann doch auch der Hausarzt ausstellen.
Bei den Familien die ich betreue schreibt immer der Hausarzt die Verordnung. Die Fachärzte sehen die Kinder doch viel zu selten. Die können die Situation doch garnicht richtig einschätzen.
Ich drück euch die Daumen, dass ihr zu einem guten Ergebnis kommt! _________________ Katzen erreichen mühelos was uns versagt bleibt: durchs Leben gehen ohne Lärm zu machen. E. Hemingway
Hallo Corinna*,
ja so ist dass auch bei uns. Aber leider hat die KK zuerst unseren Hausarzt, dann unseren PD und jetzt eben unseren Intensivarzt gefragt. Und der hat halt die geringsten Angaben gemacht. _________________ Julian geb. 18.01.07; 28/0 SSW 1090g. Ventrikelseptumdefekt, Atemnotsyndrom,Pneumothorax rechts, BPD,Lungenhypoplasie, Tracheostoma, derzeit CPAP beatmet, Krampfanfälle, Leistenbruch, Lungenbiopsie,Gedeistörung,deshalb PEG,Nov. 09 Reflux-op, seit April 09 ohne Beatmung mit Sauerstoff, Aug 10 Tracheostomaverschluß
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