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Wird mein Kind sprechen lernen?
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Judith R.
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BeitragVerfasst am: 30.12.2010, 16:37    Titel: Wird mein Kind sprechen lernen? Antworten mit Zitat

Ich habe kaum noch Hoffnung obwohl Sinja noch so jung ist. Sie ist grad mal drei und spricht nicht, aber sie lautiert wie ein Baby.
Sinja hat eine Tetraparese durch einen Sauerstoffmangel.
Sie läuft nicht aber krabbelt und ist auch geistig stark Entwicklungsverzögert.

Gibt es hier CB Kinder die spät angefangen haben zu sprechen? Ein paar Wörter würden mir genügen damit sie sich mitteilen kann.
Uns ist das sprechen mitlerweile wichtiger wie das laufen.

Ab wann habt ihr gewußt (Bauchgefühl) das euer Kind niemals sprechen lernt?

Vielleicht habt ihr ja ein paar ehrliche Erfahrungsberichte.

_________________
Manchmal ist das kleinste das Größte !
Judith mit Sinja, 26.11.07, 31.SSW,mit einem Loch im Darm geboren, Tetraparese beinbetont, kleine Rollifahrerin, hochgradig Schwerhörig an Taubh. grenz. mit einem HG und dem 1. CI seit 01/12 versorgt
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Jaqueline
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BeitragVerfasst am: 30.12.2010, 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Judith,

ich weiß nicht, ob dir das hilft, aber ich habe lange nur Mama gesagt und dann nichts mehr. Da kam schon die Vermutung auf, ich sei geistig behindert.
Dann kam aber alles auf einmal, komplette Sätze mit richtigem Satzbau. Ich habe die Vorphase einfach weggelassen. Vielleicht ist das ja bei euch auch so.

_________________
LG Jaqueline
ICP - spast. Tetraparese, Kyphose
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Nur wahre Freunde hinterlassen Spuren im Herzen.
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Baka
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BeitragVerfasst am: 30.12.2010, 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

huhu judith..

ja diese frage stelle ich mir auch..
hannah hat mit lautieren erst im frühjahr, also mit 2 angefangen..
keiner weiß was bei ihr kommt..
auf anraten eines ergotherapeuten haben wir babyzeichen eingeführt.
also handzeichen zur sprachlichen unterstützung..
wir haben lange geübt.. nach 4 monaten nahm sie das erste an..
fertig.. mit den händen vor sich von außen nach innen bewegen..
und inwzsichen haben wir 7 hzeichen die sie sicher nutz
teilweise auch mit ähnlichen dingen verbindet..
schlafen bedeutet auch bett und müde..
vor zwei wochen hat sie ihren ersten zweiwortsatz gebärdet.. trinken und schlafen..
sie wollte ihre abendflasche mit ins bett haben... hätte ich nie erwartet.dassie das schon kann

hannahs sprachverständis ist viel besser geworden.,
vielleicht ist das für euch auch eine idee..

euch alles liebe

baka

_________________
Hannah (02/08) - Entwicklungsverzögert, Hypoton, cerebrale Bewegungsstörung, RS-Virus mit 5 Wochen, KISS, Makrozephalus, Lactoseintoleranz, starke Wahrnehmungsstörungen, SBA 50% G H; PS2 - und Mattis (5.11.2010) - fit Smile aber Frühkdl. Asthma, Neurodermitis, Lebensmittelunverträglichkeiten
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PapaBernhard
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BeitragVerfasst am: 30.12.2010, 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Judith,
Dominik fängt auch erst jetzt mit 3 Jahren einzelne Wort einigermaßen verständlich zu sprechen (wovon einige sind, die nur wir verstehen und andere, die auch andere verstehen). Wie weit er kommen wird, wissen wir nicht, aber wir haben schon den Eindruck, dass er alles versteht. Es ist wahnsinnig schwer, Prognosen abzugeben.
Liebe Grüsse
Bernhard

_________________
Bernhard *69, Christiane *70
Dominik *15.10.07 Asphyxie bei Geburt, Entwicklungsverzögerung, Epi
Adoptivschwester *2006
Leon 2005 (+10SSW) Björn 2004 (+15SSW)

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nele73
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BeitragVerfasst am: 30.12.2010, 17:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Judith,

hab noch geduld Very Happy
Meine beiden sind 9 und 4 jahre alt und ich habe bei beiden die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben!
Bei Aenne ist die wahrscheinlichkeit zwar nun wirklich recht klein, aber sie macht schon manchmal so laute wie tsiss wenn man tschüss zu ihr sagt Very Happy !
Bei Henry hab ich noch ganz viel Hoffnung, denn er singt ungefähr 300 melodien Very Happy
Wenn du ihm was vorsingst, dann hört er kurz zu, dann singt er nach. Das macht er sogar bei Pop/Rock aus dem radio Laughing
Ganz aktuell fängt er an auf "hoho" zu singen, vorher war es immer eher so was wie "hmhm"!
Ich finde das alles sind Fortschritte und ich hoffe bei beiden noch auf (wenn auch einzelne) worte Very Happy
Ich denke da kannst du dann getrost mithoffen Wink
Achte auch die kleinen fortschritte wie zb eine nachgemachte satzmelodie oder variableres lautieren!
Liebe Grüsse
und viel erfolg
Conny

