Verfasst am: 01.01.2011, 20:31 Titel: Wie gehen eure Kinder mit dem Tod der Großeltern um?
Hallo alle Zusammen,
am 25.12.10 ist meine Schwiemu und die Oma von Jan und Ben an Herz-
versagen gestorben. Ist friedlich eingeschlafen.
Jan hat wie ein Schloßhund geheult . Und dann kam die Frage auf, wo sich
Oma jetzt befindet. Ich habe mit Jan gemeinsam eine Kerze angezündet.
Bin ja auch nicht sehr gläubig . Ich habe ihm erzählt, daß die Oma
jetzt zu den Sternen gereist ist. Mehr fiel mir dazu auch nicht ein.
Wie gehen eure Kinder mit den Tod der Großeltern um? Und wie beant-
wortet ihr die Frage, wo diese sich zur Zeit befinden?
LG
Andrea _________________ Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), AVWS,
LRS, hypoton /Ben 01/04 KISS(KIDD) , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, starke Sprachverzögerung, Hyperakusis
"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)
am 27.12.2010 ist mein Schwiegervater also der Opa von meinen Kids verstorben.
Ich habe ihnen erzählt das der Opa jetzt im Himmel bei den Engeln ist und auf beide aufpasst.
Der große von mir ist 5 Jahre und er macht sich schon selber so seine Gedanken bzw. kommt er jetzt immer mehr mit fragen oder Gedanken die ihm beschäftigen und wir reden darüber.
Meiner Meinung nach sollte man offen mit den Kids(altersentsprechend) darüber reden den es gehört leider auch dieses Thema dazu.
Gestern fing er auf einmal an zu malen als er fertig war fragte ich was er den gemalt hätte: also er hat eine Wiese mit Sonnenblumen und Bäumen gemalt auf der Wiese stand eine braune Kiste mit einem Gesicht darauf er sagte das ist der Sarg wo Opa drin ist und dann malte er Wolken und regen und zwischen Himmel und Erde malte er einen Mensch (Opa) wie er von Engeln geholt wird und dabei lacht!
Das Bild möchte er am Freitag (Beerdigung) dem Opa mit ins Grab schmeißen und ich habe ihm gesagt das das eine sehr schöne Idee sein und er das auch gerne machen darf.
Kinder stecken das alles (Gottseidank) besser und schneller weg meinem Sohn hat das malen sehr geholfen und natürlich das reden.
Ich hoffe ich konnte dir damit ein wenig helfen und von meiner Seite natürlich noch ein Herzliches Beileid an euch alle.................
Hallo
für meinen sohn(11) ist es wichtig das er genau weiß,wo derjenige beerdigt wird,und das er abschied nehmen kann.
vor fünf jahren als mein vater gestorben ist,wollte er alles bis ins kleinste detial erklärt haben.da mein vater sich hat verbrennen lassen,wollte er ein bild von der urne sehen,um daran festzumachen,wo der opa jetzt ist,ansonsten ist der opa im himmel.
aufgrung dessen das meine mutter im sterben liegt,setzen wir uns mit diesem thema wieder auseinander.
mein 14 jähriger möchte nicht zur beerdigung,mein 11 jähriger auf jeden fall um abschied zu nehmen.Ansonsten stecken es beide besser weg,und es heißt wie bei opa herzliches Beileid und viel kraft veralein _________________ alleinerziehend 45 drei jungs 25/15/12
Mein 12jähriger hat eine Choreatiforme Bewegungsstörung mit Myoklonien,Wirbelsäulenverkrümung
Muskelhypotonie,große Koordenationsstörungen
insbesondere schwierigkeiten inder fein und grobmotorik,aufmerksamkeit und arbeitstempo
der Uropa meiner Kinder ist im August gestorben. Sie waren dabei, als wir den Notarzt angerufen haben, weil er einen Schlaganfall erlitten hat. Wir haben also Zeit gehabt um ihn zu erklären, dass es Opa J. schon ganz schlecht ging und wahrscheinlich in den Himmel kommen würden.
Die Tante meines Mannes war schon vor einigen Jahren gestorben, da war unser Sohn erst 3, aber er hat gemerkt, dass sie nicht mehr da war.
Mit Opa haben wir es so gemacht, dass die Kinder ein Bild gemalt haben und es mit der Urne ins Gräbchen legen durften. Johann und Annika waren seine einzige Urenkel.
Johann malte ein Bild von ihm auf seinem Fahrrad und wie er über den Regenbogen gefahren ist... er merkte bei der Beisetzung, dass er seine Füsse vergessen hatte, wir haben ihn dann erklärt, dass es einfach nur wichtig war, dass er was für Opa gemalt hat, denn Opa war ein Maler und er hat sich bestimmt auf Johanns Bild gefreut.
Annika wiederum hat es nicht so verstanden. Sie weiß, dass Opa im Himmel ist, aber ich glaube nicht, dass sie das verstehen kann. Als der Pfarrer meinte, ihm gehe es schon wieder gut jetzt sagte Annika "yipeeee, Opa geht es wieder gut!" also meinte sie, dass er wieder gesund war... damit hatten wir etwas mehr zu kämpfen.
Wir gaben beide Kinder ein Sterbebildchen gegeben, dass sie mit ihm reden können.
Der Opa von Chantal, 14 Jahre und Trisomie 21 ist am 19.12.10 gestorben. Allerdings war der Opa wegen Alzheimer im Pflegeheim und somit hat unser Mädel nicht mehr allzu viel mitbekommen. Aber sie weiß dass ihr Opa tot ist und wir haben sie auch mit zur Beerdigung mitgenommen. Sie durfte ihm eine Rose als letzten Gruß ins Grab geben und wir haben schon versucht ihr den Tod kindgerecht zu erklären. Aber Chantal weiß noch dass sie mit ihrem heißgeliebten Opa immer viel Blödsinn machen konnte. Sie spricht von ihm und sagt dass der Opa tot ist aber inwiefern sie es wirklich versteht kann ich wirklich nicht sagen.
Joel wurde von uns auf dem nahenden Tod meiner Mutter vorbereitet. Wir haben ihm das Buch ,,Abschied von Opa Elefant" gekauft und vorgelesen. Darin kann man sich verschiedene Versionen aussuchen, was nach dem Tod eines Wesens passiert. Joel hat sich die Version der Wiedergeburt von Oma als Schmetterling ausgesucht, und kommt damit gut klar.
Nur diese Endgültigkeit des wegseins kommt so langsam zum Vorschein.
LG, Chris _________________ LG, Chris
Christian mit Joel Fabrice. 31.08.2006 -Fokale unilaterale Polymikrogyrie-
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