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Conny,Bj.73,Olaf,Bj.70 mit
Lea-Marie 10/95
Aenne Malin 11/01, Sehbehindert, Balkenhypoplasie, Epilepsie, schwere Entwicklungsstörung
Henry Roland 04/06, Balkenagenesie, Nierenaplasie rechts, Entwicklungsstörung
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CarolineF
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BeitragVerfasst am: 30.12.2010, 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, macht ihr Unterstützte Kommunikation? Also z.B. Gebärden oder Fotos oder elektronische Geräte? Wenn nicht, wäre das auf jeden Fall für euch was. So hat eure Tochter etwas, mit dem sie sich mittelien kann- entweder, bis sie sprechen kann, oder , wenn sie es gar nicht lernen sollte, als Alternative!
Viele Grüße Caroline

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HEP ,Heilpädagogin und angehende Kommunikationspädagogin (Fachmensch für UK)
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kischuerm
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BeitragVerfasst am: 30.12.2010, 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Judith !

Ich kann dazu nur sagen: niemals die Hoffnung aufgeben !!!
Allerdings: fixiere Dich nicht auf das "Sprechen", sondern ich würde Dir auch vorschlagen, an UK zu denken.

Unser Sohn hat mit drei Jahren gerade mal "ojemine" gesagt - er ist heute mit fünf Jahren zwar sprachentwicklungsverzögert, aber wir können mit ihm diskutieren (im Moment schreit er laut herum "ich möchte nicht ins Bett, ich will die Kerze anzünden....")
Wir haben ganz ganz mühsam über Bildkarten, später über Talker Kommunikation geübt - ich habe kaum noch daran geglaubt, das er seine Stimme finden würde.

Mit drei Jahren würde ich auf jeden Fall nach einem Eurer Tochter angemessen Kommunikationsgerät suchen - es hindert sie nicht daran, sprechen zu lernen, sondern im besten Falle unterstützt es sie, die Sprache zu finden !!!

Also, nicht den Mut verlieren, dranbleiben !!! Und erst einmal schauen, welche Form der Kommunikation heute klappt.

Einen lieben Gruß
Kirsten

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Kirsten mit Timo (*2005), frühkindlicher Autismus
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Katja_S
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BeitragVerfasst am: 30.12.2010, 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Judith,
ich würde bei Sinja wirklich noch nicht die Hoffnung aufgeben, dass sie mal sprechen wird (sollte man eigentlich nie). Sie hat doch schon so viel gelernt. Gut hören tut sie ja, oder? Ein Nachbartocher von uns hat auch erst mit 4 oder 5 wirklich angefangen zu sprechen, obwohl sie gesund ist.
Hast du schon mal versucht, dich mit ihr mit ein paar Gebärden zu verständigen? Dass machen wir ja mit Erik (obwohl er ja einige einfache Wörter "spricht" (Ham, Wau, Wau, Mama, Papa, Ba (Ball), Da (zeigen)). Also z.B. mache ich immer die Geste für Essen, bevor ich ihm was zu essen gebe oder die Gebärde für Schlafen, bevor ich ihn ins Bett lege und das Licht ausmache. Oder winke, wenn jemand weg geht. Bisher nur ein paar Gebärden, aber ich glaube, er hat es zum Teil schon begriffen. Zumindest führt er die Finger zum Mund, wenn er Hunger hat oder legt seine Hand an die Backe, wenn ich ihn abends auf dem Wickeltisch umziehe.
Das schadet auf gar keinen Fall und uns wurde von unserer HörFF, den Betreuern vom Implantzentrum gesagt, dass es ein Kind nicht am Sprechen lernen hindert, wenn es Gebärden (zusätzlich) lernt, sondern es ehr dazu anregen würde. Ich weiß, ist eine andere Sache bei uns, weil bei uns neben dem geistigen Entwicklungsrückstand die Gehörlosigkeit dazu kommt und man nicht weiß, woran es jetzt leigt, wenn er nicht oder nur wenige Worte sprechen lernt.
Wünsche dir, dass du die Geduld nicht verlierst, so schwer das manchmal ist...
Gruß,
Katja

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Katja mit Erik (geb. April'08), Frühchen 26. SSW, Hirnblutungen, Hydrocephalus (Shunt-versorgt), an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit (CI-versorgt), psychomotorische Retardierung
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Sabine
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BeitragVerfasst am: 31.12.2010, 01:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Judith,

also so mit drei, vier Jahren war bei uns schon klar, dass da kein Sprechen kommen wird. Mein Sohn (9) kann sich aber sehr gut mit Gesten und Mimik mitteilen, sodass man doch schon ganz gut erkennen kann, was er hat und möchte. Das Lautieren zeigt verschiedene Arten, an denen man merkt, ob er gut oder schlecht zufrieden ist.
Alle, die mit ihm umgehen, vermissen die Sprache eigentlich nicht, obwohl es natürlich schön wäre, wenn er ein paar Worte sagen könnte. Besonders, wenn er weint und Schmerzen hat und wir nicht wissen, wo die herkommen - allerdings müssen wir immer nur kurz raten und wissen nach kurzer Zeit praktisch immer, was ihm fehlt.
Erkennt deine Tochter dann bestimmte Situationen? Weiß sie, dass etwas ganz bestimmtes passiert, wenn ihr etwas mit ihr macht? Bei uns ist es so, dass JP Freude am gedeckten Tisch zeigt, weil er gerne isst. Er erkennt seinen Trinkbecher, er erkennt auch Schokolade (!) und er dreht auch oft den Kopf, wenn man ihn anspricht. Wenn er Hunger hat, sucht er Blickkontakt und lautiert, will hochgenommen werden. Beim Wickeln hebt er die Beine. Das ist ja auch alles Kommunikation, auf der sich aufbauen lässt, vielleicht auch mit Gesten oder Bildkarten.
Mein zweiter Sohn hat mit ca. 17 Monaten angefangen zu sprechen, mit 18 Monaten Zwei-Wort-Sätze. Mit zwei Jahren konnte er praktisch fließend sprechen.
Heute - mit fünf Jahren - weiß er, wie unser Bundespräsident und unsere Bundeskanzlerin heißen und kann dir sämtliche Sehenswürdigkeiten von Berlin aufzählen. Surprised
Extremer kann es hier zu Hause echt nicht sein.

LG
Sabine

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Ursula M.
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BeitragVerfasst am: 31.12.2010, 01:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Judith, hallo Sabine,

mit drei Jahren hätte niemand geglaubt, dass meine Tochter noch mit dem Sprechen anfangen würde. Mit drei Jahren hatte sie noch fast gar kein Sprachverständnis. Rund um ihren vierten Geburtstag begann sie Sprache zu verstehen, kurze Zeit später kamen die ersten kurzen Wörter, allerdings für Fremde nicht verständlich. Mit viereinhalb waren wir in der Reha in Meerbusch, dort lernte sie einige Laute zu bilden. Kurz vor ihrem fünften Geburtstag konnte sie maximal 50 Wörter undeutlich oder oft noch falsch sprechen. An ihrem 5. Geburtstag waren wir bei der ersten Delphintherapie in Curacao, und dort begann sie tatsächlich zu sprechen. Wir sind nach zwei Wochen dort abgeflogen, und sie konnte sagen: "ich möchte essen" und "ich möchte trinken". Seitdem macht sie enorme sprachliche Fortschritte. Allerdings ist sie noch Welten von einer normalen Sprachentwicklung entfernt. Und ich möchte auch nicht behaupten, dass dieser Erfolg nur durch die Delphintherapie gekommen ist. Aber ich denke, die Delphintherapie hat irgendetwas ausgelöst, was schon im Verborgenen angelegt war, was schon seit Jahren in hunderten Sprachtherapieeinheiten geübt worden war.

Wir hoffen, dass sie noch weitere Fortschritte macht. Zur Zeit (sie ist im Oktober 7 geworden) versteht sie alles, spricht bis zu 7-Wort-Sätze (grammatikalisch noch nicht korrekt) und hat im Sommer begonnen, erste Nebensätze zu bilden (....., weil ich.....). Sie hat jetzt die ersten Buchstaben gelernt und beginnt zur Zeit, die ersten Buchstaben zusammenzuhängen, somit ist sie auf dem besten Weg, das Lesen zu erlernen.

Wir können nur ganz viel mit ihr üben, ganz viel mit ihr sprechen und abwarten, was noch kommt.

Übrigens hatte Feli mit viereinhalb Jahren einen recht komplexen Talker bekommen. Sie kam auch schnell damit zurecht, aber ich hatte immer den Eindruck, dass ihr das Gerät zu lästig und zu langsam war. Oft hat sie dann eher das Wort gesagt, als es auf den verschiedenen Ebenen des Talkers zu suchen. Vielleicht war auch der Talker ein kräftiger Schubs in die richtige Richtung, dass das Reden gar nicht so mühsam ist. Wink

VG Ursula
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